Errichtung einer PV-Anlage
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie netzgekoppelte PV-Anlage umfasst 297 eingefärbte Module mit insgesamt 112,86 kWp auf dem Dienstgebäude des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz in Schwerin.
Die Komplettausführung umfasst die Lieferung und Montage der Module und Unterkonstruktion, die elektrotechnische Integration, Niederspannungs- und Blitzschutzanlagen, Gerüstarbeiten für drei Bauabschnitte sowie Baustelleneinrichtung und ergänzende Reparatur- und Sicherungsmaßnahmen. Wegen des Denkmalschutzes ist eingefärbtes oranges Glas vorgesehen.
Das Angebot ist elektronisch in Textform und in deutscher Sprache über die Vergabeplattform einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Zuschlagskriterium Preis100%
Die Wertungssumme des Angebotes wird aus den nachgerechneten Angebotssummen ermittelt, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen sowie gegebenenfalls Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Bei gleichwertiger Wirtschaftlichkeit erhält ein Angebot einer Werkstatt für Behinderte den Zuschlag; für die Wertungssumme wird ein Bonus von 15 Prozent berücksichtigt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenPV-Module und Montagesystem
Es werden 297 kristalline PV-Module mit eingefärbtem Glas in Orange, ähnlich RAL 8007, mit jeweils mindestens 380 Wp und einer Generatorleistung von insgesamt 112,86 kWp geliefert und montiert.
Die Montage umfasst Rahmen, Anschlussdosen, werkseitige Leitungen, DC-Stecktechnik, Typenschilder, Datenblätter, Dokumentation sowie eine dachparallele Unterkonstruktion aus korrosionsbeständigen Materialien. Anpassungen für Teilflächen, Gauben, Randbereiche und unterschiedliche Dachneigungen sowie statische Nachweise für das Montagesystem sind enthalten.
Elektrotechnische Integration und Netzanmeldung
Die Lieferung und Montage umfasst DC- und AC-Kabel einschließlich NYM-J-Leitungen, Anschluss der 19 DC-Strings sowie Prüfung von Polarität, Spannungen, Isolationsfehlern und Stringzuordnung.
Eingebaut werden ein Wechselrichter mit 35 kW, zwei Wechselrichter mit jeweils 30 kW und ein Wechselrichter mit 20 kW. Ebenfalls enthalten sind Parametrierung, Inbetriebnahme, Energiezähler beziehungsweise Messwandler, Feuerwehrschalter, Steuerungs- und Visualisierungssystem sowie Kommunikationsschnittstellen.
Die Anmeldung beim Verteilnetzbetreiber, ein einpoliger Schaltplan und die Begleitung bis zur Einspeisezusage sind zu erbringen.
Niederspannung und Blitzschutz
Zu liefern und zu installieren sind die PV-Unterverteilung beziehungsweise AC-Sammelverteilung, die Einbindung in die vorhandene Niederspannungsverteilung, die Wirkleistungsreduzierung sowie AC-seitige Schutz- und Schaltgeräte.
Die Niederspannungsinstallation umfasst Erdkabel, Kabelwege, Gitterrinnen, Befestigungsmaterial, Installationsrohre, Brandschottungen und Abkleidungen. Die Blitzschutzanlage wird angepasst beziehungsweise teilweise demontiert und neu installiert; Erdungsmessung und Prüfprotokoll sind enthalten.
Gerüstbau
Für den 1., 2. und 3. Bauabschnitt sind Fassaden- und Dachfanggerüste nach DIN EN 12811-1 zu errichten. Die Gesamtfläche beträgt 2.657,5 m²:
Trauf- und Gaubenverbreiterungen, Dachdeckerschutz, Treppentürme, Handläufe, Gitterträgerüberbrückungen, Schutzdach, Bauzaun, Statik und Kranarbeiten sind enthalten. Die Grundvorhaltung beträgt je Gerüst vier Wochen. Stundenlohnarbeiten für Gerüstbaumeister, Gerüstbauwerker und Gerüstbauhelfer sind ebenfalls vorgesehen.
Baustelleneinrichtung und ergänzende Arbeiten
Die Baustelleneinrichtung und spätere Räumung umfassen Lager- und Arbeitsplätze, Verkehrssicherung, Tages- und Wohnunterkunft, Werkstatt, Magazin, Unterstellflächen, Geräte sowie eine mobile Toilette für die gesamte Bauzeit.
Ergänzend sind unter anderem Kernlochbohrungen, Wanddurchbrüche, Freistellen von Estrich, Bodenabdeckungen, Wand- und Deckenanstriche, Acrylversiegelungen, Ausbesserungen von PVC-Fußbodenbelägen sowie Arbeiten an Gipskartonverkleidungen auszuführen.
Übergabe und Dokumentation
Für Übergabe und Abnahme ist eine Dokumentation mit technischen Datenblättern, Bedienungs- und Wartungsanleitungen, Ersatzteillisten, Materiallisten, Lieferantennachweisen und Konformitätsbescheinigungen zu erstellen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPräqualifikation und Eigenerklärung
Präqualifizierte Unternehmen weisen ihre Eignung durch den Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis für Bauunternehmen und die Angabe ihrer PQ-Nummer nach. Nicht präqualifizierte Unternehmen legen das ausgefüllte Formblatt FB124 Eigenerklärung zur Eignung vor.
Bei einer Einladung in die engere Wahl sind die in der Eigenerklärung genannten Bescheinigungen vorzulegen. Fremdsprachige Bescheinigungen benötigen eine deutsche Übersetzung.
Register, Personal und wirtschaftliche Voraussetzungen
Erforderlich sind die Eintragung in das Berufsregister, gegebenenfalls Handelsregister und Handwerksrolle sowie die Verfügbarkeit der für die Ausführung erforderlichen Arbeitskräfte. Die jahresdurchschnittlich eingesetzten Arbeitskräfte der letzten drei abgeschlossenen Kalenderjahre sind nach Lohngruppen und mit separat ausgewiesenem Leitungspersonal anzugeben.
Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträge sind ordnungsgemäß zu zahlen. Soweit anwendbar, sind Unbedenklichkeitsbescheinigungen von Berufsgenossenschaft, tariflicher Sozialkasse und Finanzamt nachzuweisen. Ein Insolvenzverfahren oder ein vergleichbares Verfahren darf nicht bestehen; ein Insolvenzplan ist gegebenenfalls nachzuweisen.
Ausführungsbezogene Anforderungen
Vor Montagebeginn müssen statische Nachweise für das PV-Montagesystem vorliegen. Der Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator und sein Stellvertreter müssen über die geforderte Qualifikation verfügen.
Die Gerüstarbeiten müssen den einschlägigen Normen, insbesondere DIN EN 12811-1 sowie DIN 4420/123, und den Vorgaben für Gerüstbau und Betriebssicherheit entsprechen.
Nachunternehmer und Bietergemeinschaften
Beim Einsatz von Nachunternehmern sind Art und Umfang der übertragenen Leistungen im Angebot anzugeben. Deren Eignung und auftragsspezifische Nachweise sind auf gesondertes Verlangen vorzulegen.
Bei einer Bietergemeinschaft müssen deren Mitglieder, der bevollmächtigte Vertreter, eine gegebenenfalls gebildete ARGE und die Haftung als Gesamtschuldner in einer Erklärung aller Mitglieder benannt werden.
Erklärungen zur Angebotsabgabe
Zusätzlich zur Eigenerklärung sind Angaben zur Fachkunde nach VOB/A zu machen. Mit dem Angebot sind die Datenschutzerklärung sowie die Erklärungen nach TVgG M-V Anlage 1 und Anlage 2 einzureichen.
Die Erklärungen nach TVgG M-V umfassen die zugesagten Mindestarbeitsbedingungen beziehungsweise den vergaberechtlichen Mindestlohn sowie die Pflichten bei Nachunternehmern und Kontrollen. Vom Auftraggeber vorgegebene Festlegungen dürfen nicht verändert werden.
Nicht präqualifizierte Unternehmen müssen erklären, dass in den letzten fünf Kalenderjahren beziehungsweise in dem in der Auftragsbekanntmachung genannten Zeitraum vergleichbare Leistungen ausgeführt wurden. Bei Anordnung in die engere Wahl sind drei Referenznachweise vorzulegen.
Je Referenz sind Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eigenständig ausgeführter Leistungsumfang mit Mengen, eingesetzte Arbeitnehmerzahl, technische und gerätespezifische Besonderheiten, Art der Baumaßnahme, vertragliche Rolle, gegebenenfalls koordinierte Gewerke sowie eine Bestätigung des Auftraggebers über die vertragsgemäße Ausführung anzugeben.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
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