Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Gemeinde List auf Sylt vergibt die Objektplanung (Leistungsphasen 1–9) für den Ausbau der Anliegerstraße „Süderheidetal" (ca. 7.500 m², 6 Stichwege, Baukosten ca. 3,2 Mio. €) nach § 47 HOAI.
Das Verfahren ist ein Verhandlungsverfahren mit öffentlichem Teilnahmewettbewerb in zwei Stufen:
1. Teilnahmewettbewerb (bis 10.09.2026): Einreichung von Teilnahmeantrag, Bewerbungsbogen, Eigenerklärungen, Referenzen, Nachweisen zur Eignung.
2. Verhandlungsverfahren (ab 17.09.2026): Maximal 5 eingeladene Bewerber geben ein Erstangebot ab, präsentieren sich und verhandeln. Zuschlag voraussichtlich Ende Oktober 2026.
Die Beauftragung erfolgt stufenweise – zunächst nur Leistungsphasen 1–3, weitere Phasen bleiben vorbehalten.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Projektorganisation250%
Organisations- und Ablaufmanagement des Bieters
- Qualität der Projektumsetzung400%
Qualität der fachlichen Projektumsetzung
- Honorarkriterien300%
Preis- und Honorarkomponenten; Bewertung durch lineare Interpolation zwischen günstigstem und doppeltem günstigsten Preis
- Gesamteindruck der Präsentation50%
Qualitativer Gesamteindruck der Präsentation – Inhalt, Struktur, Herangehensweise (Faktor 1)
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAusgangslage und Projektziel
Die Anliegerstraße „Süderheidetal" auf Sylt befindet sich in einem baulich unzureichenden Zustand: Die bisherige Asphaltbauweise verfügt über keinen frostsicheren Oberbau, keine ordnungsgemäße Oberflächenentwässerung und keine Straßenbeleuchtung. Im Zuge des Ausbaus soll die Straße mit 6 Stichwegen vollständig neu hergestellt werden.
Die Gemeinde List auf Sylt schreibt hierfür die Objektplanungsleistungen aus.
Art der Planungsleistung
Gefordert sind Objektplanungsleistungen für Verkehrsanlagen nach § 47 HOAI i.V.m. Anlage 13 HOAI für die Leistungsphasen 1–9.
Die Beauftragung erfolgt stufenweise:
Zum Leistungsumfang gehören ausdrücklich auch die Neuanlage einer ordnungsgemäßen Oberflächenentwässerung sowie der Straßenbeleuchtung.
Verfahrensrahmen und Vergabe
Durchgeführt wird ein Verhandlungsverfahren mit öffentlichem Teilnahmewettbewerb gemäß § 74 i.V.m. § 17 VgV. Maximal 5 Bewerber/Bewerbergemeinschaften werden zur Angebotsabgabe und zu Verhandlungsgesprächen eingeladen.
Die Lose „Süderheidetal" und „Westerheide" werden in separaten Vergabeverfahren vergeben – dieses Verfahren betrifft ausschließlich das Los „Süderheidetal".
Als Anlagen sind beigefügt: Lageplan (Anlage 1), Luftbilder (Anlagen 2+3), Fotografien der Verkehrsflächen Stand 22.07.2025 (Anlage 4).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Lage – Ausschlussgründe
Es dürfen keine Ausschlussgründe nach § 123 GWB vorliegen (u.a. Verurteilungen wegen Bildung krimineller/terroristischer Vereinigungen, Geldwäsche, Betrug, Subventionsbetrug, Bestechung, Menschenhandel) und keine Ausschlussgründe nach § 124 GWB (Steuerschulden, Insolvenz, schwere berufliche Verfehlung, falsche Erklärungen).
Bei Vorliegen eines Ausschlussgrundes kann ggf. ein Selbstreinigungsnachweis nach § 125 GWB erbracht werden.
Zusätzlich ist eine Erklärung abzugeben, dass keine Verbindung zu Russland i.S.d. VO (EU) 833/2014 besteht.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Berufshaftpflichtversicherung (Mindestdeckung, Nachweis max. 6 Monate alt):
Umsatz (Mittel der Jahre 2023–2025, brutto):
Hinweis: Die genannten Mindestumsätze sind Eignungs-Voraussetzung; die Punkte werden im Auswahlverfahren vergeben.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Qualifikation Projektleiter:
Personalstruktur (Mittel der letzten 3 Jahre 2023–2025, inkl. Inhaber):
Organigramm: max. 1 DIN A4, mit Geschäftsleitung, Projektleitung, Team und namentlich benannten maßgeblichen Teammitgliedern sowie Stellvertreter für den Projektleiter.
Referenzen als Eignungsnachweis
Es sind mindestens 3 Referenzen vorzulegen, die folgende Mindestanforderungen erfüllen:
Die Referenzen werden in einer Auswahlmatrix mit max. 500 Punkten bewertet (3 Referenzen à max. 100 Punkte, Vergleichbarkeit von „sehr gering" bis „sehr gut").
Einzureichen über die Anlagen D, E und F (jeweils eine Referenz).
Sonstige Anforderungen
Objektplanungsleistungen Verkehrsanlagen nach § 47 HOAI, Leistungsphasen 2–8
Mindestens 1 Referenz muss vergleichbare Straßenausbaumaßnahme sein; Nachweis über Bewerbungsbogen (Anlagen D, E, F); realisierte oder in Bearbeitung befindliche Leistungen; Referenzbescheinigung und Projektbeschreibung optional
Straßenausbaumaßnahme (Pflichtreferenz)
Vergleichbarer Straßenausbau; Nachweis im Rahmen der 3 Referenzen