Brandschutzabtrennung in der Abstellhalle der NIAG, Moers
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum es geht: Tief- und Rohbauarbeiten für eine neue F90-Brandschutztrennwand (ca. 100 m lang, ca. 5 m hoch) zwischen den bestehenden Abstellhallen 1 und 2 im Busdepot Moers der NIAG, einschließlich Erdarbeiten, Fundamenten, Beton-/Stahlbetonarbeiten, KS-Mauerwerk und einer Steigleiter an der Hallenaußenwand. Die Halle bleibt während der Bauzeit in Betrieb.
Was zu tun ist: Angebotsabgabe elektronisch über die Vergabeplattform bis zum 17.11.2026, 11:00 Uhr. Gefordert sind u.a. das ausgefüllte Angebotsschreiben (VHB 213), die Eigenerklärung zur Eignung (VHB 124), Eigenerklärung zur Zuverlässigkeit, QM-Zertifikat (DIN EN ISO 9001:2015), Tariftreue-Erklärung (TVgG NRW), Sanktionspaket-5-Erklärung sowie ein detaillierter Bauzeitenplan und diverse Nachweise/Unterlagen (Verlegepläne, Standsicherheitsnachweis, Gütenachweise, Entsorgungsnachweise, Baudokumentation).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der nachgerechneten Angebotssumme gebildet, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen. Die Wertungssumme wird aus den nachgerechneten Angebotssummen ermittelt. Einzige Zuschlagskriterium ist der Preis.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaumaßnahme und Ort
Neubau einer F90-Brandschutztrennwand zwischen den vorhandenen Abstellhallen 1 und 2 (1. Hallenschiff) im Busdepot Moers der NIAG. Zweck: brandschutztechnische Abtrennung als Teil der Ladeinfrastruktur für E-Busse (1. Bauabschnitt: bis zu 36 E-Busse; weitere Bauabschnitte für Hallenabschnitte 2 und 3 folgen später).
Adresse: Rheinberger Straße 95a, 47441 Moers – Busabstellhalle des Betriebshofs.
Bauzeit und Randbedingungen
Ausführungszeitraum: 10.12.2026 bis 31.03.2027; Bindefrist endet am 21.12.2026. Baustelleneinrichtung ist 20 Wochen vorzuhalten, Bauzaun 5.000 Meterwochen. Die Halle bleibt während der gesamten Bauzeit in Betrieb: tagsüber (7:00–18:00 Uhr) kein Busverkehr im Baufeld, nachts wird die Halle genutzt. Eigene Sanitärcontainer sind zu stellen, Übernachtung auf dem Gelände ist nicht zulässig. Maßnahmen mit dem AG abzustimmen.
Zur Baustellenorganisation sind Bauzeitenplan, Baustelleneinrichtungsplan, Bauablaufplan, Bautages- und Wochenberichte sowie eine fortlaufende Baudokumentation zu führen und mit dem AG abzustimmen.
Vorbereitende Arbeiten und Abbruch
Rückbau und Abbruch im Bestand (kleinere Umfang): Sägeschnitte (ca. 3,6 m²), Beton fräsen (ca. 3 m), Mauerwerk schneiden (ca. 4 m), Öffnungen ausbrechen (ca. 8 m²), Fundamentsockel abbrechen (ca. 2,3 m³), Fenster-/Türelement ausbauen (2 Stück), Rückbau Metallfassade (ca. 3,1 m).
Erdarbeiten und Entwässerung
Hallenboden aufnehmen (ca. 300 m²), Schlacketragschicht (ca. 300 m²), Aushub Streifenfundament (ca. 123 m³, Bodenklasse 3), Aushub Einzelfundamente (ca. 6 m³), Aushubmaterial absieben (ca. 106 m³), Hinterfüllung (ca. 77 m³), Planum (ca. 300 m²), Frostschutzschicht (ca. 300 m²), Schottertragschicht (ca. 300 m²), Verbundsteinpflaster (ca. 300 m²), Plattendruckversuche (6 Stück), Entsorgung Aushub-/Abbruchmaterial (ca. 547 t).
Beton- und Stahlbetonarbeiten
Sauberkeitsschicht (ca. 52 m²), Schalung (ca. 537 m²), Bewehrungsstahl B500B (ca. 12,6 t), nachträgliche Bewehrungsanschlüsse (ca. 897 Stück), Ortbeton gesamt ca. 79,9 m³ (Fundamente C35/45 ca. 33 m³, Sockel C35/45 ca. 28 m³, Wand C35/45 ca. 14 m³, Ringbalken C35/45 ca. 4 m³). Teils WU-Beton (Nutzungsklasse B, Beanspruchungsklasse 2). Sichtbetonklasse SB2 nach DBV-Merkblatt. Betonkanten 1,5 cm brechen. Nachträgliche Bewehrungsanschlüsse an Bestand mit zugelassenen Systemen (z. B. HILTI HIT RE-500 o. glw.).
Mauerwerksarbeiten
Innenwand als KS-Planelement (ca. 182 m²), Gesamtes KS-Mauerwerk ca. 329 m² (Dünnbettmörtelsystem, KS-Vollsteine SFK12, RDK 1,8), Wanddicke 24 cm, Feuerwiderstandsklasse F90/R90. Maueranschlussanker (ca. 154 m), Ausgleichsschichten (ca. 191 m), Sickenfüller (ca. 39 m²), Deckenanschlussfuge (ca. 138 m), Perimeterdämmung (ca. 0,5 m²), Kerndämmung Mineralwolle (ca. 4 m²), Verblendmauerwerk (ca. 4 m²), Reinigung und Verfugung, Kabeldurchführungen (22 Stück), div. Kernbohrungen (22 Stück), Zulage Höhen > 3,50 m (ca. 324 m²). Wandlänge insgesamt ca. 100 m, Wandhöhe ca. 5 m. In die Wand integriert sind eine Toröffnung (ca. 4 × 8 m) und Türöffnungen nach Planung.
