Lieferung eines automatisierten inversen Fluoreszenz- und Durchlichtmikroskop
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenLieferung eines vollständigen, betriebsbereiten und erweiterbaren automatisierten inversen Fluoreszenz- und Durchlichtmikroskops für die Klinik für Neurologie der Universitätsmedizin Göttingen.
Das System wird für die quantitative Langzeitbeobachtung lebender Zellen unter kontrollierten Kulturbedingungen sowie für Untersuchungen mitochondrialer Struktur, Funktion und zellulärer Reaktionen nach Mitochondrien-Transfer benötigt. Zum Lieferumfang gehören unter anderem Mehrkanal-Fluoreszenz, motorisierter Objektivwechsler, automatisierte Mikroplattenbildgebung, Temperatur- und Gasregelung, Laser-Autofokus, integrierte Bildanalyse sowie Installation, Inbetriebnahme, Abnahme und Einweisung.
Leistungsort: 37075 Göttingen. Angebote sind elektronisch in Textform über die Vergabeplattform einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen ergeben sich aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGerät und Lieferumfang
Lieferung von 1 vollständigen, betriebsbereiten und erweiterbaren automatisierten inversen Fluoreszenz- und Durchlichtmikroskop einschließlich Zubehör, allen erforderlichen Hardware- und Softwarebestandteilen, Lizenzen, Verbindungskabeln, Adaptern, Gasanschlüssen und Steuereinheiten.
Das System dient der quantitativen Langzeitbeobachtung lebender Zellen sowie der Untersuchung mitochondrialer Struktur, Funktion und zellulärer Reaktionen nach Mitochondrien-Transfer. Ausführungsort ist 37075 Göttingen.
Fluoreszenz, Optik und Fokussierung
Das Gerät muss mindestens vier Fluoreszenzkanäle unterstützen und mit vier vollständigen, betriebsbereiten Fluoreszenzkanälen einschließlich der erforderlichen Filter ausgestattet werden. Vorgesehen sind Anregungswellenlängen von ungefähr 365 nm, 465 nm, 554 nm und 623 nm.
Die LED-Filterkombinationen müssen anwenderseitig austauschbar sein. Ein integrierter motorisierter Objektivwechsler muss apochromatisch korrigierte Objektive ermöglichen und mindestens sechs Objektive aufnehmen. Die Erstausstattung umfasst ein 4×-Objektiv für Übersichtsaufnahmen und ein 20×-Phasenkontrastobjektiv.
Zusätzlich sind Hellfeld- und physischer Phasenkontrast, eine Antivibrationsunterlage sowie ein hardwarebasierter Laser-Autofokus erforderlich. Dieser muss schnell und reproduzierbar über zahlreiche Messpositionen fokussieren und in allen vier Fluoreszenzkanälen innerhalb derselben Versuchsreihe verfügbar sein.
Automatisierte Bildgebung und Kulturbedingungen
Die automatisierte Bildgebung muss Mikroplatten von 6 bis 1536 Wells unterstützen. Erforderlich sind lineare, orbitale und doppelt orbitale Schüttelmodi.
Eine integrierte Temperaturregelung muss stabile Kulturbedingungen bei Langzeitmessungen aufrechterhalten und die Kondensatbildung am Deckel des Probengefäßes vermeiden. Die CO₂- und O₂-Gasversorgung muss geregelt sein.
Die digitale Systemkamera muss ein großes Bildfeld, mindestens 4 Megapixel und eine 16-Bit-Graustufenerfassung bieten. Automatisierte Zeitserien, Z-Stapel und Bildmontagen im Mikrotiterplattenformat sind zu unterstützen.
Steuerung, Bildanalyse und Erweiterbarkeit
Eine integrierte Software muss Steuerung, Aufnahme und zeitgleiche quantitative Auswertung ermöglichen. Dazu gehören Subpopulationsanalysen und die getrennte Auswertung unterschiedlicher Zellbereiche mittels Dual-Masking.
Der modulare Aufbau muss eine physische und softwareseitige Anbindung an automatisierte Inkubations- beziehungsweise Stacker-Systeme ermöglichen und die parallele Bearbeitung von bis zu acht Mikrotiterplatten unterstützen. Optional soll ein duales Injektionssystem zur automatisierten Flüssigkeitszugabe während laufender Messungen nachrüstbar sein.
Aufstellung, Installation und Übergabe
Das System ist frei Verwendungsstelle zu liefern, betriebsbereit aufzustellen und anzuschließen. Installation und Konfiguration sind durchzuführen, anschließend eine Funktionsprüfung vorzunehmen und die Dokumentation bereitzustellen.
Nach erfolgreicher Inbetriebnahme ist ein Abnahmeprotokoll zu erstellen. Nutzerinnen und Nutzer des Auftraggebers werden vor Ort in die Bedienung sowie in die wesentlichen Funktionen von Hardware und Software eingewiesen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBetriebliche Voraussetzungen
Das Unternehmen muss die gewerberechtlichen Voraussetzungen für die angebotene Leistung erfüllen, über die erforderlichen Beschäftigten zur Ausführung verfügen und in der Lage sein, auf Anforderung die Vergleichsreferenzen nachzuweisen.
Es darf keine Ausschlussgründe nach § 123 oder § 124 GWB bestehen, soweit nicht eine zulässige Selbstreinigung zur Wiederherstellung der Zuverlässigkeit erfolgt. In den letzten zwei Jahren darf das Unternehmen nicht wegen der dort genannten schweren Rechtsverstöße mit Freiheitsstrafe, Geldstrafe oder Geldbuße belegt worden sein.
Die Pflichten zur Zahlung von Steuern, Abgaben und Beiträgen zur gesetzlichen Sozialversicherung müssen ordnungsgemäß erfüllt und die Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft muss gegeben sein.
Vergleichbare Leistungen und Referenzen
Das Unternehmen muss in den letzten drei Jahren vergleichbare Leistungen ausgeführt haben. In der Eigenerklärung zur Eignung oder EEE ist dies anzugeben.
Erst nach der engeren Wahl sind drei Referenzen aus den letzten drei Jahren zu benennen. Für jede Referenz sind mindestens Ansprechpartner, Art der ausgeführten Leistung, Auftragssumme und Ausführungszeitraum anzugeben. Die Referenznachweise sind auf gesondertes Verlangen einzureichen. Ein Mindest-Auftragswert für die Referenzen ist nicht festgelegt.
Formelle Eignungsnachweise und Erklärungen
Der vorläufige Eignungsnachweis wird durch die Eigenerklärung zur Eignung nach Formblatt 124 LD oder durch die Einheitliche Europäische Eigenerklärung geführt. Alternativ kann der Nachweis über die Eintragung in einem amtlichen Verzeichnis, etwa dem PQ-Verzeichnis, oder über ein Zertifikat nach europäischen Zertifizierungsstandards geführt werden.
Nach der engeren Wahl sind die Eigenerklärungen durch die darin genannten Bescheinigungen zu bestätigen.
Zusätzlich sind die Erklärung zu § 4 Abs. 1 NTVergG, die Eigenerklärung zum LkSG und die Eigenerklärung zum Bezug Russland einzureichen. Fehlende oder formal unzureichende Eigenerklärungen und sonstige geforderte Nachweise können zum Ausschluss führen.
Bietergemeinschaften, Nachunternehmer und Eignungsleihe
Bei Bietergemeinschaften ist die nach § 5 Bewerbungsbedingungen erforderliche Erklärung aller Mitglieder abzugeben. Erforderlich sind außerdem die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft, die Mitgliederliste, der bevollmächtigte Vertreter und die Gesamtschuldnerhaftung.
Werden Nachunternehmer eingesetzt, ist ein Verzeichnis der Nachunternehmerleistungen einzureichen. Werden Kapazitäten anderer Unternehmen genutzt, ist ein Verzeichnis der Leistungen und Kapazitäten dieser Unternehmen einzureichen.
Der Eignungsverleiher darf bei Beteiligung an der Leistung beziehungsweise als Lieferant oder Nachunternehmer grundsätzlich keinen Anteil von mehr als 10 Prozent, gemessen am Auftragswert, haben; Ausnahmen bleiben vorbehalten.
Produktbezogene Mindestanforderungen
Das angebotene Produkt muss die Anforderungen 1.1 bis 1.18 der Leistungsbeschreibung vollständig erfüllen. Dazu gehören vier Fluoreszenzkanäle mit Erstausstattung, austauschbare LED-Filterkombinationen, motorisierter Objektivwechsler für mindestens sechs Objektive mit zwei Objektiven in Erstausstattung, Hellfeld- und physischer Phasenkontrast, Antivibrationsunterlage, Mikroplattenbildgebung von 6 bis 1536 Wells, drei Schüttelmodi, Laser-Autofokus, eine Systemkamera mit mindestens 4 Megapixeln und 16-Bit-Graustufenerfassung, Temperatur- und Gasregelung, automatisierte Zeitserien, Z-Stapel und Bildmontagen, integrierte Auswertesoftware mit Dual-Masking und Subpopulationsanalysen sowie Modularität für Inkubations- und Stacker-Systeme.
Zusätzlich muss die Nachrüstbarkeit eines dualen Injektionssystems optional möglich sein.
In der Eigenerklärung zur Eignung beziehungsweise EEE ist anzugeben, dass in den letzten drei Jahren vergleichbare Leistungen ausgeführt wurden. Nach der engeren Wahl sind drei Referenzen zu benennen und auf gesondertes Verlangen nachzuweisen.
Für jede Referenz sind mindestens Ansprechpartner, Art der ausgeführten Leistung, Auftragssumme und Ausführungszeitraum anzugeben. Mindest-Auftragswert ist nicht festgelegt.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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