Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDer Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg (Amt Ravensburg) sucht ein Ingenieurbüro für die Tragwerksplanung eines Ersatzneubaus mit Erweiterungsbau an der Minneggstraße 1 in Ravensburg.
Das Projekt umfasst einen Holz-Hybridbau (Holz-Aufbau auf Massivbau-Sockelgeschossen) als Erweiterung des bestehenden Amtsgebäudes von 1926. Die geschätzten Bauwerkskosten (KG 300 + 400) liegen bei rund 3,43 Mio. € brutto.
Was wird konkret verlangt?
Verfahren: Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb; die Teilnahmeantragsfrist ist bereits am 01.10.2026 abgelaufen. Für die zur Angebotsabgabe aufgeforderten Bieter endet die Angebotsfrist am 20.11.2026, 23:59 Uhr.
Wichtig zu wissen: Die Bewertung der Eignung legt besonderen Wert auf Referenzen im Holz-/Holzhybridbau oder Verwaltungs-/Bürogebäuden mit vergleichbaren Bauwerkskosten (ca. 1,75 Mio. – über 4 Mio. € netto, KG 300+400).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Qualifikation und Erfahrung des mit der Ausführung des Auftrags betrauten Personals sowie deren Auslastung und Verfügbarkeit50%
- Projektabwicklung30%
- Honorar20%
Geprüfte Honorarsumme (z.B. Zuschläge, Besondere Leistungen, Nebenkosten). Niedrigste geprüfte Honorarsumme erhält 100 Punkte; beim Zweifachen 0 Punkte; dazwischen lineare Interpolation.
Preis: Niedrigste geprüfte Honorarsumme erhält Höchstpunktzahl (100). Null Punkte beim Zweifachen der niedrigsten Honorarsumme, dazwischen lineare Interpolation. Qualitätskriterien werden mit einer Notenskala von 0 bis 100 bewertet (ungenügend=0 bis sehr gut=100).
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektrahmen und Projektbeschreibung
Gegenstand: Ingenieurleistungen nach Teil 4 Abschnitt 1 HOAI (Tragwerksplanung) für den Ersatzneubau Amt Ravensburg, Minneggstraße 1, 88214 Ravensburg.
Bauherr: Land Baden-Württemberg, vertreten durch Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Ravensburg.
Geschätzte Bauwerkskosten (KG 300 + 400): rund 3.430.000 € brutto.
Geschätzter Auftragswert: rund 73.393,88 €.
Bauvorhaben: Erweiterungsbau in Holz-Hybridbauweise (Holz-Aufbau mit Massivbau-/Stahlbeton-Sockelgeschossen) zur Konsolidierung des Amts an einem Standort. Drei Bauabschnitte: Rückbau, Hangsicherung/Sockelgeschosse, Holzbau-Aufbau. Geplant als Low-Tech-Gebäude mit Klimaneutralität. Bestandsgebäude (Baujahr 1926) bleibt während der Bauarbeiten in Betrieb und wird teilweise umgebaut.
Leistungsphasen (Grundleistungen)
Stufenweise Beauftragung gemäß Vertragsvorlage M213:
Option auf Weiterbeauftragung (LP 7–9): Mitwirkung Vergabe, Objektüberwachung (inkl. Fachbauleiter-Aufgaben nach LBO BW bei Honorarzone III+), Dokumentation und Objektbetreuung inkl. CAFM-/pitFM-Bestandsdokumentation. Ein Anspruch auf Weiterbeauftragung besteht nicht; Übertragung weiterer Leistungen muss innerhalb von 36 Monaten ab Fertigstellung der bisher beauftragten Leistungen erfolgen.
Besondere Leistungen
Aus Anlage 1 zum Vertrag sind je nach Bedarf u. a. folgende besondere Leistungen relevant:
Koordination, Vorgaben und Schnittstellen
Abstimmung mit: Architekten und weiteren Fachbeteiligten (HLS, MSR, ELT, IuK, Vermessung, Brandschutz, Bauphysik, Gutachter, Tiefbau, Spezialtiefbau Hangsicherung).
Planungsgrundlagen: Bestandspläne, Baugesuchspläne, geologischer Grundlagenbericht, Erkundungsbohrungen.
Datenmanagement: Planerstellung und Projektabwicklung über die Plattform PlanTeam-SPACE (PTS). Planfertigung und Datenerzeugung nach Anlage 9 der DAW (Dienstanweisung Finanzministerium Baden-Württemberg).
Honorierung: HOAI (Fassung 2013, geändert 2020); anrechenbare Kosten nach DIN 276-1:2008-12; Honorarzone II; Sätze gemäß RifT-Tabellen.
