Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Pforzheim saniert das bestehende Höhenfreibad auf dem Wartberg generalsaniert und schreibt dazu die Erd- und Rohbauarbeiten öffentlich aus. Das Auftragspaket umfasst Baugrubenaushub mit Verbau (Berliner Verbau / Trägerbohlwand), Erdarbeiten, Abdichtungs- und Perimeterdämmarbeiten, Dränage, Stahlbetonarbeiten für ein neues Technikgebäude (WU-Beton, Weiße Wanne), vorbereitende Arbeiten für Edelstahlbecken, Mauerwerksarbeiten, Blitzschutz-Zuarbeiten sowie HLS-Zuarbeiten (Trinkwasser-, Schmutz- und Regenwasserleitungen, Schächte). Die Vergabe erfolgt als Einzelangebot im offenen Verfahren nach VOB/A EU; Nebenangebote sind nicht zugelassen. Zuschlagskriterium ist der Preis.
Wichtige Termine:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis - das wirtschaftlichste Angebot wird allein über den Preis ermittelt
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Vorhalte
Komplette Baustelleneinrichtung mit Baukränen (Auslegerlänge 55–60 m), Sanitär- und Bürocontainern, Baustrom, Bauwasser, Abwasser, Baustraßen (ca. 1.800 m²), Lagerflächen, Sicherungsmaßnahmen (Seitenschutz an Beckenrändern, mobile Absperrungen), Schnurgerüst, Schmutzwasser-Tauchpumpen, Bautreppen und Warntafeln. Vorhaltezeit der eigenen BE: 18 Monate. SiGe-Koordination stellt der Auftraggeber; der Auftragnehmer erstellt eigene Gefährdungsanalyse. Es ist mindestens 1 namentlich benannter Ersthelfer (BGR A5) zu stellen. Fachbauleiter und Vertreter müssen der deutschen Sprache mächtig sein.
Erdarbeiten und Verbau
Rodung und Oberbodenabräumung, Baugrubenaushub (ca. 3.485 m³, ca. 4,5 m Tiefe für das Technikgebäude, weitere 5,5 m für den Schmutzwasserbehälter), Rohrgräben bis 3,5 m Tiefe, Aushub für Bodenplatten im Kinderbereich. Berliner Verbau / Trägerbohlwand mit 24 × 2×U400-Profilen, 8,5–9 m Länge, Holzaufschalung (ca. 230 m²) und Gurt-/Steifenträger (Verbauträger ca. 31.100 kg). Abfuhr/Entsorgung von Bodenmaterial der Klassen BM-F0 (DK 0, ca. 1.120 m³), BM-F3* (DK II, ca. 1.420 m³) und > BM-F3. Verfüllarbeiten mit Planum, Schutzvlies, Tragfähigkeitsmessungen (EV2 > 45 MN/m²), Arbeitsraumverfüllung mit Siebschutt/RC-Material, Bodenaustausch mit Geogitter. Erstellung des Standsicherheitsnachweises für die Baugrube durch den AN.
Abdichtungs- und Dämmarbeiten
W2.2-E Bitumenbahnen (2-lagig, R500N, ca. 210 m²) auf neuer UG-Außenwand des Technikgebäudes. W1.2-E PMBC (Dickbeschichtung 4 mm, Spritzverfahren, ca. 45 m²) auf neuem Stahlbetonsockel / Übergang zum Bestand. Frischbetonverbundfolie (FBV-System SikaProof oder gleichwertig) am Schmutzwasserbehälter (ca. 194 m² inkl. Bodenplatte, Nähte, Spannstellen, Rohrdurchführungen, Übergangsstreifen) – Einbau durch herstellerzertifiziertes Fachpersonal nach DBV-Heft 44. Perimeterdämmung aus XPS-Hartschaum (60–80 mm an W1.2-E, 80 mm an W2.2-E, ca. 250 m²) inkl. vertikaler Noppenbahn als Dränschicht (ca. 235 m²).
Dränagearbeiten
Dränleitungen TP PVC-U DN 200 (ca. 85 m) und DN 160 (ca. 40 m), geotextil ummantelt, Kies 8/16, Spül-/Kontroll-/Sammelschächte DN 315 (9 Stück), Schachtabdeckungen Guss B125, Anschluss an Übergabeschacht. Vorhaltezeit der Wasserhaltung: 12 Monate.
