GGS Regenbogenschule Kierberg, energetische Sanierung, TGA 1-4, 8 LPH 1-9
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Brühl (Rheinland) vergibt die Fachplanung der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) für die energetische Sanierung der Gemeinschaftsgrundschule Regenbogenschule in Kierberg, Kaiserstraße 158, 50321 Brühl.
Gesucht wird ein/e Ingenieur/in oder ein Ingenieurbüro, das/die die Planung der Anlagengruppen 1–4 und 8 (Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektro und nutzungsspezifische Anlagen) in allen 9 Leistungsphasen nach HOAI übernimmt – von der Grundlagenermittlung bis zur Objektbetreuung.
Das Verfahren ist ein EU-weites Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb (VgV). Zunächst bewerben sich Interessenten mit einem Teilnahmeantrag; maximal 3 Bewerber werden danach zur Angebotsabgabe aufgefordert. Die Maßnahme wird im laufenden Schulbetrieb mit Interims-Containern umgesetzt, Baubeginn ist für September 2027, Fertigstellung für Juni 2029 geplant.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Bieterpräsentation75%
Qualitative Bewertung der Präsentation mit den Aspekten: Vorstellung des Projektleiters und Stellvertreters (Kompetenz, Arbeitsweise, Organisation und örtliche Präsenz), Vorstellung von max. 2 vergleichbaren Referenzprojekten, Konzeptvorstellung zur Herangehensweise an die Aufgabe, Darstellung der Kosten- und Terminsteuerung, Projektorganisation, Aufgabenverteilung, Vertretung und Entscheidungswege sowie Gesamteindruck (Vollständigkeit, Verständlichkeit, Kommunikationsfähigkeit). Die Unterkriterien-Gewichtungen sind in den Unterlagen nicht eindeutig zuordenbar und werden daher nicht einzeln angegeben.
- Honorarangebot25%
Gewertet wird die Auftragssumme (brutto) aus der Honorarabfrage, Gesamtsumme brutto, anhand der Mehrkostenformel.
Honorarangebot (max. 5 Punkte, gewichtet 25 %): Das günstigste Honorarangebot (Auftragssumme brutto) erhält 5 Punkte. Weitere Angebote werden anhand ihres prozentualen Mehrkostenanteils gegenüber dem günstigsten Angebot ermittelt; die Maximalpunktzahl von 5 wird entsprechend diesem Prozentsatz abgemindert. Ab einem Mehrkostenanteil von 100 % werden 0 Punkte vergeben. Bieterpräsentation (max. 5 Punkte, gewichtet 75 %): Bewertung der Unterkriterien mit Punkten von 0 bis 5 nach den Stufen sehr gut, gut, befriedigend, ausreichend, mangelhaft und ungenügend. Gewichtete Punkte: Punkte × Gewichtung.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjekt und Auftraggeber
Auftraggeber ist die Stadt Brühl, Fachbereich 70/1 Gebäudemanagement. Das Vorhaben umfasst die energetische Sanierung der GGS Regenbogenschule, Kaiserstraße 158, 50321 Brühl (ca. 1.550 m² BGF, dreizügige Grundschule, Baujahr 1960, bestehend aus vier Gebäudeteilen). Die Maßnahme wird im laufenden Schulbetrieb mit Interims-Containern umgesetzt und über die Förderprogramme „Revier Gestalten" (NT-Readiness) und KfW 464 (EG40) finanziert. Maßnahmenabschluss laut Förderbedingung: 31.12.2029.
Fachlicher Leistungsgegenstand (TGA)
Fachplanung Technische Gebäudeausrüstung nach HOAI 2021, Teil 4 Fachplanung, Abschnitt 2, für die Anlagengruppen:
Leistungsphasen und Honorarstruktur
Beauftragung aller Leistungsphasen 1–9 gemäß HOAI 2021:
Honorarbasis: anrechenbare Kosten 747.980 € netto, Honorarzone II, Basishonorarsatz, Umbau- und Modernisierungszuschlag nach § 56 Abs. 5 HOAI 2021, Nebenkosten max. 5 %. Stufenweise Beauftragung – zunächst verbindlich nur die erste Leistungsstufe, weitere Stufen werden optional abgerufen.
Konkrete Planungsinhalte aus der Vorplanung
Die energetische Sanierung umfasst u.a.: Dämmung der Gebäudehülle (Außenwände mit Mineralwolle 16 cm, Dach 24 cm, Geschossdecken/Bodenplatte), Fensteraustausch (Dreifachverglasung, teilweise elektrische Verschattung), neue Pfosten-Riegel-Fassaden, neue Eingangs- und Brandschutztüren, neue Dachdeckung (Zink-Stehfalz/Bitumen), Niedertemperatur-Heizkörper, Heiz-/Kühldeckenelemente, dezentrale Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung, Fußbodenheizung oder Trockenestrich, PV-Anlage (Rückbau und Neuinstallation), Kunst am Bau sowie Abbruch- und Neubauarbeiten inkl. Container-Interim.