Zeitleiste Bau: Einreichung Bauantrag 22.05.2026; Erstellung Bauunterlage bis 04/2027; Ausführungsplanung & 70 % bepreiste LVs bis 07/2027; Baugenehmigung/Mittelfreigabe bis 07/2027; Baubeginn 10/2027; Fertigstellung 10/2028.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenVerfahrensart und Zuschlag
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb (öffentliche Ausschreibung im zweistufigen Verfahren).
Stufe 1 (Teilnahmewettbewerb – abgeschlossen): Bewerbung mit Teilnahmeantrag M105 inkl. Eignungsnachweis über Referenzprojekte; Bewertung anhand Punkteskala; Auswahl der Bieter für Stufe 2.
Stufe 2 (Angebotsabgabe – aktuell): Aufforderung der in Stufe 1 ausgewählten Bieter zur Angebotsabgabe; Zuschlagskriterium laut Datenbank: Qualität (quality). Das Auftragsgespräch dauert 45 Minuten (25 Min. Präsentation + 20 Min. Rückfragen).
Verfahrenssprache: Deutsch.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Berufshaftpflichtversicherung (Nachweis vor Leistungsbeginn und fortlaufend):
Tariftreue / Mindestlohn: Verpflichtungserklärung nach § 5 LTMG Baden-Württemberg – sowohl vom Bieter als auch von Nach- und Verleihunternehmern.
Ausschlussgründe: Keine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB (bzw. Selbstreinigungsmaßnahmen nachgewiesen).
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Personelle Ausstattung: Durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten für die entsprechende Dienstleistung in den letzten 3 Geschäftsjahren.
Befähigung Projektleitung: Angaben zur vorgesehenen Projektleitung (Qualifikation, Werdegang, Fort-/Weiterbildung, persönliche Referenzen mit mind. 3 Projekten).
Personenqualifikation für Bauüberwachung: Mit der Bauüberwachung Beauftragte müssen abgeschlossene Fachausbildung (Dipl.-Ing., Dipl.-Ing. (FH), Ing. (grad.), Master, Bachelor) und mindestens 3 Jahre Baustellenpraxis nachweisen.
Sachkunde: Einhaltung der Regeln der Technik, öffentlich-rechtlicher Bestimmungen und des Vergabehandbuchs (VHB).
Unabhängigkeit: Keine Vertretung von Unternehmer- oder Lieferanteninteressen (Sachwalter des Auftraggebers).
IT-Sicherheit: Meldepflicht bei IT-Sicherheitsvorfällen; Einhaltung VwV Informationssicherheit.
Referenzanforderungen (Teilnahmewettbewerb)
Anzahl: Mindestens 2 Referenzprojekte.
Inhalt je Referenz: Auftraggeber, Bauwerkskosten KG 300 + KG 400 in Euro netto, Fertigstellungszeitpunkt, bearbeitete Leistungsphasen sowie Fotos, Planauszüge und genaue Beschreibung als Anlage.
Vergleichbarkeit (Bewertung):
Gewichtung im Bewertungsraster: Referenzen zusammen ca. 80 % der Eignungsbewertung (je 40 % pro Referenz); restliche Punkte auf Bauwerkskosten (15 %), Personalstärke (10 %) und weitere Qualitätsmerkmale.
Hinweis: Bei Bewerbergemeinschaften können Referenzen aller Mitglieder eingereicht werden; bei Eignungsleihe sind Referenzen für jedes beteiligte Büro einzeln vorzulegen.
Sanktions- und Sicherheitsanforderungen
EU-Sanktionen (Russland-Bezug): Kein Bezug zu Unternehmen mit russischer Staatsangehörigkeit/Niederlassung, mit > 50 %iger Beteiligung solcher oder die im Namen solcher handeln. Falls Kapazitäten solcher Unternehmen in Anspruch genommen werden, darf deren Anteil 10 % des Auftragswerts nicht übersteigen. Altverträge vor 09.04.2022 müssen bis 10.10.2022 beendet sein.
Datenschutz / Sicherheitsüberprüfungen (für Baustellenpersonal):
Datenschutz-Einwilligung: Einwilligungserklärung zur EDV-Datenverarbeitung im Angebot.
2 Referenzprojekte: Timber-/Holzbau, Holzhybridbau oder Verwaltungs-/Bürogebäude
Holz-/Holzhybridbau oder Verwaltungs-/Bürogebäude; je Referenz Fotos, Planauszüge, genaue Beschreibung, Auftraggeber, Fertigstellungszeitpunkt und bearbeitete Leistungsphasen als Anlage
Persönliche Referenzen der vorgesehenen Projektleitung
Angabe der Bezeichnung der Baumaßnahme, Ausführungszeit (von–bis), Kosten nach DIN 276-2018-12, erbrachte Leistungen