Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenGegenstand ist die denkmalgerechte Instandsetzung und Ertüchtigung der Holzbalkendecken im Jesuitenkolleg in Landsberg am Lech. Der Auftrag umfasst Rückbau, Austausch und Verstärkung von Deckenbalken, neue Mauerlatten und Abstützungen, eine Brettstapeldecke, Fußbodenaufbauten, Schüttungen sowie Stahlträgerarbeiten.
Das Angebot muss bis zum 07.10.2026 um 10:00 Uhr elektronisch über die Deutsche eVergabe eingereicht werden. Mit dem Angebot sind unter anderem das ausgefüllte Leistungsverzeichnis, Erklärungen zur Eignung und zu Holzprodukten sowie gegebenenfalls Unterlagen zu Bietergemeinschaften, Nachunternehmern und anderen Unternehmen vorzulegen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertLeistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Vorbereitung
Einrichten und Räumen der Baustelle, Vorhaltung der erforderlichen Einrichtungen, Bauschuttcontainer, Schrägaufzug und Entsorgung. Erforderlich sind außerdem Schutzabdeckungen, Sicherungs- und Abstützmaßnahmen sowie Maßnahmen zur Erhaltung des Bauzustands.
Rückbau und Abbruch
Rückbau von Holzbalkendecken, historischen Holzbohlen, Fehlböden, Schüttungen, Dämmstoffen und weiteren Deckenbestandteilen. Zusätzlich können Balkenköpfe freigelegt, Mauertaschen geöffnet, Kernbohrungen ausgeführt und Wandschlitze hergestellt werden.
Ertüchtigung der Holzbalkendecken
Austausch schadhafter Deckenbalken, Unterzüge, Schwellen und Mauerlatten; Ertüchtigung durch Beilaschungen; Einbau neuer Deckenbalken, Auswechslungen, Mauerlatten und Abstützkonstruktionen. Zum Einsatz kommen unter anderem Nadelholz C24/S10, Eiche und Baufurnierschichtholz.
Brettstapeldecke und Holzverbindungen
Einbau einer Brettstapeldecke GL24h mit einer Dicke von 100 mm und einer Fläche von etwa 50 m². Herstellung und Einbau von Holzverbindungen wie Blattstößen, Zapfen und Ausklinkungen sowie Sanierung oder Austausch von Deckenbalkenköpfen.
Fußbodenaufbauten
Aus- und Wiedereinbau historischer Bodendielen, Einbau von Fehlböden, Mineralwolldämmung, Rieselschutzvlies, Quarzsand- oder Blähtonschüttung, Holzbohlen und Bodenschalung. Aus- und Einbau von Schüttungen sowie Herstellung von Deckendurchführungen mit F90-Anforderungen sind ebenfalls Bestandteil.
Stahl- und Verbindungsarbeiten
Einbau von Stahlträgern unterschiedlicher Abmessungen, Stahl-U-Profilen, Stahl-L-Winkeln, Rohrspannschlössern, Auflagern und weiteren Stahlteilen. Für tragende Stahlbauteile sind Schweißverbindungen und die zugehörigen Nachweise erforderlich. Als Verbindungsmittel kommen Voll- und Teilgewindeschrauben, Stabdübel, Bolzen, Eichendollen, Injektionsanker und Scheibendübel infrage.
Materialien und Zertifizierung
Die verwendeten Holzprodukte müssen FSC- oder PEFC-zertifiziert sein oder die jeweiligen Kriterien dieser Systeme für das Herkunftsland einzeln erfüllen. Für gleichwertige Zertifizierungen oder Einzelprüfungen ist ein geprüfter Nachweis des Johann Heinrich von Thünen-Instituts Hamburg oder des Bundesamts für Naturschutz Bonn erforderlich.
Planung und Dokumentation
Erstellung der Werkstatt- und Ausführungsplanung einschließlich der Planung der Brettstapeldecke und der Stahlbauteile. Vor der Ausführung sind die erforderlichen Freigaben einzuholen. Zur Dokumentation gehören unter anderem Fachunternehmererklärungen, die Bestätigung der denkmalgerechten Ausführung, Planungs- und Statikunterlagen, Materialangaben, Datenblätter, Zulassungen, Prüfzeugnisse, Konformitätserklärungen und Abnahmeprotokolle.
Besondere Ausführungsbedingungen
Die Arbeiten müssen denkmalgerecht und substanzschonend, erschütterungsarm und mit kleinem Gerät erfolgen. Materialtransporte sind ausschließlich über das Treppenhaus beziehungsweise den Schrägaufzug und Schuttrohre vorgesehen. Vor-Ort-Schweißen ist aus Brandschutzgründen nicht gestattet. Für die Ausführung sind die Anforderungen an den Erhalt der denkmalgeschützten Bausubstanz zu beachten.
Entsorgung
Bau- und Abbruchabfälle sowie Baustellenabfälle sind ordnungsgemäß zu entsorgen. Bei alternativen Entsorgungslösungen sind Berechtigungsnachweise, Betreiberbestätigungen und gegebenenfalls behördliche Bestätigungen vorzulegen. Die Kosten der Verwertung sind in die Einheitspreise einzurechnen; die Kosten der Beseitigung sind zu benennen.
Sonstige Leistungen
Zum Leistungsumfang gehören außerdem Bohrwiderstandsmessungen, die Bereitstellung erforderlicher Gerüste, Arbeits- und Sicherungsmaßnahmen sowie Stundenlohnarbeiten für Vorarbeiter, Facharbeiter, Helfer, Maschinenführer, Lieferwagen, Lkw und Handkreissägen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenUnternehmens- und Eignungsnachweis
Nicht präqualifizierte Unternehmen müssen die Eigenerklärung zur Eignung einreichen. Je nach Unternehmensform und auf Verlangen sind Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerksrollen- oder IHK-Eintragung, Angaben zur PQ-Nummer, Personalien der Geschäftsführer oder Prokuristen sowie Nachweise zur beruflichen und finanziellen Zuverlässigkeit vorzulegen.
Finanzielle und steuerliche Zuverlässigkeit
Auf Verlangen sind Unbedenklichkeitsbescheinigungen der tariflichen Sozialkasse, des Finanzamts und der Berufsgenossenschaft sowie eine Freistellungsbescheinigung zur Steuerbefreiung beim Bauleistungen einbehalten vorzulegen. Soweit erforderlich, können ein Insolvenzplan oder Nachweise zur Selbstreinigung verlangt werden.
Personelle Leistungsfähigkeit
Auf Verlangen ist eine Erklärung zur Anzahl der jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte der letzten drei Kalenderjahre, gegliedert nach Lohngruppen mit gesonderter Angabe des technischen Leitungspersonals, vorzulegen. Während der Ausführung muss ein Vorarbeiter mit Deutschkenntnissen in Wort und Schrift ständig anwesend sein.
Fachliche Qualifikation und technische Nachweise
Für tragende Stahlbauteile ist der Eignungsnachweis für Schweißverbindungen nach DIN EN 1090 EXC 2 vorzulegen. Mit dem Angebot ist das für die Werkstattplanung der Brettstapeldecke vorgesehene Ingenieurbüro zu benennen oder ein eigenes Konstruktionsbüro nachzuweisen. Für Brandschutzanforderungen sind die erforderlichen Nachweise und Unternehmererklärungen vorzubereiten.
Material- und Umweltanforderungen
Alle verwendeten Holzprodukte müssen nach FSC oder PEFC zertifiziert sein oder die im Herkunftsland geltenden Kriterien dieser Systeme einzeln erfüllen. Bei gleichwertigen Zertifizierungen oder Einzelprüfungen ist ein geprüfter Nachweis des Johann Heinrich von Thünen-Instituts Hamburg oder des Bundesamts für Naturschutz Bonn erforderlich. Darüber hinaus sind für bestimmte Holzwerkstoffe und Holzschutzmittel geforderte Emissionsprüfberichte, Gütezeichen, CE-Kennzeichnungen oder ETA-Nachweise vorzuhalten.
Russlandbezogene Erklärung
Das Unternehmen sowie gegebenenfalls beteiligte Eignungsverleiher, Nachunternehmer und Lieferanten müssen die Erklärung zum Bezug zu Russland abgeben. Bei Russia-bezogenen Unternehmen sind Leistungen nur unter den in der Erklärung genannten Voraussetzungen, insbesondere unter 10 % der Auftragssumme oder bei einer gesetzlichen Ausnahme, zulässig.
Referenzen
Es müssen mindestens drei vergleichbare Referenzprojekte aus dem Bereich Einzeldenkmal vorgelegt werden. Die Referenzen müssen hinsichtlich Gebäudegröße, Auftragssumme, Schwierigkeitsgrad und Leistungsumfang vergleichbar sein und Erfahrungen mit Gebäuden gleicher oder älterer Bauzeit, insbesondere des 16. bis 18. Jahrhunderts, belegen. Die Nachweise sind auf Aufforderung innerhalb von sechs Kalendertagen einzureichen.
Mindestens drei vergleichbare Referenzprojekte aus dem Bereich Einzeldenkmal
Je Referenz sind Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, besondere technische oder gerätespezifische Anforderungen, Baumaßnahmenart, vertragliche Bindung, gegebenenfalls koordinierte Gewerke und eine Bestätigung des Auftraggebers über die vertragsgemäße Ausführung anzugeben.