Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenBau- und Installationsleistungen für die Neuausstattung von vier Laborräumen (S1/S2 GenTSV-Standard) an der Universität Leipzig, Professur für mikrobielle Stoffwechselbiologie (Johannisallee 19–23).
Umfasst Demontage der bestehenden Gas- und Druckluftleitungen, Neuinstallation von Druckluft- und Sondergasanlagen (Edelstahl/Kupfer), Lieferung und Einbau einer flächendeckenden Gaswarnanlage sowie einen Instandhaltungsvertrag für die Gaswarnanlage über 4 Jahre mit Verlängerungsoption.
Verfahren nach VOB/A, offenes Verfahren, Hauptangebot ohne Nebenangebote, Zuschlag nach Preis (Wertungssumme).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektrahmen
Neuausstattung von vier Laborräumen im Obergeschoss des Südflügels Johannisallee 21–23 der Universität Leipzig für die W3-Professur für Stoffwechselbiochemie (Prof. Molitor). Herstellung des Biosicherheitsstandards S1/S2 gemäß GenTSV.
Die Baumaßnahme erfolgt im laufenden Universitätsbetrieb und ist zweigeteilt: Phase 1 – Demontage der Altanlagen, Phase 2 – Neuinstallation, Inbetriebnahme und Einweisung des Nutzers.
Demontage Altanlagen
• Brenngasleitungen aus Kupfer: ca. 65 lfm
• Sondergas- und Druckluftleitungen aus Kupfer: ca. 400 lfm
• Sicherheitseinrichtungen (Kromschröder-Armaturen): 4 Stück
• Bestehende Gaswarnanlage inkl. Sensoren und Verkabelung: 2 Stück
Entsorgung der Wertstoffe nach den geltenden Regelungen.
Druckluftversorgung (Neuinstallation)
• Kupferrohrleitungen 12×1 mm: ca. 55 m
• Formstücke (T-Stücke, Bogen, Muffen), Klemmringverschraubungen, Ventile, Rohrbefestigungen, Rohrkennzeichnung
• Entnahmestelleneinheiten bis 10 bar: 2 Stück
• Wanddurchführungen, Brandschutzabschottungen
• Druck- und Dichtigkeitsprüfung, Inbetriebnahme
Sondergasversorgung (Neuinstallation)
Edelstahlrohrleitungen 10×1 mm (Werkstoff 1.4404/1.4435): ca. 150 m.
Gasflaschenschränke G90 (1200 mm breit, für 4 Flaschen): 2 Stück.
Druckminderer und Ventile:
• Batteriedruckminderer (2× 1 Flasche): 3 Stück
• Stationsdruckminderer: 6 Stück
• Absperrventile DN4: 32 Stück
• Klemmring-Verschraubungen, Winkel, T-Stücke, Handbiegungen
Entnahmestelleneinheiten (Wandmontage): 8 Stück.
Rohrschellen, Wanddurchführungen, Brandschutzabschottungen, Steuerleitungen, Druck- und Dichtigkeitsprüfung, Inbetriebnahme mit Einweisung des Bedienpersonals.
Verwendete Sondergase (Reinheiten):
• Stickstoff 5.0
• Sauerstoff 5.0
• Wasserstoff 5.0
• Helium 5.0
• Argon 5.0
• Kohlendioxid 4.5
• Kohlenmonoxid 3.7
• Formiergas (95 % N2 / 5 % H2)
• Protadur C20 (80 % N2 / 20 % CO2)
Gaswarnanlage (GWA)
Zentrale Komponenten:
• Gasmesscomputer bis 16 Sensoren: 1 Stück
• Messwertgeber CO2: 4 Stück, O2: 6 Stück, CO: 1 Stück, H2: 4 Stück
• Warnelemente (Ampeln): 6 Stück
• Steuerleitung: ca. 250 m
• Kabelkanäle 40×60 mm (40 m) und 30×30 mm (20 m)
• Magnetventile DN8: 4 Stück
• Magnetventilsteuerungen: 2 Stück
• Klemmkästen, Universalrelais, Klemmarbeiten
Inbetriebnahme inkl. Kalibrierung mit Prüfgas, Funktions- und Sicherheitsprüfung, Einbindung in die Gebäudeautomation, Erstellung des Prüfprotokolls.
Die Inbetriebnahme muss durch befähigte Personen erfolgen.
Sonstige Bau- und Nebenleistungen
• Bohrungen/Durchbrüche: 13 Stück à 250 mm + 4 Stück à 400 mm
• Profilstahl und Befestigungselemente: ca. 16 kg
• Rollgerüst: 8 Arbeitstage
• Stundenlohnarbeiten (Obermonteur, Monteur) nach Bedarf
• Sicherheits- und Brandschutzmaßnahmen: Antrag zur Abschaltung von Brandmeldern mindestens 1 Werktag vor Beginn; allgemeine bauaufsichtliche Zulassung für Brandschutzsysteme
Dokumentation und Prüfungen
• Druck- und Dichtigkeitsprüfung aller Leitungen
• Einweisung des Bedienpersonals der Universität
• Technische Dokumentation: 4-fach in Papierform + 4-fach digital (Revisionspläne, Betriebsbeschreibungen, Prüfprotokolle)
• Prüfexemplar der Dokumentation 14 Tage vor Abnahme übergeben
Instandhaltung Gaswarnanlage (separater Vertragsteil)
Vertragsbeginn am Tag nach der Abnahme der Bauleistung. Laufzeit 48 Monate (4 Jahre) mit automatischer Verlängerung um jeweils 12 Monate, sofern nicht 3 Monate vor Ablauf gekündigt wird.
