Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung (VOB/A) der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt für Dachklempnerarbeiten am Dom zu Magdeburg im Rahmen der Sanierung und Restaurierung des Ostchores einschließlich Nordquerhaus.
Was zu tun ist: Auf dem nördlichen Teil des Daches im Bauabschnitt 3.1 Bischofsgang sind alte Metalldeckungen zurückzubauen und neue Kupfer-Doppelstehfalzdeckungen, Blei-Verwahrungen an Gesimsen und Attiken, eine Kupfer-Kastenrinne mit Rinnenheizung sowie die Regenentwässerung (Fallrohre, Wasserspeier) herzustellen. Es handelt sich um Arbeiten an einem denkmalgeschützten Bauwerk (bis ca. 18 m Arbeitshöhe).
Wichtig zu wissen: Angebote müssen bis zum 28.09.2026, 09:45 Uhr elektronisch (mit qualifizierter Signatur/Siegel) eingereicht werden. Bieter müssen u. a. 3 Referenzen für Kupferdeckungsarbeiten an historischen Dächern nachweisen (mind. 2 davon Denkmalobjekte, mind. 1 mit ≥ 100 m² Kupferfläche).
Zeitlicher Ablauf der Ausführung:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis: Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBauwerk, Zugang und Rahmenbedingungen
Bauwerk: Dom zu Magdeburg (St. Mauritius und Katharina), Ostchor einschließlich Nordquerhaus – polygoner Chorumgang (Bischofsgang), denkmalgeschütztes Bauwerk von internationaler Bedeutung.
Arbeitshöhe: bis ca. 18 m über Oberkante Boden des Bauabschnitts.
Zugang: Gerüst wird bauseits gestellt; ein Bauaufzug für Materialtransporte bis 1.000 kg ist vorhanden.
Bauzeit gesamt: ca. 3,5 Jahre (07/2025 – 01/2029); gegenständlich sind die Teilbauabschnitte BA 3.1-2, 3.1-3 und 3.1-4.
Baustellenlogistik: Benennung eines verantwortlichen Fachbauleiters vor Beginn; der Bauleiter muss während der gesamten Ausführungszeit ständig anwesend sein. Mindestens wöchentliche Baustellenbesprechungen. Reaktionszeit auf schriftlichen Abruf von Teilleistungen: 5 Arbeitstage. Lärmintensive Arbeiten täglich von 12:00–12:15 Uhr (Mittagsgebet) eingeschränkt.
Brandschutz: Brandschutzvorgaben nach BGI 563 (Brandwachen, Feuerlöscher, Erlaubnisscheine) sind kalkulatorisch zu berücksichtigen – keine gesonderte Vergütung.
Baustelleneinrichtung, Abbruch und Untergrundvorbereitung
Baustelleneinrichtung (Gruppe 01.01): Einrichten, Vorhalten, Reinigung, Absperrungen, Schlussreinigung und Wiederherstellung.
Abbrucharbeiten (Gruppe 01.02): Rückbau bestehender Metall-Rinnen, Verwahrungen und Abdeckungen aus Kupfer und Blei, Öffnen bestehender Falze, Demontage von Kleineisenteilen. Die Entsorgung der Rückbaumaterialien ist in den Einheitspreisen enthalten. Position 01.02.0070 (Entsorgung Metalldachdeckung Kupfer) ist als Negativbetrag (Rückvergütung) auszuschreiben.
Untergrundvorbereitung (Gruppe 01.03): Mörtelausgleich (geneigt und senkrecht) auf Gesimsen, Anschleifen des Sandsteins.
Dach- und Wandbekleidung Kupfer (Neudeckung)
Gruppe 01.04: Dach- und Wandbekleidung aus Kupfer – im Wesentlichen:
Besonderheit: radiale Verlegung der Kupferbahnen um den Chor sowie Schaffung eines Schrägdachs mit ca. 9° Gefälle aus dem bestehenden abgetreppten Sandsteindach (energetische Sanierung).
Regenentwässerung und Verwahrungen
Regenentwässerung Kupfer (Gruppe 01.05): Regenfallrohr DN 150, Wasserfangkasten, Rohrbogen, Rohrauslauf, Laubfang – komplett in Kupfer.
Verwahrung Gesimse (Gruppe 01.06):
Material Blei: DIN 17640-1, Dicken 2,0–2,5 mm. Befestigungsmittel: Edelstahl V4A.
Nebenleistungen, Rinnenheizung und Stundenlohnarbeiten
Nebenleistungen (Gruppe 01.07):
Stundenlohnarbeiten (Gruppe 01.08): Bauvorarbeiter, Bauwerker, Bauhelfer – Verrechnungssätze inkl. aller Zuschläge.
Zeitliche Abschnittsbildung
Die Leistung wird in drei zeitlich getrennten Abschnitten erbracht:
Abfallentsorgung und Schlussdokumentation
Abfallentsorgung (VHB 241): Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Bau- und Abbruchabfällen gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG). Sortenreine Trennung und Erfassung, Führung der nach KrWG und Nachweisverordnung (NachwV) erforderlichen Nachweise. Auf Anforderung: Nachweis der Berechtigung der Verwertungs-/Beseitigungsanlage, Bestätigung der Annahme, ggf. Anzeige nach § 53 KrWG und Erlaubnis nach § 54 KrWG.
Entsorgung im Leistungsverzeichnis enthalten für: Kupfer (AVV 170401), Blei (AVV 170403), Boden/Stein (AVV 170504).
Abschlussdokumentation (für Schlussrechnung): Bautagesberichte, Fachunternehmererklärung, technische Merkblätter, Einbauanleitungen, bauaufsichtliche Zulassungen, Wartungs- und Nutzungshinweise, Werkpläne, Ausführungsstatik und -dokumentation, Revisionspläne, Entsorgungsnachweise im Original.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung (Fachkunde und Erfahrung)
Nachweis über 3 Referenzen für Kupferdeckungsarbeiten an historischen Dächern (Fragebogen zur Eignungsprüfung, F 1.1.1.1):
Pro Referenz sind anzugeben: Objektbezeichnung, Art der Leistung, Art und Umfang der Kupferdeckungsarbeiten, Flächengröße der Kupfereindeckung, Bauherr, Ansprechpartner mit Adresse/Telefon/E-Mail. Bei Vorlage nach VHB 124 zusätzlich: Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eingesetzte Arbeitnehmer, technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung, Bestätigung des Auftraggebers.
Der Fragebogen zur Eignungsprüfung muss vollständig ausgefüllt, unterschrieben und mit Firmenstempel versehen eingereicht werden.
Persönliche und rechtliche Eignung (Zuverlässigkeit)
Leistungsfähigkeit (Personal)
Tariftreue und Mindestentgelt (Sachsen-Anhalt)
Verbindlich gemäß TVergG LSA (Tariftreue- und Vergabegesetz Sachsen-Anhalt):
Formale Anforderungen an die Eigenerklärung
3 Referenzen für Kupferdeckungsarbeiten an historischen Dächern (aus Fragebogen zur Eignungsprüfung): mindestens 2 Referenzen müssen eingetragene Denkmäler sein, mindestens 1 Referenz muss eine Kupfereindeckung von ≥ 100 m² Fläche umfassen.
Je Referenz: Objektbezeichnung, Art der Leistung, Art und Umfang der Kupferdeckungsarbeiten, Größe der Kupferfläche, Bauherr, Ansprechpartner mit Adresse/Telefon/E-Mail; zusätzlich gemäß VHB 124: Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eingesetzte Arbeitnehmer, technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung.