Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Gemeinde Hunderdorf wählt im Rahmen eines zweistufigen Verhandlungsverfahrens mit Teilnahmewettbewerb einen oder mehrere Netzbetreiber für eine Dienstleistungskonzession im Wirtschaftlichkeitslückenmodell aus.
Die Konzession umfasst die Planung, Errichtung und den Betrieb eines Gigabit-Netzes in zwei Losen. Gefordert ist eine symmetrische Bandbreite von mindestens 1 Gbit/s zu Spitzenlastzeiten für alle förderfähigen Adressen. Bewerbungen und Angebote sind elektronisch in deutscher Sprache über DTVP einzureichen.
Teilnahmefrist ist der 07.10.2026 um 11:00 Uhr. Die Vertragslaufzeit beträgt 84 Monate; der Netzbetrieb soll über eine Zweckbindungsfrist von mindestens sieben Jahren erfolgen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Höhe des Zuschusses85%
Bewertung der Wirtschaftlichkeitslücke und ggf. eingebrachter Sachzuwendung/vorhandener Infrastruktur; niedrigster Zuschuss erhält volle Punktzahl (85 Punkte = 85% Gewichtung)
- Spätester Zeitpunkt der Inbetriebnahme10%
Spätester Zeitpunkt der Inbetriebnahme des vollständigen Gigabit-Netzes in Monaten ab Wirksamkeit des Zuwendungsvertrags; Punkttabelle von 43 Monaten (10 Punkte) bis >52 Monate (0 Punkte); Angebote mit Inbetriebnahme nach 30.04.2032 erhalten 0 Punkte
- Einsatz alternativer Verlegemethoden5%
Zusage zum Einsatz alternativer Verlegemethoden (z.B. Pressbohrung/Erdrakete, Pflug, Spülbohrung, Trenching, oberirdische Verlegung, Verlegung in Abwasserrohren); Zusage ergibt 5 Punkte, sonst 0 Punkte
Wertungskriterium 'Höhe des Zuschusses': Das Angebot mit dem niedrigsten Zuschuss erhält 85 Punkte. Zu übrigen Angeboten wird die rechnerische Differenz in Prozent zum Bestangebot ermittelt; bei z.B. 10% Differenz erhält das Angebot 8,50 Punkte weniger. Wertungskriterium 'Zeitpunkt der Inbetriebnahme': Einordnung in Punkttabelle (43 Monate = 10 Punkte, 52 Monate = 1 Punkt, >52 Monate = 0 Punkte). Wertungskriterium 'Einsatz alternativer Verlegemethoden': Zusage = 5 Punkte, sonst 0 Punkte. Gesamtpunktzahl = Summe der gewichteten Punkte; höchste Punktzahl erhält Zuschlag.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenNetzplanung und Ausbaugebiete
Für beide Lose ist eine adressgenaue Planung des Gigabit-Netzes erforderlich. Das Ausbaugebiet und die Adressen ergeben sich aus der B-Leistungsbeschreibung mit Karten und Adresslisten.
Die Planung umfasst Übersichts- und Netzpläne, die Darstellung der Trassen und Trassenkategorien, die zeitlich gestaffelten Ausbaubereiche und eine Meilensteinplanung mindestens quartalsgenau. GIS-konforme Pläne sollen nach Zuschlag innerhalb von 14 Tagen bereitgestellt werden.
Errichtung der Infrastruktur
Zu errichten sind die passive und aktive Infrastruktur des Gigabit-Netzes, einschließlich Tiefbau, Leerrohren, Kabeln, Schächten, Verteilern, Hausanschlüssen, Netzabschlusseinrichtungen, Netzknoten, Stromversorgungen und der Backbone-Anbindung.
Die Leistung umfasst auch die Nutzung vorhandener eigener oder fremder Infrastruktur, die Errichtung neuer Infrastruktur sowie die Abstimmung mit der Gebietskörperschaft und regelmäßige Baubesprechungen. Für die Kundenanschlüsse ist das Einverständnis der Grundstückseigentümer einzuholen.
Technische Anforderungen
Für 100 Prozent der Endnutzer der ausgeschriebenen Adressen sind mindestens 1 Gbit/s symmetrisch zu Spitzenlastzeitbedingungen bereitzustellen. Die Up- und Downloadrate muss sich mindestens verdoppeln.
Das Netz ist technologieneutral und als P2P-fähiges Netz zu planen und zu errichten. Erforderlich sind Angaben zur Netzstruktur, zu Redundanz- und Havariekonzepten, zur Kapazität der Weitverkehrszuführung, zum Überbuchungsfaktor, zu Kollokationsstandorten und zur technischen Ausführung des Netzabschlusses beim Kunden.
Betrieb und Service
Der Netzbetreiber übernimmt den dauerhaften Betrieb der passiven und aktiven Komponenten, Instandhaltung, Erneuerung und Modernisierung. Dazu gehören eine Kundenansprechstelle, First- und Second-Level-Support, Vor-Ort-Service, Serviceprozesse sowie Angaben zu Reaktions- und Entstörzeiten.
