Gebaeudeautomation: Schaltschraenke, Feldgeraete, Verbindungen
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Göttingen vergibt die Automatisierungstechnik für das Schneckenpumpwerk NSV4.1 einschließlich TAB4 in der Kläranlage Göttingen.
Die vorhandene S7-400-Steuerung wird durch eine S7-1500-basierte Steuerung auf ET200MP oder einer gleichwertigen Plattform ersetzt. Die Leistung umfasst neue Schaltschränke, Feldgeräte und Verbindungen sowie Demontage, Montage, Softwaremigration, Elektroplanung, Inbetriebnahme, Funktionsprüfung, Dokumentation und Abnahme. Eine Erneuerung des Prozessleitsystems ist nicht Teil des Auftrags.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Preis aus der Wertungssumme des Angebotes; berücksichtigt werden insbesondere Nachlässe, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangebote. Angebote von Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent; bei sonst gleichwertiger Wirtschaftlichkeit wird der Zuschlag ihnen erteilt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenSteuerungsretrofit
Die vorhandene S7-400-Steuerung wird durch eine S7-1500-basierte Steuerung auf ET200MP oder einer gleichwertigen Plattform ersetzt. Die S7-400 verbleibt vorübergehend ausschließlich als Kommunikationsschnittstelle zum bestehenden Prozessleitsystem und übernimmt keine Prozesssteuerungsfunktionen. Eine Erneuerung des Prozessleitsystems ist nicht Auftragsbestandteil.
Hardware, Demontage und Montage
Lieferung und Montage neuer SPS- und Peripheriekomponenten für die im Leistungsverzeichnis ausgewiesenen NSV4.1-Felder. Die vorhandenen relevanten Peripheriebaugruppen einschließlich AI, DI, DO und AQ werden ausgetauscht. Altkomponenten werden demontiert und die vorhandene Verdrahtung ordnungsgemäß gekennzeichnet. Ergänzt werden Profilschienen, Hutschienenmodule, Datenkabel, ein HMI-Panel sowie Kennzeichnungsmaterial.
Verbindungen und Netzwerk
Die Kommunikationsverkabelung wird angepasst und ergänzt. Für die Kupfer-Verbindungsstrecken sind Prüfprotokolle zu erstellen. Die Prüfung umfasst unter anderem Verdrahtung und Zuordnung, Kurzschlüsse, Unterbrechungen, Verpolung, Länge, Laufzeit und Laufzeitdifferenz, Einfügedämpfung, NEXT, ELFEXT, Rückflussdämpfung, ACR, Widerstand sowie Power-Sum-NEXT, -ACR und -ELFEXT. Die Prüfung erfolgt nach den Grenzwerten der EN 50173 in der letzten Fassung mit einem LAN-Kabeltester bis mindestens 600 MHz.
Softwaremigration und Engineering
Das vorhandene Step-7-Programm wird in das TIA Portal in der neuesten Version migriert, dabei wird die vorhandene Programm- und Funktionsstruktur weitgehend beibehalten. Die Steuerungsmigration berücksichtigt die beigefügte Datenpunktliste mit 275 Datenpunkten. Eine temporäre Datenschnittstelle zwischen S7-1500 und S7-400 wird erstellt. Die erforderlichen Programmiergeräte sowie die Step-7-Professional- beziehungsweise TIA-Portal-Lizenz für einen Benutzer werden gestellt.
Elektroplanung
Die Schaltungsunterlagen werden in EPLAN P8 in der aktuellen Version überarbeitet und an den Retrofit-Umfang angepasst. Stromlaufpläne und die vollständige EPLAN-Dokumentation werden aktualisiert.
Inbetriebnahme und Funktionsprüfung
Die Inbetriebnahme erfolgt vor Ort. Alle betroffenen Anlagenteile und gemäß Anlage alle Datenpunkte werden funktional geprüft. Festgestellte Mängel werden im Rahmen der Inbetriebnahme behoben. Die Inbetriebnahmezeiten und betriebsbedingten Stillstände werden vorab mit dem Auftraggeber abgestimmt; der erforderliche Stillstandsbedarf ist im Angebot darzustellen.
Dokumentation und Abnahme
Die vollständige Dokumentation der neuen SPS-Steuerung wird übergeben. Dazu gehören die aktualisierten Schaltungsunterlagen in EPLAN P8 digital und in Papierform, das SPS-Programm einschließlich TIA-Projektdateien und lauffähigem Programm auf der CPU, Messprotokolle nach DGUV Vorschrift 3 und DIN VDE 0100, die vollständige Datensicherung beziehungsweise Archivierung auf dem GEB-PG sowie die Dokumentation aller Schnittstellen, insbesondere zwischen S7-1500 und S7-400. Nach erfolgreicher Inbetriebnahme, einwandfreier Anlagenfunktion und vollständiger Dokumentationsübergabe erfolgt die schriftliche Abnahme.
