Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDas Universitätsklinikum Freiburg sucht einen externen Dienstleister, der die Beitreibung offener Forderungen aus ambulanten und stationären Patientenbehandlungen sowie aus sonstigen Lieferungen und Leistungen übernimmt – sowohl für Inlands- als auch für Auslandsforderungen.
Was zu tun ist: Der Auftragnehmer führt das vorgerichtliche Mahnverfahren (ab der 3. Mahnstufe), das gerichtliche Mahnverfahren, die Zwangsvollstreckung sowie die Langzeitüberwachung titulierter Forderungen durch. Er übernimmt Bonitätsprüfungen, Adressermittlungen und Mahnkorrespondenz und stellt ein Online-Kundenportal für das Klinikum bereit. Die Bearbeitung erfolgt über eine SAP-FI-Schnittstelle.
Rahmen: 2 Jahre (01.10.2026 – 30.09.2028), optionale Verlängerung um 1 Jahr, aufgeteilt in 2 Lose (Inland / Ausland). Das Angebot muss sich auf die Gesamtleistung (beide Lose) erstrecken.
Wichtige Termine: Angebotsfrist 18.09.2026 um 12:00 Uhr, elektronische Abgabe über den Vergabemarktplatz Baden-Württemberg.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Vergütung (Honorar)500%
Im Angebotsformblatt eingetragene Eurosumme. Das Angebot mit der niedrigsten Eurosumme erhält die Maximalpunktzahl, weitere Angebote erhalten im Verhältnis dazu weniger Punkte.
- Qualität500%
Gesamtkomplex Qualität, bestehend aus Anschreiben/Mahnformular, Personaleinsatzkonzept, Konzept Forderungsmanagement und Qualitätskonzept.
Niedrigste Eurosumme erhält Maximalpunktzahl; weitere Angebote erhalten entsprechend weniger Punkte im Verhältnis zur niedrigsten Eurosumme. Zuschlag auf Angebot mit höchster Gesamtpunktzahl.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenKernleistung: Beitreibung offener Forderungen
Übernahme der außergerichtlichen und gerichtlichen Mahnverfahren für Forderungen des Universitätsklinikums Freiburg, die aus ambulanten und stationären Patientenbehandlungen sowie sonstigen Lieferungen und Leistungen stammen.
Beitreibungsmaßnahmen sind innerhalb von 2 Wochen nach Fallübertragung einzuleiten.
Unterstützende Tätigkeiten
Erfüllungsort, Vertragslaufzeit und Vergütung
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Lage & Zuverlässigkeit
Vorlage der Eigenerklärung zur Eignung gemäß VVB 124_LD sowie der Eigenerklärung Russland-Sanktionen. Zuverlässigkeit wird anhand der VVB 124_LD geprüft (u. a. Zahlung von Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen). Juristische Personen müssen die Namen und berufliche Qualifikation der für die Auftragsausführung verantwortlichen Personen angeben.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Nachweis über VVB 124_LD. Zusätzlich: Bestehen einer Betriebs-/Berufshaftpflichtversicherung gemäß § 12 Abs. 1 Nr. 3 RDG über die gesamte Vertragslaufzeit, inklusive Deckung für Datenschutzverletzungen. Die LTMG-Verpflichtungserklärung (Einhaltung des Mindestentgelts nach LTMG Baden-Württemberg) ist verpflichtend abzugeben; Verstöße führen zu Vertragsstrafen und zum Ausschluss.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Besondere berufliche Qualifikation (RDG)
Die Dienstleistung ist dem Berufsstand vorbehalten gemäß § 10 Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG). Das bedeutet: Bieter müssen zur Inkassotätigkeit rechtlich befugt sein und in das Rechtsdienstleistungsregister eingetragen.
Datenschutz und IT-Sicherheit
Zwingend erforderlich:
Bietergemeinschaften und Nachunternehmer
Bei Bietergemeinschaften: VVB 234 (Erklärung der Gemeinschaft). Bei Einschaltung anderer Unternehmen: VVB 235 (Verzeichnis der Leistungen/Kapazitäten) und VVB 236 (Verpflichtungserklärung anderer Unternehmen). Nachunternehmer müssen die Vertragsbedingungen schriftlich anerkennen. Namen der Nachunternehmer sind bereits bei Angebotsabgabe anzugeben.
Mindestens 3 Referenzaufträge über Inkassoleistungen im Krankenhaus-/Klinikbereich, jede Referenz muss vorgerichtliche UND gerichtliche Mahnverfahren sowie Langzeitüberwachung titulierter Forderungen abdecken
Mindestens 1 Referenz von einem Universitätsklinikum; mindestens 1 Referenz mit Übertragung der Fälle über eine SAP-FI-Schnittstelle; Referenzen müssen auf dem Formblatt Referenzen nummeriert eingereicht werden; der Auftraggeber behält sich Überprüfung vor – nicht überprüfbare Referenzen werden nicht berücksichtigt