Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWas wird gebaut? Dachabdichtung und Spenglerarbeiten für die Flachdächer des neuen Schul- und Feuerwehrgebäudes in Neusäß-Westheim.
Was ist zu tun? Vorbereitung des Untergrunds, Dampfsperre, Wärmedämmung, zweilagige Bitumen-Abdichtung (BROOF/t2), Attika-Verblechung, Dachentwässerung mit Notentwässerung sowie Spenglerarbeiten – für Hauptgebäude und Nebengebäude (Fahrradhaus).
Wichtig zu wissen:
Hinweis: Vergabeunterlagen enthalten Standardformulare des VHB Bayern (Eigenerklärung zur Eignung, Russland-Sanktionen, Kinderarbeit, Holzverwendung, Nachunternehmer, Bietergemeinschaft etc.). Konkrete Anforderungen an Referenzprojekte oder Eignung sind in den vorliegenden Unterlagen nur in Standardform beschrieben.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenPlanung, Koordination und Baustelleneinrichtung
Vom Auftragnehmer sind alle für die Ausführung erforderlichen Planungsunterlagen eigenständig zu erstellen, darunter Gefälle- und Verlegepläne, Windsogberechnungen, eine Dachentwässerungsberechnung inklusive Notspeier-Dimensionierung sowie R-Wert-Nachweise für die Wärmedämmung. Ausführungszeichnungen sind spätestens 14 Kalendertage nach Übergabe der Architektenpläne vorzulegen; die Architektenprüfung nimmt mindestens 2 Kalenderwochen in Anspruch.
Zur Baustelleneinrichtung gehören das Einrichten, Vorhalten (ca. 13 Wochen) und Räumen der Baustelleneinrichtung. Der gesamte Baustellenbetrieb ist auf werktäglich 07:00 bis 20:00 Uhr beschränkt (AVV Baulärm beachten). Es ist ein SiGe-Koordinator gemäß DGUV V1 § 6 zu benennen, ein Arbeitsverantwortlicher durchgehend vor Ort sowie ein Bauleiter/Projektleiter schriftlich im Auftragsschreiben.
Der Auftragnehmer koordiniert eigenverantwortlich mit den Schnittstellengewerken Rohbau, HLS (Entwässerung/Notentwässerung), ELT (Blitzschutz), Schlosser (Außengeländer Attika), Fassade (Außentür-Anschlüsse/Klinkermauerwerk), Außenputz (Wandanschluss Sockel) sowie GaLaBau (Dachbegrünung, Dachaufbauten). Alle Maße sind eigenverantwortlich am Bau zu nehmen; eine Baustellenbesichtigung wird empfohlen.
Bemusterungsmuster: 3 Oberflächenmuster Alu eloxiert E6 C32 Bronze hell für Attikablech sowie 3 Muster Stahl verzinkt mit 2K-EP-Grundierung und 2K-PUR-Acryllack RAL 8028 Terrabraun für Wandanschlussblech (DIN A4 auf Alublech).
Vor Beginn der Leistung sind 2 Wochen Vorlauf für die Gefälle-/Verlegepläne zur Architektenprüfung einzuplanen.
Untergrundvorbereitung
Abbruch der bestehenden Notabdichtung auf rund 1.200 m² (Bitumen), Wasser absaugen (ca. 600 m²), Untergrund trocknen (ca. 320 m²), Beton- bzw. Grat fräsen (ca. 50 m²), Glattstrich mit Gießbitumen (ca. 120 m²) sowie Reinigung der Attika (ca. 250 m²). Anfallende Abfälle: ca. 72 t Bitumenabfall und ca. 6 t Beton sind fachgerecht zu entsorgen (Trennung, Verwertung/Beseitigung gemäß KrWG/NachwV). Voranstrich mit Bitumenemulsion auf rund 1.200 m² Flachdach, ca. 140 m² geneigte Flächen sowie ca. 245 m² Attika.
Dampfsperre
Vollflächig geschweißte Bitumenbahn Al+V60S4 als luftdichte Schicht auf rund 1.200 m² Flachdach plus ca. 190 m² Attika-Hochzug. Zusätzlich Dämmkeile aus Mineralwolle (ca. 200 m) und Eckenausbildungen (ca. 40 Stück).
Wärmedämmung
Hauptgebäude:
Nebengebäude (Fahrradhaus): eigene Dachfläche mit entsprechendem Aufbau gemäß Plan (Dachaufbau analog Hauptgebäude).
Obere Dachabdichtung (Anwendungskategorie K2, BROOF/t2)
Zweilagige Polymerbitumenbahn als obere Dachabdichtung:
Anschluss Türschwellen: Flüssigabdichtung (ca. 30 m), Wärmedämmung (ca. 15 m²), Dämmkeile, obere Abdichtung (ca. 20 m²).
Attika-Konstruktionen
Holzbohle auf Attikakrone (ca. 260 m), Anarbeitung von ca. 175 Geländerhalterungen (mit Dampfsperre, Dämmung, Abdichtung, Flüssigabdichtung) sowie ca. 20–25 Blitzschutzfahnen-Anarbeitungen.
Abschottungen und Fugen
Abschottung in der Dämmschicht (ca. 15 m + 5 m). Brandwand-Fuge (F90) über Brandwand in Wärmedämmschichten, Höhe 200–400 mm, Breite ca. 10 mm, Mineralwolle A1, je 45 m bestehend aus 2-lagigen Bitumen-Schweißbahnen V60S4, Polymerbitumenbahn PYE-KTGKSP2,8 und Polymerbitumen-Schweißbahn PYE-G200S4.
Dachentwässerung
22 Stück 2-teilige Dacheinläufe DN100 mit Klemmflansch; 8 Kernbohrungen Attika/Fassade in Stahlbeton (Ø 100–150 mm) und 8 Kernbohrungen in Klinker (Ø 100–150 mm); 8 Notabläufe DN70 mit Kiesfang für Flachdach; 2 Attika-Schnellabläufe DN70 für Nebengebäude. Inklusive Dampfsperranschlüsse und Wärmedämmungsanpassungen.
Spenglerarbeiten
Attikaverblechung Attikakrone (Alu 2 mm eloxiert matt E6 C32 Bronze hell) in verschiedenen Breiten (700/450/400/350 mm, insgesamt ca. 275 m), 12 Innen-/Außenecken und 90 Schiebnähte. Vertikales Schutzblech (Alu 2 mm beschichtet) ca. 260 m, 11 Innen-/Außenecken und 65 Schiebnähte. Anschlussbleche an aufgehende Wände (Stahl verzinkt mit Beschichtung).
Dichtheitsprüfung, Schutzschicht und Regiearbeiten
Dichtigkeitsprüfung aller Flachdächer über mindestens 48 Stunden mit mindestens 6 cm Wassersäule; Protokoll ist Teil der Dokumentation. Schutzlage Vlies temporär auf ca. 1.500 m². Stundenlohnarbeiten mit Kontingenten: Vorarbeiter/Meister, Facharbeiter und Helfer je 20 Stunden (Verrechnungssätze unaufgeschlüsselt).
Dokumentation und Abnahme
Übergabe der Schlussdokumentation in 3-facher Papierform (DIN-A4-Ordner mit Trennblättern und Inhaltsverzeichnis) sowie 3-fach digital als PDF auf CD/DVD. Inhalt u.a.: Ausführungszeichnungen, GEG-Nachweis, allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen/Prüfzeugnisse, Sicherheits-/Produktdatenblätter, CE-Kennzeichen, Fabrikatsnachweise, Herstellererklärungen und Verarbeitungsrichtlinien, Betriebs-/Wartungs-/Pflegeanleitungen, Übereinstimmungs- und Errichterbescheinigungen, Fachbauleiter- und Fachunternehmererklärung, statische Wirksamkeit der Befestigungen, Windsogsicherheitsnachweis, Dichtigkeitsprüfungsprotokoll, Bautages- und Abnahmeprotokolle, Eigenüberwachung, Lieferscheine/Materialnachweise, NU-Liste mit Kontaktdaten sowie gesundheitliche Unbedenklichkeitsbescheinigungen aller Materialien.
Material- und Nachhaltigkeitsanforderungen
Es gelten die QN-3-Anforderungen des bayerischen Materialanforderungskatalogs (schadstoffarmes Bauen): u.a. GISCODE-konforme Bitumenbeschichtungen (BBP 10/20), VOC-Grenzwerte für Kleb-/Dichtstoffe und Beschichtungen, halogenfreie Dämmstoffe (HBCDD/TCEP <0,1 %), keine cadmium-/bleihaltigen Stabilisatoren, chlorparaffinreduzierte Materialien sowie Pflicht zur Vorlage von Sicherheitsdatenblättern/Leistungserklärungen vor Verwendung.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung und Zuverlässigkeit
Der Bieter muss die fachgerechte Ausführung gemäß DIN-Normen, ATV-Regelungen und Herstellervorschriften sicherstellen. Erwartet werden die eigenverantwortliche Koordination mit den Schnittstellengewerken und eine funktionierende Baustellenlogistik auch bei beengten Verhältnissen. Deutschsprachige Kommunikation ist erforderlich (oder Übersetzer zu stellen).
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Mit dem Angebot ist die PQ-Nummer oder die VHB 124 (Eigenerklärung zur Eignung) bzw. die Einheitliche Europäische Eigenerklärung einzureichen. Auf Verlangen der Vergabestelle sind Umsätze der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre (vergleichbare Leistungen, inkl. ARGE-Anteile) nachzuweisen.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auf Verlangen ist die durchschnittliche Zahl der in den letzten 3 Kalenderjahren beschäftigten Arbeitskräfte nach Lohngruppen – mit extra ausgewiesenem technischen Leitungspersonal – anzugeben. Zudem sind mindestens 3 vergleichbare Referenzleistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren vorzulegen (mit Pflichtangaben lt. VHB 124, Formblatt 444 empfohlen).
Registereintragungen und Erklärungen
Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle oder bei der IHK (mindestens eine der genannten Voraussetzungen muss erfüllt sein). Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft ist erforderlich. Es dürfen keine Insolvenzverfahren anhängig sein und keine Ausschlussgründe gemäß § 6e EU VOB/A vorliegen (keine Eintragungen im Wettbewerbsregister).
Steuerliche und soziale Unbedenklichkeit
Auf Verlangen sind Unbedenklichkeitsbescheinigungen der tariflichen Sozialkasse, des Finanzamtes, eine Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG sowie eine qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft (mit Angabe der Lohnsummen) vorzulegen. Ab Auftragssumme ≥ 30.000 € netto erfolgt eine Wettbewerbsregister-Abfrage.
Sanktions- und Compliance-Erklärungen
VHB 127 (Erklärung Bezug Russland gemäß EU-Verordnung 2022/576) ist Pflichtbestandteil: weder Bieter noch Unterauftragnehmer/Lieferanten/Eignungsverleiher dürfen Russland-Bezug aufweisen; eine Inanspruchnahme solcher Kapazitäten darf 10 % des Auftragswerts nicht überschreiten. VHB 2491 (Erklärung zur Vermeidung ausbeuterischer Kinderarbeit gemäß IAO-Übereinkommen Nr. 182) ist Pflicht – wissentlich falsche Angaben führen zum Ausschluss vom Verfahren.
Material- und Holzzertifizierung
VHB 248 (Erklärung zur Verwendung von Holzprodukten): Alle eingesetzten Holzprodukte müssen FSC-, PEFC- oder gleichwertig zertifiziert sein; die Gleichwertigkeit ist durch das Thünen-Institut Hamburg oder das Bundesamt für Naturschutz Bonn geprüft nachzuweisen. Zudem gelten die QN-3-Materialanforderungen des bayerischen Materialanforderungskatalogs (schadstoffarmes Bauen).
Nachunternehmer, Bietergemeinschaften und Abfall
VHB 233 (Verzeichnis der Nachunternehmerleistungen) ist verpflichtend, sobald Teile an NU vergeben werden. VHB 234 (Erklärung Bietergemeinschaft) ist nur bei ARGEN relevant. VHB 235 (Verzeichnis der Leistungen/Kapazitäten anderer Unternehmen) ist bei Einbindung Dritter vorzulegen. VHB 241 (Abfall): Bei Abweichung von der vorgesehenen Verwertungs-/Beseitigungslösung sind die Berechtigung der Anlage, die Abnahmebereitschaft des Betreibers und ggf. die Bestätigung der Abfallwirtschaftsbehörde nachzuweisen.
Arbeitsschutz und Baustellenorganisation
Benennung eines SiGe-Koordinators gemäß DGUV V1 § 6 (RAB 30), eines Bauleiters/Projektleiters und eines durchgehend anwesenden Arbeitsverantwortlichen. Vorlage von Gefährdungsbeurteilungen, Ersthelferbescheinigungen, Unterweisungsnachweisen, Betriebsanweisungen für Gefahrstoffe, EG-Sicherheitsdatenblättern, Erlaubnisscheinen für Feuerarbeiten und Prüfaufklebern für überprüfungspflichtige Arbeitsmittel. PSA-Bereitstellung (Sicherheitsschuhe, Industriehelme mit Schutzklasse) ist nachzuweisen.
Mindestens 3 vergleichbare Referenzen aus den letzten 5 Kalenderjahren
Vergleichbare Bauleistungen (Dachabdichtung/Flachdach) mit Pflichtangaben: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Haupt-ARGE-NU), koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung. Empfohlen wird Formblatt 444.