Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum geht's?
Die Stadt Singen baut die Zeppelin-Realschule als dreigeschossigen Holzbau mit Mensa, Klassen- und MINT-Räumen erweitert. Für diesen Erweiterungsneubau werden 37 Innentürelemente mit Stahlumfassungszargen (1‑flüglig, Türblatt Vollspan, HPL‑Schichtstoffoberfläche, teilweise mit Brandschutzanforderung T‑30) sowie 2 Stahl‑Objekttüren T‑30‑1 mit Eckzarge geliefert und montiert. Die Türen werden in Holz‑, Trockenbau‑ und Betonwände eingebaut. Zum Auftrag gehören auch Türstopper, Futterbretter, Beschläge, Obentürschließer, Feststellanlagen, Endbeschichtung der Zargen sowie die Dokumentation nach Projektabschluss. Das Verfahren ist ein offenes EU‑Verfahren nach VOB/A, Zuschlag allein nach dem günstigsten Preis. Angebote werden ausschließlich elektronisch über das DTVP‑Portal eingereicht – bis spätestens 06.10.2026 um 10:00 Uhr. Der Bieter muss mindestens 3 vergleichbare Referenzen aus den letzten 3 Jahren nachweisen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis – alleiniges Wertungskriterium
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAufgabe und Einbauort
Die Leistung umfasst die Lieferung und den gebrauchsfertigen Einbau aller Türen, Zargen, Beschläge und Nebenarbeiten im Erweiterungsneubau der Zeppelin-Realschule Singen – ein dreigeschossiger, nichtunterkellter Holzbau mit Massivkern, Mensa, MINT-Räumen, 4 Klassenzimmern und Technikräumen. Die Türen werden in Holz-, Trockenbau- und Massiv-/Betonwände eingebaut.
Gebäudeklasse 4 – Schneelastzone 1 (sk = 0,70 kN/m²), Windlastzone 1, Erdbebenzone 2, Untergrundklasse T.
Schallschutzanforderungen: R'w ≥ 32 dB zwischen Unterrichtsräumen und Fluren, R'w ≥ 37 dB zwischen Unterrichtsräumen untereinander. Schalldämm-Maß am Element: Rw,P = gefordertes Rw + 5 dB Vorhaltemaß.
Weitere Anforderungen: Klimaklasse mindestens 2, Luftdurchlässigkeit Klasse 4 nach DIN EN 12207, Schlagregendichtheit mindestens Klasse 9A nach DIN EN 12208, Einbruchhemmung RC 2N nach DIN EN 1627.
Zeitliche Einordnung der Montage
Die Montage der Zargen erfolgt vom 07.01.2027 bis 18.02.2027 (Vertragsfrist, in Abstimmung mit dem Trockenbauer).
Die Montage der Türblätter erfolgt vom 01.06.2027 bis 08.06.2027 (geschoßweise, zeitversetzt zum Ende der Bauphase).
Während der gesamten Bauzeit finden wöchentliche Jour Fixe statt: dienstags 14:00 Uhr (Planer/Bauherr) und 15:00 Uhr (Bauleitung/Auftragnehmer). Die Arbeiten finden während des laufenden Schulbetriebs statt – größtmögliche Rücksichtnahme ist erforderlich.
Allgemeine Anforderungen an Lieferung und Montage
Lieferung und gebrauchsfertiger Einbau aller Materialien und Zubehörteile, Vorhaltung und Lagerung von Materialhilfsstoffen und Werkzeugen.
Alle Kosten für An- und Abfuhr, Gestellung und Vorhaltung der erforderlichen Geräte, Maschinen und Fahrzeuge sind einzurechnen.
Die Baustelle ist unaufgefordert von Schutt und Abfall zu befreien.
Bauseits sind Beschädigungen angrenzender Bauteile zu vermeiden; bei Bodenmontage der Türstopper ist die Bohrtiefe auf maximal 30 mm begrenzt (Fußbodenheizung).
Rückwärtsfahrten nur mit geeignetem Einweiser, absolutes Rauch- und Alkoholverbot auf der Baustelle. Vor Beginn der Arbeiten Baustellenbesichtigung mit der Bauleitung.
Planung, Werkstatt- und Ausführungszeichnungen
Erstellung der Werkstatt-/Ausführungszeichnungen: 2-fach nach Auftragserteilung, Einreichung beim Architekten zur Prüfung und Freigabe. Dem Architekten sind mindestens 10 Arbeitstage für die Prüfung einzuräumen.
Systemschnitte der Zargentypen sind rechtzeitig vor Zargenbestellung bzw. unverzüglich nach Beauftragung dem Architekten zur Freigabe vorzulegen.
Beschichtung und Materialqualität
Endbeschichtung der Zargen in RAL nach Angabe des Auftraggebers (bis zu 2 unterschiedliche Farbtöne).
Für Farben und Lacke ist ein Qualitätssiegel für umweltverträgliche Produkte (z.B. „Blauer Engel") nachzuweisen – Nachweis vor Auftragserteilung.
Türblätter als Vollspantüren mit HPL-Schichtstoff (glatt, mindestens 0,8 mm dick, mindestens 30 Farben zur Auswahl).
