Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenAuftraggeber: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Geschäftszeichen 33311#00038.
Worum es geht: Das BIBB sucht einen Forschungspartner für einen vierjährigen Forschungsauftrag (ca. November 2026 – November 2030) zur Frage, wie Pflegeabsolventinnen und -absolventen nach der generalistischen Pflegeausbildung in den Arbeitsmarkt starten und wie lange sie im Pflegeberuf verbleiben.
Datengrundlage: Sekundärdaten der Bundesagentur für Arbeit (SIAB/IEB) sowie das Betriebs-Historik-Panel (BHP).
Leistung: Quantitative Längsschnittanalysen zu Beschäftigungsbereichen, Verweildauern und Stabilität von Erwerbsverläufen; systematische Literaturanalyse; Potenzialanalyse; Ergebnisaufbereitung mit Publikationen und Abschlussveranstaltung.
Angebotsabgabe bis 14.10.2026, 10:00 Uhr, ausschließlich elektronisch über www.evergabe-online.de. Auftrag ist nicht in Lose aufgeteilt.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Gesamtpreis40%
Der Bestpreis erhält 10 Wertungspunkte. Alle weiteren Angebote werden nach der Formel Bestpreis × 10 / Preis des jeweiligen Angebotes berechnet. Es werden mindestens 0 Punkte vergeben, negative Punktevergaben sind nicht möglich. Es ist eine Vorlage für einen Kostenplan mit Festpreisen für alle AP zu verwenden.
- Konzept60%
Qualitätskriterium nach § 58 Abs. 2 Nr. 1 VgV. Angebote ohne Konzept werden von der Wertung ausgeschlossen (gem. § 57 Abs. 1 Nr. 2 VgV). Bewertet wird mit max. 10 Punkten: 10 Pkt. = alle 4 Unterkriterien erfüllt und hochqualitative sehr gute Zielerreichung; 7,5 Pkt. = 3 Unterkriterien erfüllt, hochwertige gute Zielerreichung; 5 Pkt. = 2 Unterkriterien erfüllt, Zielerreichung mit offenen Fragen; 2,5 Pkt. = 1 Unterkriterium erfüllt, Zielerreichung zweifelhaft; 0 Pkt. = keines erfüllt, Ziel wahrscheinlich nicht erreichbar.
Preis: Bestpreis erhält 10 Punkte, alle weiteren nach Formel Bestpreis × 10 / Preis des jeweiligen Angebotes (auf zwei Stellen hinter dem Komma gerundet). Konzept: Für jedes erfüllte Unterkriterium gibt es 2,5 Punkte (max. 10 Punkte = 4 erfüllte Unterkriterien). Gesamtpunktzahl = Preis-Punkte × 0,4 + Konzept-Punkte × 0,6. Bei Punktgleichheit erhält der Bieter mit dem günstigeren Preis den Zuschlag.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenHintergrund und Zielsetzung
Das Projekt untersucht typische Erwerbsverlaufsmuster von beruflich Pflegenden nach Abschluss ihrer Ausbildung sowie Gelingensbedingungen für einen langfristigen Verbleib im Pflegeberuf. Analysiert werden soll, in welchen Beschäftigungs-, Tätigkeits- und Versorgungsbereichen Absolventinnen und Absolventen nach der Ausbildung tätig sind und wie stabil diese Beschäftigungsverhältnisse im Zeitverlauf sind.
Betrachtet werden insbesondere Übergänge in die stationäre Akutpflege, stationäre Langzeitpflege und ambulante Pflege sowie in weitere gesundheits- und sozialbezogene Beschäftigungsbereiche. Die Analyse bezieht sich auf die seit 2020 eingeführte generalistische Pflegeausbildung nach dem Pflegeberufegesetz (PflBG).
Datengrundlage
Die Untersuchung stützt sich auf zwei Datenquellen:
Beide Quellen werden für quantitative Längsschnittanalysen genutzt.
Forschungsfragen – drei Themenfelder
1. Erwerbsbiographien beruflich Pflegender – deskriptive Analysen
2. Abschluss-, Kohorten- und Berufsvergleiche
3. Ausbildungswandel und Arbeitsmarktmechanismen
Arbeitspakete (AP 1 bis AP 4)
AP 1 – Beschaffung: Software, Literatur, Personal, Dienstreisen.
AP 2 – Projektmanagement: Planung und Steuerung nach etablierten Standards (z. B. IPMA, PMI, Prince2, Scrum); Fehler-, Risiko- und Qualitätsmanagement; Datenmanagementplan (DMP); regelmäßige Jours fixes mit Ergebnisprotokollen; Pflege der Projektwebseite; Lessons Learned und Themenspeicher.
AP 3 – Empirische Analysen:
AP 4 – Ergebnisaufbereitung, Transfer & Dissemination:
Berichte und Publikationen im Projektverlauf
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZuverlässigkeit und rechtliche Eignung
Der Bieter bestätigt mit der Eigenerklärung zur Eignung:
Ab einer Auftragssumme von 30.000 € ist bei Zuschlag zusätzlich ein Wettbewerbsregisterauszug vorzulegen.
Fachliche Eignung – Referenzen
Der Bieter muss mindestens 3 vergleichbare Referenzen aus den letzten 3 Jahren nachweisen. Als Referenzen gelten einschlägige Publikationen, Expertisen, Forschungsprojekte, wissenschaftliche Begleitungen oder Evaluationen.
Je Referenz sind anzugeben:
In einem Verbund können Referenzen durch unterschiedliche Akteure eingebracht werden.
Personelle Eignung
Das eingesetzte Personal muss Expertise in methodischer Sozialforschung mitbringen, insbesondere:
Der Nachweis erfolgt wahlweise über Berufserfahrung oder über Studienabschlüsse in Gesundheits- und Sozialberufen (Bachelor, Master, Promotion, Professur; auch Praxisanleitende mit entsprechender Erfahrung). Die Eigenerklärung zur beruflichen Leistungsfähigkeit ist als Nachweis auszufüllen.
Datenschutz und Auftragsverarbeitung
Der Bieter muss eine unterzeichnete Datenschutzvereinbarung / Vordruck Auftragsverarbeitung als Bestandteil des Angebots einreichen. Die Nichteinreichung führt zum Ausschluss aus dem Verfahren.
Geeignet für KMU
Das Verfahren ist ausdrücklich als KMU-geeignet gekennzeichnet (sme_suitable). Eine entsprechende KMU-Bestätigung (Ja/Nein) ist in der Eigenerklärung zur beruflichen Leistungsfähigkeit vorzunehmen.
Einschlägige Publikationen, Expertisen, Forschungsprojekte, wissenschaftliche Begleitungen oder Evaluationen mit Bezug zur Sekundärdatenanalyse (insb. BA-Daten/SIAB/IEB, Registerdaten, quantitative Längsschnitt-/Paneldatenanalyse)
Nachweise je Referenz über Auftraggeber, Art und Umfang der Leistung, Auftragswert und Zeitraum. Bei Verbünden können Referenzen durch unterschiedliche Akteure eingebracht werden.