Die maximale Entstörzeit beträgt 24 Stunden gemäß TKG. Der Betrieb ist für die Dauer der Zweckbindungsfrist von sieben Jahren ab Gesamtinbetriebnahme und Vorlage des Verwendungsnachweises vorgesehen.
Offener Netzzugang und Vorleistungsprodukte
Für andere Betreiber ist ein offener und diskriminierungsfreier Zugang auf verschiedenen Zugangsebenen vorzusehen. Der Zugang zur aktiven Technik und zu passiven Infrastrukturen sowie Kollokationsangebote und die Bereitstellung von Vorleistungsprodukten sind zu beschreiben.
Der offene Netzzugang ist mindestens zehn Jahre ab Inbetriebnahme vorzusehen; für die passive Infrastruktur ist eine unbegrenzte Zugangsdauer vorgesehen.
Zukunftssicherheit und Erweiterbarkeit
Die Planung soll zukünftige Aufrüstungen, Modernisierungen, nachträgliche Netzanschlüsse, Verdichtungen und neue Neubaugebiete berücksichtigen. Auch die Migration von Bestandskunden und mögliche Erweiterungen für Mobilfunk-Infrastrukturen sind zu beschreiben.
Dokumentation und Nachweise
Während Planung, Bau und Betrieb sind georeferenzierte Netz- und Adressdaten, Netzpläne, Fotodokumentation, Fortschrittsberichte und Nachweise zur technischen Umsetzung vorzuhalten. Die Daten sind entsprechend den GIS-Nebenbestimmungen und den Vorgaben zum Materialkonzept zu erstellen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenTechnische und berufliche Leistungsfähigkeit
Die Bewerber müssen ihre personellen und technischen Mittel sowie ausreichende Erfahrungen für Planung, Errichtung und Betrieb von Telekommunikationsanlagen nachweisen. C1.1-T und C1.2-T sind einzureichen; C1.1-T enthält zusätzlich Erklärungen zu Gesetzestreue, Schwarzarbeitsbekämpfung, Mindestlohn, Telekommunikationsmeldung und Ausschlussgründen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Mit C1.3-T sind Erklärungen zur wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit vorzulegen. Erforderlich sind Angaben zu Gesamtumsatz und Umsatz mit vergleichbaren Leistungen der vergangenen drei abgeschlossenen Geschäftsjahre sowie Jahresabschlüsse oder Bilanzen, sofern keine Veröffentlichung im Bundesanzeiger erklärt wird.
Bei kürzerer Marktpräsigkeit können vorläufige Umsatzzahlen, betriebswirtschaftliche Auswertungen und eine Unternehmensplanung vorgelegt werden.
Versicherungsnachweis
Eine Betriebs- und Haftpflichtversicherung bei einem EU-zugelassenen Versicherer mit mindestens 2.000.000 EUR Deckung für Personenschäden und 3.000.000 EUR für Sachschäden ist nachzuweisen oder auf Aufforderung innerhalb einer angemessenen Frist vorzulegen.
Ausschlussgründe und Compliance
Der Bewerber muss erklären, dass keine zwingenden oder fakultativen Ausschlussgründe vorliegen. Erforderlich sind insbesondere Erklärungen zur Gesetzestreue bei Planung, Aufbau und Betrieb, zur Bekämpfung von Schwarzarbeit, zur Einhaltung des Mindestlohns sowie zu korrekten Auskünften im Vergabeverfahren.
Auch ein russlandbezogener Ausschlussgrund ist zu verneinen. Bei Unterauftragnehmern mit mehr als 10 Prozent des Vertragswerts gelten entsprechende Anforderungen.
Eignungsleihe und Unterauftragnehmer
Eine Eignungsleihe ist zulässig. Bei ihrem Einsatz sind C3-T sowie die Eignungsnachweise des Nachunternehmens, insbesondere C1.1-T, C1.2-T, C1.3-T, C4-T und C5-T, einzureichen. Der Nachunternehmer muss die betreffende Leistung im Zuschlagsfall bereitstellen.
Unterauftragnehmer müssen für den übernommenen Leistungsteil dieselben Anforderungen erfüllen wie der Bewerber.
Referenzen
Für Los 1 und Los 2 sind Referenzen über die Planung und Errichtung eines Gigabit-Netzes vergleichbar mit der ausgeschriebenen Konzession gefordert. Zusätzlich ist für beide Lose eine Referenz über den Betrieb eines Gigabit-Netzes gefordert. Die Nachweise werden mit C1.2-T eingereicht.
Die genaue Anzahl der Referenzen und der konkrete Abfragezeitraum sind in den weiteren Verfahrensunterlagen nicht angegeben.
Planung und Errichtung eines Gigabit-Netzes, vergleichbar mit der ausgeschriebenen Konzession
C1.2-T; Referenzen können auch von einem eignungsleihenden Unternehmen stammen.
Planung und Errichtung eines Gigabit-Netzes, vergleichbar mit der ausgeschriebenen Konzession
C1.2-T; Referenzen können auch von einem eignungsleihenden Unternehmen stammen.
Betrieb eines Gigabit-Netzes, vergleichbar mit der ausgeschriebenen Konzession
C1.2-T; Referenzen können auch von einem eignungsleihenden Unternehmen stammen.