Stahlbeton-, Schalungs- und Bewehrungsarbeiten
WU-Betonkonstruktion (Weiße Wanne, Beanspruchungsklasse 1, Nutzungsklasse A) für das Technikgebäude: Fundamente (Einzel- und Streifenfundamente C30/37 XC2), Bodenplatte (Neubau UG-Erweiterung BRI ca. 1.477 m³), Wände, Decken, Unterzüge/Überzüge, Sockel, Arbeitsfugen, Dichtungskehlen. Magerbeton und Sauberkeitsschichten. Bewehrung aus Betonstahl B500A nach Plänen des Tragwerksplaners; Schraubbewehrung (Lenton Standardmuffen); Dehnfugenbänder und Fugenbleche für WU-Bodenplatten; nachträgliche Bewehrungsanschlüsse (Klebebewehrung) durch zertifiziertes Baustellenfachpersonal. Sichtbetonanforderungen SB1, SB2, SB3 nach DBV-Merkblatt. Schalungsarbeiten inkl. Traggerüste (Bemessungsklasse B nach DIN EN 12218). Anpassungsarbeiten für die Edelstahlbecken (Wettkampf-/Schwimmerbecken, Sprungbecken mit 10-m-Turm, Freizeitbecken, Kinderplanschbecken und Spraypark).
Mauerwerks- und Stahlbau-Zuarbeiten
Abbruch und Neubau der Mauerwerksfassade (ca. 75 m²) in Kalksandstein-Mauerwerk inkl. Vorsatzschalen, Schallschutz-Trennwandplatten und Stahlstützen. Maßnahmen im Bestand: Abbrucharbeiten an Bestandswänden und -decken, Kernbohrungen, Brandschutzertüchtigung, Stahlkonstruktionen HEB 320 / HEA 140.
HLS- und ELT-Zuarbeiten Haustechnik
Blitzschutz/Erdung: Fundamenterder, Ringerder, Ableitungen, Anschlussfahnen, Blitzschutzdokumentation mit Bestandsplänen CAD/Papier, Montageplanung, 4-Leiter-Messung mit Prüfstrom durch Elektro-Sachverständigen, Prüftabelle, Fotodokumentation (wöchentlich).
Einbauten: Gebäudeeinführungen, Leerrohre, Kabelschächte.
HLS-Zuarbeiten: Trinkwasserleitung DN 80 aus PE 100-RC (90 mm) inkl. Formstücke, Anschluss, Spülung, Desinfektion – ca. 180 m Trasse; LWL-Mikrorohr-Endstopfen, Markierungspfosten, Trassenwarnband; Schmutz- und Regenwasser-Grundleitungen DN 100–500 inkl. Formstücken und ca. 5 Anschlüsse an Bestandsleitungen DN 200/300/500; 22 Schachtanlagen DN 1000 aus Beton/Stahlbetonfertigteilen; 54 Bodeneinläufe / Entwässerungsrinnen; 50 m PE-Druckrohrleitungen DN 65 und DN 100; Drainage ca. 172 m; Wasserhaltungspumpen mit 12 Monaten Vorhaltezeit; 45 Kernbohrungen 51–500 mm; provisorische Schmutzwasser-Umleitung DN 200 ca. 30 m; Rückbau Bestandsleitungen/Schächte (35 St. Bestandsleitungen trennen und verschließen); Kanalanschlüsse an die öffentliche Entwässerung (Schmutzwasser DN 150, Regenwasser DN 100); Einlegearbeiten (75 St. Ankerschienen / Einbauteile Badewassertechnik); Nahwärmeleitungen und Mikrorohrverbände für Glasfaser. Stundenlohnarbeiten: Aufsichtspersonal je 50 h, Bagger und Planierraupe je 10 h.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenWirtschaftliche und finanzielle Eignung
Angabe der Umsätze der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre (Bauleistungen und vergleichbare Leistungen). Bei Auftragswert ab 30.000 € netto: Abfrage beim Wettbewerbsregister (Bundeskartellamt) gemäß WRegG. Ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer- und Abgabenpflichten sowie der Sozialversicherungsbeiträge, Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft.
Technische und berufliche Eignung
Eintragung in Handelsregister, Handwerksrolle (für die auszuführenden Leistungen) oder IHK; Verfügbarkeit der erforderlichen Arbeitskräfte; durchschnittlich beschäftigte Arbeitskräfte der letzten 3 Kalenderjahre nach Lohngruppen mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal. Mindestens 3 Referenzen aus den letzten 3 Kalenderjahren für vergleichbare Erd- und Rohbauleistungen.
Ausschlussgründe / § 6e EU VOB/A
Kein Insolvenzverfahren oder vergleichbares Verfahren beantragt/eröffnet, kein Antrag auf Eröffnung mangels Masse abgelehnt, Unternehmen nicht in Liquidation, keine schweren Verfehlungen gemäß § 6e EU VOB/A, keine Verurteilung in den letzten 2 Jahren wegen Verstößen mit Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldbuße > 90 Tagessätze oder > 2.500 € (bzw. Selbstreinigungsmaßnahmen ergriffen).
Fachliche Qualifikationen und Nachweise
Eigenerklärung der Eignung/Präqualifikation gemäß KEV 179 (alternativ PQ-Eintragungsnummer). Herstellerqualifikation EXC 2 gemäß DIN EN 1090 (Schweißqualifikation). Nachweis EC 2 (EN 1992) für Beton-, Stahlbeton- und Spannbetonbau. Schweißeignungsnachweis Klasse D nach DIN 18800-7 / DIN EN ISO 17660 (Schweißen von Betonstahl). Eignungsnachweis für die Überwachungsklasse 2 (Beton) durch anerkannte Überwachungsstelle / Güteschutzverband Beton. Ersthelfer gemäß BGV A5. Verpflichtung Mindestlohn LTMG-BW.
Eignungsanforderungen Kanal- und Leitungsbau
Anerkennung als geeignete Firma durch Güteschutz Kanalbau e.V. (RAL-GZ 961) – Beurteilungsgruppe AK 1, AK 2 oder AK 3, wobei AK 3 zusätzlich Referenzen gleicher Schwierigkeit/Umfangs der letzten 3 Jahre erfordert; ohne RAL-GZ 961: Referenznachweis plus Vertrag über gleichwertige unabhängige Fremdkontrolle. Schulung des Personals nach DVS 2212 oder DVGW GW 330 für PE 100-RC-Trinkwasserleitungsverlegung. Werkseigene Produktionskontrolle (WPK) und PAS-1075-Zertifikat für PE 100-RC-Rohre. RAL-Gütezeichen für Kanalanschlüsse an die öffentliche Entwässerung.
Arbeitsschutz und Sprache
Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften und DGUV-Vorschriften. SiGe-Verpflichtungen gemäß § 5 BaustellV sind zu erfüllen; Gefährdungsanalyse ist zu erstellen; Fachbauleiter und Vertreter müssen der deutschen Sprache mächtig sein.
Mindestens 3 Referenzen über vergleichbare Leistungen (Erd- und Rohbauarbeiten) aus den letzten 3 abgeschlossenen Kalenderjahren
Vergleichbare Erd- und Rohbauarbeiten; je Referenz anzugeben: Baumaßnahme, Ort, Bauherr/Auftraggeber (Anschrift), Leistung, Auftragswert der gesamten Leistung in €, eigener Auftragswert in €, Ausführungszeitraum, Rolle (Hauptauftragnehmer/ARGE-Partner/Nachunternehmer), durchschnittlich eingesetzte Arbeitnehmer und Leitungskräfte, besondere technische/gerätespezifische/zeitliche Anforderungen. Bei Zuschlag in engere Wahl: schriftliche Bestätigungen der damaligen Auftraggeber erforderlich.
Für Kanalbau (Grundleitungen, Anschlüsse öffentliche Entwässerung): RAL-Gütezeichen Kanalbau RAL-GZ 961 in Beurteilungsgruppe AK 1, AK 2 oder AK 3 (AK 3 zusätzlich mit Referenznachweis über Leistungen gleichen Umfangs/gleicher Schwierigkeit der letzten 3 Jahre) oder gleichwertige Fremdkontrolle
Gleicher Umfang und gleiche Schwierigkeit wie die ausgeschriebenen Kanalbauleistungen
Für Trinkwasserleitungs-Verlegung PE 100-RC: Schulung des Personals nach DVS 2212 oder DVGW GW 330 sowie PAS 1075-Zertifikat der Rohre (werkseigene Produktionskontrolle WPK)
Herstellerzertifikat / Personalschulungsnachweis