Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDas Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beschafft im Rahmen des Projekts zero4cruise (Integration von Brennstoffzellen auf Schiffen) Hochtemperatur-Polymerelektrolyt-Membran-Elektroden-Einheiten (HT-PEM MEAs) für den Aufbau eines Prototyp-Brennstoffzellenstacks mit hexagonaler Membrangeometrie am Standort Stuttgart.
Gefordert werden zwei Größenvarianten (SW 135 mit 50 Stück und SW 315 mit 300 Stück) inklusive Entwicklungsleistung. Die MEAs müssen Mindestanforderungen an Zellspannung (≥ 600 mV bei 0,2 A/cm²) und Degradation (≤ 20 µV/h bei 160 °C) erfüllen. Die Lieferung der ersten Charge muss spätestens 70 Tage nach Auftrag erfolgen.
Es handelt sich um ein offenes Verfahren ohne Losaufteilung (in den Vergabeunterlagen aber als zwei Lieferchargen beschrieben). Angebote sind elektronisch über subreport einzureichen, bis spätestens 02.10.2026 um 10:00 Uhr. Nebenangebote sind nicht zugelassen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Qualität25%
Bewertung der Qualität der angebotenen MEAs inkl. Personenerfahrung, Fertigungskapazität und Leistungsfähigkeit
- Service25%
Bewertung der Liefertermine für die unterschiedlichen Stückzahlen
- Preis50%
Preis für MEAs einschließlich Entwicklungskosten – günstigster Anbieter erhält 10 Punkte, teuerster 0 Punkte (lineare Abstufung)
Jedes Kriterium wird auf einer Skala von 0-10 Punkten bewertet (lineare Abstufung zwischen Mindest- und Maximalwert). Die erreichten Punkte werden mit der Einzelgewichtung multipliziert. Die gewichteten Punkte der Kriterien werden zur Gesamtsumme addiert. Maximal erreichbare Gesamtpunktzahl: 100 (Qualität 25 + Service 25 + Preis 50).
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGesamtgegenstand und Verwendungszweck
Gegenstand: Lieferung von HT-PEM (Hochtemperatur-Polymerelektrolyt) Membran-Elektroden-Einheiten (MEAs) für den Aufbau eines Prototyp-Brennstoffzellenstacks am DLR-Standort Stuttgart (Pfaffenwaldring 38-40, 70569 Stuttgart).
Projektkontext: zero4cruise - Erforschung und Entwicklung emissionsneutraler Brennstoffzellengroßsysteme mit Methanolreformierung im Multi-Megawatt-Bereich. Förderkennzeichen 03SX615D, Zuwendungsgeber: BMWK, Projektträger: Jülich.
Besonderheit: Neuartiges Konstruktionsprinzip mit hexagonaler Membrangeometrie.
Technische Spezifikation (gilt für beide Größen)
Geometrie und Aufbau:
Betriebsbedingungen:
Leistungsanforderungen (Mindestwerte):
| Parameter | H₂/Luft | Reformatgas |
|---|---|---|
| Zellspannung bei 0,2 A/cm² | ≥ 600 mV | ≥ 590 mV |
| Zellspannung bei 0,5 A/cm² | ≥ 520 mV | ≥ 500 mV |
| Degradation | Grenzwert |
|---|---|
| bei 160 °C | ≤ 20 µV/h |
| bei 180 °C | ≤ 30 µV/h |
Werte unter den genannten Mindestwerten führen zum Ausschluss des Angebots.
Liefermodalitäten
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung – Herstellerqualifikation
Bieter müssen nachweisen, dass sie als Hersteller für HT-PEM MEAs qualifiziert sind. Erforderlich sind konkret:
1. Erfahrung des Personals in der Serienherstellung von Brennstoffzellen-Membran-Elektroden-Einheiten (durch das mit dem Auftrag betraute Personal).
2. Zeitraum seit erstmaliger Vermarktung von HT-PEM MEAs (Darstellung im Angebot).
3. Fertigungskapazität für HT-PEM MEAs mit 800 cm² Zellfläche in Stück pro Jahr (Angabe im Angebot).
Zusätzlich sind die Mindestanforderungen (Ausschlusskriterien) aus der Leistungsbeschreibung nachzuweisen:
Formale/rechtliche Eignung
Bei Bietergemeinschaften: Jedes Mitglied muss die Eignungsnachweise erbringen (kumulative Wertung).
Bei Eignungsleihe / Unterauftragnehmern: Auch diese Unternehmen müssen Eignungsnachweise beibringen; gesamtschuldnerische Haftung mit dem Bieter.