Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Neustadt in Holstein schreibt im Rahmen des Verwaltungsneubaus in der Rosenstraße 2 (Ersatzneubau eines Verwaltungsgebäudes) die Bodenbelagarbeiten (Leistung 3650) öffentlich als EU-weites offenes Verfahren aus. Ausgeschrieben ist ein Los – ca. 650 m² Linoleumbelag, Sockelleisten aus Eiche sowie Profile und Versiegelungen in einem 5-geschossigen Neubau (UG, EG, 1. OG, 2. OG, DG).
Wichtige Fristen:
Zuschlag: allein nach dem niedrigsten Preis.
Sprache: Deutsch (Angebot und Baustellensprache).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis; ermittelt aus der Wertungssumme des Angebots unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbeträgen aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 v.H. auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAllgemeine Pflichten und Baustelleneinrichtung
Lieferung, Lagerung, Beförderung zur Einbaustelle und Herstellung der beschriebenen Leistungen – inklusive aller Neben-, Nach- und Vorbereitungsarbeiten.
Baustelleneinrichtung (AN): Einrichten, Vorhalten, Betreiben und Beräumen der gesamten Baustelleneinrichtung inkl. Personal (Projektleitung, Poliere, Bedienpersonal), Grundstücksflächen (Baustraßen, Lagerflächen, Wiederherstellung), Unterkünfte, Sicherheit, Geräte.
Baustellensprache: Deutsch; deutschsprachiger Mitarbeiter auf der Baustelle ist Mindestanforderung.
Baustellenmanagement:
Pläne/Unterlagen: Ausführungspläne werden ausschließlich digital über einen Projektserver bereitgestellt; Plankopiekosten sind einzukalkulieren.
Dokumentation und Qualitätssicherung
Dokumentationsunterlagen (Datenblätter, Zulassungen, Gebrauchsanweisungen, ggf. Prüfberichte zu Schutzeigenschaften) sind vor der ersten Verwendung des Bauprodukts auf der Baustelle, spätestens zur VOB-Abnahme, digital über den Projektsserver als PDF bereitzustellen.
Pflege- und Reinigungsanweisungen sind vor Inbetriebnahme zu übergeben (mit Quittung des AG).
Gleichwertigkeitsnachweise/Produktmuster sind auf Verlangen bei abweichenden Fabrikaten beizubringen.
Stundenlohnzettel im Original spätestens 7 Tage nach Ausführung.
Leistungsanmeldungen (z.B. CM-Messung, Untergrundreinigung, Spachtelung) sind vor Leistungserbringung bei der Bauüberwachung anzumelden und dienen als Anspruchsgrundlage.
Normen, Technik und Entsorgung
Zu beachten sind alle einschlägigen DIN-/EN-Normen, das CE-Konformitätsverfahren, der Stand der Technik, bauaufsichtliche Vorgaben und die Unfallverhütungsvorschriften (UVV).
Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Bau- und Abbruchabfällen gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) und Nachweisverordnung (NachwV): Trennung, Erfassung und Sammlung der Abfälle an der Anfallstelle, sachgerechte Entsorgung, Führung der erforderlichen Nachweise. Kosten der Abfallverwertung sind in die Einheitspreise einzurechnen; Kosten der Abfallbeseitigung sind zu benennen und nachzuweisen, dass sie vom AG getragen werden können. Bei alternativen Entsorgungslösungen sind Berechtigungsnachweise und Betreiberbestätigungen vorzulegen, ggf. Bestätigung der Abfallwirtschaftsbehörde. Einverständniserklärung der Entsorgungsträger zur Auskunftserteilung sowie Anzeige nach § 53 KrWG und Erlaubnis nach § 54 KrWG sind auf Verlangen nachzuweisen.
Datenaustausch: elektronischer Datenaustausch nach GAEB DA XML für Angebotsanforderung, -abgabe und Abrechnung; bei Abweichungen zwischen digitaler und schriftlicher Fassung gilt die schriftliche.
Holzprodukte/Holzschutz
Alle eingesetzten Holzprodukte (insbesondere die Sockelleisten aus Eiche) müssen FSC-, PEFC- oder gleichwertig zertifiziert sein. Nachweis vor Einbau (Bauleistungen) bzw. bei Anlieferung (Lieferleistungen) im Original über eine der folgenden Optionen: (A) CoC-Zertifikat des eigenen Unternehmens; (B) FSC/PEFC-Zertifikat mit Prüfergebnis Thünen-Institut Hamburg oder Bundesamt für Naturschutz Bonn; (C) Einzelnachweis durch öffentlich bestellten Sachverständigen (HWK/IHK, Tischler/Zimmerer/Holz/Holzbau) oder akkreditierten Zertifizierungsdienstanbieter mit Mengen-/Zeit-/Inhaltsbezug; (D) Lieferschein mit Baumaßnahme, FSC/PEFC-Aussage, Zertifizierungsnummer des Verkäufers, Lieferdatum, Art und Menge.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche/wirtschaftliche Eignung
Eintragungen und Mitgliedschaften:
Steuern, Abgaben, Sozialversicherung: Ordnungsgemäße Erfüllung der Verpflichtungen; auf Verlangen Unbedenklichkeitsbescheinigungen.
Kein Insolvenzverfahren: weder beantragt noch eröffnet, kein Antrag mangels Masse abgelehnt, nicht in Liquidation; ggf. rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan.
Keine schwere Verfehlung gemäß § 6e EU VOB/A – keine einschlägigen Verurteilungen (Freiheitsstrafe >3 Monate, Geldstrafe >90 Tagessätze, Geldbuße >2.500 €) in den letzten 2 Jahren; ggf. Selbstreinigungsmaßnahmen.
Wettbewerbsregister-Abfrage ab einer Auftragssumme von 30.000 EUR durch den Auftraggeber.
Finanzielle und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
Umsatz: Angabe der Umsätze in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren, soweit Bauleistungen und vergleichbare Leistungen betroffen, einschließlich des Anteils bei gemeinsam ausgeführten Leistungen.
Alternativer Nachweis der finanziellen/wirtschaftlichen Eignung möglich über Eintrag in einem Präqualifikationsverzeichnis (z.B. PQ VOB, ULV Berlin, ULV ABST Brandenburg, ULV MV oder HPQR) oder über die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE).
Verbindlichkeiten zur Vertragserfüllung: Anerkennung der VOB/B (Ausgabe 2016); die Besonderen Vertragsbedingungen verzichten ausdrücklich auf Vertragserfüllungs- und Mängelanspruchssicherheit (ausgenommen Auftragssummen ≥ 250.000 EUR).
Technische und fachliche Eignung
Vergleichbare Leistungen: Erbringung vergleichbarer Leistungen in den letzten 5 Kalenderjahren.
Referenzen (auf Verlangen bei Wahl in engere Wahl): 3 Referenzen mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblichem Leistungsumfang (inkl. Mengen), durchschnittlicher Arbeitnehmerzahl, besonderen technischen/gerätespezifischen Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertraglicher Bindung (HA/ARGE/NU) und Auftraggeber-Bestätigung über vertragsgemäße Ausführung.
Arbeitskräfte: Verfügbarkeit erforderlicher Arbeitskräfte; Nachweis der jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte der letzten 3 Kalenderjahre (gegliedert nach Lohngruppen, mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal) auf Verlangen.
SiGeKo: Bereitschaft zur Benennung eines qualifizierten Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinators gemäß RAB 30.
Fachkundige Vertretung: deutschsprachiger Mitarbeiter auf der Baustelle; entscheidungsbefugter Vertreter für wöchentliche Baubesprechungen.
Verpflichtende Erklärungen (Sanktionen, Holz, Bietergemeinschaft, Nachunternehmer)
Sanktionserklärung (Russland) – Eigenerklärung gemäß der Anlage zum BMWK-Rundschreiben vom 15.11.2022 (Muster-Eigenerklärung gemäß Art. 5k Abs. 1 VO (EU) 833/2014): Der Bieter, Mitglieder von Bietergemeinschaften sowie – bei >10 % Auftragswert – Unterauftragnehmer und Lieferanten dürfen keine Personen/Unternehmen sein,
Erklärung zur Verwendung von Holzprodukten (e248): Nachweis FSC/PEFC oder gleichwertig für alle Holzprodukte.
Bietergemeinschaft (e234): Abgabe in Textform mit dem Angebot; Vollmacht eines Vertreters, gesamtschuldnerische Haftung.
Nachunternehmer/Eignungsleihe (e235): Verzeichnis der Teilleistungen, Namen der Unternehmen, Kapazitätsnachweis; Verpflichtungserklärungen und ggf. Haftungserklärung auf Verlangen.
Ausführung von Leistungen, die mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sind (Bodenbelagarbeiten)
Auf Verlangen mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang inkl. Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Baumaßnahmentyp (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (HA/ARGE/NU), koordinierte Gewerke sowie Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung.