Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum es geht: Die Autobahn GmbH des Bundes lässt auf der Bundesautobahn A6 (zwischen den Anschlussstellen Altdorf-Leinburg und Alfeld, bei Bau-km 805+610) die bestehende Feldwegunterführung BW 805c abbrechen und durch einen Neubau ersetzen.
Was zu tun ist:
Wichtigste Fristen: Angebote sind elektronisch bis 06.10.2026, 09:00 Uhr MESZ über das Vergabeportal der Autobahn einzureichen. Bauzeit ca. November 2026 bis November 2028.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssumme wird ermittelt aus der nachgerechneten Angebotssumme, insbesondere unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, ggf. monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eines eventuellen Nachlasses ohne Bedingungen.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenÜbergeordnete Leistungsbestandteile
Freimachen des Baugeländes (Rodung, Räumung) und Oberbodenarbeiten.
Verbauarbeiten (z.B. rückverankerte Trägerbohlwand mit Gurtung) und Erd-/Tiefbauarbeiten einschließlich Baugruben, Wasserhaltung und Kampfmittelräumung/-sondierung (baubegleitend).
Straßenbauarbeiten auf der A6 (Mittelstreifenverbreiterung, ca. 100 m Länge) mit temperaturabgesenktem Asphalt (TA-Asphalt gemäß ARS 13/2025, Varianten A1/B/C), Schichten ohne Bindemittel, Asphaltbinderschicht SMA 16 B S, Asphalttragschicht, hydraulisch gebundener Tragschicht und Frostschutzschicht.
Straßenbau am Feldweg (ca. 240 m Länge) mit Bodenaustausch, Schottertragschicht und Asphaltdeckschicht AC 16 TD.
Entwässerungsarbeiten inklusive Gussasphaltrinnen, Straßenabläufe, Streckenentwässerung, Mittelstreifenentwässerung, Raubettmulden, Widerlager-Rückentwässerung und Anpassung an die neue Verkehrsführung.
Ausstattungsarbeiten: Fahrzeugrückhaltesysteme (H2-W4), Geländer (Sondergeländer Rifa Nürnberg / Holmgeländer Rifa Amberg), Schneeschutzgitter, Lärmschutzwand (3,00 m Höhe, Verankerung im Leistungsumfang – Wand selbst nicht), Böschungstreppen, Pflasterung, Markierung, Beschilderung, Schutz- und Leiteinrichtungen sowie temporäre Stauwarnanlage mit Mess- und Anzeigequerschnitten.
Kabeltiefbauarbeiten entlang der BAB-Kabeltrasse: Herstellung und Anbindung der KSR-Anlage (Kabelschutzrohre PE-HD DA 110 und DA 50, Microrohre), Kabelgräben, Kabelschächte, Wasserhaltung, LWL-Kabel-Verlegung (48 Fasern) und Kupferfernmeldekabel F32" (AJ-PLEB2Y 8/24/0) einschließlich Kabeltrommelmanagement, Kalibrierung und Druckprüfung der Rohrtrassen sowie Bestandsdokumentation.
Sicherheits- und Gesundheitsschutz (SiGeKo gem. RAB 30), Koordination mit Drittanbietern (NGN Fiber Network, Brandl Service, Stadtwerke Altdorf) und Abstimmung mit dem Fachbereich Fernmelde- und Kabeltechnik (FIT) der Autobahn.
Brückenbauwerk BW 805,610 – Konstruktion
Statisches System: Rahmen in Stahlbetonbauweise, Querschnitt als Vollplatte (zwei Teilbauwerke TBW 1 für RiFa Nürnberg und TBW 2 für RiFa Amberg).
Hauptabmessungen: Stützweite 7,00 m, lichte Weite 6,00 m, Gesamtbreite inkl. Kappen 33,475 m, zwischen den Geländern 32,80 m, Konstruktionshöhe 0,60 m, lichte Höhe > 4,50 m, Kreuzungswinkel 100,065 gon.
Gründung: Pfahlgründung mit Pfahlkopfplatte (Ortbetonbohrpfähle, Integritätsprüfung).
Unterbau: massive Widerlager, Flügel biegesteif eingespannt, Verbau/Gründungsarbeiten mit Trägerbohlwand, Bohrpfählen und Verpressankern (Abnahmeprotokolle erforderlich).
Überbau: schlaff bewehrte Massivplatte, Übergangskonstruktion mit Epoxidharz-Einkornbetonstreifen und Kantenschutz, Kappen mit Betonierabschnitt.
Abdichtung: Bitumen-Schweißbahn, Schutzschicht Gussasphalt, Deckschicht Splittmastix (SMA 8 D S); in Entwässerungsrinnen Gussasphalt MA 8 S.
Lager, Übergänge, Geländer: nach Erfordernis.
Korrosionsschutz (vollständig im Werk), Hydrophobierung der Kappen, Graffitischutz.
