Betriebliche Altersvorsorge (bAV)
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Krankenhaus Wermelskirchen GmbH sucht ein Versicherungsunternehmen, das für die Beschäftigten eine neue betriebliche Altersvorsorge (bAV) einrichtet, durchführt und dauerhaft verwaltet. Hintergrund: Die bisherige Zusatzversorgung über die RZVK ist durch ein Insolvenzverfahren entfallen. Ab dem 01.02.2026 soll eine neue, versicherungsförmige bAV starten.
Der Auftraggeber ist an den TVöD-K und TV-Ärzte/VKA gebunden und zahlt verbindlich 4,25 % des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts als Arbeitgeberbeitrag. Gesucht wird ein leistungsfähiger, solventer Versicherer mit nachgewiesener Erfahrung in der Verwaltung betrieblicher Altersvorsorge, passender IT-Landschaft und überzeugendem Datenschutzkonzept.
Das Vergabeverfahren ist europaweit, zweistufig und strukturiert: Zunächst wird ein Teilnahmewettbewerb durchgeführt (Eignungsprüfung). Geeignete Bewerber werden anschließend zu Verhandlungen mit Angeboten eingeladen. Eine Aufteilung in Lose erfolgt nicht.
Angebote und Teilnahmeanträge werden elektronisch über die Vergabeplattform xvergabe.de eingereicht (Textform nach § 12a VgV i.V.m. § 126b BGB genügt). Der konkrete Schlusstermin ergibt sich aus der EU-Bekanntmachung.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis60%
Bewertung der wertungsrelevanten Kosten für Past Services und Future Services anhand der garantierten Rentenleistung im Verhältnis zu Beiträgen und Verwaltungskosten pro Person und Jahr.
- Implementierungs- und Servicekonzept40%
Bewertet werden die technische Einrichtung, die rückwirkende Versorgung ab dem 01.02.2026, Implementierung und Projektplanung, Beratung und Kommunikation, Beitragsabwicklung und Leistungsbearbeitung, Vertrags- und Bestandsflexibilität sowie Reporting und Qualitätssicherung. (Aspekte: Implementierung und rückwirkende Versorgung ab 01.02.2026, Beratung, Kommunikation und Service, Beitragsabwicklung und Leistungsbearbeitung, Vertrags- und Bestandsflexibilität, Reporting und Qualitätssicherung)
Past Services und Future Services werden jeweils relativ nach dem inversen Dreisatz bewertet: P = P_max × (min_Angebot / akt_Angebot). Das Implementierungs- und Servicekonzept wird anhand einer Bewertungsmatrix mit 0, 20, 40, 60, 80 oder 100 Punkten bewertet; anschließend gilt P = P_max × (akt_Angebot / max_Angebot). Die Gesamtpunktzahl beträgt maximal 1000 Punkte.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenEinrichtung und Verwaltung der bAV
Der Auftragnehmer richtet eine versicherungsförmige betriebliche Altersvorsorge für die Beschäftigten des Krankenhauses Wermelskirchen ein, übernimmt die Bestandsaufnahme, übernimmt die Beschäftigtendaten, berät den Arbeitgeber und informiert die Beschäftigten über die neue Versorgung. Er verwaltet die Verträge dauerhaft, wickelt die Beiträge ab, bearbeitet Leistungsfälle und stellt über die gesamte Vertragslaufzeit ein belastbares Reporting zur Verfügung.
Implementierung und Administration umfassen unter anderem:
Versorgungsbeginn und Rückwirkung
Die neue bAV soll ab dem 01.02.2026 starten. Der Bieter muss darstellen, wie eine wirtschaftliche Rückwirkung zu diesem Datum erreicht werden kann. Soweit eine rückwirkende Risikodeckung nicht möglich ist, ist ein alternatives Nachfinanzierungskonzept vorzulegen.
Beitragsvolumen
Der Arbeitgeber leistet verbindlich 4,25 % des jeweils maßgeblichen zusatzversorgungspflichtigen Entgelts. Dieser Beitrag ist tarifvertraglich vorgegeben (TVöD-K, TV-Ärzte/VKA) und nicht verhandelbar.
Versicherungsförmige Versorgung
Die Versorgung ist ausdrücklich versicherungsförmig auszugestalten. Der Auftragnehmer benötigt eine Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb als Versicherer gemäß §§ 8 ff., 61 ff., 67 ff. VAG.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung
Bieter müssen ihre Eintragung im Berufs- oder Handelsregister nachweisen (nicht älter als 6 Monate ab Veröffentlichung der EU-Bekanntmachung). Bieter müssen eine Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb als Versicherer gemäß §§ 8 ff., 61 ff., 67 ff. VAG vorlegen – bei Sitz im Ausland genügt die Erlaubnis im Staat der Niederlassung. Auf gesonderte Nachfrage ist die gesellschaftsrechtliche Struktur darzulegen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Umsatzanforderung: Nettoumsatz mit vergleichbaren Leistungen ≥ 10 Mio. € ohne USt. pro Jahr in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren.
Betriebshaftpflichtversicherung (über Anlage 2F2.4 / 1F2.4):
Bonität: pd-Wert < 1,5 % nach Basel-III-Kriterien; Bonitätsauskunft nicht älter als 6 Monate ab Veröffentlichung der EU-Bekanntmachung (für Einzelbieter, jedes Mitglied einer Bietergemeinschaft und jeden wesentlichen Nachunternehmer).
Rückversicherungsschutz bei in EU/EWR zugelassenem Versicherungsunternehmen.
Erklärung zur Einhaltung der §§ 23–29 VAG i.V.m. Art. 9 RL 2002/87/EG.
Insolvenzschutz, z.B. durch Mitgliedschaft in einer zentralen Sicherungseinrichtung.
Jahresabschlüsse sind nur auf gesonderte Nachfrage vorzulegen, falls gesetzlich vorgeschrieben.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Mindestens 3 vergleichbare Referenzprojekte aus den letzten 3 Jahren, einzureichen per Eigenerklärung (Anlage 2F5 / 1F5).
Bei Einsatz von Nachunternehmern: Nachunternehmererklärung plus Verpflichtungserklärung des Nachunternehmers (Anlagen 2F2.7 und 2F2.8).
Bei Eignungsleihe: Nachweis der tatsächlichen Mittelverfügbarkeit, Verpflichtungserklärung und ggf. Haftungserklärung (Formblatt 2F2.8).
Sprachniveau: Mitarbeiter mit Kontakt zum Auftraggeber müssen Deutsch fließend in Wort und Schrift auf Niveau C1 (GER) beherrschen; Nachweis nur auf gesonderte Anforderung (max. 1 DIN A4 Seite, Arial, Schriftgröße 10).
Auswahlkriterien (B-Kriterien) für den Teilnahmewettbewerb
Über die Eignungsprüfung hinaus bewertet der Auftraggeber drei Auswahlkriterien mit insgesamt 1.000 Gewichtungspunkten:
Ausschlussgründe
Bieter müssen das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen gemäß § 123 GWB (zwingende Ausschlussgründe) und § 124 GWB (fakultative Ausschlussgründe) erklären (Anlage 2F2.1).
Zusätzlich ist eine Eigenerklärung Russlandsanktionen (Anlage 2F4) abzugeben.
Sonstige besondere Bedingungen (§ 128 GWB)
Der Auftraggeber fragt den Wettbewerbsregisterauszug ab Auftragswert von 50.000 € ohne USt. direkt selbst ab.
Vergleichbare Referenzprojekte aus dem Bereich betriebliche Altersvorsorge (bAV)
Eigenerklärung gem. § 122 Abs. 2 Nr. 3 GWB i.V.m. § 46 Abs. 3 Nr. 1 VgV über berufliche Leistungsfähigkeit; Formblatt Anlage 2F5; Nachweise auf Verlangen des Auftraggebers vorzulegen.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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