Wartungs- und Inspektionsleistungen gemäß Arbeitskarte (Anhang 2):
• 4-monatliche Sicht- und Funktionskontrolle (Kalibrierung mit Null- und Prüfgas, Kontrolle Ansprechzeit, Vergleich mit Vorkontrollen)
• 12-monatliche Systemkontrolle (zusätzlich: Kontrolle aller Sicherheitsfunktionen mit Auslösung von Schaltfunktionen, Parametrierungs-Soll/Ist-Vergleich, Kontrolle Melde- und Registriereinrichtungen)
• Kleine Instandsetzungen zur Wiederherstellung des Sollzustands, soweit nicht in der Arbeitskarte erfasst und ohne erhöhten Zeitaufwand
• Störungsbeseitigung innerhalb der betriebsüblichen Arbeitszeit (Mo–Fr, 7:00–15:30 Uhr)
• Arbeitsberichte mit ausgetauschten Teilen (Typ, Seriennummer, Tauschdatum) und absehbar notwendigen Instandsetzungen
• Betriebsübliche Arbeitszeit Mo–Fr 7:00–15:30 Uhr; Abstimmung mit der Universität (Hr. Knipping/Kanitz)
Ersatz-/Verschleißteile werden nach Listenpreisen gesondert vergütet; Leistungen außerhalb der betriebsüblichen Arbeitszeit ebenfalls gesondert.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenEignungsnachweis und Registereintragungen
Einreichung von Formblatt 124 (Eigenerklärung zur Eignung) ODER Angabe der PQ-Nummer (Präqualifikation) ODER Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE).
Zusätzlich nachzuweisen (eine der folgenden Optionen):
• Eintragung im Handelsregister
• Eintragung in der Handwerksrolle / Handwerkskarte
• Eintragung bei der IHK
• Oder: Keine Eintragungspflicht
Verzicht auf Vorlage eines Gewerbezentralregisterauszugs gem. § 150 GewO. Der Auftraggeber holt für Bieter der engeren Wahl eine Auskunft aus dem Wettbewerbsregister beim Bundeskartellamt ein.
Ausschlussgründe
Keine der folgenden Ausschlussgründe darf vorliegen:
• Eröffnung oder Beantragung eines Insolvenzverfahrens (bzw. rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan)
• Ausschlussgründe gem. § 6e EU VOB/A
• Verstoß in den letzten 2 Jahren mit Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze oder Geldbuße > 2.500 €
• Schwere Verfehlungen, die die Zuverlässigkeit in Frage stellen
Steuern, Sozialabgaben und Berufsgenossenschaft
• Ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer- und Abgabenpflichten (Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts / Bescheinigung in Steuersachen)
• Ordnungsgemäße Beitragszahlung zur Sozialversicherung (Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse)
• Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft mit qualifizierter Unbedenklichkeitsbescheinigung inkl. Angabe der Lohnsummen
• Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG
Finanzielle Leistungsfähigkeit
Umsatz in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren in vergleichbaren Leistungen (Bauleistungen und andere Leistungen), inkl. Anteile aus ARGE.
Technische Fachkunde und Referenzen
Mindestens 3 vergleichbare Referenzleistungen in den letzten 5 Kalenderjahren. Vergleichbar bedeutet bevorzugt:
• Errichtung/Modernisierung einer Labor-Gasversorgungsanlage (Sondergase, Edelstahl-Rohrleitungen)
• Installation einer Gaswarnanlage (Sensorik für brennbare/atembare Gase) in einem Forschungsgebäude
• Idealerweise Erfahrung mit S1/S2-Standard nach GenTSV
Personal: Verfügbarkeit der erforderlichen Arbeitskräfte; durchschnittliche Beschäftigtenzahl der letzten 3 Jahre nach Lohngruppen (auf Verlangen).
Qualifikation des Personals:
• Befähigte Person für Inbetriebnahme und Kalibrierung der Gaswarnanlage (mit Prüfgas)
• Sachkunde für Hartlöten von Kupfer- und Edelstahl-Rohrleitungen
• Fachfirma für Gasinstallationen (DVGW-/TRGS-Konformität)
Anforderungen für den Instandhaltungsteil
• Nachweis einer Haftpflichtversicherung mit Mindestdeckungen: Sachschäden ≥ 1.000.000 €, Vermögensschäden ≥ 100.000 €, Personenschäden ≥ 2.000.000 €
• Einsatz entsprechend qualifizierter Fachkräfte
• Leistung grundsätzlich mit eigenem Betrieb; Übertragung an Nachunternehmer nur mit Zustimmung des Auftraggebers
• Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen, Unfallverhütungsvorschriften und allgemein anerkannter Regeln der Technik
Vergleichbare Leistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren – bevorzugt Errichtung/Modernisierung von Labor-Sondergasanlagen und/oder Gaswarnanlagen in Forschungseinrichtungen (S1/S2-Standard wünschenswert)
Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Personalstärke, technische Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung