Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDas Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe-Nordsee schreibt für die Grundinstandsetzung der rund 656 Meter langen Ostmole des Bundeshafens Helgoland freiberufliche Planungsleistungen aus.
Gefordert werden:
Die Leistungen werden stufenweise in 4 Planungsstufen abgerufen. Die Bauausführung ist ab August 2030 mit einer Dauer von rund 36 Monaten geplant. Die geschätzten Baukosten belaufen sich auf ca. 98,8 Mio. EUR, das vorläufige Gesamthonorar auf ca. 4,48 Mio. EUR netto.
Verfahren: EU-weite Ausschreibung im offenen Verfahren ohne Lose. Angebote sind elektronisch über die e-Vergabe-Plattform des Bundes einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis50%
Der Preis wird aus der Wertungssumme der nachgerechneten Angebotssumme ermittelt, unter Berücksichtigung von Nachlässen, preislich günstigsten Grund- oder Wahlpositionen sowie aller Bedarfspositionen und möglichen, sich für den Auftraggeber ergebenden zusätzlichen Kosten.
- Qualifikation und Erfahrung des mit der Ausführung des Auftrags betrauten Personals20%
Bewertung des Qualifikationsprofils aller Mitglieder des Projektteams (Studienabschlüsse, Ausbildungsabschlüsse, Fortbildungen, Zusatzqualifikationen) sowie der besonderen Eignung für die Aufgabenerfüllung bei der Ausführung des Auftrags (§ 58 (2) Nr. 2 VgV).
- Qualität der Leistung - Umsetzungskonzept30%
Umsetzungskonzept zur Erbringung der Planungsleistungen: Zusammensetzung Projektteam, projektbezogenes Organisationsdiagramm, Maßnahmen zum Qualitätsmanagement/Qualitätssicherung, Benennung projektbezogener Risikofaktoren und projektbezogener Zeitplan. Bewertet werden Vollständigkeit, Übersichtlichkeit, Plausibilität, Nachvollziehbarkeit und Detailtiefe (§ 58 (2) Nr. 1 VgV).
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenRahmen und Auftraggeber
Auftraggeber ist das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe-Nordsee (WSV), Moorweidenstraße 14, 20148 Hamburg. Die Maßnahme unterliegt dem Bundeswasserstraßengesetz. Leistungsort ist Helgoland. Es handelt sich um eine Gesamtvergabe ohne Lose. Nebenangebote sind nicht zugelassen.
Sprache, Form und Unterlagen
Alle Leistungen und Unterlagen sind in deutscher Sprache zu erbringen. Unterlagen sind 3-fach farbig und kopierfähig sowie digital über GAEB-Schnittstellen einzureichen. Während der Planungsphasen (Stufen 1–3) finden wöchentliche Videokonferenzen und monatliche Präsenztermine vor Ort auf Helgoland statt; in der Bauausführung (Stufe 4) mindestens zwei Präsenztermine pro Monat vor Ort plus bedarfsorientierte Videokonferenzen. Zu beachten sind u.a. TR-W, VV-WSV 2107, ZTV-W (LB(e) W 203, 205, 209, 210, 214, 215, 218, 219, 220), ZTV-ING, VV TB-W sowie die Ri-DaLi für digitale Unterlagen.
Stufenweise Beauftragung
Der Auftrag wird in 4 Planungsstufen abgerufen:
Die Übertragung der Folgestufen muss innerhalb von 6 Monaten nach Fertigstellung der jeweiligen Vorstufe erfolgen; andernfalls kann der Auftraggeber nach 9 Monaten kündigen.
Wirtschaftliche Eckdaten
Geschätzte anrechenbare Kosten Baukonstruktion: ca. 98,8 Mio. EUR (davon 81,3 Mio. EUR Baukonstruktion + 17,5 Mio. EUR mitzuverarbeitende Bausubstanz). Vorläufiges Honorar (netto): Objektplanung Ingenieurbauwerke ca. 1.840.177 EUR, Tragwerksplanung ca. 2.571.197 EUR, Geotechnik ca. 64.192 EUR, Gesamthonorar vorläufig ca. 4.475.566 EUR (netto). Honorierung gemäß HOAI mit Abschlag von 15 % wegen großer Längenausdehnung.
Besondere Hinweise zur Vergütung
Reisekosten für Helgoland sind in die Nebenkostenpauschale einzurechnen. Teilnahme an Besprechungen wird nicht gesondert vergütet. Zoll- und Umsatzsteueraufwendungen werden nicht gesondert erstattet. Da Helgoland außerhalb des EU-Zollgebiets liegt, erfolgt die Leistung umsatzsteuerbefreiung gemäß § 1 UStG; das Honorar ist ohne Umsatzsteuer anzubieten.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBerufshaftpflichtversicherung
Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung mit folgenden Mindestdeckungssummen:
Der Nachweis ist fristgerecht vorzulegen; andernfalls Ausschluss. Aus dem Vertragsentwurf (AVF) ergibt sich zudem eine zusätzliche Mindestdeckung von 1.500.000 EUR pro Schadensart – die höhere Anforderung aus der Auftragsbekanntmachung ist maßgeblich.
Berufliche Qualifikation
Eintragung in ein Berufsverzeichnis (Architekten- oder Ingenieurkammer) für die Erbringung von Planungsleistungen nach HOAI. Für SiGeKo-Leistungen ist die Fachkunde gemäß RAB 30 nachzuweisen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Angaben zum Umsatz in den letzten 3 Jahren für die einschlägigen Leistungsbereiche (Objektplanung, Tragwerksplanung, Geotechnik). Im Falle einer Eignungsleihe sind die Kapazitäten nachzuweisen und es ist ggf. eine gemeinsame Haftungsvereinbarung abzugeben.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Referenzen in den Bereichen Objektplanung, Tragwerksplanung und Geotechnik (HOAI) sowie Nachweis eines Qualitätsmanagementsystems. Konkrete Mindestwerte (Anzahl, Auftragswert, Zeitraum) sind in den Vergabeunterlagen nicht explizit beziffert.
Rechtsform und Bietergemeinschaften
Bei Bietergemeinschaften gesamtschuldnerische Haftung (GbR). Benennung eines bevollmächtigten Vertreters. Bietergemeinschaften müssen sich ggf. qualifiziert signiert erklären.
Unterauftragnehmer und Eignungsleihe
IT-Sicherheit und Verpflichtung
Abgabe der Erklärung zur IT-Sicherheit (Formblatt 422, Stand 03/2017). IT-Systeme nach BSI-Standards (200-1 bis 200-3, 100-4) abzusichern. Mitarbeiter mit Zugang zu vertraulichen Informationen sind gemäß § 1 Verpflichtungsgesetz i.V.m. § 11 Abs. 1 Nr. 4 StGB zu verpflichten.
Sprache und Form
Sämtliche Erklärungen und Nachweise sind in deutscher Sprache (ggf. mit deutscher Übersetzung) abzugeben. Elektronische Angebote müssen mindestens mit fortgeschrittener oder qualifizierter Signatur eingereicht werden.