Ausführung und Störungsdienst
Die Leistung wird als Gesamtleistung aus einer Hand erbracht. Ausführungsort ist Im Rinschenrott 15, 37079 Göttingen. Für Störungsfälle ist werktags von 08:00 bis 16:00 Uhr eine Verfügbarkeit von weniger als einer Stunde sicherzustellen. Anlagen- und Projektdaten sind vertraulich zu behandeln; Änderungen und Ergänzungen sind eng mit dem Auftraggeber abzustimmen und bedürfen dessen Freigabe.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPräqualifikation oder Eigenerklärung
Präqualifizierte Unternehmen weisen ihre Eignung durch die Eintragung im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. nach. Nicht präqualifizierte Unternehmen legen die ausgefüllte Eigenerklärung zur Eignung mit dem Angebot vor. Bei Einsatz von Nachunternehmen sind deren Präqualifikationsnachweise oder Eigenerklärungen auf gesondertes Verlangen beizubringen; bei präqualifizierten Nachunternehmern genügt zunächst die Präqualifikationsnummer.
Vergleichbare Referenzen
Es sind Referenzen aus SPS-Retrofit sowie aus Wasser- und Abwasseranlagen nachzuweisen. Für nicht präqualifizierte Unternehmen wird die Vergleichbarkeit mit der Eigenerklärung zur Eignung erklärt. Erst bei Eintrag in die engere Wahl sind drei vollständige Referenznachweise vorzulegen. Fremdsprachige Bescheinigungen sind mit deutscher Übersetzung vorzulegen.
Fachkunde Cybersicherheit
Mit dem Angebot ist ein Fachkundenachweis zur NIS-2-Richtlinie für Cybersicherheit vorzulegen.
Betriebliche und personelle Anforderungen
Die für die Ausführung erforderlichen Arbeitskräfte müssen verfügbar sein. Falls das Angebot in die engere Wahl kommt, sind die in den letzten drei abgeschlossenen Kalenderjahren jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte nach Lohngruppen und gesondert für Leitungspersonal anzugeben. Die erforderliche Eintragung in das Handelsregister, die Handwerksrolle soweit einschlägig, die Industrie- und Handelskammer oder das Fehlen einer erforderlichen Eintragung ist nachzuweisen.
Wirtschaftliche und rechtliche Eignung
Das Unternehmen darf sich nicht in Liquidation befinden und darf kein Insolvenzverfahren oder ein vergleichbares Verfahren durchlaufen. Es dürfen keine Ausschlussgründe nach § 6e EU VOB/A bestehen. Eine schwere Verfehlung in den letzten zwei Jahren mit den dort genannten rechtskräftigen Folgen darf nicht vorliegen. Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträge sind ordnungsgemäß gezahlt worden; die Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft ist nachzuweisen.
Technische und organisatorische Anforderungen
Mit dem Angebot sind ein technisches Umsetzungskonzept für Hardware, Software und Migration, eine Beschreibung der Schnittstellenlösung zur bestehenden S7-400, ein grober Termin- und Ablaufplan sowie eine Darstellung des erforderlichen Stillstandsbedarfs vorzulegen. Eine verantwortliche Projektleitung ist zu benennen. Die Vertraulichkeit der Anlagen- und Projektdaten ist zu gewährleisten.
Nachunternehmer und Bietergemeinschaften
Eingesetzte Nachunternehmer müssen präqualifiziert sein oder die Präqualifikationsvoraussetzungen erfüllen. Nicht präqualifizierte Nachunternehmer haben grundsätzlich Eigenerklärungen vorzulegen. Bei einer Bietergemeinschaft sind alle Mitglieder, ein bevollmächtigter Vertreter und die Haftung als Gesamtschuldner zu erklären.
Tariftreue und Versicherung
Die Tariftreueerklärung ist Bestandteil des elektronisch unterzeichneten Angebots. Eingesetzte Nachunternehmer und Verleihunternehmer sind zu erfassen und die Einhaltung der vereinbarten Pflichten sicherzustellen. Für die Bauleistung ist eine Betriebshaftpflichtversicherung mit 2.000.000 Euro Deckung je Schadensfall für Personenschäden und 1.000.000 Euro je Schadensfall für Sach- und Vermögensschäden nachzuweisen; die Ersatzleistung des Versicherers muss mindestens das Doppelte dieser Summen pro Jahr betragen.
Vergleichbare Projekte aus den Bereichen SPS-Retrofit sowie Wasser- und Abwasseranlagen. Wird das Angebot für die engere Wahl berücksichtigt, sind drei Referenznachweise mit Ansprechpartner, Leistungsart, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eigenem Leistungsumfang und eingesetzten Mengen, Arbeitnehmerzahl, technischen und gerätespezifischen Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertraglicher Rolle, gegebenenfalls koordinierten Gewerken sowie Bestätigung des Auftraggebers über die vertragsgemäße Ausführung vorzulegen.
SPS-Retrofit sowie Wasser- und Abwasseranlagen; bei nicht präqualifizierten Unternehmen Angaben mit der Eigenerklärung zur Eignung, bei Eintrag in die engere Wahl vollständige Referenznachweise
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
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