Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Weißwasser/Oberlausitz erschließt das brachliegende Gelände der ehemaligen Gelsdorfhütte (ca. 3,7 ha) zu einem neuen Stadtquartier. Auf einer Länge von der Forster Straße bis zur Jahnstraße sind Straßen, Gehwege, Promenade und Anliegerwege neu zu bauen sowie die komplette medientechnische Erschließung (Regen- und Schmutzwasserkanalisation, Trinkwasser, Beleuchtung, Bewässerung, Leerrohre und Kabelgräben für Dritte) herzustellen. Umfangreiche Rückbau- und Abbrucharbeiten sowie Erdbewegungen mit insgesamt über 23.000 m³ Boden sind Bestandteil der Leistung. Der Auftrag wird als Gesamtmaßnahme (keine Losaufteilung) vergeben; Nebenangebote und mehrere Hauptangebote sind nicht zugelassen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis60%
Niedrigster Preis erhält max. 8 Punkte (gewichtet 480), höchster Preis 0 Punkte, Zwischenwerte werden linear interpoliert.
- Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit (Leistungsfähigkeit)40%
Umsätze aus den letzten drei Jahren: bis 1 Mio = 1 P., 1-3 Mio = 2 P., über 3 Mio = 3 P.; gewichtet 120.
Preis: lineare Interpolation zwischen niedrigstem Preis (max. 8 Punkte, gewichtet 480) und höchstem Preis (0 Punkte). Leistungsfähigkeit: Umsatzbasierte Punktvergabe (1-3 Punkte, gewichtet 120). Summe max. 600 gewichtete Punkte.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung, Verkehrssicherung und Beweissicherung
Einrichten und Räumen der Baustelle inkl. Bereitstellung von Geräten, Bauzaun (ca. 200 m), Vollsperrung im Abschnitt Stat. 0+000-0+200. Vorankündigung gemäß Baustellenverordnung spätestens 2 Wochen vor Baustelleneinrichtung, Erstellung des SiGe-Plans nach RAB 31 und der Unterlage für spätere Arbeiten nach RAB 32. Verkehrssicherung mit regelmäßiger Kontrolle der Arbeitsstellensicherung.
Beweissicherung durch öffentlich bestellten Gutachter: Fotodokumentation und Niederschrift vor Baubeginn, abschließendes Gutachten nach Bauende.
Anliegerinformationsschreiben (~35 Stück) zu Baubeginn, Bauablauf, Sperrungen und Ansprechpartnern.
Vermessungsleistungen durch zugelassenes unabhängiges Vermessungsbüro (keine Eigeneinmessung): Bestandsschlussvermessung 2-fach Papier + digital (PDF und CAD in OKSTEA/VESTRA-C01/DXF/DWG), Lagepläne 1:250, Deckenhöhenplan, Festpunktfeld nach RAS-Verm. Koordinatensystem ETRS89, Höhensystem DHHN 2016.
Erdbau und Rückbau/Abbruch
Erdbau mit großen Mengen: ca. 7.600 m³ Boden mit anthropogenen Ablagerungen lösen und verwerten, ca. 6.850 m³ schluffigen Boden lösen und verwerten, ca. 8.700 m³ Betonrecycling zur Untergrundverbesserung einbauen.
Rückbau bestehender Leitungen: ca. 160 m Regenwasserkanal, ca. 120 m Schmutzwasserkanal, ca. 130 m Trinkwasserleitung.
Abbrucharbeiten: Trafostation (1 St.), 6 Altgaragen in DDR-Bauweise, Gebäude (zusammen ca. 715 m³ umbauter Raum), Garagen, Zaun, Palisaden.
Entsorgung von Bauschutt, nicht gefährlichem und gefährlichem Abfall mit Nachweisen (Abfallschlüsselnummern 17 01 07, 17 02 04, 17 06 05).
Stundenlohnarbeiten für Arbeitskräfte und Baugeräte.
Straßen- und Wegebau
Straßenbau mit begleitenden Gehwegen: Schottertragschichten (ca. 5.500 m²), Asphaltbau ca. 2.600 m² (Trag- und Deckschicht AC 22 T N und AC 11 D N, Belastungsklassen Bk100 bis Bk1,0), Bitumenemulsion, Fugen, Erschwernisse.
Borde, Pflaster, Rinnen: Natursteinborde (ca. 2.350 m), Entwässerungsrinne aus Naturstein (ca. 840 m), Betonpflaster für Gehwege und Zufahrten (ca. 3.000 m²), Kasseler Bord für Bushaltestellen, taktiles Orientierungspflaster, Wetterschutzeinrichtungen (2 Stück für Bushaltestellen).
Planumsentwässerung und Straßenabläufe: 12 Straßenabläufe, ca. 1.250 m Sickerrohrleitungen, ca. 48 m Anschlussleitungen DN 150.
