Innenliegender Sonnenschutz
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenLieferung, Montage und Inbetriebnahme innenliegender Sonnenschutz- und Blendschutzanlagen am Fraunhofer ITWM in Kaiserslautern einschließlich manueller Innenrollos, motorischer Rollscreens und Gegenzugsysteme, Verkleidungen, Befestigungen, Planung, Prüfungen und Dokumentation. Optional ist ein vierjähriges Instandhaltungsangebot für sieben motorische Gruppenanlagen mit 130 Behängen einzureichen.
Das Angebot ist elektronisch über die Vergabeplattform bis zum 26.11.2026 um 11:00 Uhr einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Wertungssumme des Angebots einschließlich Nachlässen, gegebenenfalls Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel sowie Instandhaltungsangeboten; Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent.
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt; dabei werden insbesondere Nachlässse, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangebote berücksichtigt. Bei einer Vertragslaufzeit bis zu 5 Jahren erfolgt die statische Berechnung als Instandhaltungskosten pro Jahr mal Laufzeit, bei mehr als 5 Jahren-multipliziert mit dem Barwertfaktor gemäß ImmoWertV; Preisgleitklauseln bleiben unberücksichtigt. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenManueller Blendschutz
Im Atrium werden 91 Innenrollos mit Behangmaßen von etwa 195 × 250 cm und 195 × 212 cm geliefert und montiert. An der Nord- und Südfassade kommen 116 manuell bedienbare Innenrollos mit Behangmaßen von etwa 97,5 × 197 cm und 97,5 × 215 cm hinzu.
Die manuelle Bedienung erfolgt über Edelstahl-Kugelketten. Die Atriumrollos erhalten Fallschienen und metallisiertes Gewebe mit etwa 125 g/m², Baustoffklasse B1, 3 bis 6 Prozent Lichtdurchlässigkeit und 65 Prozent Sonnenreflexion. Die Nord-/Südfassadenrollos werden als Kassettenrollos mit Fall- beziehungsweise Beschwerungsprofil ausgeführt.
Motorische Sonnenschutzanlagen
Sieben Gruppenanlagen mit insgesamt 130 motorbetriebenen Behängen werden geliefert, montiert und in Betrieb genommen:
Die Anlagen werden als Rollscreene oder Gegenzugsysteme mit automatischer Endabschaltung und Zwischenstoppfunktion ausgeführt. Jedes Gruppensteuergerät erhält eine Einzelschaltung. Die Motore sind für 230 V/50 Hz, 75 W und 0,35 A vorgesehen; die Vorbereitung für die Bedienung über ein baustellenseitiges BUS-System ist Bestandteil der Leistung.
Gewebe, Verkleidungen und Befestigungen
Je nach Standort werden silikonbeschichtete A2-Glasfasergewebе sowie schwer entflammbare B1-Polyestergewebe mit PVC-Beschichtung eingesetzt. Entsprechend den Planvorgaben sind die Systeme silikonbeschichtet, PVC- und halogenfrei sowie geruchsneutral.
Ergänzend werden 520 m Verkleidungen und Befestigungen geliefert und montiert, darunter mineralisch gedämmte Aluminiumverkleidungen an Atriumfenstern, innere Aluminiumverkleidungen an Nord- und Südfassade sowie Befestigungen und Blenden an den Fassaden und Verbindungsbrücken. Die 114 m Innenverkleidung an der Nord-/Südfassade sind nur nach Aufforderung auszuführen. Sichtbare Aluminiumteile werden pulverbeschichtet; die Farbe folgt der Wahl des Auftraggebers.
Planung, Einmessung und Montage
Die Werk- und Montageplanung wird auf Grundlage der Ausführungsplanung des Architekten erstellt. Werk- und Montagezeichnungen sind mit Darstellung sämtlicher Anschlusspunkte und Höhenlagen anzufertigen, mit dem Architekten abzustimmen und vor Fertigung sowie Ausführung zur Freigabe vorzulegen.
Vor Fertigung führt die Auftragnehmerin Maßkontrollen beziehungsweise eigene Einmess- und Vermessungsarbeiten aus. Abweichende Ist-Maße werden in die Werkstattzeichnungen übernommen und die Konstruktionen werden erforderlichenfalls angepasst. Das Produkt ist vor dem Einbau mit dem Planungsbüro beziehungsweise der Bauleitung abzustimmen.
Prüfungen, Baustellenleistungen und Inbetriebnahme
Die Auftragnehmerin führt die vertraglich vorgesehenen Eignungs-, Güte- und Kontrollprüfungen durch und stellt die erforderlichen Nachweise bereit. Verwendete Bauprodukte müssen ihre Eignung nach DIN 18299 durch einen gültigen Verwendungs- beziehungsweise Übereinstimmungsnachweis belegen. Prüf- und Abnahmetermine sind so rechtzeitig abzustimmen, dass der Bauablauf nicht unterbrochen wird.
Die Inbetriebnahme der Sonnenschutz- und Blendschutzanlagen erfolgt gemeinsam mit dem Elektro-Gewerk. Die technische und zeitliche Koordination der elektrischen Übergabestellen sowie der gemeinsamen Inbetriebnahme ist in die Preise einzuarbeiten. Auf Verlangen sind Muster oder Proben in zweifacher Ausfertigung bereitzustellen.
Regiearbeiten und Abfall
Das Angebot umfasst 10 Stunden Regiearbeiten von Fachkräften und 10 Stunden von Helfern. Sie dürfen ausschließlich nach schriftlicher Anordnung und Genehmigung der Bauleitung ausgeführt und täglich rapportiert werden; der Regiezettel ist innerhalb von fünf Tagen nach Ausführung vorzulegen.
Baustelleneinrichtung, Schutzmaßnahmen, Gerüste und Steighilfen, Reinigung, Schmutzwasser- und Abfallentsorgung, Prüfungen, Abnahmen und Bemusterungskosten sind in den Einheitspreisen zu berücksichtigen. Bau- und Abbruchabfälle sind getrennt zu erfassen und einer geeigneten Verwertungs- oder Beseitigungsanlage zuzuordnen.
Dokumentation
Die positionsbezogene Dokumentation ist 18 Werktage vor Fertigstellungsmeldung zur Prüfung und vor der Abnahme vorzulegen. Sie umfasst unter anderem Bescheinigungen und Abnahmeprotokolle, Material- und Qualitätsnachweise, Fabriksangaben, technische Merkblätter, Farbangaben, Prüfzeugnisse, Bedienungs- und Wartungsanweisungen, Pflege- und Wartungsvorgaben sowie Bestands- und Revisionspläne.
Die Dokumentation wird in genormten Ordnern und zusätzlich als PDF auf Datenträger geliefert. Alphanumerische Daten sind in einem gängigen Format bereitzustellen. Planunterlagen sind als zwei Papiersätze sowie als CAD-Datei in DWG und PDF auf USB-Stick zu übergeben.
Instandhaltung, sofern zutreffend
Für sieben motorische Gruppenanlagen mit 130 Behängen ist ein Instandhaltungsangebot über vier Jahre abzugeben. Jährlich ist je Anlage eine Wartung und Prüfung einschließlich elektrischem Antrieb, Funktionstüchtigkeit, DIBt-Zulassung und Herstellerangaben vorzunehmen.
Der Angebotsteil umfasst außerdem die kostenlose Bereitstellung und Führung der Prüfunterlagen, das Anbringen der Prüfplaketten, die Gewährleistungsverlängerung auf 48 Monate sowie Stör- und Reparatureinsätze zu reduzierten Stundensätzen. Servicetechniker sind innerhalb von 24 Stunden nach Meldungseingang montags bis samstags zwischen 07:00 und 21:00 Uhr ohne Zuschläge einzusetzen. Arbeiten sind in einem Arbeitsbericht zu dokumentieren.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenUnternehmenseignung
Der Bieter muss Eignung und das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen nachweisen. Präqualifizierte Unternehmen geben ihre PQ-Nummer an; nicht präqualifizierte Unternehmen reichen die Eigenerklärung zur Eignung beziehungsweise die geforderte Einheitliche Europäische Eigenerklärung ein.
Auf Verlangen können Gewerbe- und Handelsregisterauszüge, Handwerksrollen- oder IHK-Eintragungen, Angaben zur jahresdurchschnittlichen Beschäftigung, Zahlungsnachweise, Bescheinigungen der Berufsgenossenschaft, Freistellungsbescheinigungen und gegebenenfalls ein bestätigter Insolvenzplan vorgelegt werden.
Referenzen
Es sind mindestens drei vergleichbare, in den letzten fünf Jahren ausgeführte Referenzprojekte nachzuweisen. Die Bescheinigungen nach Formblatt 444 Seiten 1 und 2 sind mit dem Angebot einzureichen; Seite 3 und ergänzende Referenznachweise können auf Verlangen verlangt werden. Ein Mindestauftragswert für die Referenzen ist nicht genannt.
Tariftreue und Nachunternehmer
Jeder Bieter und jedes Mitglied einer Bietergemeinschaft hat das Tariftreueversprechen vollständig und unverändert einzureichen. Die Pflichten sind auf Nachunternehmer, Verleiher und deren Nachunternehmer zu übertragen und zu dokumentieren.
Bei Einsatz von Nachunternehmern sind deren Teilleistungen, Unternehmen und gegebenenfalls überlassene Eignungsmerkmale mit Formblatt 233/235 FhG anzugeben. Bei Eignungsleihe ist Formblatt 236 einzureichen. Bei einem Nachunternehmeranteil bis einschließlich 10.000 Euro netto ist grundsätzlich kein gesonderter Eignungsnachweis erforderlich, sofern der Anteil im Formblatt ausgewiesen wird.
Produkt- und Ausführungsfähigkeit
Die eingesetzten Bauprodukte müssen ihre Eignung nach DIN 18299 nachweisen. Die Auftragnehmerin muss Werk- und Montageplanung, Aufmaß, Montage, Prüfungen, gemeinsame Inbetriebnahme und die geforderte Dokumentation leisten können. Für die Instandhaltung sind entsprechend qualifizierte Fachkräfte mit dem eigenen Betrieb einzusetzen; eine Übertragung von Teilleistungen an Nachunternehmer bedarf der Zustimmung des Auftraggebers.
Mindestens drei vergleichbare, bereits ausgeführte Referenzprojekte für innenliegenden Sonnenschutz beziehungsweise Blendschutz; Nachweis über Formblatt 444.
Als vergleichbar bezeichnete Leistungen sind über Formblatt 444 nachzuweisen. Seiten 1 und 2 werden mit dem Angebot eingereicht; Seite 3 und ergänzende Referenznachweise können auf Verlangen verlangt werden.
Wettbewerb & Angebotsprognose
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Erfüllungsort
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