Abbruch und Schadstoffentsorgung
Kompletter Abbruch des Bestandsbauwerks BW 805c inkl. Verbau, Wasserhaltung und fachgerechter Trennung der Bausubstanz.
Entsorgung schadstoffbelasteter Materialien:
Haufwerks- und Behälterkataster führen, Beprobung des Abbruchguts mit Vorhaltezeit von ca. 4 Wochen bis zum Analyseergebnis.
Kabeltiefbau und Telekommunikationsinfrastruktur
Provisorium: KSR DA 110 mit F24" sowie KSR DA 50 mit 3× MD 14×1,3 (LWL 48F) für Autobahn und TK-Provider.
Endausbau der KSR-Anlage: Kabelgräben, Kabelzuganlagen, Kabelschutzrohre (PE-HD DA 110, DA 50), Microrohre (14×1,3 und 12×1,1), Querungen (Spülbohrungen), Kabelschächte mit Granit-Großpflastereinfassung.
Kabellieferung: fabrikneue Kabel mit Konformitätsnachweis, Produktdatenblättern, Werksmessprotokollen, Werksabnahmeprotokollen sowie Qualitätssicherungszertifikat gemäß DIN ISO 9001 des Kabelherstellers.
Einblasen von LWL-Kabeln (Einblaslänge BAB-km 803+858 bis 807+470) und maschinelles Einziehen von Fernmeldekabeln; Dokumentation der Zugkräfte mit digitalen Aufzeichnungsgeräten, Übergabe der Zugdiagramme und Protokolle an den Auftraggeber.
Kalibrierung (Molchung) und Druckprüfung der Kabelschutzrohrtrassen (DA 50: 8 bar, DA 110: 0,1 bar, Microducts: 5 bar) sowie Erstellung der Prüfprotokolle.
Bestandsdokumentation (CAD, Koordinatentransformation Gauß-Krüger → ETRS 89); Bohrprotokolle der Spülbohrungen im dwg-Format; aktualisierte Kabellagepläne baubegleitend; Kabelbestandsunterlagen 4 Wochen nach Verlegearbeiten.
Eigenüberwachungsprüfungen je 200 m Trasse, Kontrollmessungsdaten (Messbolzen).
Metallnotierung für Fernmeldekabel-Preisberechnung (5. Tag gerechnet vom Datum des Auftragsschreibens).
Kabelschutzanweisung (KSA) der Autobahn GmbH ist zu beachten: Mindestabstände 2,0 m beim Maschineneinsatz, Handarbeit im Schutzbereich, Anmeldung des Bauvorhabens mind. 2 Wochen vor Baubeginn, Kabelortung mit 14-Tage-Gültigkeit des Ortungsprotokolls, Unterweisung aller Arbeitskräfte (inkl. Nachunternehmer), Abnahmeschein nach Kabelmarkierung.
Verkehrsführung, SiGe und Bauphasen
Verkehrsführung unter Aufrechterhaltung des Autobahnverkehrs: Betriebsformen 2 und 3, Führung 4+0 bzw. 2+2, Schutz- und Leiteinrichtungen (Stahlrückhaltesystem N2/W3) während der Bauzeit.
Mehrschichtbetrieb / Nachtarbeit möglich.
Kontrollfahrten gemäß ZTV-SA 97 durch geschultes Personal mit MVAS-Nachweis.
Verkehrsrechtliche Anordnung mind. 3 Wochen vor Baubeginn beantragen.
Bauablauf/Bauphasen (gemäß Baubeschreibung):
Vorlage-Fristen für Planunterlagen (Meilensteine):
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZwingende Eignungsanforderungen
Keine Ausschlussgründe: Bieter dürfen nicht gem. § 6e EU VOB/A ausgeschlossen sein. Eigenerklärung, dass keine Ausschlussgründe vorliegen (Erklärung zu Insolvenz/Liquidation, Steuer- und Abgabenpflicht, Sozialversicherungsbeiträge).
Berufliche Zulassung: Handelsregistereintragung ODER Handwerksrolleneintragung ODER IHK-Eintragung; Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft.
Wirtschaftliche/finanzielle Leistungsfähigkeit: Eigenerklärung zum Mindestjahresumsatz (Betrag wird von Vergabestelle eingetragen) und zum Mindestjahresumsatz im spezifischen Tätigkeitsbereich; auf Verlangen testierte Jahresabschlüsse/G&V bzw. Bestätigung Wirtschaftsprüfer/Steuerberater.
Eignungsleihe wirtschaftlich/finanzziell: nach dem Formular nicht vorgesehen (Checkbox in der Angebotsaufforderung nicht markiert); nur technische und berufliche Eignungsleihe ist zulässig.
EU-Sanktionskonformität (Art. 5k VO (EU) 833/2014): Bieter gehört nicht zu sanktionierten Personen/Unternehmen mit Russland-Bezug; gleiches gilt für Unterauftragnehmer, Lieferanten und kapazitätsbereitstellende Unternehmen (> 10 % Auftragswert); Konformität ist über die gesamte Vertragslaufzeit sicherzustellen.
KMU-Eignung: Auftraggeber stuft das Vorhaben als geeignet für kleine und mittlere Unternehmen ein.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Referenzen: Mindestens 3 vergleichbare Referenzen der letzten 5 Kalenderjahre über Bauleistungen mit Neubau oder Ersatzneubau eines Bauwerks (Unterführung/Brücke) im Straßenbau in Stahlbeton-Rahmen- oder Plattenbauweise (Stützweite ca. 7 m, Gesamtbreite > 30 m, lichte Höhe > 4,50 m); je Referenz: Bezeichnung der Leistung, Auftragswert (Anteil des eigenen Unternehmens), Ausführungszeitraum, Auftraggeber; auf Verlangen Bescheinigungen über die ordnungsgemäße Ausführung.
Personal: Erklärung über verfügbare Arbeitskräfte (letzte 3 Jahre, jahresdurchschnittlich, gegliedert nach Lohngruppen, Leitungspersonal extra); Angabe technischer Fachkräfte mit Namen, Funktion und Qualifikation; Nachweise zu technischen Fachkräften (Studiennachweise, Berufserfahrung).
Technische Ausrüstung: Beschreibung der technischen Ausrüstung sowie Erklärung zu Geräten/Ausrüstung für die Auftragsausführung.
Qualitätssicherung / Lieferkette / Umweltmanagement: Maßnahmen zur Qualitätssicherung, Lieferkettenmanagement-/Überwachungssystem, Umweltmanagementmaßnahmen.
Unterauftrags-/Nachunternehmerleistungen: Angabe beabsichtigter Teilleistungen, die an Nachunternehmer vergeben werden sollen (Verzeichnis der Unterauftrag-/Nachunternehmerleistungen mit OZ und Leistungsbeschreibung); bei Eignungsleihe Verpflichtungserklärung anderer Unternehmen (Vorlage 105) und Eignungsleihe technische und berufliche Leistungsfähigkeit (mit Beschreibung der Teilleistung, überlassenen Kapazität, Name und Kontaktdaten des überlassenden Unternehmens inkl. ggf. PQ-Nummer, gesetzlicher Vertreter).
Besondere Fachkunde für einzelne Gewerke
Fahrbahnmarkierungen: Nachweis der Fachkunde durch geprüfte Fachkraft gemäß ZTV M 13.
Fahrzeugrückhaltesysteme (FRS): Geprüfte Montagefachkraft (bzw. E-Schein-Inhaber bei Ortbetonsystemen) gemäß ZTV FRS 2013 (Fassung 2017); bei Einzelnachweis Bestätigung einer unabhängigen Kompetenzstelle (mind. 3 Jahre Tätigkeit und 3 Referenzen im Bereich FRS); CE-Kennzeichnung gemäß DIN EN 1317; Werkzeugnis nach DIN EN 10204 für Stahlgüte; Begutachtungsschreiben der BASt für Anfangs-/Endkonstruktionen.
Asphaltarbeiten: Eignungsnachweise für jede Asphaltmischgutsorte (2 Wochen vor Einbau).
Traggerüst: Fachkundiger Prüfer für die Traggerüstüberwachung.
Verkehrssicherung: MVAS-Nachweis (99) für Verantwortlichen, Servicepersonal der Stauwarnanlage und Kontrollfahrer; Qualitäts- und Gütenachweis für Verkehrseinrichtungsmaterial; Wartungsvertrag mit Fachfirma für Mängelbehebung.
Abbrucharbeiten: Fachlich geeigneter Vorgesetzter (ständig anwesend oder Vertreter); Nachweis über Eignung des Verantwortlichen für Sicherungsarbeiten an Arbeitsstellen.
Kampfmittelräumung: ggf. Befähigungsscheininhaber nach § 20 SprengG.
Kabeltiefbau: Erfahrung in der Einblastechnik für LWL-Kabel und Erfahrung im Brückenbau; Nachweis der Entsorgungswege für gefährliche Abfälle; Koordination mit FIT Nürnberg (Fachbereich Fernmelde- und Kabeltechnik).
Vergleichbare Ingenieurbaumaßnahmen – Neubau oder Ersatzneubau eines Bauwerks (z.B. Unterführung, Brücke) im Straßenbau in Stahlbeton (Rahmen- oder Plattenbauweise), Stützweite ca. 7 m, lichte Weite ca. 6 m, Gesamtbreite > 30 m, lichte Höhe > 4,50 m
je Referenz: Bezeichnung der Leistung, Auftragswert (Anteil des eigenen Unternehmens), Ausführungszeitraum und Auftraggeber; Nachweis der ordnungsgemäßen Ausführung auf Verlangen durch Bescheinigung des Auftraggebers