Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenKurzbeschreibung
Die Universität Heidelberg (Medizinische Fakultät Mannheim) errichtet am Theodor-Kutzer-Ufer 1-3 in Mannheim ein neues Hörsaalgebäude (Gebäude 6) mit Untergeschoss, Erdgeschoss und vier Obergeschossen. Ausgeschrieben ist die komplette Errichtung der Elektro-, Sicherheits- und Informationstechnischen Anlagen inklusive Inbetriebnahme, Dokumentation und Einweisung.
Das umfasst die Leistung unter anderem:
Wichtige Eckdaten:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis (Wertungssumme)100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden aus den nachgerechneten Angebotssummen ermittelt, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGebäude und Projektrahmen
Hörsaalgebäude Gebäude 6 mit Untergeschoss, Erdgeschoss und vier Obergeschossen, Bruttogeschossfläche ca. 4.061 m², Bruttorauminhalt ca. 20.422 m³, ausgestattet mit Auditorien. Versorgung niederspannungsseitig aus der Energiezentrale ELT im UG 2 des Gebäudes 1 (NSHV AV und NSHV SV). Die Elektroinstallation erfolgt parallel zu zahlreichen anderen Gewerken.
Eigenstromversorgung und Niederspannungs-Hauptverteilungen
Lieferung, Montage und Inbetriebnahme einer zentralen USV-Anlage 60 kVA mit Batterie, externem Bypass, Batterieüberwachungssystem, Verteilerschrank mit Netzumschaltung und Funktions-/Lasttest. Errichtung der Niederspannungshauptverteilungen NSHV AV und NSHV SV (2000 A Sammelschiene, Leistungsschalter, Differenzstromwandler, Universalmessgeräte, Stromwandler, Lasttrennschalter, NH-Sicherungslasttrennschalter, Motorschutzschalter, Steuermodul für Umschalteinrichtung) einschließlich Doppelboden (ca. 100 m² Calciumsulfatplatten, Unterkonstruktion, Kabelrinnenausleger, Treppen, Geländer) und Zubehör (NH-Sicherungen, Riffelgummimatten, Klemmenkästen).
Verteilungen, Trassen und Hauptzuleitungen
Errichtung aller Unterverteilungen (Stand- und Wandmontage) mit Lasttrennschaltern, Schmelzsicherungen, Leitungsschutz-, Fehlerstromschutz- und Motorschutzschaltern, Überspannungsableitern, Transformatoren und Reihenklemmen. Lieferung und Montage der Kabeltrassen und Steigetrassen: Kabelleiter (200 und 500 mm), Kabelrinnen (100-600 mm), Gitterrinnen, Steigleiter, Formstücke (Bogen, T-Stücke, Kreuzungen), Stiele/Ausleger, C-Profilschienen sowie Kabelrinnen E30/E90 für Funktionserhalt. Verlegung der Hauptzuleitungen als halogenfreie Energiekabel N2XCH und NHXCHXFE180 in unterschiedlichen Querschnitten, teilweise mit Funktionserhalt E30 oder E90.
Installations- und Allgemeininstallation
Verlegung von Mantelleitungen NHMH-J (halogenfrei), NYY, E90-Leitungen sowie Steuer-/Schwachstrom-Leitungen JE-H(St)H und Gummischlauch-/Ölflex-Leitungen. Errichtung der Allgemeininstallation mit Unter-/Auf-Putz-Dosen, Verbindungs- und Gerätedosen (IP24-IP67), Schalter-/Steckdosen-Programm (Schuko, CEE 16/32 A), Anschlüssen für Betriebsmittel, Elektroherd-/Geräte-Anschlüssen sowie Brand- und Schallschutz-Dosen. Erdbebensichere Ausführung nach DIN 4149 (Zone 1).
Beleuchtung und Sicherheitsbeleuchtung
Lieferung, Montage und Bemusterung der LED-Beleuchtung: ca. 650 LED-DALI-Leuchten (Anbau-, Einbau-, Hängeleuchten, rechteckig/rund) und ca. 275 LED-Sicherheitsleuchten mit Rettungszeichenleuchten, Sicherheitsbeleuchtungszentrale mit Zentralbatterie (3 h Batteriepuffer), Fassaden-LED-Leuchten als Außenbeleuchtung. Bemusterung aller Leuchten körperlich vor Ort mit fertig montierten und funktionsfähigen Mustern, Erstellung einer Bemusterungsliste und Datenblätter; VDE- bzw. ENEC-Zeichen erforderlich.
KNX-Gebäudeautomation und Lichtsteuerung
Errichtung der KNX-TP-Gebäudesteuerung mit Binäreingabegeräten, Schaltaktoren, Jalousieaktormodulen, Präsenzmeldern, Tastern, Touch-Panels und DALI-Schnittstellen in den ELT-Verteilern. DALI-Lichtsteuerung, Sonnenschutzsteuerung und Sonnenschutzzentrale. ASi-Flachkabel 2x2,5 mm² halogenfrei.
Brandschutz und Alarmierung
Errichtung der Brandmeldeanlage (BMA) als Vollschutz nach DIN 14675 Kategorie 1: Brandmeldezentrale, Feuerwehr-Informations-Zentrale (FIZ), ca. 285 automatische Brandmelder (Mehrfachsensormelder, Rauchmelder), ca. 4.500 m Brandmeldekabel, 7 Ansaugrauchmelder mit Ringleitungsmodulen, externer Energieversorgung 3 A IP30 (72 h Notstrom), Ein-/Ausgangsmodule, Handfeuermelder, Berechnung Ansaugrohrnetz nach VdS-Software und DIN EN 54-20. Errichtung der Sprachalarmanlage (SAA) mit Zentrale, ca. 110 Lautsprechern, Sprechstellen, Verstärkern, Pflichtenheft und Betriebsbuch (DIN A5); Zertifizierung nach EN 54-16/-17/-24 sowie DIN 14675-Fachfirma erforderlich. Errichtung der RWA-Anlagen (2 Treppenhaus-RWA, 1 RWA Technikzentrale) mit RWA-Tastern.
Zutrittskontrolle, Datennetz und Medientechnik
Zutrittskontrolle mit 6 Online-Lesern. Datennetz mit ca. 13.000 m Kat.7-Kabel (Cu-Installation Datenanschlussdosen Kat.6A/Kat.7), ca. 1.500 m LWL (Einmodenfaser OS2 und Mehrmodenfaser OM4), 12 19"-Datenschränke (42HE, Patchfelder Kupfer/LWL, Rangierpanele, Überspannungsschutz, Schrankbeleuchtung, Steckdosenleisten), Patchkabel Kat.6A halogenfrei und LWL-Patchkabel, Linkklasse F bis 600 MHz, AMEV-LAN-konform. Medientechnikverkabelung: LWL OM4 (435 m), Datenkabel Kat.7 2x(4x2xAWG22) (2.345 m), DMX-Kabel (145 m), UHF-Antennenkabel (115 m), Lautsprecherkabel 1x1,5 mm² (340 m). Messprotokolle Cu-Messung (PL Link F) und LWL-Messung (OM4) sowie Zertifikat Linkklasse F.
Blitzschutz, Erdung und Überspannungsschutz
Äußerer Blitzschutz der Schutzklasse III auf 2 Dächern mit ca. 2.600 m Blitzschutzleitungen, Fangleitungen, Ableitungen, Fangstangen, Auffangspitzen, Verbindern, Anschlussfahnen. EMV- und Überspannungsschutz Typ 1/2/3, Haupterdungsschiene, Potentialausgleichsschienen, Messbericht und Prüfung nach DIN EN 62305-3 Beiblatt 3, Dokumentation Messbericht nach DIN 18014 und DIN EN 62305-3 Beiblatt 3.
Hohlraumboden, MSR und Such-/Zeitdienstanlagen
ELT-Installation für Hohlraumboden – Nutzerausstattung: Bodentanks, Universalträger, Modulträger, Steckdosen, Datenanschlussmodule RJ45 Kat.6, Bodensteckdosen, Kabelrinnen. MSR-Verkabelung ca. 6.500 m. Behinderten-Rufanlage (3 Notrufeinrichtungen) als Such-/Signalanlage. Zeiterfassungsanlage mit 30 PoE-Digitaluhren (netzwerksynchronisiert).
Baustrom, Baustelleneinrichtung und Stundenlohnarbeiten
Baustrom-Hauptverteiler für Innenausbau, Gummischlauchleitungen (z.B. 5x6 mm², 50 m), 95 Feuchtraum-Wannenleuchten, 25 Einzelbatterie-Notausgangspiktogramme, CEE-Kragensteckvorrichtungen und -Stecker 16/32 A, CEE-Kupplungsdosen, Schuko-Steckdosen, FR-Ausschalter/Taster, Universalkästen, Isolierstoff-Abzweigdosen/-kästen, Diazed-/NH-Sicherungen, FI-Schutzschalterprüfungen. Unterhalt/Betreiben des Bauprovisoriums für 9 Monate, Umsetzen Baustromverteiler, Montagegerüste bis 5,5 m, Kran/Schrägaufzug für 6 Wochen, Hebebühnen bis 7,0 m. Stundenlohnarbeiten: Obermonteur, Facharbeiter, Helfer (je 50 h).
Inbetriebnahme, Testbetrieb und Dokumentation
Inbetriebnahme-Ablaufplan mindestens 4 Wochen vor Inbetriebnahme, Testszenarien in Tabellenform (z.B. Stromausfall, Brandfall). Testbetrieb Einzelanlagen 7 Tage störungsfrei, Anlagengruppen 14 Tage, Probebetrieb ca. 30 Tage unter Realbedingungen, Technisches Monitoring ca. 4 Wochen. Sachverständigen-Abnahmen Begleitung, Selektivitätsnachweis, Bestandsdokumentation in CAD (3-fach Papier, 1-fach digital, 1-fach PTS), zusätzliche Schemapläne laminiert (A2 und A1), Revisionsunterlagen, Betriebsbuch für SAA, Pflichtenheft für SAA, Netzberechnung mit Lastfluss-/Kurzschlussverhältnissen. Einweisung des Betreibers mindestens 12 Werktage vorher ankündigen; Inbetriebnahme-Verantwortlicher (IBV) muss innerhalb 90 Minuten vor Ort sein.
