Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Landeshauptstadt München, Baureferat, schreibt die Objektplanung für die Freianlagen der denkmalgeschützten Grundschule am Dom-Pedro-Platz 2 in München aus. Die Schule wird generalsaniert und zu einer 4-zügigen Grundschule mit Ganztagsbetreuung erweitert; zusätzlich wird eine Einfach- bzw. Zweifachhalle neu errichtet.
Geplant sind alle Leistungsphasen 1–9 nach § 39 HOAI (von Grundlagenermittlung bis Objektbetreuung). Dazu gehören Erschließungs- und Infrastrukturflächen (z. B. Anlieferzone), Aufenthalts-, Sport- und Pausenbereiche (Grünes Klassenzimmer, Verkehrsparcours, Sitz- und Sportausstattungen), ein Allwetterplatz (22 m × 28 m), eine Laufbahn (4 × 1,22 m × 65 m) und ein Rasenspielfeld (40 m × 60 m). Die Dachfläche ist entweder für eine PV-Anlage oder als Biodiversitätsdach vorgesehen.
Die Beauftragung erfolgt stufenweise – zunächst nur die Phasen 1–2; ein Anspruch auf die Gesamtbeauftragung besteht nicht. Vertragsbeginn ist voraussichtlich Mitte Oktober 2026, die Laufzeit reicht bis etwa September 2030.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Projekteinschätzung80%
Darstellung anhand einer vergleichbaren Referenz (Fotos, Pläne, Texte, max. 5 Seiten). Die Projekteinschätzung soll die Einschätzung und Analyse der ausgeschriebenen Aufgabenstellung und Projektanforderungen sowie das Aufzeigen von Lösungsansätzen zu erwartenden Problemstellungen enthalten. Es soll erläutert werden, was bei der Referenz gut/schlecht gelaufen ist und was vergleichbar mit der ausgeschriebenen Aufgabe ist.
- Preis20%
Preis (in €, netto) aus der Wertungssumme (nachgerechnete Summe) des Angebotes. Bewertung: günstigstes Honorar = 5 Punkte, 2,0× günstigstes Honorar oder mehr = 0 Punkte, dazwischen lineare Interpolation auf eine Kommastelle genau.
Endgültige Punktzahl = Σ (Punkte Einzelkriterium × Gewichtung). Punkte 0-5 je Erfüllungsgrad. Preis: günstigstes Honorar = 5 Punkte, 2,0× günstigstes Honorar oder mehr = 0 Punkte, dazwischen lineare Interpolation auf eine Kommastelle genau. Bei Punktgleichheit: Zuschlag auf Angebot mit niedrigster Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenLeistungsbild und Beauftragungsumfang
Beauftragt wird die Objektplanung Freianlagen gemäß § 39 HOAI i. V. m. Anlage 11 HOAI, alle Leistungsphasen 1–9:
Die Beauftragung erfolgt stufenweise in 5 Stufen (1. Stufe: LPH 1–2, 2. Stufe: LPH 3, 3. Stufe: LPH 4–5, 4. Stufe: LPH 6–7, 5. Stufe: LPH 8–9). Ein Rechtsanspruch auf die Übertragung aller Phasen besteht nicht. Der Auftragnehmer ist verpflichtet, weiterbeauftragte Leistungen zu erbringen, wenn sie innerhalb von 24 Monaten nach Fertigstellung der zuletzt übertragenen Leistung vergeben werden.
Vom Auftraggeber selbst erbrachte Teilleistungen (nicht Teil des Auftrags): LPH 1 (Klären der Aufgabenstellung hinsichtlich Art, Größe, Nutzung, Standards, Kostenrahmen; Strukturen/Protokollwesen; Kostengliederung DIN 276), LPH 2 (Kostenschätzung), LPH 6 (Zusammenstellung der Vergabeunterlagen) und LPH 7 (Einholen von Angeboten, Preisspiegel, Mitwirken bei Auftragserteilung).
Liefer- und Arbeitsergebnisse je Leistungsphase
Zu jeder Leistungsphase sind Arbeitsergebnisse zu erbringen, u. a.:
Besondere Leistungen (vertraglich zu vereinbaren): Umweltfolgenabschätzung, Bestandsaufnahme/Vermessung, floristische/faunistische Kartierungen, Mitwirkung bei Fördermittelanträgen, Mitwirkung bei Genehmigungen nach Naturschutzrecht, Überwachung der Entwicklungspflege, Bestandsdokumentation. Qualifizierte Kostenschätzung in LPH 2 und qualifizierte Kostenberechnung in LPH 3 sind besondere Leistungen.
