Feuerwehrgerätehaus Guntersblum - Geothermie
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Verbandsgemeinde Rhein-Selz schreibt im offenen Verfahren die Geothermie-Arbeiten für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Guntersblum aus. Geboten werden zwei Erdwärmesonden-Bohrungen (je 90 m), rund 2.400 m Erdkollektor-Soleleitung, ein Verteilerschacht, Erdarbeiten, Rohrleitungsbau und die Befüllung mit Wasser-Ethylenglykol-Gemisch. Angebote werden ausschließlich elektronisch über das Vergabeportal eingereicht; Zuschlagskriterium ist allein der Preis.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt (nachgerechnete Angebotssumme unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten). Laut Ziffer 10.1 ist allein der Preis für die Angebotswertung entscheidend.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGemeinsame Leistungen für das Gesamtlos Geothermie
Das Auftragslos umfasst die schlüsselfertige Errichtung der Erdwärmeversorgung am neuen Feuerwehrgerätehaus Guntersblum. Ausführungsbeginn ist der 06.03.2027, die abnahmereife Vollendung am 26.03.2027 (Gesamtausführungszeit 20 Kalendertage). Erfüllungsort ist Guntersblum (NUTS-3 Mainz-Bingen, DEB3J). Die Baustelleneinrichtung umfasst die Bereitstellung von Radlader, Bagger, Rüttler, Schweißgeräten, Pumpen, das Aufstellen eines Einrichtungsplans sowie das Einmessen und Auspflocken der Bohransatzpunkte. Zum Leistungsumfang gehören außerdem eine vollständige Dokumentation gemäß wasserrechtlichen Auflagen (digital) sowie die Entsorgung von Bohrklein und Schmutzwasser mit entsprechenden Nachweisen. Für nicht vorhersehbare Zusatzleistungen sind Stundenlohnarbeiten für Obermonteur, A-/B-Monteur und Montagehelfer einzurechnen. Die Baugrube für die Erdwärmekollektoren wird durch den Auftraggeber hergestellt; alle weiteren Erd- und Rohrleitungsarbeiten liegen beim Auftragnehmer. Bohrungen sind nach VDI 4640, DIN 18301, DIN 18302 und DIN 18305 auszuführen. Bei Zuschlag ist die Urkalkulation an den Auftraggeber zu übergeben.
Erdwärmesonden – Bohr- und Ausbauarbeiten
Herstellung von zwei senkrechten Erdsondenbohrungen à 90 m Tiefe (Gesamtbohrmeter ca. 180 m, DN 150) mit Bohrversicherung. Auf- und Abbau der Bohranlage zweimal. Lieferung und Einbau von zwei Einfach-U-Sonden 45 × 4,1 mm, je 90 m lang (PE 100-RC). Durchführung der Druck- und Durchflussprüfung je Sonde. Verfüllung und Abdichtung der Bohrungen mit insgesamt 6 m³ magnetisch dotiertem Hinterfüllmaterial unter Überwachung und Kontrollmessung, inklusive Sondenschutzvorrichtung. Aufstellung, An- und Abtransport von Absetzmulden sowie Entsorgung von 12 t Bohrklein und 12 t Schmutzwasser.
Erdwärmesonden – Erdarbeiten und Rohrleitungsbau
Herstellung von zwei Kopflöchern und eines Leitungsgrabens (ca. 20 m³, Tiefe 0,8–1,25 m) einschließlich 3 m³ verdichtungsfähigem Material. Lieferung und Verlegung von PE-Rohren 40/3,7 (ca. 20 m) und 63/5,8 (ca. 20 m), Verbindung über T-Klemmverbinder. Herstellung von zwei Einsparten-Hauseinführungen und Einbau von zwei Kugelhähnen DN50. Befüllung des Sondenkreises mit 500 l Wasser-Ethylenglykol-Gemisch (25 % Glykol), Durchführung der Dichtheitsprüfung des Solekreises und hydraulischer Abgleich.
Erdwärmekollektoren – Erdarbeiten und Rohrleitungsbau
Verlegung von 2.400 m Erdkollektor-Soleleitung 32 × 3 inklusive 380 t Kabelsand als Sandkoffer. Lieferung und Einbau eines PE-Verteilerschachts DN 1600 für 24 Kollektorkreisläufe mit Druckprüfung der Verteileranlage. Herstellung der Baugrube für den Verteilerschacht sowie eines Leitungsgrabens (ca. 45 m³) und 4 m³ verdichtungsfähiges Material. Verlegung von 90 m PE-Rohr 63/5,8, zwei Einsparten-Hauseinführungen und zwei Kugelhähnen DN50. Befüllung des Kollektorkreises mit 1.600 l Wasser-Ethylenglykol-Gemisch (25 % Glykol), Dichtheitsprüfung des Solekreises und hydraulischer Abgleich.
