Erneuerung der Brauchwasseranlage auf der Kläranlage Bielefeld-Brake
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Bauausschreibung ZVS 2026 0384: Die Stadt Bielefeld ersetzt die bestehende Brauchwasser-Druckerhöhungsanlage auf der Kläranlage Bielefeld-Brake durch eine neue Pumpenstation.
Gefordert sind: Lieferung und Montage der Anlage, Neuverrohrung der Saug- und Druckseite, Armaturen und Messtechnik sowie der Rückbau der Altanlage. Die Programmierung und Anbindung an das PLS sind nicht enthalten. Die Leistung wird nicht in Lose aufgeteilt; Nebenangebote sind unzulässig.
Abgabe: Elektronisch über den Vergabemarktplatz Westfalen / Vergabe.NRW bis 16.11.2026, 10:30 Uhr. Der Baubeginn ist für den 01.03.2027 vorgesehen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Niedrigster Preis100%
Die Angebote werden ausschliesslich anhand des Angebotspreises gewertet (Wertungsmethode 'Niedrigster Preis'; Anschreiben: 'der Preis zu 100 %'). Mehrere Zuschlagskriterien sind nicht vorgesehen.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenNeue Brauchwasserstation
Die neue Druckerhöhungs- und Pumpenanlage ist zu liefern und am neuen Standort zu montieren. Sie umfasst Pumpen, einen schwingungsgedämpften Aufstellrahmen aus nichtrostendem Stahl 1.4571 oder höherwertig sowie 400 V, IP55 und IE5. Die Anlage ist für eine maximale Förderleistung von etwa 50 m³/h, eine reguläre Förderleistung von etwa 25 m³/h und einen Förderdruck von etwa 9 bar ausgelegt und wird im Edelstahl- und Trinkwasserbereich erstellt.
Der Windkessel muss mindestens 8 l fassen und separat absperrbar und entleerbar sein.
Armaturen und Messtechnik
Je Pumpe ist eine Armaturengruppe mit Rückflussverhinderer, zwei Absperrarmaturen und Stellungsrückmeldung vorzusehen. Zusätzlich werden Absperrarmaturen im Saug- und Drucksammler mit Endlagenrückmeldung sowie ein Manometer für den Drucksammler eingebaut.
Auf der Druckseite sind zwei Drucksensoren mit einem Messbereich von 0 bis 12 bar absolut vorgesehen. Der Gesamtvolumenstrom wird mit einem magnetisch-induktiven Durchflussmesser DN 80 erfasst; zulässig sind ABB ProcessMaster FEP630 oder gleichwertige Geräte mit 4–20-mA-Analogausgang, Impulsausgang und Kalibrierzertifikat.
Neue Verrohrung und Anbindung
Die vollständige Anlagenverrohrung aus 1.4404 wird von den vorhandenen Anschlusspunkten bis zum neuen Standort hergestellt. Die Saugseite umfasst 35 m DN-150-Rohrleitung, zehn Formstücke, einen Satz Rohrverbindungen, zwei Flanschverbindungen und eine Absperrarmatur. Die Druckseite umfasst 10 m DN-80-Rohrleitung, zwei Formstücke, einen Satz Rohrverbindungen, zwei Flanschverbindungen und eine Absperrarmatur. Die genannten Rohrleitungen, Formstücke und Absperrarmaturen sind mit mindestens PN 10 auszuführen.
Weitere vom Auftraggeber bereitgestellte Rohrleitungseinbauten sind in die Anlagenverrohrung einzubinden. Für die DN-150-Durchführung ist eine F90-Brandschottung durch eine 20 cm starke F90-Wand mit Zulassungsnachweis herzustellen und zu kennzeichnen.
Rückbau und Reihenfolge
Die Altanlage wird demontiert und fachgerecht entsorgt. Erfasst sind zwei Brauchwasserfilter mit jeweils einem Blindflansch, 35 m DN-50-Rohrleitung aus 1.4571 sowie das Schließen von zwei Wanddurchführungen mit F90-Abschluss.
Die neue Anlage wird zuerst aufgestellt und verroht. Erst nach ihrer Inbetriebnahme darf die Altanlage demontiert werden.
Ausführung, Zugang und Betriebsrandbedingungen
Nach der Leistungsbeschreibung wird die neue Station in einem nicht mehr benötigten Nachbarraum aufgestellt; ein weiterer Hinweis bezeichnet die Beschaffungsmaßnahme als mobile Brauchwasseranlage. Diese Abweichung ist vor Angebotsabgabe zu klären. Die Bekanntmachung und das Leistungsverzeichnis nennen als Haupt-Erfüllungsort den Elsener Str. 20 in 33729 Bielefeld, während das Aufforderungsschreiben den Schelpmilser Weg 21a in 33609 Bielefeld nennt.
Die Anlagenteile können nach Leistungsverzeichnis über eine Deckenöffnung mit dem vorhandenen Portalkran bis maximal 1,5 t eingebracht werden. Strom und Wasser werden bereitgestellt; die erforderlichen Anschlüsse und Verteilungen sind durch den Auftragnehmer herzustellen. Der laufende Klärbetrieb ist aufrechtzuerhalten, und Beeinträchtigungen sind unverzüglich zu beheben. Schieber, Schalter, Pumpen und Aggregate dürfen nur durch Betriebspersonal oder autorisierte Personen betätigt werden; elektrische Einrichtungen sind nur mit Zustimmung und unter Beteiligung des Auftraggebers anzuschließen.
Für die Arbeiten gelten die genannten Immissionsrichtwerte von 60 dB(A) tagsüber und 45 dB(A) nachts; als Nachtzeit ist 22:00 bis 07:00 Uhr angegeben. Baustelleneinrichtung, Schutz angrenzender Bauteile, Reinigung, Abfallentsorgung und Wiederherstellung genutzter Flächen sind mitzuerbringen. Werkstoff-, Schweiß-, Kalibrier- und Abnahmenachweise sowie die Dokumentation der ausgeführten Arbeiten sind vorzulegen.
Leistungsabgrenzung
Die Programmierung und die Anbindung an das PLS sind nicht Bestandteil des Auftrags. Die Verdrahtung bis zur Klemmenkastung beziehungsweise Steuerung ist in den entsprechenden Leistungspositionen dagegen enthalten.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenRegistereintragung und persönliche Zuverlässigkeit
Erforderlich ist die Eintragung in das für die Tätigkeit maßgebliche Handelsregister, die Handwerksrolle oder das IHK-Register am Sitz beziehungsweise Wohnsitz; soweit keine Eintragungspflicht besteht, ist dies zu erklären. Es darf keine schwere Verfehlung vorliegen, die die Zuverlässigkeit infrage stellt, und es müssen die Eignungsformular beziehungsweise Eigenerklärung zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen abgegeben werden. Bei einer Auftragssumme ab 30.000 EUR kann ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister angefordert werden.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Anzugeben ist der Umsatz der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre aus vergleichbaren Leistungen. Ein Mindestumsatz ist nicht festgelegt. Es darf kein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet sein und das Unternehmen darf sich nicht in Liquidation befinden; Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträge müssen ordnungsgemäß gezahlt worden sein.
Technische Leistungsfähigkeit
Es sind vergleichbare Leistungen aus den letzten fünf Kalenderjahren anzugeben. Eine Mindestanzahl, ein Mindestumfang und eine Mindestauftragssumme sind nicht festgelegt. Für die engere Wahl können drei vollständige Referenznachweise verlangt werden. Zusätzlich sind die jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte der letzten drei Geschäftsjahre nach Lohngruppen anzugeben und die Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft nachzuweisen.
Personelle und organisatorische Leistungsfähigkeit
Für die gesamte Bauzeit ist ein erfahrener qualifizierter Fachbauleiter mit regelmäßiger arbeitstäglicher Präsenz vor Ort einzusetzen. Zusätzlich werden ein qualifizierter Bauleiter, ein deutschsprachiger Koordinator für Elektro-, Regelungs- und Maschinentechnik sowie eine verantwortliche Elektrofachkraft mit Befähigungsnachweis benannt. Bei Schweißarbeiten ist zertifiziertes Personal nach DVS-Richtlinie mit Schweißprotokoll je Naht einzusetzen.
Der Auftragnehmer trägt die Verantwortung für Arbeitsschutz, arbeitsmedizinische Vorsorge, Einweisungen, Subunternehmerkoordination, erforderliche Genehmigungen sowie die Aufrechterhaltung des laufenden Klärbetriebs. Die notwendige Personal- und Sachkapazität muss dafür vorhanden sein.
Betriebshaftpflichtversicherung
Vor Beginn der Arbeiten ist eine Betriebshaftpflichtversicherung mit mindestens 1.000.000 EUR Deckung für Personenschäden und 500.000 EUR für sonstige Schäden je Schadensfall nachzuweisen. Die Versicherung soll außerdem allmähliche Einwirkung, Mangelfolgeschäden und Bearbeitungsschäden mit 5.000 EUR je Ereignis umfassen.
Angaben zu vergleichbaren Leistungen; bei engerer Wahl drei Referenznachweise mit Angaben zum Auftraggeber, zur Leistungsart, zur Auftragssumme, zum Ausführungszeitraum, zum mit eigenem Personal erbrachten Leistungsumfang einschließlich Mengen, zur Arbeitnehmerzahl, zu besonderen technischen Anforderungen, zur Art der Baumaßnahme, zur vertraglichen Bindung und zur vertragsgemäßen Ausführung.
Nachzuweisende vergleichbare Ausführungen; Angaben sind mit der Eigenerklärung zur Eignung vorzulegen, vollständige Referenznachweise können auf Anforderung beziehungsweise bei engerer Wahl verlangt werden.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
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