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Forschungsprojekt - DZSF - Bedingungen für die Inbetriebnahme fahrerloser Straßenbahnen

Eisenbahn-Bundesamt | Vergabekammer des Bundes | Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)Bonn, Nordrhein-WestfalenVeröffentlicht:
Angebotsfrist:

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Das Eisenbahn-Bundesamt (über das Deutsche Zentrum für Schienenverkehrsforschung, DZSF) vergibt ein Forschungsprojekt, das untersuchen soll, wie fahrerlose Straßenbahnen künftig eine Inbetriebnahmegenehmigung erhalten können – ohne jedes Mal eine Ausnahmegenehmigung zu brauchen.

Dafür soll ein Handlungsrahmen erarbeitet werden, der technische, sicherheitsbezogene und betriebliche Anforderungen definiert und festlegt, auf welcher regulatorischen Ebene (z. B. Verordnung, Norm, Leitlinie) diese zu verankern sind.

Das Projekt ist in vier Teilleistungen gegliedert (Grundlagenermittlung, Regelungsrahmen, vertiefte Analyse, Maßnahmenkatalog), hat eine Laufzeit von 24 Monaten und ein geschätztes Volumen von rund 252.000 € (max. ca. 300.000 € inkl. USt). Angebote sind elektronisch über die E-Vergabe-Plattform des Bundes einzureichen, Frist: 24.11.2026, 12:00 Uhr.

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Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Angebotsfrist: 24. November 2026
Termin / FristNOV2026DEZJAN2027FEBMÄR
Bieterfragen-Frist13. Nov. 2026
Angebotsfrist24. Nov. 2026
Angebotsgültigkeitca. 24. Nov. 2026 – 24. März 2027
Angebotsöffnung25. Nov. 2026
Bindefrist24. März 2027
VertragsbeginnDatum offenBeginnt am Tag der Zuschlagserteilung; konkreter Kalendertag steht noch nicht fest.
AusführungsbeginnDatum offenErster Tag des übernächsten Monats nach Zuschlagserteilung; konkretes Datum hängt vom Zuschlagszeitpunkt ab.
VertragslaufzeitDatum offen24 Monate ab Vertragsbeginn; max. 5 Monate Überschreitung zulässig.
Entwurf SchlussberichtDatum offenSpätestens 6 Wochen vor Ablauf der Projektlaufzeit in veröffentlichungsfähigem Zustand zu übergeben.
Überprüfung und Annahme SchlussberichtDatum offenNach Entwurfseinreichung in der Regel 2 Wochen Zeitraum für den Auftragnehmer.
Einladungsfrist AbstimmungsgesprächeDatum offenEinladungen samt Tagesordnung und Unterlagen müssen 2 Wochen vor dem jeweiligen Termin versandt werden.
Protokollfrist AbstimmungsgesprächeDatum offenVersand der Protokolle spätestens 1 Woche nach dem jeweiligen Termin.
ZahlungszielDatum offen30 Tage nach Eingang der prüffähigen Rechnung.
SchlichtungsfristDatum offenBei Streitfällen möglichst binnen 2 Monaten eine gütliche Einigung anstreben.
VertraulichkeitsfristDatum offen10 Jahre nach Beendigung des Vertrages.
VertragsendeDatum offenMit vollständiger Abnahme und Vergütung aller geschuldeten Leistungen.
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Preis & Qualität6 Kriterien
Preis 31.6%Qualität 68.4%
  • Qualität70%

    Bewertung des Durchführungskonzepts anhand von vier Unterkriterien zu den Teilleistungen. Maximal 70 Bewertungspunkte. Mindestens 42 von 70 Punkten erforderlich; bei 0 von 5 Leistungspunkten in einer Teilleistung erfolgt Ausschluss.

  • Preis30%

    Bewertet wird der Nettoangebotspreis (exkl. USt.). Maximal 30 Bewertungspunkte. Formel: P = 30 - 20 * (AK - RK) / RK. Referenzkosten (RK) = niedrigster Angebotspreis. Bei 2,5-fachen Kosten des niedrigsten Angebots oder mehr: 0 Punkte.