Anschlüsse an den Bestand
Anschluss der neuen Trennwand an vorhandene Stützen, Fundamente und Fertigteilbinder in regelmäßigen Abständen; Halfen HL-Lochschiene HL28-15 mit ML-Maueranschlussankern und HB-BZ-U-Bolzenankern (Abstand ≤ 50 cm, große Unterlegscheibe nach DIN 9021, ETA 07/0249). 2 cm Fuge und Lücken zum Bestand mit nicht brennbarem Material schließen. Anschluss an Trapezblechdach mit Mineralwolle. Die Brandschutzwand übernimmt keine Dachlasten.
Klinker- und Pflasterarbeiten
Instandsetzung/Ergänzung des Klinkers im Bereich der Trennwand (Verblendmauerwerk KHLz d = 11,5 cm, Reinigung und Verfugung). Klinkermuster zur Bemusterung durch den AG. Verbundsteinpflaster (Doppel-T, ca. 300 m²) im Außenbereich.
Brandschutztor und Steigleiter (Metallbau)
Einbau eines Brandschutz-Stahlschiebetors T90 (ca. 4 × 8 m) inkl. Konsolbefestigung (Nachweis erforderlich), Einbauteile gemäß Plänen des Torherstellers. Herstellung und Montage einer Steigleiter (Länge ca. 5,80 m, 1 Stück) an der Hallenaußenwand in Achse C/25, feuerverzinkt nach DIN 18799-1 inkl. ETA-Nachweis, Standsicherheitsnachweis, Montagedokumentation nach DGUV Information 208-032 und DIN 18799-1.
Dokumentation und Nachweispflichten
Technische Bearbeitung umfasst: Detailbauzeitenplan (Balkenplan, PDF und MS-Project), Werkstatt- und Montageplanung nach DIN 18360, Standsicherheitsnachweis Steigleiter, Bestandsunterlagen als As-Built-Zeichnungen (PDF), Baufotodokumentation (≥ 3,5 Mio. Pixel, jpg) auf USB-Stick des AG, Technische Dokumentation 3-fach analog/2-fach digital 21 Kalendertage vor Abnahme, Montagedokumentation Steigleiter mit Chargennummern und Drehmomentprotokoll. Alle Entsorgungs-, Konformitäts- und Prüfnachweise sind vorzuhalten.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Lage und Zuverlässigkeit
Eigenerklärung zur Zuverlässigkeit des Bieters: keine Ausschlussgründe gemäß § 123 GWB (z. B. Verurteilungen wegen Betrug, Bestechung, Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung) und § 124 GWB (z. B. Insolvenz, schwere Verfehlung, Wettbewerbsverzerrung). Ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer- und Abgabenpflichten sowie Beiträge zur Sozialversicherung. Erklärung zu § 19 Abs. 3 MiLoG (Formblatt VHB NRW).
Fachkunde und Präqualifikation
Fachkunde gemäß § 6a Abs. 3 VOB/A nachzuweisen durch Eigenerklärung gemäß VHB124 – ersetzbar durch Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. (oder vergleichbar). Auf Verlangen bei engerer Wahl: Bescheinigungen zuständiger Stellen; nicht-deutsche Dokumente mit beglaubigter Übersetzung.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Eigenerklärung gemäß VHB124 zu Umsatz des Unternehmens in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren (Bauleistungen und vergleichbare Leistungen).
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Eigenerklärung gemäß VHB124 zu Referenzprojekten (vergleichbare Leistungen in den letzten 5 Kalenderjahren), Arbeitskräften. Konkrete Anforderungen an Art, Anzahl, Zeitraum oder Volumen sind im Ausschnitt nicht genannt. Nachweis QM-Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2015 (oder vergleichbar).
Registrierungen und Mitgliedschaften
Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle oder bei der Industrie- und Handelskammer. Mitgliedschaft bei der Berufsgenossenschaft.
Tariftreue und Sanktionen
Verpflichtungserklärung zum Tariftreue- und Vergabegesetz NRW (TVgG NRW, Formblatt 513) sowie Eigenerklärung Sanktionspaket 5 EU (Formblatt 523 EU) gemäß Art. 5k Abs. 1 VO (EU) Nr. 833/2014.
Eignung der Nachunternehmen und Dritter
Bei Eignungsleihe bzw. Einsatz Dritter: Präqualifikation oder zumindest die Voraussetzungen dafür müssen erfüllt sein. Verzeichnis der Leistungen/Kapazitäten anderer Unternehmen (Formblatt 235), ggf. Verpflichtungserklärung anderer Unternehmen (Formblatt 237).
Technische Qualifikationsanforderungen aus dem Leistungsverzeichnis
Aus dem LV ergeben sich zudem folgende fachliche Qualifikationen:
Im vorliegenden Ausschnitt werden keine konkreten Referenzprojekte gefordert. Gefordert ist die Fachkunde über die Eigenerklärung gemäß VHB124 sowie das QM-Zertifikat nach DIN EN ISO 9001:2015 (oder vergleichbar). Im Formblatt 124 wird allgemein auf vergleichbare Leistungen in den letzten fünf Kalenderjahren verwiesen, ohne konkrete Art, Anzahl, Zeitraum, Volumen oder Vergleichbarkeit zu nennen.
Eigenerklärung gemäß VHB124; auf Verlangen Bescheinigungen zuständiger Stellen
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenVerlauf dieser Vergabe
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