Instandhaltung BMA, RWA, SiBel und USV (optional mit Angebot)
Zum Angebot gehört auch die Instandhaltung der Brandmeldeanlage (BMA), der Sprachalarmanlage (SAA), der Sicherheitsbeleuchtung (SiBel) und der unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) nach AMEV Wartung 2018:
Vertragslaufzeit jeweils 4 Jahre ab Tag nach Abnahme der Bauleistung, automatische Verlängerung um 1 Jahr (Kündigung 3 Monate vorher). Festpreis 24 Monate ab Vertragsbeginn; danach Preisgleitklausel möglich. Ausführungszeit Mo–Fr 08:00–16:00 Uhr.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeine Eignung und Ausschlussgründe
Nicht präqualifizierte Unternehmen füllen die Eigenerklärung zur Eignung (VHB 124) aus oder geben die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) ab. Alternativ Nachweis der Eintragung im Präqualifikationsverzeichnis (PQ-Nummer). Bei Einsatz anderer Unternehmen gelten die Eigenerklärungen auch für diese.
Voraussetzungen:
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Erforderliche Arbeitskräfte müssen zur Verfügung stehen. Auf Verlangen: Nachweis der durchschnittlichen Beschäftigtenzahl der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal.
Sprachanforderung: deutschsprachiges Personal für Einweisung, Inbetriebnahme und für den Inbetriebnahme-Verantwortlichen (IBV) mit guten fachlichen und organisatorischen Kenntnissen.
Bei Brandmeldeanlage: VdS-Errichteranerkennung und Zertifikat als Fachfirma nach DIN 14675 (Projektierung, Montage, Instandhaltung), Zertifikate regional anerkannt.
Bei Sprachalarmanlage: Zertifikat als Fachfirma für Sprachalarmanlagen nach DIN 14675 für alle Leistungsphasen; Zertifizierung des Systems nach EN 54-16, EN 54-17, EN 54-24; Werksfertigung der Zentraleinrichtungen (keine Mischfabrikate); Nachweis akkreditierter PÜZ-Stelle.
Für Hersteller der Energieverteiler: zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem EN/ISO 9001 und Umweltmanagementsystem EN/ISO 14001, Bauartprüfungen nach IEC/EN 61439-2, Nachweis Störlichtbogenbarrieren nach IEC/TR 61641 (Kriterien 1-6), Berührungsschutz nach DIN EN 50274, EG-Konformitätserklärung nach EN 45014, Stücknachweis nach IEC 61439-2.
EMV-gerechter Aufbau gemäß VDE 0100 Teil 444 und VDE 0800-2-548. Erdbebensicherheit gemäß DIN 4149 (Zone 1).
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Auf Verlangen der Vergabestelle vorzulegen:
Bei Eignungsleihe (wirtschaftliche/finanzielle Leistungsfähigkeit) gemeinsame Haftung – Haftungserklärung ist gleichzeitig mit der Verpflichtungserklärung (VHB 236) vorzulegen. Für Instandhaltung SiBel+USV: Haftpflichtversicherung Sachschäden mind. 3.000.000 € je Schadensfall, Vermögensschäden mind. 3.000.000 € je Schadensfall, Personenschäden mind. 3.000.000 € je Schadensfall. Für Instandhaltung BMA: Sachschäden mind. 1.000.000 €/2.000.000 €, Vermögensschäden mind. 500.000 €/1.000.000 €, Personenschäden mind. 1.000.000 €/3.000.000 €.
Verfahren und Zuschlagskriterium
Offenes Verfahren nach VOB/A Abschnitt 2. Angebot in deutscher Sprache, Preise in Euro (max. 3 Nachkommastellen, ohne Umsatzsteuer, USt am Schluss hinzufügen). Form- und fristgerechte Einreichung über das Vergabeportal ist erforderlich; fehlende Unterlagen werden nachgefordert. Mischkalkulationen führen zum Ausschluss von der Wertung. Zuschlagskriterium: niedrigster Preis (Zuschlag auf das wirtschaftlich günstigste Angebot).
Vergleichbare Errichtung von Elektro-, Sicherheits- und informationstechnischen Anlagen (z.B. USV, NSHV, Brandmelde-/Sprachalarmanlage, Zutrittskontrolle, KNX-Gebäudesteuerung) in einem Neubau oder vergleichbaren Objekt (vorzugsweise öffentliches Gebäude, Hörsaal- oder Schulungsgebäude); auf Verlangen drei Referenznachweise aus den letzten 5 Kalenderjahren
Art, Umfang, Zeitraum, Auftraggeber des Referenzprojekts; Ansprechpartner, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit ausgeführten Mengen, eingesetzte Arbeitnehmer, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau, Umbau, Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer, ARGE-Partner, Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung