Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung des Regierungspräsidiums Karlsruhe (Baureferat Nord, Heidelberg) für Verkehrssicherungsarbeiten anlässlich der Fahrbahnsanierung der B 38a in Mannheim (Abschnitt Mannheim-Neckarau bis Anschluss A656, ca. 2,45 km).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssumme wird ermittelt aus der nachgerechneten Angebotssumme, insbesondere unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, ggf. monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eines eventuellen Nachlasses ohne Bedingungen.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGesamtumfang und Geltungsbereich
Gegenstand ist die Verkehrssicherung für die Sanierung der B 38a zwischen Mannheim-Neckarau und der Anschlussstelle A656 auf einer Länge von ca. 2,45 km. Die Verkehrssicherung ist als Fachlos ausgeschrieben, läuft parallel zum Fachlos Straßenbau und ist mit diesem, dem AG und der örtlichen Bauüberwachung abzustimmen. Die Vergabe erfolgt als Einzelvergabe ohne Losteilung; Nebenangebote sind nicht zugelassen.
Bauabschnitte und zeitliche Vorgaben
Die Maßnahme ist in vier Bauabschnitte (BA 1 bis BA 4) gegliedert. Pro Abschnitt ist die Verkehrssicherung aufzubauen, über die Bauzeit vorzuhalten und am Ende wieder abzubauen. Die Auf- und Abbauten finden ausschließlich in Nachtschichten zwischen 22:00 und 07:00 Uhr statt. Vorhaltedauern: BA 1 = 32 Tage, BA 2 = 17 Tage, BA 3 = 18 Tage, BA 4 = 18 Tage.
Beschilderung, Umleitung und RSA
Aufbau, Vorhaltung, Änderung und Abbau der Verkehrszeichen, Verkehrstafeln, Absperrgeräte und Warneinrichtungen an Arbeitsstellen und Umleitungsstrecken gemäß RSA 2021 und StVO. Inklusive Einholung der verkehrsrechtlichen Anordnung (BAB mind. 4 Wochen, Bundes-/Landesstraßen mind. 1 Woche vor Umsetzung), Erstellung der Verkehrszeichen- und Umleitungspläne sowie Einrichtung der Baustellenein- und -ausfahrten. Widersprechende Bestandsbeschilderung und -markierungen sind abzudecken bzw. außer Kraft zu setzen.
Transportable Schutzeinrichtungen
Lieferung, Aufbau, Vorhaltung, Wartung, Instandsetzung und Abbau transportabler Schutzeinrichtungen (ca. 5.500 m) mit Anfangs- und Endkonstruktionen (ca. 18 Stück) und Adaptern (ca. 31 Stück). Anforderungen: Aufhaltestufe T3, Wirkungsbereich max. W2, Aufstellung nach DIN EN 1317; nur zugelassene Systeme gemäß TL-Transportable Schutzeinrichtungen 97 und ZTV-SA 97 verwenden.
Vorübergehende Markierung
Lieferung und Aufbringung vorübergehender Markierungen Typ II (Folie): Längsmarkierungen (ca. 8.500 m Breite 0,12 m sowie ca. 900 m Breite 0,25 m), Haltlinien (ca. 10 m) sowie Pfeilmarkierungen (ca. 8 Stück links/rechts ab, 4 Stück gerade + links/rechts, 8 Stück geradeaus, 2 Stück Vorankündigung). Nachtsichtbarkeitsklasse R4; keine gebrauchten Materialien bei Folienmarkierung.
Kontrolle, Wartung und Dokumentation
Verkehrssicherung zweimal täglich kontrollieren (an Arbeitstagen 2×, an arbeitsfreien Tagen mindestens 1×), zusätzliche Kontrolle der Umleitungsstrecke zweimal täglich. Dokumentation mit elektronischem, manipulationssicherem Erfassungsgerät; wöchentliche Kontrollnachweise an die örtliche Bauüberwachung. Wartung und Instandsetzung der gesamten Einrichtung im Bedarfsfall.
Baustellenorganisation und Schnittstellen
Eigenverantwortliche Sicherung von Kabeln und Leitungen, Bereitstellung aller Ver- und Entsorgungsanschlüsse sowie Beschaffung/Herrichtung von Lager- und Arbeitsflächen durch den AN (keine Stellung durch AG). Beweissicherung des Ist-Zustands vor Baubeginn, tägliche Bautagesberichte, gemeinsame Aufmaße mit dem AG nach jeder Teilleistung, Wiederherstellung beanspruchter Flächen nach Bauende, Sicherstellung des Anliegerzugangs, Koordination mit dem Fachlos Straßenbau.
Zusätzliche / gesondert vergütete Leistungen
Verkehrsrechtliche Anordnung inkl. zugehöriger Unterlagen, Kontrolle mit elektronischem Erfassungsgerät, vorübergehende Markierung, transportable Lichtsignalanlage, mobile Stauwarnanlage und LED-Anzeigetafel können über Zulagepositionen gesondert vergütet werden. Zulagen für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit sind in den Sonderpositionen je Bauphase einzukalkulieren; Parallelbetrieb wird nicht gesondert vergütet.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeine Anforderungen (Eigenerklärung zur Eignung)
Mit dem Angebot ist die Eigenerklärung zur Eignung (HVA B-StB 107 bzw. Einheitliche Europäische Eigenerklärung) abzugeben. Verlangt werden u. a.: keine Ausschlussgründe nach § 6e EU VOB/A, keine einschlägigen Verurteilungen (Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze, Geldbuße > 2.500 €), ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer- und Sozialabgabenpflichten, kein anhängiges oder eröffnetes Insolvenzverfahren, Eintragung im Handelsregister, Handwerksrolle oder IHK (oder Nicht-Eintragungspflicht), Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft sowie Verfügbarkeit der erforderlichen Arbeitskräfte. Ab Auftragssumme ≥ 30.000 € netto erfolgt eine Abfrage im Wettbewerbsregister (§ 6 WRegG).
Finanzielle und wirtschaftliche Eignung
Auf Verlangen der Vergabestelle sind vorzulegen: Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse, Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts sowie Bestätigung eines Wirtschaftsprüfers/Steuerberaters oder testierte Jahresabschlüsse. Bei Anforderung kann auch ein Mindestjahresumsatz gefordert werden (Wert im Formular nicht vorgegeben).
Fachliche Eignung / Referenzen
Nachweis von mindestens 3 vergleichbaren Referenzen über Verkehrssicherungsleistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren. Pro Referenz sind Bezeichnung, Auftragswert (eigener Anteil), Ausführungszeitraum und Auftraggeber anzugeben. Ältere Referenzen können auf Ankreuz durch den AG akzeptiert werden. Zusätzlich auf Verlangen: Erklärung zur durchschnittlichen Arbeitskräftezahl der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen mit Leitungspersonal.
Technische Eignung
Für die transportablen Schutzeinrichtungen ist auf Verlangen der Nachweis der technischen Eignung (BASt-Liste Fahrzeugrückhaltesysteme) sowie Produktdatenblätter der benannten Fabrikate vorzulegen. Benennung eines Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinators gemäß Baustellenverordnung und RAB 30 mit entsprechender Qualifikation ist erforderlich.
Eignungsleihe und Unteraufträge
Beabsichtigte Unterauftragsvergaben sind im Vordruck HVA B-StB 103 (Unterauftrag-/Nachunternehmerleistungen) offenzulegen. Bei Eignungsleihe technischer, beruflicher, wirtschaftlicher oder finanzieller Leistungsfähigkeit ist die Verpflichtungserklärung (HVA B-StB 105) des betreffenden Unternehmens beizubringen. Präqualifikation (PQ-Nummer) ist möglich; KMU-Erklärung (< 250 Beschäftigte, ≤ 50 Mio. € Umsatz / ≤ 43 Mio. € Bilanzsumme) kann eingereicht werden.
Verfahrenshinweise
Einzelvergabe, keine losweise Vergabe, keine Mehrfachangebote, Nebenangebote sind nicht zugelassen. Nachforderung fehlender Unterlagen durch den AG ist vorgesehen. Angebotsabgabe ausschließlich elektronisch über die Vergabeplattform Vergabe.landbw.de in Textform mit fortgeschrittener oder qualifizierter Signatur/Siegel.
Mindestens 3 vergleichbare Referenzen über Bauleistungen im Bereich Verkehrssicherung
Bezeichnung der Leistung, Auftragswert (eigener Anteil), Ausführungszeitraum, Auftraggeber; auf Verlangen Referenzbescheinigungen über ordnungsgemäße Ausführung