  • Leistungszeitraum (Abzug)-5%

    Abzug von 1 Punkt je Monat Überschreitung der erwarteten Projektlaufzeit von 24 Monaten. Maximal 5 Monate Überschreitung zulässig; darüber hinaus erfolgt Ausschluss. Wird von der Gesamtpunktzahl abgezogen.

Punkte Preis + Punkte Qualität - Punkte Leistungszeitraum = Punkte Angebot. Preisformel: P = 30 - 20 * (AK - RK) / RK, wobei RK = niedrigster Nettoangebotspreis (Referenzkosten) und AK = Angebotskosten. Qualität: (Leistungspunkte/5) * max. Punkte je Unterkriterium. Leistungszeitraum: Abzug von 1 Punkt je Monat Überschreitung der erwarteten Projektlaufzeit von 24 Monaten (max. 5 Monate Überschreitung möglich).

KI-Hinweis: Alle Zuschlagskriterien (Qualität 70%, Preis 30%) inkl. Unterkriterien mit konkreten Gewichtungen, Bewertungsformel und Bewertungssystematik sind in der Bieterinformation (S. 7-14) vollständig dokumentiert. Bekanntmachung und Vergabeunterlagen sind konsistent.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Projektrahmen

Forschungsziel: Handlungsrahmen für die Inbetriebnahmegenehmigung fahrerloser Straßenbahnen (GoA-Stufe 3 oder höher bzw. SAE-Level 4 oder höher) ohne Einzelfall-Ausnahmegenehmigungen.Gegenstand der Forschung: technisch-funktionale, sicherheitsbezogene und betriebliche Vorgaben für die Inbetriebnahme des Gesamtsystems Straßenbahn oder einzelner Systemkomponenten sowie die Frage, auf welcher regulatorischen Ebene diese zu verankern sind.Geschätzter Auftragswert: 252.091,18 EUR (Projektkosten insgesamt ca. 300.000 € inkl. USt; dürfen nicht überschritten werden).Leistungszeitraum: 24 Monate ab Vertragsbeginn; eine Überschreitung von max. 5 Monaten ist zulässig (danach Ausschluss).Durchführungsort: Bonn, Deutschland.Projektnummer: 2026-28-VB780020.

Die vier Teilleistungen (TL) im Überblick

TL 1 – Grundlagenermittlung

Zusammenstellung genehmigungsrelevanter technischer, regulatorischer und organisatorischer Hürden/offener Fragen für fahrerlose Straßenbahnen, unter Berücksichtigung schrittweiser Automatisierungsstufen und unter Einbeziehung aller beteiligten Akteure (Hersteller, Verkehrsunternehmen, Genehmigungsbehörden, Sicherheitsgutachter). Abgleich mit aktuellen Prozessabläufen nach BOStrab. Ergebnis: Übersicht über Hürden und Klärungsbedarf.

TL 2 – Gestaltung eines möglichen Regelungsrahmens

Erarbeitung eines Zielbilds mit klarer Genehmigungsgrundlage. Auflistung der zu regelnden Themen und Festlegung der passenden regulatorischen Ebene (behördliche Leitlinie, Sektor-Übereinkunft, Norm, Verordnung, Gesetz). Vergleich mit den Rahmenbedingungen für autonome Kraftfahrzeuge (u. a. §§ 1a bis 1c; 1d bis 1i StVG und AFGBV bzw. DVO (EU) 2022/1426) sowie Praxiserfahrungen; Berücksichtigung der Diskussion im Vollbahnbereich. Ergebnis: Auflistung der Themen mit Vorschlag zu Umfang und regulatorischer Ebene.

TL 3 – Vertiefte Analyse

Untersuchung der in TL 2 identifizierten Regelungsfelder, insbesondere:

Mindest-Testszenarien zur Hinderniserkennung und Kollisionsvermeidung (vgl. Anhang III, Teil 1 DVO (EU) 2022/1426)Reale oder virtuelle Tests (vgl. Anhang III, Teil 3 bzw. 4 DVO (EU) 2022/1426)Typisierung realer Betriebskontexte (Verkehrs-Interaktion, Bahnkörper mit Betretungsverbot, Bahnübergang, Längsverkehr im Straßenraum, Fußgängerzone)Schrittweise Reduzierung der Aufgaben des Straßenbahnfahrers (§ 1b StVG)

Ergebnis: Aussagen zur inhaltlichen Ausgestaltung ausgewählter Regelungsfelder.

TL 4 – Maßnahmenkatalog und Handlungsfelder

Vorschläge zu nächsten Schritten und beteiligten Akteuren; Empfehlungen zur Gestaltung (Tiefe der Vorgaben) und Verortung (Bundes-/Landesebene, technische Normen). Ergebnis: Darstellung der nötigen Umsetzungsschritte.

Berichte, Veröffentlichungen und Öffentlichkeitsarbeit

Zwischenberichte nach Abschluss jeder Teilleistung: Darstellung der Ergebnisse, nachvollziehbare Methodenbeschreibung, Bewertung hinsichtlich Projektverlauf.Schlussbericht: Ergebnisse der Teilleistungen, Methodendarstellung, Einleitung, Fazit und Ausblick; Entwurf mindestens 6 Wochen vor Ablauf der Projektlaufzeit in veröffentlichungsfähigem Zustand zu übergeben.Kurzfassung der Ergebnisse: Deutsch und Englisch, je ½ – 2 Seiten.Zentrale Zusammenfassung: Deutsch und Englisch, je 8 – 15 Seiten.Bilder als Dateien mit tabellarischer Angabe von Ursprungsquellen und Nutzungsvoraussetzungen.Metadatendokumentation nach EBA-Vorgaben für Open Data.Berichte sind elektronisch als Word- und PDF-Datei, barrierefrei und mit Vektorgrafiken zu liefern.Veröffentlichung der Ergebnisse (Erstveröffentlichung dem EBA vorbehalten); Beiträge in Fachzeitschriften und/oder auf Konferenzen sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.Bereitstellung von Projektergebnissen und Open Data (metadatenbasierte Rohdaten).

Abstimmung, Zusammenarbeit und Reisen

Persönliche Abstimmungsgespräche (inkl. Auftakt und Abschluss), i. d. R. digital; Einladungen samt Tagesordnung und Besprechungsunterlagen 2 Wochen vor dem Termin, Protokolle spätestens 1 Woche nach dem Termin.Mitwirkung im forschungsbegleitenden Arbeitskreis (vom EBA eingesetzt).Für die Kalkulation: 2 Reisen nach Dresden einplanen.Sicherungspersonal: Kosten in den betroffenen Teilleistungen gesondert ausweisen.

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Technische und berufliche Leistungsfähigkeit (5 Kompetenzfelder)

Für jedes der folgenden Kompetenzfelder sind 2–3 aussagekräftige, möglichst aktuelle Quellen einzureichen (z. B. vergleichbare Projekte, Veröffentlichungen, Normungsausschusstätigkeiten). Die Belege werden über die Referenzliste (Anlage 2) geführt:

1. Betrieb und Technik von Straßenbahnen

2. Inbetriebnahmeprozess von Straßenbahnen gemäß BOStrab

3. Juristische, regulatorische und politikwissenschaftliche Kompetenzen sowie Erfahrung im Zulassungs- und Haftungsrecht

4. Konzeption, Durchführung und Auswertung wissenschaftlicher Untersuchungen

5. Erstellung wissenschaftlicher Berichte

Zusätzlich ist nachzuweisen, dass die mit den einzelnen Teilleistungen beauftragten Personen über die notwendigen Kompetenzen und Kenntnisse verfügen (z. B. Abschlusszeugnisse, Qualifikationsnachweise, Referenzprojekte).

Bietergemeinschaften sind möglich, sofern die geforderte technische Leistungsfähigkeit besser abgedeckt wird; Aufgabenverteilung und Zuständigkeiten je Teilleistung müssen dargelegt und ein Projektverantwortlicher benannt werden.

Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit

Nachweis mittels Eigenerklärung über die Anlage 3 (Eigenerklärung zur Eignung). Andere Unternehmen können ihre Kapazitäten dem Hauptbieter zur Eignungsleihe zur Verfügung stellen (Anlage BG3); bei Inanspruchnahme der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit haften diese gemeinsam mit dem Auftragnehmer.

Betriebshaftpflichtversicherung (Mindestdeckung lt. Anlage 3):

Personenschäden: 1.500.000 €Sachschäden: 1.500.000 €Umweltschäden (falls gefordert): 1.500.000 €

Staatliche Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind vom Haftpflichtversicherungsnachweis befreit.

Keine Ausschlussgründe

Nachweis des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen gemäß §§ 123 und 124 GWB über die Eigenerklärung in Anlage 3.Ab einem Auftragswert von 30.000 € wird für Zuschlagskandidaten von Amts wegen ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister angefordert.Für Universitäten und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen zusätzlich: Garantieerklärung zur Vermeidung unzulässiger Beihilfen und Quersubventionen (Anlage 4).

Teilnahmebeschränkungen

Nicht teilnahmeberechtigt: rechtlich nicht selbständige Einheiten der Bundesverwaltung (z. B. Bundesbehörden, Hochschulen des Bundes, nichtrechtsfähige Anstalten/Körperschaften des Bundes).Mehrfachbeteiligungen (parallel als Einzelbieter und als Gesellschafter einer Bietergemeinschaft) sind unzulässig → Ausschluss aller betroffenen Angebote, sofern kein Nachweis völlig unabhängiger Angebotsstellung erbracht wird.Mehrfachbeteiligung von Nachunternehmen ist zulässig, sofern kein maßgeblicher Einfluss auf die Angebotsgestaltung vorliegt.Nebenangebote sind nicht zugelassen.
Referenzprojekte
je Kompetenzfeld 2–3 aussagekräftige, möglichst aktuelle Quellen ReferenzenZeitraum: keine konkrete Vorgabe; möglichst aktuellVolumen: nicht gefordert

Referenzen, die die fünf geforderten Kompetenzfelder belegen: (1) Betrieb und Technik von Straßenbahnen, (2) Inbetriebnahmeprozess von Straßenbahnen gemäß BOStrab, (3) juristische, regulatorische und politikwissenschaftliche Kompetenzen sowie Erfahrung im Zulassungs- und Haftungsrecht, (4) Konzeption, Durchführung und Auswertung wissenschaftlicher Untersuchungen, (5) Erstellung wissenschaftlicher Berichte

Nachweis je Referenz über: Auftraggeber inkl. Kontaktdaten, inhaltlich aussagekräftige Kurzbeschreibung mit nachvollziehbarem Bezug zur ausgeschriebenen Leistung, Zuordnung zum jeweiligen Eignungskriterium, Leistungszeitraum (Jahr von/bis). Zusätzlich: Nachweis der Kompetenz der mit den Teilleistungen beauftragten Personen (z. B. Abschlusszeugnisse, Qualifikationsnachweise, Referenzprojekte). Bei Bietergemeinschaften: Aufgabenverteilung und Zuständigkeiten je Teilleistung darlegen.

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
4–10Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 6 Angebote
Mittlere Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 44%4–10 · 52%11+ · 4%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 20 erledigt
Teilnahme an der Vergabe
Pflicht-Angebotsunterlagen
Nur für bestimmte Bietergruppen
Datenschutz (falls personenbezogene Daten verarbeitet werden)
Wichtige Hinweise
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Eisenbahn-Bundesamt | Vergabekammer des Bundes | Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)
Anschrift
53175 Bonn
Ort
53175 Bonn
Kategorie
Nordrhein-Westfalen
Auftragsvolumen
252.000 €
Veröffentlicht
Angebotsfrist

Erfüllungsort

Ort der Leistung
53175 Bonn
Nordrhein-Westfalen

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