Zeitplan und Schnittstellen
Planungsbeginn umgehend nach Auftragserteilung (voraussichtlich Ende Dezember 2026). Baubeginn September 2027 (mit vorbereitenden Maßnahmen), Inbetriebnahme/Übergabe geplant Juni 2029. Schnittstelle zur Objektplanung: LP 1–4 bereits abgeschlossen, Einarbeitung in vorhandene Planung erforderlich. Vergabeverfahren für Bau- und Lieferverträge ab Mai 2027.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenTeilnahmeberechtigung und berufliche Qualifikation
Bewerben können sich natürliche oder juristische Personen mit Sitz in einem EU-Mitgliedstaat, die nach den Rechtsvorschriften ihres Herkunftsstaates zur Ausführung der entsprechenden Ingenieurleistungen berechtigt sind. Juristische Personen müssen in ihrem Gesellschaftszweck Ingenieurleistungen vorsehen und einen bevollmächtigten Vertreter benennen. Voraussetzung ist die Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung Ingenieur/in nach Landesrecht oder ein gleichwertiger Abschluss gemäß EU-Richtlinien.
Finanzielle/wirtschaftliche Eignung (Anlage 5)
Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung mit Mindestdeckungssummen von 1.500.000 € für Personenschäden und 1.500.000 € für sonstige Schäden je Schadensfall. Die Maximierung der Ersatzleistung pro Versicherungsjahr muss mindestens das Zweifache der Deckungssumme betragen. Vorlage einer Deckungszusage der Versicherung für den Auftragsfall.
Fachliche Eignung – Referenzen und Personalkapazität
Zwei vergleichbare Referenzprojekte (Anlage 6) aus 01/2018–12/2025 zu Fachplanung TGA, AG 1-4 und 8, LPH 1-9, KG 400 ≥ 250.000 € brutto; mindestens ein Projekt mit Typologie Bildungseinrichtung und Sanierung/Umbau. Mindestens ein Projekt für öffentliche Bauherren im Zeitraum 01/2020–12/2025 (Anlage 7). Mindestens eine festangestellte Ingenieurin/ein festangestellter Ingenieur pro Büro im Mittel der Jahre 2022–2025 (Anlage 8). Bewertet werden u.a. technische Ausrüstung, Kontinuität, Komplexität, Projektgröße und Personelle Besetzung.
Ausschlusskriterien (§§ 123, 124 GWB)
Keine zwingenden Ausschlussgründe nach § 123 GWB (z.B. rechtskräftige Verurteilungen wegen Korruption, Betrug, Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Menschenhandel, schwere Steuer-/Sozialversicherungsverstöße). Keine fakultativen Ausschlussgründe nach § 124 GWB (z.B. Verstöße gegen Umwelt-/Sozial-/Arbeitsrecht, Insolvenz, schwere Verfehlung, wettbewerbsbeschränkende Vereinbarungen, Interessenkonflikte, Täuschung, unzulässige Einflussnahme).
Sprache und Formerfordernisse
Alle Bewerbungs- und Angebotsunterlagen sind in deutscher Sprache einzureichen. Einzureichende Erklärungen und Formblätter sind ohne inhaltliche Änderungen zu verwenden. Bewerbergemeinschaften, Eignungsleihe und Nachunternehmer sind unter Beifügung der entsprechenden Verpflichtungserklärungen zulässig.
2 vergleichbare Referenzprojekte zur Fachplanung TGA (Anlagengruppen 1–4 und 8), Leistungsphasen 1–9, Projektkosten KG 400 ≥ 250.000 € brutto, Zeitraum 01/2018–12/2025. Mindestens ein Projekt muss Typologie Bildungseinrichtung und Sanierung bzw. Umbau/Erweiterung eines Bestandsgebäudes sein. Nachweis über Bescheinigung des Auftraggebers oder Eigenerklärung (Formblatt 6.n).
Vergleichbar mit energetischer Sanierung einer Grundschule mit TGA in den AG 1-4 und 8; Bewertung u.a. nach BGF (>1.000 m²), Art des Bauwerks (Grundschulen bevorzugt), bearbeitete Anlagengruppen, Komplexität und Projektstand (fertiggestellt/übergeben)
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenVerlauf dieser Vergabe
2 Bekanntmachungen- 30.09.2026Ausschreibungauf dieser Seite
- Teilnahmefrist: 20.10.2026 → 27.10.2026
- Frist für Fragen: 13.10.2026 → 16.10.2026
- 17.09.2026Ausschreibung
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