Oberstdorf : Generalsanierung Eiserner Steg im Weidach (Oberstdorf-Tiefenbach)
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDer Markt Oberstdorf saniert den denkmalgeschützten Eisernen Steg – eine 45 m lange Stahl-Fachwerk-Fußgängerbrücke über die Breitach im Ortsteil Weidach. Beide Stege (Eiserner Steg + Vorlandsteg) werden ausgehoben, im Werk instand gesetzt und der Korrosionsschutz vollständig erneuert. Hinzu kommen die Sanierung der Unterbauten (Widerlager Nord/Süd, Pfeiler) und die Wiederherstellung der Zuwegungen.
Die Ausschreibung ist in zwei Lose aufgeteilt: Los 1 = Tiefbau/Massivbau/Wasserbau, Los 2 = Korrosionsschutz/Metallbau. Aufgrund von Naturschutzauflagen (Vogelschutz-, Fischschutzzeit) gibt es nur sehr enge Zeitfenster für Arbeiten am Bachbett.
Angebotsfrist: 25.11.2026, 10:00 Uhr. Bindefrist: 16.12.2026.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, ggf. monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eines eventuellen Nachlasses ohne Bedingungen.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBauaufgabe im Überblick
Vollerneuerung des Korrosionsschutzsystems am historischen Eisernen Steg und am Vorlandsteg, vollständige Sanierung der Unterbauten (Widerlager Nord/Süd, Pfeiler), Aushub und Wiedereinhub der Brücken, neue Brückenausstattung (Drahtseilnetz-Geländer, Gitterroste), Wiederherstellung der Zuwegungen und Renaturierung der Baustelleneinrichtungsflächen. Die Baumaßnahme steht unter Denkmal-, Natur- und Gewässerschutzauflagen.
Gemeinsame Pflichten für beide Lose
Abstimmung des Detailterminplans zwischen beiden Losen, gemeinsame Nutzung der Baustelleneinrichtung (abzustimmen), Verkehrssicherung für die gesamte Bauzeit, Beachtung der naturschutzrechtlichen Zeitfenster (Vogelschutzzeit 01.03.–01.09., Fischschutzzeit 01.10.–30.04.) und Einhaltung der ZTV-ING in aktuell gültiger Fassung. Pflicht zur örtlichen Besichtigung vor Angebotsabgabe. Pflicht zu örtlicher Bestandsvermessung durch den AN in Abstimmung mit dem Tragwerksplaner. Alle geforderten Unterlagen (Detailterminplan, Standsicherheitsnachweise, Werkstatt- und Montageplanungen, Notfallplan/Hochwasserschutzkonzept, Vermessungs- und Entsorgungskonzept, Fotodokumentation, Bautagesberichte) sind zu erstellen. Sperrung von Steg und Wanderwegen ist erforderlich.
Bauabschnitte und Zeitfenster (für beide Lose verbindlich)
Rodungszeitraum 01.10.–28./29.02.; Vorabmaßnahmen (Fällung/Rodung) bis 01.03.2027; Vorbereitende Maßnahmen 1. BA bis 01.08.2027; Aushub der Brücke nur max. 2 Tage ab 01.08.2027 (Vogelschutzzeit-Ausnahme, nur nach Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde); Instandsetzungsarbeiten 2. BA ab 01.09.2027; Kolkschutz und Fangedamm-Rückbau am WL Süd bis 01.10.2027; planmäßiger Bauabschluss Dezember 2027; ggf. Winterbau-Fortführung bis spätestens Folgefrühjahr. Verzögerung des frühesten Ausführungsbeginns bis zu 4 Wochen möglich (abhängig von LPB und Genehmigung UNB).
Geländer und Brückenausstattung (gilt übergreifend)
Neues Geländer als Edelstahl-Drahtseilnetz-System (X-Tend, Maschenweite 40 × 69 mm, Klemmen 1.4401), Spiralseile d = 8 mm (Werkstoff 1.4401), Geländerpfosten Vierkantrohr 40×30×3 (1.4571), Handlauf Vierkantrohr 30×30×3 (1.4571), unterer/mittlerer Geländerholm S235 feuerverzinkt, Seilhalterungen und Gabelverbindungen M10, Schwarzfärbung Seilnetz/Spiralseil mittels Spektralverfahren. Gitterroste als neuer Gehwegbelag.