Rahmenbedingungen und Honorar
Anrechenbare Kosten für die Freianlage: 1.050.000 EUR netto (Kostenobergrenze/Kostenlimit brutto inkl. Entwicklungspflege: 1.249.500 EUR). Honorarzone IV, Basissatz nach HOAI, Basishonorar 185.673,80 EUR. Vertragsgrundlage: HOAI Stand 2013/2020. Vertragsbeginn voraussichtlich 15.10.2026, Vertragsende ca. 01.09.2030 (Gesamtlaufzeit rund 4 Jahre). Erfüllungsort: München, 80637.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBerufliche Qualifikation
Nachweis eines Abschlusses als Dipl.-Ing. TH/FH bzw. Bachelor/Master an einer Universität oder Fachhochschule mit Fachrichtung Landschaftsarchitektur oder einer gleichwertigen Qualifikation. Juristische Personen sind nur teilnahmeberechtigt, wenn der benannte verantwortliche Berufsangehörige diese Anforderungen erfüllt. Bewerber aus anderen EU-/EWR-Staaten müssen die Bauvorlageberechtigung nach Art. 61 BayBO nachweisen, sofern sie nicht bereits zur Führung der Berufsbezeichnung 'Architekt' berechtigt sind.
Berufshaftpflichtversicherung
Eigenerklärung zur Berufshaftpflichtversicherung mit folgenden Mindestdeckungssummen:
Die Versicherung ist während der gesamten Vertragslaufzeit aufrechtzuerhalten und nachzuweisen. Bei Bietergemeinschaften muss jedes Mitglied eine eigene Versicherung zu diesen Bedingungen nachweisen. Zusätzlich Erklärung des Versicherers, dass die Versicherung auch bei Tätigkeit als Partner einer ARGE eintritt.
Referenzen (Mindestkriterien)
Mindestens eine Referenz, in der alle folgenden Mindestkriterien erfüllt sind (andernfalls Ausschluss mangels Eignung):
Erforderliche Angaben je Referenz: Bezeichnung, Rolle (Einzelbieter / ARGE-Mitglied / Eignungsleihe), Kurzbeschreibung, erbrachte Leistungsphasen, Wert der Leistung, Eigenleistungsanteil sowie Kontaktdaten des Referenzauftraggebers.
Ausschlussgründe und gesetzliche Erklärungen
Erklärung, dass keine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB vorliegen, insbesondere keine Verstöße gegen: Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz, Arbeitnehmerentsendegesetz, Mindestlohngesetz, Aufenthaltsgesetz (§ 98c Abs. 1) und Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (§§ 22, 24 Abs. 1 LkSG – Bußgeld in den letzten drei Jahren). Erklärung, dass keine Interessen vertreten werden, die der Auftragsausführung entgegenstehen. Nicht fristgerecht eingereichte schriftliche oder formlose Angebote werden nicht berücksichtigt.
Erklärung zum Masernschutzgesetz
Versicherung, dass alle zur Vertragserfüllung eingesetzten Personen vor Tätigkeitsbeginn die Anforderungen gemäß § 20 Abs. 9 IfSG erfüllen. Sämtliche Nachweise müssen beim Bieter vorliegen. Wissentlich falsche Erklärung → Kündigung aus wichtigem Grund ohne Frist; Nichtbeachtung → Ausschluss vom Wettbewerb.
Drittunternehmen / Eignungsverleiher
Stützt sich der Bieter auf Kapazitäten Dritter, sind folgende Erklärungen erforderlich: Verpflichtungserklärung des Dritten (rechtlich und tatsächlich abgesicherte Verfügbarkeit), bei Referenzen Bestätigung, dass das Drittunternehmen die Leistungen als Unterauftragnehmer erbringen wird, und bei wirtschaftlicher/finanzieller Leistungsfähigkeit Erklärung zur gemeinsamen Haftung zwischen Bieter/ARGE und Drittunternehmen.
Hinweis zu Zuschlagskriterien
Objektplanung Freianlagen gemäß § 39 HOAI mit selbst erbrachten Leistungsphasen 2–8, Honorarzone IV, anrechenbare Kosten KG 500 nach DIN 276 mind. 1.500.000 EUR brutto, Betreuung von mind. zwei Gewerken (z. B. Landschafts- und Zaunbauarbeiten) sowie Auflagen des Naturschutzes über die Baugenehmigung
Vorlage als 'Liste geeigneter Referenzen' mit Projektbezeichnung, Referenznehmer, Rolle (Einzelbieter / ARGE-Mitglied / Eignungsleihe), Kurzbeschreibung inkl. Leistungsphasen, Honorarwert, Eigenleistungsanteil sowie Kontaktdaten des Referenzauftraggebers (Name, Anschrift, Ansprechpartner, Telefon, E-Mail). Bei Nichterfüllung erfolgt Ausschluss mangels Eignung.