Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenKurzbeschreibung
Die Autobahn GmbH des Bundes – NL Nordbayern, Außenstelle Fürth, saniert das Regenrückhaltebecken 401-1R im Wasserschutzgebiet Erlenstegen (Autobahn A3, Bereich Autobahnmeisterei Erlangen).
Was zu tun ist
Wichtige Fristen
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssumme wird ermittelt aus der nachgerechneten Angebotssumme, insbesondere unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, ggf. monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eines eventuellen Nachlasses ohne Bedingungen. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 v.H. auf die Wertungssumme; bei gleicher Wirtschaftlichkeit erhält die Werkstatt für Behinderte den Zuschlag.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Beweissicherung
Vor Beginn ist der Ist-Zustand von Zufahrten, Geländeoberflächen, Vorflutern/Vorflutleitungen und baulichen Anlagen unter Beteiligung des Auftraggebers und des Straßenbaulastträgers/Eigentümers zu dokumentieren. Die Baustelle ist mit Lager- und Arbeitsflächen, Zufahrtswegen, Geräten, Baubüros sowie Anschlüssen einzurichten, vorzuhalten und nach Abschluss vollständig zu räumen. Öffentliche Wege sind anzeigepflichtig bei Gemeinden/Städten; privat genutzte Wege erfordern eine vorherige rechtliche Erlaubnis. Alle Wege sind verkehrssicher zu halten, die Zufahrt für Anlieger ist jederzeit sicherzustellen.
Wasserhaltung und Schlammentsorgung
Es sind zwei einfache Pumpenanlagen einzurichten und 15 Tage vorzuhalten sowie zu betreiben; Förderdurchfluss 30–60 m³/h, Förderhöhe ab Sohle bis 5,00 m. Vor Beginn der Wasserhaltung ist eine Wasseranalyse durchzuführen (Ausschluss einer Gewässerverschmutzung). Zusätzlich sind eine Schmutzwasseranalyse (CSB, BSB, Phosphor) und 100 m³ verunreinigtes Beckenwasser abzusaugen und zu entsorgen (AVV 16 10 01*). Die Ableitung in den Vorfluter erfolgt ausschließlich über eine mobile Absetzvorrichtung (max. 10 m³).
Anschließend werden rund 4.500 t Schlamm/Sedimente mechanisch (ohne chemische Konditionierung) geladen, gefördert und entsorgt – DepV > DK III (gefährlich). Zusätzlich sind 20 t nicht gefährlicher Abfall (Beton/Ziegel/Fliesen/Keramik, AVV 17 01 07, RC-1) zu entsorgen (AVV 17 05 05*).
Böschungs- und Zaunbauarbeiten
Rückbau von 60 m² Naturstein-Flächenbefestigung und Herstellung von 170 m² neuer Flächenbefestigung aus Kalkstein-Naturpflastersteinen auf Mörtelbett C20/25. Demontage und Entsorgung von 400 m Maschendrahtzaun; Lieferung und Montage von 400 m Doppelstabmattenzaun (Maschenweite 50/200, Draht 6/5/6 mm, 1.830 mm hoch, moosgrün RAL 6005, Zaunelementbreite 2.510 mm, Pfosten 2,6 m lang verzinkt, V2A-Edelstahlschrauben) sowie 2 Tore.
Beprobung, Deklaration und Abfallnachweisverfahren
Vor der Beckenentschlammung: 18 Laborproben des Haufwerks nach LAGA PN98 durch Probenehmer mit Fachkundenachweis (nicht älter als 2 Jahre), zu untersuchen von einem nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditierten Labor. 9 Deklarationsanalysen des belasteten Materials; Laborbericht als PDF innerhalb von 12 Werktagen nach Probeneingang, Rückstellproben mindestens 6 Monate aufbewahren. Erstellung eines Untersuchungsberichts/Gutachtens gemäß LAGA, DepV und Eckpunktepapier mit Einstufung der Einbauklasse und Klärung des Verwertungs-/Entsorgungswegs. Abfallnachweisverfahren als Beteiligter mittels eANV-Zugang nach Unterlagen des Auftraggebers (Entsorgungsnachweise, Mustertransportpapiere, Wiegescheine). Entsorgungsnachweise sind ladungsweise durch Übernahme- und Wiegescheine zu erbringen.
Funktionsanforderungen an das Becken
Die Beckenabdichtung besteht aus 40 cm Lehmabdichtung und 40 cm Lehmkies (U3 Material) und ist zu erhalten bzw. wiederherzustellen. Sämtliche Einläufe, Ablaufschächte, Rauhbettgerinne und Über-/Zuläufe müssen funktionsfähig bleiben.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZwingende Eignungsnachweise
Nachweis der Eignung ist erforderlich – wahlweise über Eintragung in die Liste des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. (Präqualifikation) oder über die ausgefüllte 'Eigenerklärung zur Eignung' (ggf. Einheitliche Europäische Eigenerklärung/EEE). Bei Eigenerklärungen muss der Bieter auf Verlangen Bescheinigungen zuständiger Stellen vorlegen; fremdsprachige Bescheinigungen benötigen eine deutsche Übersetzung. Nachunternehmen müssen auf Verlangen ihre Präqualifikation bzw. die Erfüllung der Präqualifikationsvoraussetzungen nachweisen.
Pflicht zur Objektbesichtigung
Die Objektbesichtigung ist zwingender Bestandteil des Angebots. Der Termin ist mit der Autobahnmeisterei Erlangen zu vereinbaren (Tel. +49 911 / 32254 - 0); der unterzeichnete und mit Stempel versehene Nachweis ist den Angebotsunterlagen beizufügen.
Qualifikationsnachweise (auf Verlangen)
Auf Verlangen der Vergabestelle sind insbesondere vorzulegen: Referenznachweise, Erklärung zur Arbeitskräfteentwicklung der letzten 3 Jahre, Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug und Handwerksrolle, Unbedenklichkeitsbescheinigungen von Sozialkasse, Finanzamt und Berufsgenossenschaft, Freistellungsbescheinigung § 48b EStG, Urkalkulation/Preisermittlungsunterlagen, Entsorgungsfachbetrieb-Zertifikat § 56 KrWG, Fachkundenachweis Probenahme nach LAGA PN 98 (nicht älter als 2 Jahre), Zertifizierung des Prüflabors nach DIN EN ISO/IEC 17025 sowie Bestätigungen der Deponien über die Annahme des belasteten Materials.
Sicherheits- und Gesundheitsschutz sowie Materialanforderungen
Es ist ein Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator gemäß Baustellenverordnung mit Qualifikation nach RAB 30 nachzuweisen. Eingebaute Holzprodukte müssen FSC-, PEFC- oder gleichwertig zertifiziert sein.
Wettbewerbs- und Vertragsbedingungen
Die Allgemeinen Vertragsbedingungen DIN 1961 (VOB/B) werden anerkannt. Nebenangebote sind ausgeschlossen. Bietergemeinschaften haben eine ARGE-Erklärung mit Benennung eines Bevollmächtigten und gesamtschuldnerischer Haftung abzugeben. Bei Nachunternehmereinsatz sind Art und Umfang der Leistungen anzugeben; die Vergabestelle kann die Benennung der Nachunternehmen verlangen. Eine Beteiligung an unzulässigen Wettbewerbsbeschränkungen führt zum Ausschluss.