Erneuerung von 5 Fernwirkanlagen
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung nach VOB/A der Ruhrbahn GmbH in Essen für die Erneuerung von fünf Fernwirkanlagen an vier Stadtbahnhöfen (Bismarckplatz, Hobeisenbrücke, Rheinischer Platz, Wickenburg) und der Hauptverwaltung Erzhof. Ausgeschrieben wird die Ausführung (keine Planung): Lieferung, Fertigung und Montage neuer Fernwirkschränke mit Netzleittechnik, Programmierung nach IEC 60870-5-104, Kabelarbeiten, Inbetriebnahme sowie Demontage und Entsorgung der Altanlagen. An zwei Standorten ist Nachtarbeit zwingend erforderlich. Angebote werden elektronisch über die Vergabeplattform eingereicht. Zuschlag erfolgt ausschließlich nach dem niedrigsten Preis.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenArt der Leistung und Umfang
Ausgeschrieben ist eine reine Ausführungsleistung nach VOB/A – Planungsleistungen sind nicht Bestandteil. Die Maßnahme umfasst fünf Fernwirkanlagen an den Standorten Bismarckplatz (Bf Bip), Hobeisenbrücke (Bf Hob), Rheinischer Platz (Bf Rhp), Wickenburg (Bf Wis) und Hauptverwaltung Erzhof. Eine Aufteilung in Lose erfolgt nicht – es handelt sich um eine einheitliche Leistung. Ausführungsort ist 45130 Essen.
Technische Hauptkomponenten je Anlage
Für jede Anlage ist je ein Schaltschrank (NLT) zu fertigen und zu montieren, Maße ca. 1800 x 800 x 400 mm, Farbe RAL 7035, Fabrikat Rittal (8884.000). Inhalt: Stromversorgung (2 x SITOP PSU100S, Redundanzmodul SITOP PSE202U, Selektivitätsmodul SITOP PSE200U, FI-/LS-Kombi ABB DS254 bahnstromfest nach VDV 509), Netzwerktrennung Scalance S632 sowie NLT-Master mit Siemens-CPU S7-1500 (CPU1515-2 PN) und Unterstation NLT mit CPU ET200SP (CPU1512SP-1 PN), jeweils mit Software Sitras RCI. Für den Prozessanschluss sind Klemmleisten und je nach Standort Ansteuereinheiten für Mastschalter (ESN Typ 8517) einzubauen.
Kabelarbeiten und Anschluss
Die Prozessanschluss-Kabelarbeiten umfassen das Abklemmen, Verlängern, Muffen und Neuanschließen der bestehenden Leitungen sowie die Erdung und den Potentialausgleich der Schränke. Vorhandene Peripherie- und Feldgeräte sind an die neuen Fernwirkgeräte anzubinden.
Programmierung und Inbetriebnahme
Die SPS-Programmierung erfolgt mit Siemens TIA Portal Version 20 nach dem Fernwirkprotokoll IEC 60870-5-104, mit Anbindung an das Leitsystem Vicos RSC der Ruhrbahn. Doppelmeldungen erhalten eine Störstellungsunterdrückung von 10 s, Einzelmeldungen eine Anreizverzögerung von 5 s. Vor der Montage sind Prüfprotokolle vorzulegen (DGUV Vorschrift 3 und DIN VDE 0100 Teil 600). Die Inbetriebnahme umfasst einen vollständigen Bit-Test; nach jeweils maximal zwei umgebauten Anlagen muss ein Inbetriebnehmer anreisen.
Melde- und Befehlsumfang je Standort
Standortspezifische Besonderheiten
An den Standorten Hobeisenbrücke und Wickenburg ist die Einbringung des Schaltschrankes zwingend in Nachtarbeit während der Betriebsruhe auszuführen; zudem sind die vorhandenen Switches zu übernehmen und die LWL-Kabel zu sichern. Am Rheinischen Platz ist die FI-/LS-Kombi (ABB DS254) zu tauschen und eine Mastschalter-Ansteuereinheit (ESN Typ 8517) zu integrieren. Am Bismarckplatz ist kein Tausch der FI-/LS-Kombi und keine Mastschalter-Ansteuereinheit vorgesehen; Nachtarbeit ist dort nicht erforderlich.
Demontage, Entsorgung und Dokumentation
Die alten Fernwirkanlagen (Schaltschrank, Komponenten, Kabel) sind an allen Standorten zu demontieren und zertifiziert zu entsorgen. Die Entsorgung ist über Wiegekarte und Begleitschein nachzuweisen (Erzeuger-, Beförderer- und Entsorgernummer). Die Enddokumentation umfasst einen digitalen Projektdatenträger (SSD-Speicher) sowie einen vollständigen Revisionsordner in DIN A4 und ist 2 Wochen vor Abnahme zu übergeben. Vor Fertigung ist eine Schaltschrankdokumentation zu erstellen; eine Telegrammliste ist auf Grundlage eines AG-Musters mit allen Meldungen, Befehlen und IEC-Parametern zu erarbeiten.
Stundenlohnarbeiten und optionale Leistungen
Im Leistungsverzeichnis sind Stundenlohnarbeiten für Helfer, Monteur, Obermonteur, Systemspezialist/Ingenieur sowie Sicherungsposten (Sipo) und Sicherungsaufsichtskräfte (Sakra) einschließlich Nachtzuschlägen vorzusehen. Optional kann ein Instandhaltungsvertrag angeboten werden; die jährliche Vergütung wäre dann gesondert im Angebotsschreiben auszuweisen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenEignung des Unternehmens (Fachkunde, Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit)
Bei nicht präqualifizierten Unternehmen ist mit dem Angebot die Eigenerklärung zur Eignung nach § 6a Abs. 2 VOB/A (Formblatt E-09) einzureichen. Gefordert werden Angaben zu den Umsätzen der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre – getrennt nach Bauleistungen und vergleichbaren Leistungen, einschließlich der Anteile bei Gemeinschaftsaufträgen –, die Erklärung, dass die für die Ausführung erforderlichen Arbeitskräfte zur Verfügung stehen, sowie ein Nachweis über die Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle oder bei der IHK (bzw. die Erklärung, dass keine Eintragungspflicht besteht). Präqualifizierte Unternehmen können alternativ die PQ-Nummer angeben.
Ausschlussgründe nach § 6a Abs. 2 lit. 5) bis 8) VOB/A
Mit dem Angebot ist die Eigenerklärung zu Ausschlussgründen (Formblatt E-02) abzugeben. Der Bieter muss erklären, dass über sein Vermögen kein Insolvenzverfahren eröffnet oder beantragt wurde, er sich nicht in Liquidation befindet, er keine schwere Verfehlung begangen hat, die seine Zuverlässigkeit in Frage stellt, und dass er Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträge ordnungsgemäß entrichtet hat. Bei Bietergemeinschaften ist das Formblatt von jedem Mitglied separat zu unterzeichnen; Unterauftragnehmer müssen gleichartige Erklärungen vor Vertragsschluss vorlegen.
Haftpflichtversicherung
Für die gesamte Vertragslaufzeit ist eine Industriehaftpflichtversicherung mit einer Mindestdeckung von 2,0 Mio. Euro je Versicherungsjahr für Personen-, Sach- und Vermögensschäden nachzuweisen (Formblatt E-04). Jede Veränderung der Versicherung ist dem Auftraggeber mitzuteilen.
Anforderungen an eingesetztes Personal und Nachunternehmer
Wettbewerb & Angebotsprognose
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