Dokumentation und Wartung
Bei Projektabschluss ist eine vollständige Dokumentation zu übergeben: überarbeitete Freigabepläne als Ausführungspläne, Materialspezifikationen, Ersatzteillisten, Pflegeanweisungen, Übereinstimmungsnachweise, Brandschutznachweise, Gebrauchsanweisungen und Materialbeschreibung – in einem digitalen Ordner mit Inhaltsverzeichnis. Ohne diese Dokumentation erfolgt keine Abnahme.
Wartung der Brandschutztüren ist Pflichtbestandteil des Angebots (Position 027.1.2.240). Wartung 1 Jahr, Gewährleistung 4 Jahre, unter Beachtung der RL für Feststellanlagen und DIN 14677.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenVerfahrensart und Zuschlagskriterium
Es handelt sich um ein offenes Verfahren nach VOB/A Abschnitt 2 (EU-Ausschreibung). Eine Losweise Vergabe erfolgt nicht.
Zuschlagskriterium ist allein der Preis – Zuschlag erhält das wirtschaftlichste Angebot mit dem niedrigsten Preis.
Nebenangebote sind nicht zugelassen. Mehrere Hauptangebote sind nicht zugelassen.
Das Verfahren ist ausdrücklich für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) geeignet.
Allgemeine Anforderungen an die Bietereignung
Mindestens 70 % der Leistung sind mit Stammarbeitskräften des eigenen Betriebs zu erbringen (Stammpersonalklausel). Auch Nachunternehmer müssen mindestens 70 % mit Stammarbeitskräften erbringen.
Nachunternehmen müssen fachkundig, leistungsfähig und zuverlässig sein und werden ebenfalls vergaberechtlich geprüft.
Ab einer Auftragssumme von 30.000 € wird eine Abfrage beim Wettbewerbsregister des Bundeskartellamts gemäß § 6 WRegG durchgeführt.
Deutschsprachiger Ansprechpartner während der Bauausführung ist verpflichtend.
Eignungsnachweis (Präqualifikation oder Eigenerklärung)
Präqualifizierte Unternehmen: Nachweis durch Eintragung in die Liste des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. (PQ-Verzeichnis).
Nicht präqualifizierte Unternehmen: Eigenerklärung nach KEV 179 AngErg Eignung oder Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE).
Verpflichtungserklärung Mindestlohn (LTMG-BW): KEV 179.3 AngErg Tariftreue/Mindestlohn ist abzugeben.
Eigenerklärungen gemäß KEV 179 AngErg Eignung
a) Umsatz: Umsatz des Unternehmens in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren (Bauleistungen und vergleichbare Leistungen).
b) Referenzen: Mindestens 3 vergleichbare Leistungen in den letzten 3 abgeschlossenen Kalenderjahren (Details siehe Referenzprojekte).
c) Arbeitskräfte: Erforderliche Arbeitskräfte stehen zur Verfügung; bei engerer Wahl: Angabe der durchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte nach Lohngruppen und Leitungspersonal.
d) Registereintragung: Eintragung im Handelsregister, der Handwerksrolle oder bei der IHK (oder Nachweis, dass kein Eintragungszwang besteht).
e) Insolvenzverfahren: Kein Insolvenzverfahren anhängig, eröffnet oder mangels Masse abgelehnt; keine Liquidation.
f) Ausschlussgründe: Keine schweren Verfehlungen gemäß § 6e EU VOB/A; keine Eintragungen im Gewerbezentralregister (Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldbuße > 90 Tagessätze oder > 2.500 €).
g) Steuer- und Sozialabgaben: Ordnungsgemäße Erfüllung der Verpflichtungen zu Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen.
h) Berufsgenossenschaft: Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft.
Auf Verlangen in der engeren Auswahl vorzulegende Nachweise
Technische Mindestanforderungen
Erfüllung der einschlägigen Normen und Standards, u.a.:
Brandschutzelemente: nur mit allgemeinem bauaufsichtlichen Prüfzeugnis.
Obentürschließer: nur in Konformität mit DIN EN 1154, EN 1155, EN 1158.
Feststellanlagen: RL ist zu beachten.
Hinweis zur Nachforderung von Unterlagen
Die Nachforderung von Unterlagen gemäß § 16a EU Abs. 3 VOB/A ist ausgeschlossen. Ebenso ausgeschlossen ist die Nachforderung von Preisangaben gemäß § 16a EU Abs. 3 VOB/A.
Bieter müssen daher alle geforderten Unterlagen und Preisangaben vollständig mit dem Angebot einreichen.
Vergleichbare Leistungen aus den letzten 3 abgeschlossenen Kalenderjahren (Tür- und Zargenbau, Innenausbau mit Stahlzargen/HPL-Türblättern, idealerweise mit T-30-Brandschutzanforderungen)
Je Referenz anzugeben: Baumaßnahme, Ort, Bauherr/Auftraggeber mit Anschrift, Kurzbeschreibung der Leistung, Auftragswert der gesamten Leistung und eigener Leistungswert, Ausführungszeitraum, Rolle (Hauptauftragnehmer/ARGE-Partner/Nachunternehmer), durchschnittlich eingesetzte Arbeitskräfte und besondere technische/gerätespezifische/zeitliche Anforderungen. Auf Verlangen in der engeren Auswahl: schriftliche Bestätigung des damaligen Auftraggebers über auftragsgemäße Ausführung.