Entsorgung und Verwertung (für beide Lose verbindlich)
Abfallvermeidung (Bemühensklausel), Übernahme der Erzeuger- und Besitzerpflichten für Bau- und Abbruchabfälle, Verwertung und Beseitigung nach KrWG und anerkannten Regeln der Technik, Nachweisführung gemäß KrWG und Nachweisverordnung (NachwV), getrennte Erfassung und sachgerechte Entsorgung. Nachweispflichten bei abweichenden Entsorgungslösungen: Berechtigungsnachweis der Anlage, Betreiberbestätigung, ggf. Bestätigung Abfallwirtschaftsbehörde (bei Andienungspflicht), Nachweise nach §§ 53/54 KrWG, Einverständniserklärung zur Auskunftserteilung, Kosten-Einrechnung in Einheitspreise.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung (gilt für alle Lose)
Nachweis vergleichbarer Leistungen in den letzten fünf Kalenderjahren.
Persönliche und rechtliche Eignung (gilt für alle Lose)
Registereintragung (Handelsregister / Handwerksrolle / IHK – je nach Unternehmenstyp); keine Insolvenz / kein laufendes Insolvenzverfahren / keine Liquidation; keine Ausschlussgründe gemäß § 6e EU VOB/A; keine Eintragungen im Wettbewerbsregister (Abfrage bei Auftragssumme ab 50.000 € netto); ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen; Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft.
Wirtschaftliche und finanzielle Eignung (gilt für alle Lose)
Gewerbeanmeldung; Handelsregisterauszug; Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse; Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts bzw. Bescheinigung in Steuersachen; Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG; qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Angabe der Lohnsummen.
Personelle und gerätetechnische Eignung (gilt für alle Lose)
Zahl der jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte, gegliedert nach Lohngruppen mit technischem Leitungspersonal; die für die Ausführung erforderlichen Arbeitskräfte stehen zur Verfügung.
Technische Eignung – Mindesteigenleistung und Präqualifikation
Mindestens 70 % der Leistung muss im eigenen Betrieb ausgeführt werden (Nachunternehmererklärung Formblatt 233). Präqualifizierte Bieter: Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis (Verein für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V.) zzgl. auftragsspezifische Einzelnachweise. Nicht präqualifizierte Bieter: Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) mit dem Angebot, ggf. auftragsspezifische Einzelnachweise. Bei Zuschlag in engere Wahl sind die in der Eigenerklärung genannten Bescheinigungen zuständiger Stellen vorzulegen; fremdsprachige Bescheinigungen sind ins Deutsche zu übersetzen.
Technische Eignung – Normen, Baustoffe und Gütenachweise (gilt für alle Lose)
Eignungs- und Gütenachweise gemäß ZTV, TL/TP und DIN; Eignungsprüfungszeugnisse für Baustoffe; Nachweis der Eignung der zu liefernden Baustoffe gegenüber dem AG. Für Ingenieurleistungen: HOAI-Anwendung bei Nachunternehmervergabe. Nachweis der abfallrechtlichen und bodenmechanischen Eignung für die Entsorgung von Aushubmaterialien. Einhaltung einschlägiger Normen (DIN EN 1991-2+NA, DIN 1076, ZTV-ING, ZTV-E). Für Korrosionsschutz: Einhaltung TL/TP-KOR und ZTV-ING-4-3. Für Betonarbeiten: C 35/45, B 500 B, Expositionsklassen XC4, XD2, XF2, WA; Überwachungsklasse 2.
Angebotsbezogene Anforderungen (gilt für alle Lose)
Angebot in deutscher Sprache; Verwendung der von der Vergabestelle vorgegebenen Vordrucke; dokumentenechte Eintragungen; Preisangaben in Euro mit max. 3 Nachkommastellen ohne Umsatzsteuer; USt-Betrag gesondert am Schluss hinzufügen; Preisnachlässe nur ohne Bedingungen als Vomhundertsatz auf die Abrechnungssumme. Leistungsverzeichnis: selbstgefertigte Kopie/Kurzfassung zulässig, Langfassung allein verbindlich. Art und Umfang der Nachunternehmerleistungen im Angebot angeben. Bei Bietergemeinschaft: Erklärung aller Mitglieder in Textform (ARGE-Erklärung, Bevollmächtigter, gesamtschuldnerische Haftung). Mehrere Hauptangebote sind nicht zugelassen; Nebenangebote sind nicht zugelassen.
Vergleichbare Leistungen in den letzten fünf Kalenderjahren
Brücken-/Stahlbau- oder vergleichbare Sanierungsleistungen; geforderte Mindestangaben: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Eigenleistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung, ggf. koordinierte Gewerke; Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung (Formblatt 444)
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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