Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung (VOB/A) für Naturwerksteinarbeiten an der Burg Gnandstein in Frohburg (Sachsen).
Auftraggeber ist der Freistaat Sachsen, vertreten durch den Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB), Niederlassung Leipzig I. Vergabenummer: 26A60203.
Am denkmalgeschützten Bettenhaus/Pächterhaus (Burgstr. 3, 04654 Frohburg) sind Restaurierungs- und Instandsetzungsarbeiten an Natursteinbauteilen aus Rochlitzer Porphyr und Sandstein auszuführen – u. a. Reinigung, Rissverpressung, Steinergänzungen, Fugeninstandsetzung und Treppenanlagen. Eine vergleichbare Referenz im Denkmalschutzbereich ist nachzuweisen.
Angebote sind elektronisch über die Vergabeplattform www.sachsen-vergabe.de (AI Bietercockpit) bis spätestens 10.08.2026 um 09:00 Uhr MESZ einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAusführungsbedingungen und Denkmalschutz
Alle Gebäude stehen unter Denkmalschutz; äußerste Sorgfalt für die Substanzerhaltung ist erforderlich. Die Arbeiten sind erschütterungsarm und grundsätzlich nur mit Kleinwerkzeugen auszuführen. Schweiß- und Trennarbeiten innerhalb der Gebäude sind untersagt. Die Abstimmung mit der Denkmalbehörde und dem Restaurator ist zwingend.
Der Dachstuhl des Bettenhauses ist mit Holzschutzmitteln (DDT, PCP, Lindan) kontaminiert – entsprechende Schutzmaßnahmen (PSA) sind zu beachten.
Materialien sind analog zum Bestand zu verwenden: Rochlitzer Porphyr und Sandstein. Für Porphyr-Kunststeinmörtel und Sandstein-Restauriermörtel sind definierte Rezepturen einzuhalten (u. a. Fabrikat Ruberstein Steinrestauriermörtel oder gleichwertig).
Vorarbeiten und Musterflächen
Position 1.1 – Vorarbeiten/Reinigung:
Ausbau von Fenstervergitterungen, Reinigung der Porphyrsäulen, Entfernen von Farbbeschichtungen und Fremdteilen, Oberflächenreinigung (mechanisch, Mikrostrahlverfahren, Heißdampf, Hochdruck), Entsalzung mit Kompressen, Nadeln von Flächen, Entfernen von Fugen, Aus- und Wiedereinbau von Fensterbänken, Estrich-Abbruch auf Türschwellen.
Position 1.2 – Musterflächen:
Bemusterung Sandstein und Porphyr, Musterflächen Restauriermörtel Porphyr und Sandstein, Musterfläche Verfugung Treppen – diese Musterflächen sind vor Beginn der eigentlichen Arbeiten herzustellen und abzustimmen.
Treppenanlagen, Risse, Fugen und Steinergänzungen
Position 1.3 – Treppenanlagen: Erstellung von 3 Werkstatt- und Montageplänen, Außentreppe Stall (Rochlitzer Porphyr, Blockstufentreppe), Innentreppe Stall, Außentreppe Orangerie Nord (Rochlitzer Porphyr), Materiallieferungen Porphyr, Treppenunterbau-Zulagen und Mörtelbett-Zulage.
Position 1.4 – Risse/Fugen: Verharzen von Rissen unterschiedlicher Breite, Vernadelung/Verharzung von Rissen in Gewändeteilen, V4A-Edelstahlklammern (20/5 mm und 35/12 mm), V4A-Gewindestangen (12 mm), profilierte/unprofilierte Verfugung von Porphyr-Bauteilen sowie Sandstein-Verfugung.
Positionen 1.5/1.6 – Steinergänzungen mit Restauriermörtel (Porphyr und Sandstein): acrylgebundene Antragungen in verschiedenen Flächengrößen (bis 25 cm² bis 1001–2000 cm²), jeweils mit Zulage Profilierung.
Positionen 1.7/1.8 – Vierungen (Porphyr unprofiliert/profiliert und Sandstein unprofiliert) in unterschiedlichen Volumenbereichen (bis 400 cm³ bis ca. 20.000 cm³).
Gewände-Neuteile und sonstige Leistungen
Position 1.9 – Gewände-Neuteile: Steinaustausch Porphyr (unprofiliert/profiliert), Steinaustausch Sandstein (unprofiliert), Schrägschnitt-Zulage, Wasserschrägen, Wasserfälze sowie Anschlag-Fälze an Sohlbänken.
Position 1.10 – Sonstige Leistungen:
Die Baustelleneinrichtung ist bauseits teilweise vorbereitet (Sanitärräume im Pächterhaus Süd, BE-Fläche an der Gnandsteiner Hauptstraße mit Sanitärcontainer, Fassadengerüste Lastklasse 04, Lastenaufzug am Stall, Gerüstturm mit Aufzug an der Orangerie, Kran vor dem Bettenhaus mit Hakenhöhe 28 m). Weitere Geräte sind vom Auftragnehmer zu stellen.
Bautagesberichte und Baustellenbesprechungen
Baustellenbesprechungen finden wöchentlich statt. Die Vorlage der Bautagesberichte erfolgt wöchentlich, unaufgefordert an die Objektüberwachung. Eine Terminliste ist mindestens wöchentlich mit dem Auftraggeber abzustimmen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung (Referenzen)
Nachweis von 1 vergleichbaren Referenzobjekt im Denkmalschutzbereich. Die Referenz muss vergleichbar mit den ausgeschriebenen Naturwerksteinarbeiten sein.
Zuverlässigkeit und Eignungsnachweis
Vorlage einer der folgenden Erklärungen: PQ-Nummer, Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) oder Einheitliche Europäische Eigenerklärung. Zudem Sicherheitsauskunft und Verpflichtungserklärung (Formblatt 125).
Auf Verlangen holt der Auftraggeber für Bieter der engeren Wahl eine Auskunft aus dem Wettbewerbsregister beim Bundeskartellamt ein. Auf den Gewerbezentralregisterauszug gem. § 150 GewO wird verzichtet.
Leistungsfähigkeit (auf Verlangen)
Verzeichnis der Leistungen/Kapazitäten anderer Unternehmen (Formblatt 235), sofern Kapazitäten Dritter genutzt werden. Erklärung zur Anzahl der in den letzten 3 Jahren jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte, gegliedert nach Lohngruppen, einschließlich Leitungspersonal.
Gewerbliche, steuerliche und soziale Zuverlässigkeit (auf Verlangen)
Auf gesondertes Verlangen sind vorzulegen:
1 vergleichbares Referenzobjekt im Denkmalschutzbereich
Naturwerksteinarbeiten an einem denkmalgeschützten Objekt; Nachweis gemäß Formblatt Eigenerklärung zur Eignung