Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDas Wasserwirtschaftsamt Nürnberg vergibt die orientierende Untersuchung (Phase I) eines Altstandorts einer ehemaligen Galvanik in 90552 Röthenbach an der Pegnitz.
Im Rahmen der Amtsermittlungen 2026 soll geklärt werden, ob der Verdacht einer Boden- und Grundwasserkontamination (Schwerpunkt PFAS) besteht. Die Leistung umfasst Rammkernbohrungen, Boden- und Grundwasserprobenahmen, chemische Analytik (inkl. PFAS) sowie die Erstellung eines Abschlussberichts.
Angebote müssen bis 14.09.2026 um 08:00 Uhr vorliegen. Die Ausführung erfolgt nach Auftragserteilung bis 30.11.2026, der Abschlussbericht ist bis spätestens 01.12.2026 vorzulegen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Auftragsbezogenes Organisationskonzept18%
- Auftragsbezogene Qualifikation und Erfahrung der Projektmitarbeiter28%
- Auftragsbezogenes Konzept zum Ablauf der Planungsphase26%
- Auftragsbezogenes Konzept zum Ablauf der Baudurchführungsphase28%
Erweiterte Richtwertmethode nach UfAB V 2.0: Z = vergebene Leistungspunkte (L) x Faktor 100.000 / Angebotspreis bzw. Wertungssumme (P). Angebote, die nicht mindestens 80% der möglichen Leistungspunkte (400 Punkte) erreichen, werden nicht berücksichtigt. Das Angebot mit der höchsten Kennzahl Z erhält den Zuschlag. Bei gleicher Kennzahl entscheidet das Los.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenÜbergeordneter Auftragsgegenstand
Orientierende Untersuchung (Phase I, gem. § 12 Abs. 1 BBodSchV) des Altstandorts der ehemaligen Galvanik Nießer in 90552 Röthenbach an der Pegnitz im Rahmen der Amtsermittlungen 2026.
Ziel ist die Bestätigung oder Ausräumung des Altlastverdachts – insbesondere hinsichtlich PFAS-Kontaminationen im Umfeld des Grundwassers – durch Gewinnung und Analyse von Boden- und Grundwasserproben sowie gutachterliche Auswertung.
Ingenieurleistungen und Projektkoordination
Grundlagenermittlung, Erstellung und Fortschreibung des Arbeits- und Sicherheitsplans (A+S-Plan), Koordination der Gewerke, Entsorgungsplanung, Auswertung der Mess- und Analysenergebnisse sowie Erstellung eines Abschlussberichts.
Bei Bedarf Erstellung eines SiGe-Plans gemäß Baustellenverordnung.
Feldarbeiten und Probenahme
Rammkern-/Kleinrammbohrungen: ca. 5 Bohrungen DN 80 mm rund um das Absetzbecken, Endteufe max. 4 m u. GOK; gemäß LV zusätzlich Rammkernbohrungen (20 lfm, Tiefe 0–5 m), Verfüllung, Schichtenverzeichnisse, Einmessung.
Bodenprobenahme: ca. 20 Bodenproben inkl. Rückstellproben, Wirkungspfad Boden-Grundwasser; täglicher Probentransport zum Labor.
Grundwasser: Auffinden und ggf. Reaktivierung einer bestehenden Grundwassermessstelle (DN 125, Tiefe ca. 6 m) im Hallenbereich – inkl. Aufbrucharbeiten, Entsandung, Klarpumpen und Einmessung; anschließend Grundwasserbeprobung inkl. Vor-Ort-Parameter, Rückstellprobe und Blindprobe.
Arbeitsschutz und Vorbereitung
Baustelleneinrichtung inkl. Aufbrucharbeiten, Leitungsfreiheit und Kampfmittelortung. Überwachung des Arbeitsschutzes, Bereitstellung von Schutzmaterialien und persönlicher Schutzausrüstung (PSA).
Anzeige bei der Berufsgenossenschaft mind. 4 Wochen vor Beginn der Bohrarbeiten in kontaminierten Bereichen (DGUV Regel 101-004).
Chemische Analytik
Boden / Eluat: Probenvorbereitung, Schütteleluat, Korngröße, TOC, pH, Leitfähigkeit; Basisparameter, Kationen, Anionen, anorganische Leitparameter (Cd, Cr, Cr VI, Cu, Ni, Zn, CN gesamt + leichtflüchtig, B, K, Cl, SO4, Ba, Na).
PFAS-Bestimmung: 20 Parameter (inkl. Summe PFAS >C10), Bestimmungsgrenze 10 ng/l, plus AOF (EOF) und TOP-Assay.
Labor: Nur § 18 BBodSchG-zugelassene Untersuchungsstellen einsetzen.
Entsorgung und Verwertung
Deklarationsanalytik und fachgerechte Entsorgung von kontaminiertem und nicht kontaminiertem Bohrgut sowie anfallendem Wasser nach den geltenden rechtlichen Bestimmungen. Kosten sind in die LV-Positionen 7.1–7.6 einzurechnen.
Abschlussbericht und Dokumentation
Erstellung eines gutachterlichen Abschlussberichts mit Darstellung der Methodik, Ergebnisse und Bewertung; vorzulegen zusammen mit der Rechnung bis spätestens 01.12.2026.
Behördliche Angelegenheiten
Erforderliche behördliche Anzeigen und Genehmigungen – z.B. Nutzung öffentlicher Flächen, Einleitung von Grundwasser – sind eigenverantwortlich durch den Auftragnehmer einzuholen.
Termine und Ausführungsfristen
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung
Erbringung der Dienstleistung durch einen besonderen Berufsstand. Nachweis u.a. über:
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Ausschlussgründe
Es dürfen keine Ausschlussgründe gemäß § 123 GWB und § 124 GWB vorliegen. Ebenso keine Verurteilungen gemäß § 21 Abs. 1 AEntG, § 98c AufenthG, § 19 MiLoG und § 21 Abs. 1 SchwarzArbG.
Vergleichbare Referenzen über erbrachte Leistungen/Projekte
Je Referenz anzugeben: Aufgabe und Umfang der Leistung, Vertragsverhältnis (Hauptauftragnehmer/ARGE-Partner/Unterauftragnehmer), Leistungsbild(er) und Leistungsphase(n), Schwierigkeit, Wert der erbrachten Leistung (Gesamtvergütung und Herstellungskosten netto in Euro), Erbringungszeitraum (Planung/Bau, Monat/Jahr), öffentlicher oder privater Empfänger, Kontaktdaten Ansprechpartner