Promenade: Erdbau (ca. 1.900 + 1.600 m³), Schottertragschicht, ungebundene Deckschichten (Sabadyn/Sabalith K), Granitborde, wassergebundene Wegebefestigungen (ca. 900 m²), 28 Großgehölze (Acer campestre, Tilia cordata, Ulmus resista), Strauchpflanzungen (Aruncus dioicus 600 St., Viburnum opulus 600 St.), Bänke.
Anliegerweg B und Gehwege 1 und 2 analog mit Erdbau, Banketten, Schottertragschicht, Asphalt- bzw. Pflasterbau und Begrünung; Anliegerweg B mit 9 Großgehölzen, Gehweg 1 mit 9 Großgehölzen.
Regenentwässerung
Neubau Regenwasserkanal (PP): ca. 330 m + 180 m DN 300, ca. 10 m DN 500, Anschlussleitungen DN 150. Schächte DN 1000 und DN 600 aus Beton/PE-HD. Wasserhaltung für Schichtenwasser, Einleitgenehmigung der unteren Wasserbehörde.
Wegebau am Ziegelteich.
Teicheinlaufbauwerk aus Stahlbetonfertigteil als Komplettleistung inkl. prüffähiger Werk- und Tragwerksplanung, Geländer, Dokumentation (2 Mappen mit Bestandsplänen, Aufmaßen, Materialzertifikaten, Statiknachweisen, Formstück-/Knotenpunktdarstellung).
Private Grundstücke: Rückhaltung mit max. Einleitung 15 l/s über DN 150.
Schmutzwasser
Schmutzwasserkanal (PP): ca. 80 m DN 150, ca. 150 m + 180 m + 65 m DN 200. Schächte DN 600 und DN 1000, Schachtsanierung. Druckprüfungen, Kamerabefahrungen (Videoformat), Überpumpen des Mischwassers während der Bauphase. Wasserhaltung und Einleitgenehmigung.
Trinkwasser
Trinkwasserleitung PE-HD: ca. 440 m DN 80, ca. 85 m DN 63. Schächte, KOS-Absperrschieber DN 80 (16 St.), 4 Unterflurhydranten nach DIN 3221 PN 16 DN 80, 9 Ventilanbohrarmaturen, 15 Streckenschieber, Hinweisschilder.
Hausanschlüsse DN 32 bis DN 80 mit insgesamt ca. 280 m Leitungsgraben, Druckrohr PE-HD DN 50, DN 80, DN 100, Schweißbunde, Bogen, Anbohrventile, Warnbänder, Straßenkappen.
DVGW-konforme Ausführung (GW 310, GW 302-1, GW 336, W 291, W 400-2). Druckprüfung (525 m), Innendruckprüfung nach DVGW W 400-2 (440 m), mikrobiologische Untersuchungen durch DAkkS-akkreditiertes Labor mit Zulassung des jeweiligen Bundeslandes, Spülen/Desinfizieren bis DN 80, Kontrollprüfungen Verdichtung (5 St.).
Schutzmaßnahmen für Kabel, Wasserhaltung, Einleitgenehmigung.
Beleuchtung und Bewässerung
Beleuchtung: 19 Mastaufsatzleuchten Andrew I/1 T DA LED, 19 Stahlmaste 7 m und 19 Stahlmaste 5 m, 19 Einfachausleger, 38 Kabelübergangskästen EKM 2020, ca. 1.315 m Kunststoffkabel NYY-J 5x16 mm², 330 m Gummileitung 5x0,75 mm², Kabelverlegung in Kabuflex R DN 110. Freischaltmaßnahmen beim Netzbetreiber, Prüfung gem. DIN VDE 0100 Teil 610, Errichterbescheinigung, UVV DGUV Vorschrift 3, Einweisung Betriebspersonal vor Abnahme.
Bewässerungssystem als Komplettleistung: Planung, Bemessung, Lieferung, Montage und Inbetriebnahme einer automatischen Beregnungsanlage für ca. 1.500 m² (2 Teilflächen à 750 m²). Wasserentnahme aus dem Ziegeleiteich über schwimmende Ansaugvorrichtung, Pumpenanlage im frostsicheren Pumpenschacht (PE100-RC-Druckrohrleitungen), Frequenzumrichter, frei programmierbare SPS/Beregnungssteuerung, Regenfühler, Versenkregner. Probebetrieb, Dokumentation (hydraulische Berechnungen, Pumpenkennlinien, Regnerpläne, Stromlaufpläne, Bedienungs- und Wartungsanleitungen). Wartung während Gewährleistungszeit inkl. Funktionskontrolle vor/nach erster Beregnungssaison.
Leerrohre und Kabelgräben für Dritte
Leerrohre: Kabelgräben 0,6 x 0,8 m (700 m), Handschachtung (30 m), Schutzrohre Kabuflex R DN 110/95 mm (1.400 m) und DN 80 (1.400 m), 16 Kabelschächte EK 368.
