Ermittlung von Gerinnegeometrien und Wasserspiegellagen für das Projekt Grundwassermodell Lausitz
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenFür das länderübergreifende Projekt Grundwassermodell Lausitz sind für Spree, Schwarze Elster und Lausitzer Neiße vorhandene digitale Daten zu recherchieren und aufzubereiten. Daraus werden Gerinnegeometrien, repräsentative Wasserspiegellagen und korrigierte Fließrichtungen abgeleitet und die Fließgewässer an die Grundwasserstände des Modellgebiets angekoppelt.
Die Bearbeitung umfasst vier Arbeitspakete und dauert vier Monate ab Auftragserteilung. Eigene Geländevermessung, Befliegung oder sonstige neue Datenerhebung sind nicht vorgesehen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis40%
Bewertung der Wertungssumme des Angebots; maximal 40 Wertungspunkte. Das niedrigste Angebot erhält 40 Punkte, Angebote ab dem doppelten der niedrigsten Wertungssumme erhalten 0 Punkte; dazwischen erfolgt die Bewertung durch lineare Interpolation.
- Qualität40%
Bewertung von Inhalt, Konzept und methodischem Ansatz zur Bearbeitung der Arbeitspakete zur Ermittlung der Wasserspiegellagen und Gewässergeometrien; maximal 40 Punkte.
- Lieferungs- und Ausführungsfrist20%
Bewertung des zeitlichen Rahmens der Leistung; die Bearbeitungszeit beträgt 4 Monate. 20 Punkte bei ausreichendem Zeitpuffer, 10 Punkte bei geringfügigem Zeitpuffer und 0 Punkte ohne erkennbaren Zeitpuffer.
Preiswertung: WP = WPmax - (WPmax / PN) * (PB - PN); WPmax = 40, PN = niedrigste Wertungssumme, PB = Wertungssumme des jeweiligen Bieters. Die Gesamtwertung ergibt sich aus der Addition der Wertungspunkte von Preis, Qualität und Liefer- und Ausführungsfrist. Bei Punktgleichstand auf dem ersten Rang erhält das Angebot mit dem günstigeren Angebotspreis den Zuschlag.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBearbeitungsrahmen
Die Bearbeitung umfasst das Modellgebiet mit etwa 7.461 km² und rund 4.208 Fließ-km in den Flussgebieten Spree, Schwarze Elster und Lausitzer Neiße. Sie erfolgt ausschließlich auf Grundlage vorhandener digitaler Daten; eigene Geländevermessung, Befliegung oder sonstige Datenerhebung sind ausgeschlossen. Die Realisierungsfrist beträgt vier Monate ab Auftragserteilung.
AP1 – Recherche und verfügbare Datengrundlagen
Alle benötigten digitalen Datengrundlagen recherchieren, zusammenstellen und nach Eignung, Qualität, Aktualität und räumlicher Abdeckung bewerten. Hochauflösende Fernerkundungsdaten einschließlich frei verfügbarer historischer Datensätze aus 1995 bis 2025 strukturiert erfassen; je Produkt Befliegungszeiträume und hydrologische Abflussbedingungen dokumentieren. Gewässer- und Vermessungsdaten, Querprofile, Querbauwerke sowie Pegel-, Abfluss- und Wasserstandsdaten zusammenstellen. Einen begründeten Vorschlag für die am besten geeignete Datengrundlage vorlegen, insbesondere unter Berücksichtigung der Höhenauflösung und der hydrologischen Bedingungen bei Aufnahme. Diesen Vorschlag vor Beginn von AP2 abstimmen.
AP2 – Gerinnegeometrien und Wasserspiegellagen
Vorhandene Daten prüfen und daraus Lage und Höhe der Gewässersohle, der Gewässerränder sowie repräsentative Wasserspiegellagen ableiten. Höhen mit Pegel- und Wasserstandsdaten sowie den übrigen Datengrundlagen abgleichen und bei Bedarf anpassen. Auf Konsistenz in Mündungsbereichen und an Rändern von Befliegungskacheln mit unterschiedlichen Aufnahmezeitpunkten achten. Höhensprünge und Unstimmigkeiten identifizieren und hydraulisch plausibel korrigieren. Datenlücken, Unsicherheiten und Annahmen dokumentieren; nicht plausibel anpassbare oder unsichere Abschnitte einschließlich vorhandener Vermessungsdaten tabellarisch darstellen. Vom Auftraggeber bereitgestellte Vermessungsdaten nicht digitalisieren, aufbereiten oder bearbeiten. Höhen je Objekt in der Attributtabelle hinterlegen und hydraulisch relevante Bauwerke dem jeweiligen Gewässerabschnitt zuordnen.
AP3 – Fließrichtungen
Die Digitalisierungsrichtung aller Geometrielinien für natürliche und durch Bergbau verlegte Fließgewässer prüfen. Bei Bedarf so korrigieren, dass die Liniennetztopologie durchgängig von Quelle beziehungsweise Gebietseinlauf bis Mündung beziehungsweise Gebietsauslauf der realen Fließrichtung entspricht. Alle Korrekturen dokumentieren. Anthropogen geschaffene Fließgewässer mit uneindeutiger Fließrichtung nicht bearbeiten.
AP4 – Ankopplung an die Grundwassergleichen
In den offiziellen Fachportalen von Sachsen und Brandenburg verfügbare mittlere Hydro- beziehungsweise Grundwasserisohypsen recherchieren und beschaffen. Die berechneten Wasserspiegellagen mit den Isohypsen verschneiden und die Wechselwirkungen zwischen Oberflächen- und Grundwasser im Bearbeitungsgebiet analysieren. Infiltrierende und exfiltrierende Gewässerstrecken in geeigneter Form dokumentieren. Unstimmigkeiten oder unplausible Wasserstandsgradienten an den Schnittstellen dokumentieren und korrigieren.
Ergebnisse und Dokumentation
Digital und für die weitere Modellierung geeignet übergeben: das korrigierte Fließgewässernetz, die ermittelten Gerinnegeometrien, die ermittelten Wasserspiegellagen und weitere relevante Daten. Sämtliche relevanten Zwischenstände der Datensätze dokumentieren und übergeben. Lagebezogene Daten in ETRS89/UTM Zone 33N und im Höhensystem DHHN2016 bereitstellen. Einen vollständigen, fachlich begründeten, nachvollziehbaren, verständlichen und eindeutigen Ergebnisbericht in deutscher Sprache als DOCX und PDF erstellen. Dabei verwendete Datengrundlagen, Methodik, wesentliche Annahmen, Korrekturen, den Umgang mit unterschiedlichen Datenständen, Datenlücken, Unsicherheiten sowie Vorgehen zur Plausibilisierung und Qualitätssicherung darstellen. Die Zusammenarbeit mit der fachlich begleitenden Stelle des Auftraggebers sicherstellen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenWirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Das Formular Eigenerklärung ist vollständig auszufüllen. In einer Kurzvorstellung des Unternehmens sind die Entwicklung der Mitarbeiterzahl und der Umsatz der letzten drei Jahre darzustellen. Ein bestimmter Mindestumsatz ist nicht gefordert.
Fachliche und technische Leistungsfähigkeit
Nachweise über einschlägig erbrachte Leistungen der letzten drei Jahre sind vorzulegen. Die für die Aufgabendurchführung vorgesehenen Mitarbeiter müssen einen hydrologischen oder wasserwirtschaftlichen beziehungsweise vergleichbaren Hintergrund haben und sicher mit GIS-Systemen sowie Fernerkundungsdaten umgehen können.
Organisatorische Anforderungen
Das Angebot muss einen verantwortlichen Ansprechpartner beim Auftragnehmer benennen und die vorgesehene Personalstruktur einschließlich der Rollen Projektleiter, Projektbearbeiter und Techniker etc. ausweisen. Die Zusammenarbeit mit der fachlich begleitenden Stelle des Auftraggebers sowie die vollständige digitale und dokumentierte Leistungserbringung mit Ergebnisbericht und Datenübergaben müssen sichergestellt sein.
Erklärungen zu Subunternehmern und Bietergemeinschaften
Bei Einsatz von Unterauftragnehmern sind deren Teilleistungen und geplante Unterauftragnehmer anzugeben; bei Eignungsleihe ist eine entsprechende Verpflichtungserklärung bereits mit dem Angebot vorzulegen. Bei einer Bietergemeinschaft sind alle Mitglieder, ein bevollmächtigter Vertreter und die Leistungsaufteilung zu benennen; die Angaben sind von allen Mitgliedern zu unterzeichnen.
Erforderliche personenbezogene Daten
Die für das Vergabeverfahren erforderlichen personenbezogenen Daten sind bereitzustellen. Bei Nichtbereitstellung erfolgt der Ausschluss vom Vergabeverfahren.
Referenzen über einschlägig erbrachte Leistungen der letzten drei Jahre
einschlägige Leistungen; ein Mindestauftragswert ist nicht angegeben
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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