Gaswarnanlagen
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenLieferung von acht modularen Gaswarnanlagen zur Überwachung von Prüfzellen, Lüftungskanälen, einer Kältezelle und Gasschränken auf Wasserstoff, Kohlenstoffmonoxid und Hexan.
Die Anlagen sind am FKFS in Stuttgart zu montieren, zu kalibrieren und stufenweise in Betrieb zu nehmen. Das Angebot muss alle acht Anlagen umfassen; eine Aufteilung auf mehrere Bieter ist nicht zulässig. Optional können ein fünfjähriger Wartungsvertrag, ein fünfjähriges Schulungsangebot, ein Fernkalibrieradapter und zusätzliche Sensoreinheiten angeboten werden.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Anschaffungskosten50%
Netto-Angebotssumme aus Hardwarekosten der acht Gaswarnanlagen (inkl. zusätzlichem H2-Sensor und Zubehör) und Erstinbetriebnahme (drei Termine). Preisformel. Quelle: Anlage 07 Ziff. 1, Anlage 05 Preisblatt.
- Kosten des optionalen Wartungsvertrags (5 Jahre)20%
Gesamtsumme des optionalen Wartungsvertrags über fünf Jahre (drei Kontrollarten plus Verbrauchs- und Verschleißteile). Preisformel. Quelle: Anlage 07 Ziff. 2.
- Technische Qualität, Ausstattung und Ausstattungskosten30%
Oberkriterium mit acht Unterkriterien (Summe 30 Punkte). Bewertet werden ausschließlich objektive, belegbare Angaben aus Datenblättern, Zertifikaten und Angebot. Bei unterschiedlichen Werten je Sensor gilt der ungünstigste Wert. Quelle: Anlage 07 Ziff. 3.
Preisformel (Anlage 07, Einleitung): Das günstigste Angebot erhält die volle Punktzahl des Kriteriums. Das 1,5-fache des günstigsten Angebots wird mit 0 Punkten bewertet. Dazwischen wird linear interpoliert: Punkte = Maximalpunkte x (1,5 x Min - Preis) / (0,5 x Min), mindestens 0. Es werden nur volle Punkte vergeben (mathematisch gerundet). Gilt für Anschaffungskosten, Wartungskosten sowie den Preisanteil der Fernkalibrieradapter (3.d) und Schulungskonzepte (3.e).
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGaswarnanlagen und Aufbau
Lieferung von acht modularen Gaswarnanlagen einschließlich Controllern, Sensoren und Zubehör für Montage und Inbetriebnahme. Die Anlagen überwachen Prüfzellen, Lüftungskanäle, eine Kältezelle und im Freien aufgestellte Gasschränke auf H₂, CO und Hexan.
Vorgesehen sind acht Controller in Konzept 1, 38 Standardsensoren für H₂, ein zusätzlicher H₂-Sensor für Temperaturen bis −25 °C, sechs CO-Sensoren und zwölf Hexan-Sensoren. Gaswarnanlagen 1 bis 7 müssen mindestens acht Sensorkanäle, Gaswarnanlage 8 mindestens zwölf Sensorkanäle besitzen und über mindestens einen weiteren Sensor hinaus erweiterbar sein. Für Gaswarnanlagen 1 bis 7 ist eine kombinierte Controllerlösung für Gaswarnanlage 8 zu beschreiben.
Sicherheits- und Umgebungsanforderungen
Die Sensoren müssen mindestens explosionsschutzfähig nach ATEX II 3G T3 IIC, vorzugsweise ATEX II 2G T4 IIC, und für EX-Zone 2 geeignet sein. Die Schutzart beträgt bei Konzept 2 mindestens IP54. Zudem sind mindestens drei sichere Schaltausgänge und die Angabe der Stromaufnahme erforderlich.
Die initialen Ansprechschwellen betragen für H₂ und Hexan 20 Prozent UEG für Alarm 1 und 40 Prozent UEG für Alarm 2. Die CO-Konfiguration wird mit dem FKFS abgestimmt. Der H₂-Sensor für die Kältezelle muss für Einsatztemperaturen bis mindestens −25 °C geeignet sein.
Controller und Anbindung
Bei Konzept 1 ist eine Hutschienen-Bauform mit 24 V DC vorzusehen. Je Gaswarnanlage sind mindestens sechs sichere digitale Schaltausgänge für Störung beziehungsweise Betrieb, Alarm 1, Alarm 2 und die auslösende Gasart erforderlich. Alarme müssen selbsthaltend sein, vorzugsweise parametrierbar. Jeder Sensor benötigt eine LED-Anzeige; die Statusanzeige muss Alarmzustände abbilden. Sensorgenaue Schaltausgänge und ein integriertes LC- oder Grafikdisplay mit Live-Messwertanzeige können zusätzlich angeboten werden.
Die Sensoranbindung analog oder als Bus, die erforderlichen Verbindungskabel, die maximale Sensoranzahl je Controller und gegebenenfalls eine Kombination mehrerer Controller für Gaswarnanlage 8 sind zu beschreiben. Die Leitungen selbst werden vom FKFS beschafft.
Montage, Lieferung und Inbetriebnahme
Die vollständige Hardware ist spätestens acht Wochen nach Zuschlag zu liefern, vollständig jedoch spätestens bis zum 05.02.2027. Der Transport zum FKFS erfolgt DDP gemäß Incoterms 2020. Der Bieter führt Montage, Kalibrierung und stufenweise Erstinbetriebnahme aller acht Anlagen an drei Terminen innerhalb von zwölf Monaten nach vollständiger Komponentenbereitstellung durch.
Je Anlage sind alle Sensoren mit Null- und Prüfgas zu prüfen, die Ansprechschwellen zu parametrieren, die Schaltausgänge mit FKFS-Personal funktional zu prüfen und die Erstinbetriebnahmedokumentation nach T 021 und T 023 zu erstellen. Prüfgase, Adapter und Werkzeuge sind bereitzustellen.
Schaltschränke, 24-V-DC-Versorgung, Feldverkabelung, mechanische Sensorbefestigung und Anbindung an nachgeschaltete SPS sind bauseitige Leistungen des FKFS.
Optionale fünfjährige Wartung
Optional kann ein fünfjähriger Wartungsvertrag angeboten werden. Er umfasst Funktionskontrollen in einem Intervall von höchstens vier Monaten, bei nachgewiesener Selbstüberwachung höchstens jährlich, jährliche Systemkontrollen sowie eine Kontrolle der Aufzeichnungen im Abstand von höchstens drei Jahren. Im fünfjährigen Zeitraum sind fünf Systemkontrollen und eine Kontrolle der Aufzeichnungen vorgesehen.
Der Wartungsumfang ist einschließlich planmäßigem Austausch von Sensorköpfen, Filtern, Prüfgaspatronen und weiteren Verbrauchsmaterialien zu beschreiben. Kosten der drei Kontrollarten sind einzeln aufzuschlüsseln und unabhängig beauftragbar auszuweisen. Personalbedarf, garantierte Vor-Ort-Zeit und Ersatzteilbereitstellung sind anzugeben.
Optionale Schulung und Zusatzausstattung
Optional kann über fünf Jahre eine Schulung für bis zu fünf Teilnehmende angeboten werden. Inhalte, Theorie- und Praxisanteile, Dauer, Schulungsort, Teilnehmervoraussetzungen, Bescheinigung und empfohlenes Wiederholungsintervall sind zu beschreiben. Die Schulung umfasst Erst- und Wiederholungsschulung sowie Vor-Ort-Kalibriermöglichkeiten für das Servicepersonal des Bieters und FKFS-Mitarbeitende.
Optional sind ein Fernkalibrieradapter für die deckenmontierten H₂-Sensoren der Anlagen 1 bis 7, zusätzliche Sensoreinheiten sowie eine zusätzliche Statusanzeige mit Live-Messwertanzeige je Sensor anzubieten.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachkunde und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
Der Bieter muss als Fachunternehmen auftreten und seine fachliche und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit belegen. Hierfür sind ein Firmenprofil, Umsatzangaben zu vergleichbaren Leistungen in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren sowie mindestens drei vergleichbare Referenzen aus den letzten drei Jahren vorzulegen. Die Referenzen müssen SIL- und Explosionsschutzanforderungen auf gleichem oder besserem Niveau erfüllen.
Versicherung
Eine Haftpflichtversicherung muss den gesamten Leistungsbereich abdecken. Die Deckungssummen müssen mindestens 3.000.000 EUR für Personen- und Sachschäden und 500.000 EUR für sonstige Schäden je Versicherungsfall betragen. Besteht noch keine passende Versicherung, ist die verbindliche Zusage zum Abschluss entsprechender Versicherungen im Zuschlagsfall abzugeben.
Technische Konformität
Die Anlagen und Komponenten müssen die verbindlichen Mindestanforderungen der Leistungsbeschreibung erfüllen. Abweichungen führen zum Ausschluss. Mit dem Angebot sind insbesondere ATEX- und SIL-Nachweise, Konformitätserklärungen, CE-Nachweise, Datenblätter und Sicherheitsdatenblätter vorzulegen. Die Gesamtanlage muss mindestens SIL 1 nach DIN EN 61508 beziehungsweise DIN EN 61511 entsprechen.
Service und technische Zusagen
Ein Servicepartner muss vorhanden sein. Die Vor-Ort-Reaktionszeit darf die Höchstgrenze von fünf Werktagen und die Ersatzteilbereitstellung die Höchstgrenze von sechs Werktagen nicht überschreiten. Die garantierte Lebensdauer der Sensorköpfe muss mindestens 1,5 Jahre betragen. Die Anlagen müssen die Gasart beziehungsweise Alarmmeldung mindestens identifizieren, eine LED-Statusanzeige je Sensor besitzen, über mindestens einen weiteren Sensor hinaus erweiterbar sein und ihre Alarme selbsthalten können.
Ausschlussgründe und besondere Konstellationen
Es dürfen keine Ausschlussgründe bestehen; dies ist mit Anlage 9 zu erklären. Bei Eignungsleihe, Nachunternehmern oder einer Bietergemeinschaft sind die jeweils vorgesehenen Erklärungen einzureichen. Ein Angebot muss alle acht Gaswarnanlagen umfassen; eine Aufteilung auf mehrere Bieter ist nicht zulässig.
Gewerberecht und Ausführung
Für die ausgeführten Leistungen muss eine Gewerbeberechtigung vorhanden sein und aufrechterhalten werden. Die Leistungen sind nach dem aktuellen Stand der Technik und mit der von einem Fachunternehmen zu erwartenden Sorgfalt zu erbringen.
Vergleichbare Referenzaufträge mit SIL- und Explosionsschutzanforderungen auf gleichem oder besserem Niveau; je Referenz Auftraggeber, Leistungszeitraum, Auftragssumme und Kurzbeschreibung des Auftragsgegenstands
Prüffähige Angaben; bei einer Bietergemeinschaft muss der Referenzumfang von allen Mitgliedern insgesamt erfüllt werden
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
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