Sicherheits- und Dokumentationsleistungen
Vor Bohrbeginn ist eine verschuldensunabhängige Bohrversicherung über 1 Mio. € mit mindestens 4 Jahren Nachhaftung nachzuweisen. Die ausführende Bohrfirma muss die Anzeigen nach § 8 GeolDG und § 127 BBergG stellen. Alle eingesetzten Maschinen müssen CE-gekennzeichnet sein; elektronische Geräte sind gemäß DGUV zu prüfen. Auf Verlangen sind Entsorgungsnachweise, Bohrprotokolle und Druckprüfprotokolle vorzulegen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenVerfahrensrahmen und Zuschlag
Offenes Verfahren nach VOB/A Abschnitt 2 mit europaweiter Bekanntmachung. Angebote werden ausschließlich elektronisch über das Vergabeportal eingereicht; eine separate Losaufteilung ist nicht vorgesehen. Zuschlagskriterium ist allein der Preis – das wirtschaftlichste Angebot erhält den Zuschlag. Die Angebotsfrist endet am 09.11.2026 um 11:00 Uhr; die Bindefrist läuft 32 Tage bis zum 11.12.2026. Nebenangebote und Mehrfachangebote sind nicht zugelassen. Eine Nachforderung von Unterlagen ist nicht ausgeschlossen.
Fachliche Eignung – Fachfirma-Status und Personal
Vom Bieter ist die Zertifizierung als Fachfirma nach DVGW W 120-2 (Qualifikationsanforderungen für die Bereiche Bohrtechnik und oberflächennahe Geothermie) sowie DVGW GW 301 (Bohr- und Brunnenbauarbeiten) nachzuweisen. Zusätzlich ist die Fachfirma-Eigenschaft nach § 62 AwSV i. V. m. WHG zu belegen. Für die Bohrungen ist ein qualifizierter Bohrmeister nach DVGW W 120 zu benennen. Die fachliche Ausführung erfolgt nach DIN 18301, DIN 18302 und DIN 18305 sowie nach VDI 4640.
Haftpflicht und Maschinenausstattung
Vor Bohrfreigabe ist eine verschuldensunabhängige Bohrversicherung mit einer Deckungssumme von mindestens 1 Mio. € und einer Nachhaftung von mindestens 4 Jahren nachzuweisen. Alle eingesetzten Maschinen müssen eine gültige CE-Kennzeichnung besitzen; elektronische Geräte sind nach DGUV zu prüfen. Die Anzeigen nach § 8 GeolDG und § 127 BBergG sind durch die ausführende Bohrfirma vorzunehmen.
Referenzen und Vergleichbarkeit
Vom Bieter sind vergleichbare Referenzen im Bereich Geothermie/Erdwärme nachzuweisen. Konkrete Mindestanforderungen (Anzahl, Zeitraum, Auftragswert) sind im vorliegenden Vergabeunterlagen-Ausschnitt nicht quantifiziert. Die Referenznachweise sind auf Verlangen der Vergabestelle zusammen mit den im Formblatt 124 (Eigenerklärung zur Eignung) genannten Angaben vorzulegen.
Rechtliche Eignungsanforderungen – Ausschlussgründe
Es gelten die zwingenden Ausschlussgründe gemäß § 123 Abs. 1–10 GWB, die fakultativen Ausschlussgründe gemäß § 124 GWB sowie die Anforderungen aus §§ 57, 42 Abs. 1 VgV und § 16 VOB/A. Zusätzlich ist die EU-Eigenerklärung zu den Russland-Sanktionen gemäß Verordnung (EU) 2022/576 abzugeben: Bestehende vertragliche Bindungen mit Bezug zu Russland müssen ausgeschlossen werden. Ein Ausschluss erfolgt zudem, wenn mehr als 10 % des Auftragswerts auf Nachunternehmer, Lieferanten oder Eignungsverleiher mit Russland-Bezug entfallen (sofern keine Ausnahme nach Art. 5k Abs. 2 EU-VO 2022/576 greift).
Tariftreue und Mindestentgelt (LTTG)
Mit dem Angebot ist die LTTG-Mustererklärung 3 (Stand 12/2024) abzugeben, mit der sich der Bieter – und auf Verlangen auch seine Nachunternehmer und Verleiher – zur Zahlung des gesetzlichen Mindestlohns und zur Tariftreue nach dem rheinland-pfälzischen Landestariftreuegesetz verpflichtet.
Formale Anforderungen an das Angebot
Das Angebot ist in deutscher Sprache unter Verwendung der vorgegebenen Vordrucke der Vergabestelle abzufassen; Eintragungen müssen dokumentenecht sein. Preise sind in Euro mit maximal drei Nachkommastellen ohne Umsatzsteuer anzugeben. Preisnachlässe sind nur als unbedingter Vomhundertsatz auf die Abrechnungssumme wertbar. Bietergemeinschaften müssen eine ARGE-Erklärung in Textform (auf Verlangen fortgeschritten oder qualifiziert signiert) abgeben; alle Mitglieder haften gesamtschuldnerisch. Bei Eignungsleihe über Dritte ist eine gemeinsame Haftungserklärung erforderlich (Formblatt 236).
Vergleichbare Referenzen im Bereich Geothermie/Erdwärme (Erdwärmesonden, Erdkollektoren, Bohr- und Rohrleitungsarbeiten)
Auf Verlangen der Vergabestelle mit den im Formblatt 124 (Eigenerklärung zur Eignung) genannten Angaben vorzulegen.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
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