Kabelgräben für Dritte: ca. 1.050 m für MITNETZ (zzgl. 20 m Handschachtung) und ca. 870 m für Stadtwerke (zzgl. 10 m Handschachtung).
Strom-/Steuerkabel Bewässerung (NYY-J 5x16 mm², 200 m) in Kabuflex. Koordinierung mit den Medienträgern.
Begrünung und Ausstattung
Insgesamt 46 Baumneupflanzungen (Ahorn, Linde, Ulme, über das gesamte Gebiet verteilt: 28 in der Promenade, 9 am Anliegerweg B, 9 am Gehweg 1) mit Pflanzgruben, Substrat, Rindenschutz, Bewässerungs-/Belüftungsleitungen, Verankerung.
Rasenansaat nach RSM 7.1.2 inkl. Nachsaat-Anwuchsprüfung nach 4-6 Wochen. Oberbodenandeckung.
Ausstattung mit Bänken.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenWirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Umsatz des Unternehmens in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren für vergleichbare Leistungen (inkl. Gemeinschaftsleistungen). Bewertung laut Leistungsbeschreibung: bis 1 Mio. € = 1 Punkt, 1-3 Mio. € = 2 Punkte, über 3 Mio. € = 3 Punkte. Gültige Betriebs-/Unternehmenshaftpflichtversicherung. Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts, Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG. Tariftreueerklärung oder Alternativerklärung.
Technische und fachliche Leistungsfähigkeit
Referenzen über vergleichbar erbrachte Leistungen der letzten 3 Jahre (Leistungsbeschreibung) bzw. letzten 5 Kalenderjahre (VHB 124). Pro Referenz Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengenangaben, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung.
Erklärung zum vorgesehenen Personaleinsatz und zur branchentypischen Ausbildung. Zahl der jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte (letzte 3 Jahre) nach Lohngruppen, Leitungspersonal.
Spezifische Ausführungsqualifikationen: DVGW-konforme Ausführung (GW 310, GW 302-1, GW 336, W 291, W 400-2), DIN EN ISO 11177, DIN EN 545, DIN EN 12201, DVGW VP 607, DVS 2207 für Schweißarbeiten, DIN 3221 für Unterflurhydranten, DIN EN 124 für Schachtabdeckungen (Belastungsklasse D 400). Mikrobiologische Untersuchungen durch DAkkS-akkreditiertes Labor mit Zulassung des jeweiligen Bundeslandes.
Rechtliche und persönliche Zuverlässigkeit
Eintragung Handelsregister, Handwerksrolle oder IHK (oder Erklärung, dass keine Eintragungspflicht besteht). Gewerbeanmeldung. Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft mit qualifizierter Unbedenklichkeitsbescheinigung. Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse.
Kein Insolvenzverfahren/keine Liquidation (oder rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan). Keine Ausschlussgründe gem. § 6e EU VOB/A. Keine Verurteilung in den letzten 2 Jahren wegen Verstößen mit Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze oder Geldbuße > 2.500 €. Ggf. Nachweis über Selbstreinigungsmaßnahmen. Erklärung zu keinen Verstößen gegen Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz, Arbeitnehmer-Entsendegesetz, Aufenthaltsgesetz, Mindestlohngesetz. Bei Auftragssumme ≥ 30.000 € wird ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister angefordert.
Zuschlags- und Auswahlmechanismen
Präqualifikation über Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis (Verein für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V.) möglich; nicht präqualifizierte Unternehmen reichen Eigenerklärung (VHB 124) bzw. Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) und ergänzende Einzelnachweise ein.
Zuschlagskriterien: Preis 60 %, Leistungsfähigkeit 40 %.
KMU-Nachweis möglich (< 250 Beschäftigte und ≤ 50 Mio. € Jahresumsatz bzw. ≤ 43 Mio. € Bilanzsumme); bei Bietergemeinschaften muss der überwiegende Auftragsanteil von KMU-Partnern erbracht werden.
Bei Bietergemeinschaften ARGE-Erklärung (VHB 234) mit bevollmächtigtem Vertreter und Gesamtschuldnerhaftung; Nachunternehmer bereits bei Angebotsabgabe benennen (VHB 233). Für Nachunternehmer und Mitglieder von Bietergemeinschaften gelten die gleichen Nachweispflichten. Mehrere Hauptangebote und Nebenangebote sind nicht zugelassen. Fehlende Unterlagen werden nachgefordert (Nachfrist gem. § 16a VOB/A).
Vergleichbar erbrachte Leistungen der letzten 3 Jahre (Leistungsbeschreibung) bzw. letzten 5 Kalenderjahre (VHB 124)
Erschließungs-/Tiefbaumaßnahmen mit Straßen-, Kanal- und Leitungsbau; pro Referenz Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung