Erneuerung von zwei Wirtschaftswegebrücken in einem Teilabschnitt des Reiffelbachs
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung (VOB/A) der Verbandsgemeindeverwaltung Nahe-Glan für Ingenieur- und Wegebauarbeiten.
Es sollen zwei bestehende, stark beschädigte Gewölbebrücken aus Sandstein über den Reiffelbach (zwischen Reiffelbach und Gangloff) abgebrochen und durch neue Stahlbeton-Durchlassbauwerke (Rechteckprofile 2,50 × 2,50 m, Baulänge 8,00 m) ersetzt werden. Zusätzlich sind auf ca. 70 m Länge das Ostufer abzuflachen und Aufweitungen herzustellen, Sohlgleiten einzubauen, die Wirtschaftswege wiederherzustellen und an die L 380 anzubinden sowie 7 Bäume zu pflanzen.
Das Verfahren ist eine Gesamtvergabe ohne Lose. Angebote müssen bis zum 06.11.2026 um 14:00 Uhr elektronisch über die Vergabeplattform eingereicht werden. Vergabenummer: 26-11-06-1400.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Niedrigster Preis100%
Zuschlag auf das wirtschaftlichste Angebot mit dem niedrigsten Preis; der Preis wird aus der Wertungssumme (nachgerechnete Angebotssumme inkl. Nachlässen, Lohngleitklausel-Erstattung, Instandhaltungsangeboten) ermittelt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGesamtbild der Baumaßnahme
Die Ortsgemeinde Reiffelbach (Verbandsgemeinde Nahe-Glan) erneuert zwei bestehende Gewölbebrücken aus Sandstein über den Reiffelbach zwischen Reiffelbach und Gangloff. Die alten Brücken sind stark beschädigt (zerstörtes Mauerwerk, Bewuchs) und nicht mehr wirtschaftlich reparierbar. Beide Bauwerke werden abgebrochen und durch neue Stahlbeton-Rechteckprofile (lichte Weite/Höhe je 2,50 m, Baulänge 8,00 m) ersetzt. Auf ca. 70 m Länge zwischen den beiden Brücken wird das Ostufer abgeflacht und mit Aufweitungen versehen; am Westufer entstehen kleine Buhnen aus Wasserbausteinen. Die angrenzenden Wirtschaftswege (einspurig, 4,50 m Breite) werden wiederhergestellt und auf ca. 10 m Länge asphaltiert an die L 380 angebunden. Zum Ausgleich der Eingriffe werden 7 Einzelbäume (1. Ordnung) gepflanzt und es findet eine 3-jährige Fertigstellungs- und Entwicklungspflege statt.
Baustelleneinrichtung und allgemeine Vorhaltekosten
Bereitstellung und Räumung der Baustelleneinrichtung einschließlich Lager- und Bereitstellungsflächen (ca. 2.500 m²), abfalltechnische Begleitung, Bauleistungsversicherung, Verkehrssicherung an der L 380, Vermessung, Baugrubenverbau, Wasserhaltung und Gewässerschutz. Tagelohnarbeiten werden zu vorgegebenen Verrechnungssätzen abgerechnet.
Abbruch der Bestandsbauwerke
Rückbau der beiden bestehenden Sandstein-Gewölbebrücken einschließlich Mauerwerk, Flügelwände, Bewuchs und Bodenaushub. Bei Brücke 2 zusätzlich Rückbau einer Stützmauer (ca. 12 m × 4 m). Rodung von 3 Bäumen (Brücke 1) und 4 Bäumen (Brücke 2) für die Baustelleneinrichtung. Aufnahme und Entsorgung von teerhaltigem Material (PAK-Nachweis erforderlich) und sonstigen Abbruchmassen gemäß EBV/LAGA M20.
Neubau der Durchlassbauwerke
Herstellung von Untergrund/Planum, Frostschutzschicht (40 cm) und Bettungsschicht; Lieferung und Montage von Stahlbetontrogprofilen (C40/50, Expositionsklassen XC4/XD3/XF3/XA2) inklusive Werk- und Montageplanung, prüffähiger Statik, Flügelwänden, Schwerlastkran-Montage und Hinterfüllung. Bei Brücke 2 zusätzlich Winkelstützwände (h = 1,80 m, Länge 15 m). Eignungsprüfung Dränbeton nach 28 Tagen, Lastplattendruckversuche (EV2-Werte).
Wegebau und Anbindung an die L 380
Wiederherstellung der Wirtschaftswege in Schotter-Sand-Gemisch (10 cm Tragdeckschicht, 40 cm Schottertragschicht, mind. 35 cm Auffüllzone). Asphaltoberbau im Anschlussbereich an die L 380 (4 cm AC 11 DN + 14 cm AC 32 TN). Ausbildung beidseitiger Bankette (0,80 m) und Fahrzeugrückhalteeinrichtungen (Schutzplanken Typ B, je ca. 20 m).
Gewässer- und Landschaftsbau
Renaturierung des Reiffelbachs auf ca. 70 m Länge mit Aufweitungen, naturnaher Gewässersohle, Wasserbaupflaster (Sohlgleiten je ca. 10 m unterhalb der Durchlässe), Buhnen aus Wasserbausteinen am Westufer, Geotextil und Böschungseinsaat (ca. 500 m²). Pflanzung von 7 Einzelbäumen (Arten: Esche, Stieleiche, Silberweide, Salweide, Flatterulme) sowie Anbringung von 2 Nistkästen für die Wasseramsel und 2 Fledermauskästen. Drei Jahre Fertigstellungs- und Entwicklungspflege inklusive Baumpflege, Bewässerung und Rückbau der Holzpfähle.
Umwelt- und naturschutzrechtliche Auflagen
Beachtung der Festsetzungen des Umweltberichts und der Ausgleichsplanung (Positionen 4.1.90–4.1.100). Gehölzfällungen nur innerhalb der gesetzlichen Vegetationsruhe (01.10.–28.02. gemäß BNatSchG). Anpflanzungen spätestens 1 Jahr nach Fertigstellung der baulichen Anlagen.
Bauzeit und Ausführungszeiten
Ausführungsbeginn: 01.02.2027. Abnahmereife Vollendung bis spätestens 06.08.2027 (ca. 6 Monate Bauzeit). Arbeiten sind an Werktagen zwischen 7:00 und 19:00 Uhr auszuführen; Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit nur mit Zustimmung des Auftraggebers.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBerufliche Befähigung und Registereintrag
Gewerbsmäßige Befassung mit Bauleistungen der ausgeschriebenen Art. Der leistungstragende Teil ist im eigenen Betrieb auszuführen (Selbstausführungsgebot). Eintragung in das Berufsregister (Handelsregister, Handwerksrolle oder IHK) – soweit verpflichtend. Nachweis der Eignung wahlweise durch Präqualifikation (PQ-Verzeichnis) oder durch Eigenerklärung (Formblatt 124 bzw. Einheitliche Europäische Eigenerklärung EEE).
Ausschlussgründe (Selbsterklärung)
Erklärung, dass keine Ausschlussgründe gemäß § 6e EU VOB/A vorliegen – insbesondere: keine Verurteilung wegen strafrechtlicher Verstöße (Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze oder Geldbuße > 2.500 €) mit Eintrag im Wettbewerbsregister in den letzten zwei Jahren, kein wirksames oder vorläufiges Berufsverbot (§ 70 StGB, § 132a StPO), keine Gewerbeuntersagung (§ 35 GewO), kein Insolvenzverfahren (außer ggf. rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan), keine Liquidation. Bei Auftragssumme ab 50.000 € wird zusätzlich ein Auszug aus dem Wettbewerbsregister beim Bundeskartellamt angefordert.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Eigenerklärung zum Unternehmensumsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre, bezogen auf vergleichbare Bauleistungen.
Technische und personelle Leistungsfähigkeit
Eigenerklärung, dass vergleichbare Leistungen in den letzten 5 Kalenderjahren ausgeführt wurden, sowie Erklärung zur Bereithaltung der erforderlichen Arbeitskräfte. Auf Verlangen nachzufordern: durchschnittliche Arbeitnehmerzahl der letzten 3 Geschäftsjahre (gegliedert nach Lohngruppen, Leitungspersonal extra) sowie Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerksrolle/IHK-Eintragung.
Steuerliche und soziale Verpflichtungen
Ordnungsgemäße Erfüllung der Pflichten zur Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen. Auf Verlangen vorzulegen: Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse, Bescheinigung in Steuersachen des Finanzamts (max. 13 Monate alt), qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Lohnsummen sowie Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG.
Nachunternehmer und Eignungsleihe
Angabe von Art und Umfang der an Nachunternehmer übertragenen Leistungen; auf Verlangen sind deren Namen sowie Eigenerklärungen/Bescheinigungen (analog zum Bieter) vorzulegen. Bei Bietergemeinschaften haben alle Mitglieder die geforderten Erklärungen abzugeben.
Besonderheiten für ausländische Bieter
Ausländische Bieter reichen die geforderten Nachweise ihres Herkunftslandes ein; bei nicht deutschsprachigen Urkunden ist eine beglaubigte deutsche Übersetzung beizufügen.
Vergleichbare Bauleistungen (Brücken-/Durchlassbau und/oder Ingenieur- und Wegebauarbeiten)
Je Referenz: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, stichwortartige Benennung des maßgeblichen Leistungsumfangs einschl. Mengenangaben, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, technische/gerätespezifische Anforderungen bzw. Komplettleistungs-Baumaßnahme mit Besonderheiten, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung.
Wettbewerb & Angebotsprognose
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