Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenBeschaffung eines Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges HLF 20 für die Feuerwehr Kirchhundem. Das Fahrzeug umfasst ein geländefähiges Fahrgestell, einen feuerwehrtechnischen Aufbau, eine Mannschaftskabine, Löschtechnik, feuerwehrtechnische Beladung, Sondersignalanlage sowie die vorgesehenen Abnahmen und die Übergabe.
Das Angebot ist elektronisch über das Vergabeportal DTVP bis zum 04.09.2026 um 11:00 Uhr einzureichen. Bieterfragen können bis zum 28.08.2026 um 11:00 Uhr über DTVP gestellt werden.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis60%
Angebotspreis für Los 1: Gesamtfahrzeug
- Technik / Qualität20%
Technische Anforderungen und Qualität des Gesamtfahrzeugs (Los 1), Einzelheiten ergeben sich aus der Leistungsbeschreibung/Bewerbungsbedingungen
- Lieferzeit20%
Lieferzeit für Los 1: Gesamtfahrzeug, Einzelheiten ergeben sich aus der Leistungsbeschreibung/Bewerbungsbedingungen
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenFahrgestell und Fahrerhaus
Das Fahrgestell ist als Grundtyp HLF 20, geländefähig Kategorie 2, mit Allradantrieb und Einzelkabine mit zwei Sitzplätzen auszuführen. Vorgesehen sind ein Dieselmotor mit mindestens 220 kW, EURO 6e, ein Gesamtgewicht von 16.000 kg, Abmessungen von maximal 8.600 × 2.500 × 3.300 mm, ein Radstand von 4.200 mm mit ±100 mm Toleranz, ein automatisiertes Schaltgetriebe, Differentialsperren vorn und hinten sowie in Längsrichtung, eine Druckluftbremsanlage, eine Anhängerkupplung für 2.000 kg und eine 24V-Batterie mit 165 Ah.
Das Fahrerhaus erhält die Lackierung RAL 3000. Stoßfänger, Kühlergrill und Einstiege sind in RAL 9010 auszuführen; Außenspiegel, Felgen und Rahmen bleiben serienmäßig. Zur Ausstattung gehören luftgefederte Sitze, Klimaanlage, elektrische Fensterheber, DAB+-Radio, Bluetooth, Servolenkung, Kombiinstrument sowie Außen-, Weitwinkel-, Rampen- und Nahbereichsspiegel.
Mannschaftskabine und Geräteräume
Die Mannschaftskabine bietet sieben Sitzplätze und eine Innenhöhe von mindestens 1.600 mm. Sie enthält vier Atemschutzsitze mit PA-Halterungen, automatische Trittstufen, Rollläden, Beleuchtung mit Nachtmodus in Grün, Kleiderhaken und gelbe Haltegriffe.
Der feuerwehrtechnische Aufbau umfasst sechs Geräteräume G1 bis G6 sowie den Raum GR. Die Geräteräume erhalten Rollläden mit Gleichschließung und mindestens drei Schlüsseln, eine Beladezeichnung nach Auftrag, ein Hygieneboard im Geräteraum G6 sowie Auszüge unter anderem für Stromerzeuger, Armaturen und Räumgeräte. Ein Schnellangriffsverteiler ist vorzusehen.
Löschtechnik und Dachaufbau
Die Feuerlöschkreiselpumpe ist als FPN 10-2000 nach DIN EN 1028 mit automatischer Entlüftung, Druckautomatik, Tankfüllautomatik, Pump-and-Roll-Funktion, Notbetrieb und Fernsteuerung auszuführen.
Der Löschwasserbehälter fasst 2.000 Liter. Zur Löschtechnik gehören eine schnelle Wasserabgabe G6, vier Druckabgänge B, Löschschläuche B75 und C42 sowie ein Schaummittelbehälter.
Der Dachaufbau ist begehbar und rutschhemmend auszuführen und erhält eine Aufstiegsleiter sowie Lagerungen für Schlauchbrücken und Saugschläuche. Leiterentnahmehilfen für Steck- und Schiebleiter sind optional anzubieten.
Lichtmast, Elektrik und Funktechnik
Der Lichtmast ist pneumatisch, mit LED-Technik, 24 Volt, sechs Scheinwerfern, mindestens 40.000 Lumen und einer Lichtpunkthöhe von mindestens 2.000 mm über dem Fahrzeug auszuführen und fernzusteuern.
Zur Elektrikausstattung gehören ein 230V-Batterieladegerät, eine RETTBOX ONE AIR zur Ladeerhaltung und Druckluft, ein Unterspannungsschutz, diverse Steckdosen, ein USB-Ladeanschluss und Ladegeräte.
Die Funktechnik umfasst ein MRT Motorola, eine HRT-Halterung FR, drei HRT-Halterungen MR, Bedienhandapparate, Lautsprecher, eine TETRA-/GPS-Antenne und einen Funkhauptschalter ohne CAN-Bus-Anbindung.
Sondersignalanlage und Beklebung
Die Sondersignalanlage umfasst LED-Kennleuchten Hänsch NOVA LED B2 nach ECE-R65, Frontblitzer Hänsch Sputnik SL, Heckkennleuchten, optionale seitliche Blaulichtbänder, ein Martin-Horn 2298 GM und eine vierfache Heckwarneinrichtung.
Die Beschriftung umfasst unter anderem FEUERWEHR KIRCHHUNDEM, Freiwillige Feuerwehr, ein Logo, eine gelbe Konturmarkierung, eine rot-gelbe Heckwarnmarkierung, den Funkrufnamen, Piktogramme, Designstreifen und ein Wappen. Als Folientypen sind 3M, Avery und Orafol vorgesehen.
Beladung, Abnahme und Übergabe
Die feuerwehrtechnische Beladung wird durch den Auftraggeber gemäß beigefügtem Beladeplan beigestellt. Ausgenommen ist Position 9.2 Unterlegkeile, die Bestandteil des Lieferumfangs des Fahrgestells ist.
Nach Auftragserteilung werden eine Auftragsbesprechung mit vier Personen, eine Rohbaubesprechung mit vier Personen und eine Endabnahme mit mindestens drei Wochen Vorlauf und sechs Personen vorgesehen. Zusätzlich sind eine IdF-NRW-Abnahme und Gutachten nach StVZO vorgesehen.
Die Übergabe erfolgt durch Abholung durch den Auftraggeber mit sechs Personen und zwei Übernachtungen. Die Einweisung erfolgt durch Fachpersonal. Die Dokumentation wird in Papier sowie auf USB-Stick oder in der Cloud bereitgestellt.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung und berufliche Eignung
Die geforderte Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung sowie die Erfüllung der gewerberechtlichen Voraussetzungen für die Ausführung sind zu erklären und die geforderten Eignungsnachweise sind beizufügen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Die wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit ist durch die geforderten Eignungsnachweise darzulegen. In der Eigenerklärung zur Eignung sind Umsätze der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre für vergleichbare Leistungen einschließlich der Anteile bei Generalunternehmerleistungen anzugeben.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Die technische und berufliche Leistungsfähigkeit ist durch die geforderten Eignungsnachweise darzulegen. Das Eignungsformular verlangt Erklärungen zu vergleichbaren Leistungen in den letzten drei Jahren und sieht bei Zuschlagserteilung oder engerer Wahl drei Referenzen vor.
Personal und Leitung
Es ist zu erklären, dass die erforderlichen Beschäftigten verfügbar sind. Die Anzahl der jahresdurchschnittlich beschäftigten Personen der letzten drei Jahre und die für die Leitung vorgesehenen Personen sind auf Verlangen beziehungsweise bei Zuschlagserteilung oder engerer Wahl anzugeben.
Zuverlässigkeit und Ausschlussgründe
Der Bieter muss erklären, dass keine Ausschlussgründe vorliegen. Die Eigenerklärung zu Ausschlussgründen betrifft unter anderem Verurteilungen, die Erfüllung von Steuer-, Abgaben- und Sozialversicherungspflichten, Verstöße gegen Umwelt-, Sozial- oder Arbeitsrecht, Insolvenz oder Liquidation sowie schwere, die Integrität des Unternehmens infrage stellende Verfehlungen.
Register, Behörden- und Sozialnachweise
Auf Verlangen beziehungsweise bei Zuschlagserteilung oder engerer Wahl sind ein Eintragungsnachweis im Berufsregister oder eine Erklärung, dass keine Eintragungspflicht besteht, eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts, ein Nachweis der Berufsgenossenschaftsmitgliedschaft und gegebenenfalls ein Insolvenzplan vorzulegen.
Sanktionsbezogene Erklärung
Mit dem Angebot ist die Eigenerklärung zu Sanktionen einzureichen. Sie betrifft das Nichtvorliegen eines Russland-Bezugs des Bieters, das Nichtvorliegen einer Beteiligung von über 50 Prozent durch sanktionierte russische Personen oder Organisationen, das Nicht-Handeln im Auftrag solcher Personen oder Organisationen sowie den Ausschluss beteiligter Unternehmen mit Russland-Bezug und mehr als 10 Prozent des Auftragswerts.
Bietergemeinschaften und Nachunternehmer
Bei Bietergemeinschaften sind die Eignungsnachweise für jedes Mitglied vorzulegen und ein bevollmächtigter Vertreter zu bestimmen. Nachunternehmer sind auf Verlangen zu benennen. Bei Bietergemeinschaften muss die Sanktionserklärung für jedes Mitglied als unterschrieben gelten; die Bieterinformationen sind für jedes Mitglied auszufüllen.
Drei vergleichbare Leistungen aus den letzten drei Jahren; im vorliegenden Eignungsformular als bei Zuschlagserteilung oder engerer Wahl nachzureichender Nachweis vorgesehen
Art der Leistung, Ansprechpartner, Auftragssumme und Ausführungszeitraum; bei Teilnahmewettbewerb zusätzlich Leistungsart, Auftragssumme und Ausführungszeitraum mit dem Teilnahmeantrag.