Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDer Zweckverband Abfallbehandlung Kahlenberg (ZAK) schreibt im Rahmen der Erneuerung seiner Gasverwertungsanlage am Standort Ringsheim die Lieferung, Errichtung und Inbetriebnahme der Haustechnik-Elektroinstallation EU-weit aus.
Die Leistung umfasst die komplette Elektroinstallation in mehreren Anlagenbereichen (BHKW-Maschinenraum mit Lüftungstechnikraum, Biogasreinigung, Biogasspeicher, Schaltwarte, Öllager und Verdichterraum) – inklusive Baustromversorgung, Verteilerbau, Kabel- und Leitungssystemen, LED-Beleuchtung, Sicherheitsbeleuchtung (auch in Ex-Ausführung für explosionsgefährdete Zonen) sowie Potentialausgleich, Brandabschottungen, Inbetriebnahme und Revisionsdokumentation.
Die Ausschreibung ist ein offenes Verfahren nach VOB/A-EU ohne Losaufteilung in der Bekanntmachung. Die Angebotsabgabe erfolgt ausschließlich elektronisch über die Vergabeplattform subreport ELViS. Zuschlagskriterium ist der Preis.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Es wird das wirtschaftlichste Angebot (niedrigster Preis) bezuschlagt. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent.
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenÜbergeordnete Leistung (gilt für die gesamte Maßnahme)
Lieferung, Errichtung und Inbetriebnahme der Haustechnik-Elektroinstallation im Rahmen der Erneuerung der Gasverwertungsanlage am Standort Bergwerkstraße 1, 77975 Ringsheim (ZAK-Betriebsgelände). Die Leistung umfasst normnotwendige Prüfungen samt Dokumentation, den Betrieb der Anlage mit wiederkehrenden Prüfungen, Rückbau und Rücknahme. Es gelten die einschlägigen VDE-Vorschriften (u.a. VDE 0100), die Technischen Anschlussbedingungen (TAB) des örtlichen EVU, die Unfallverhütungsvorschriften sowie Regelwerke zu Explosionsschutz (Ex-Zonen 1, 2, 21, 22). Gleichwertige Regelwerke zu DIN/VDE sind zugelassen.
Vom Auftragnehmer sind außerdem zu erbringen: Einrichtung und späterer Rückbau der Baustelleneinrichtung, Werks- und Montageplanung, Revisionsunterlagen, Demontage und Entsorgung bestehender Anlagen, Brandabschottungen mit 'Bescheinigung über die Ausführung' nach Norm der Fachbauleitung, naturschutzfachliche Begleitung sowie die Einweisung des Betriebspersonals.
Baustrom, Planung und Dokumentation (für alle Bereiche)
Baustromversorgung und Baubeleuchtung für die Ausbaugewerke sind vorzuhalten; Mietzeit des Baustromverteilers für Biogasreinigung und Biogasspeicher ca. 11 Wochen (max. Verlängerung um 4 Monate).
Werks- und Montageplanung: mindestens 20 Arbeitstage vor Montagebeginn zur Freigabe einzureichen – bestehend aus Grundriss-Installationsplänen, Schema Verkabelung Sicherheitsbeleuchtung/Potentialausgleich und Verteiler-Schaltplan Haustechnik. AutoCAD-kompatibles Format (dwg), 2-fach Papier + dwg-Datei.
Revisionsunterlagen: 2-fach in Ordnern plus Datenträger (farbige Pläne + dwg/dxf/pdf/Excel/Word); Schaltpläne in E-Plan Electric P8; umfasst Installationspläne, Beleuchtungsberechnungen, Prüfprotokolle, Herstellerbescheinigungen (BGV A3), EG-Konformitätserklärung und Brandschutz-Zulassungsbescheide.
Baustelleneinrichtungsplan (BE-Plan): mindestens 2 Wochen vor Beginn dem AG zur Prüfung und Freigabe vorzulegen (Lager- und Stellplätze, Mobilkräne). Prüfprotokolle sind während des Betriebs alle 4 Wochen vorzulegen.
Innen- und Außenbeleuchtung, Sicherheitsbeleuchtung
Neue LED-Beleuchtung sowie Sicherheitsbeleuchtung – in den explosionsgefährdeten Bereichen in Ex-Ausführung. Rettungszeichenleuchten und Sicherheitsnotlichtbausteine (in Treppenhausleuchten herstellerseitig integriert) sind vorzusehen.
Sicherheitsbeleuchtungszentralen / System EATON CEAG (oder vergleichbar) werden verbaut. RWA-Handmelder, Bewegungsmelder und Sicherheitsbeleuchtung im Treppenhaus sind zu installieren. Wandleuchten außen über Türen ergänzen die Außenbeleuchtung.
Kabel-, Leitungs- und Verlegesysteme sowie Verteilerbau
Kabel- und Leitungsverlegung u.a. NYY, NYCWY, H07V-K, YSLY-JZ, LIYCY, CAT7, A-2Y(L)2Y und FM-Leitungen. Verlegesysteme umfassen Kabelrinnen (auch E30-Ausführung), Weitspannkabelrinnen mit Trennsteg, Leuchtenträgerschienen (100/60), Alu-Rohre, Bügelschellen, Abzweigkästen, Installationsschienen, Kernbohrungen sowie Steigleiter (300/60) vom Kabelschacht.
Verteilungen umfassen Schaltschränke, Lasttrenner, LS- und FI/FI-LS-Schalter, Schütze, Relais, Stromwandler sowie Energiemesstechnik Siemens PAC 3200. Haustechnikverteiler je Anlagenbereich, in Ex-Bereichen als Standschrank IP55 600x600x2000mm. Überspannungsschutz Typ 2+3 sowie Installationsgeräte (Schalter, Steckdosen, CEE-Verteiler).
Potentialausgleich, Brandabschottungen und Rückbau
Potentialausgleich für alle Anlagenbereiche; Installation von Steckdosenkombinationen (CEE 1x 16 A, 2x Schuko). Brandabschottungen sind nach DIN 4102 mit amtlichen Prüfzeugnissen bzw. DIBt-Zulassungen auszuführen und mit einer 'Bescheinigung über die Ausführung' durch die Fachbauleitung zu belegen.
Demontage und Entsorgung des bestehenden Hauptverteilers, von Altkabelrinnen, Leuchten und sonstigen Altinstallationen; Nachweis der Gleichwertigkeit bei abweichenden Produkten/Herstellern.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZwingende Eignungsnachweise (Ausschlussgründe und persönliche Lage)
Eigenerklärung auf Formblatt 124 bzw. vergleichbar, dass:
Falls Ausschlussgründe nach § 6e EU Abs. 1–4 VOB/A vorliegen, müssen Maßnahmen zur Selbstreinigung ergriffen worden sein. Werden nachgeforderte Unterlagen nicht innerhalb der gesetzten Frist vorgelegt, erfolgt ein Ausschluss des Angebots.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Eigenerklärung zur Betriebshaftpflichtversicherung für Sach- und Personenschäden mit einer Deckungssumme von mindestens 2,0 Mio. EUR (muss für den Bieter oder ein Mitglied der Bietergemeinschaft bestehen).
Eigenerklärung zum Gesamtumsatz der Jahre 2023, 2024 und 2025 (2025 ggf. geschätzt). Auf Verlangen sind eine Bestätigung eines vereidigten Wirtschaftsprüfers/Steuerberaters oder testierte Jahresabschlüsse bzw. Gewinn- und Verlustrechnungen vorzulegen.
Eintragung im Handelsregister nachweisen oder Erklärung abgeben, dass keine Pflicht zur Eintragung besteht.
Fachliche und technische Eignung (Referenzen und Personal)
Vorlage von zwei Referenzen über Lieferung, Errichtung und Inbetriebnahme von Haustechnik-Elektroinstallationen. Jede Referenz muss einen Mindestauftragswert von 200.000 EUR netto aufweisen, und die Inbetriebnahme der Referenzanlage muss im Zeitraum 2022–2025 erfolgt sein. Zulässig sind Referenzen als Hauptauftragnehmer, ARGE-Partner oder Nachunternehmer. Je Referenz sind Projektbezeichnung, Auftraggeber (mit Adresse), Ausführungszeitraum, Auftragssumme (netto), vertragliche Bindung und ein Ansprechpartner (mit Telefonnummer) anzugeben. Auf Verlangen ist eine Bestätigung des Auftraggebers über die vertragsgemäße Ausführung vorzulegen.
Darüber hinaus ist zu erklären, dass die für die Leistung erforderlichen Arbeitskräfte zur Verfügung stehen; auf Verlangen ist die Anzahl der jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre anzugeben. Eine Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft ist auf Verlangen durch eine qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung mit Lohnsummennachweis zu belegen.
Aus der Leistungsbeschreibung ergeben sich zudem implizite Anforderungen: Fachkenntnisse im Explosionsschutz (Ex-Zonen 1, 2, 21, 22), Erfahrung mit Sicherheitsbeleuchtungssystemen (EATON CEAG oder vergleichbar) sowie die Befähigung zur Ausführung und zum Nachweis von Brandschutzmaßnahmen nach DIN 4102.
Hinweise zum Verfahren
Bei Einsatz von Unterauftragnehmern oder Eignungsleihe ist das Verzeichnis der Leistungen/Kapazitäten anderer Unternehmen (Formblatt 235) mit dem Angebot abzugeben. Bei finanzieller Eignungsleihe ist eine gemeinsame Haftungserklärung erforderlich; auf Verlangen ist die Verpflichtungserklärung anderer Unternehmen (Formblatt 236) vorzulegen. Bei Bietergemeinschaften ist die Erklärung gemäß Formblatt 234 (Textform aller Mitglieder, Gesamtschuldner, bevollmächtigter Vertreter) abzugeben.
Werkstätten für Behinderte erhalten auf die Wertungssumme einen Bonus von 15 %; bei gleicher Wirtschaftlichkeit wird Werkstätten der Vorzug gegeben. Der Nachweis der Werkstatt-Eigenschaft ist mit dem Angebot zu führen.
Nebenangebote und mehrere Hauptangebote sind nicht zugelassen, ebenso kein elektronischer Katalog. Die Vergabestelle behält sich vor, fehlende oder unvollständige Unterlagen innerhalb einer angemessenen Frist nachzufordern.
Lieferung, Errichtung und Inbetriebnahme von Haustechnik-Elektroinstallationen
Vergleichbare Haustechnik-Elektroinstallation; je Referenz Angaben zu Projektbezeichnung, Auftraggeber (mit Adresse), Ausführungszeitraum, Auftragssumme (netto), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE-Partner/Nachunternehmer), Ansprechpartner mit Telefonnummer; auf Verlangen Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung