TendiGo
Ausschreibungen Niedersachsen

Integrales Hochwasserschutzkonzept für die Stadt Meppen

Stadt Meppen49716 Meppen, NiedersachsenVeröffentlicht:
Angebotsfrist: noch 25 Tage

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Öffentliche Ausschreibung von Planerleistungen für die Erstellung eines integralen Hochwasserschutzkonzepts (iHWSK) für das Stadtgebiet Meppen (PLZ 49716).

Die Stadt Meppen sucht ein Planungsbüro, das ein umfassendes Konzept zum Schutz vor Hochwasser und Starkregen erarbeitet. Untersuchungsgebiet sind die Gewässersysteme Ems (inkl. Dortmund-Ems-Kanal), Hase und Nordradde sowie die städtische Regenwasserentwässerung (Schöpfwerke, Pumpwerke, Rückstausicherungen).

Das Konzept folgt dem Leitfaden für die Aufstellung integraler Hochwasserschutzkonzepte (angepasst auf niedersächsische Rahmenbedingungen) und umfasst 7 Leistungsphasen: Projektorganisation, Grundlagenermittlung, Bestandsanalyse, Ist-Ziel-Vergleich, Maßnahmenfindung, Gesamtdokumentation sowie Projektbesprechungen/Präsentationen.

Die Bewertung der Angebote erfolgt zu 30 % nach Preis und zu 70 % nach projektspezifischen Qualifikationen (Erfahrung in konzeptionellem Hochwasserschutz, Stadtentwässerung und Wasserrahmenrichtlinie). Hinweis: Wer bei den Unterkriterien Hochwasserschutz oder Stadtentwässerung null Punkte erhält, wird ausgeschlossen.

Angebote sind ausschließlich elektronisch über subreport.de einzureichen, **bis spätestens 15.10.2026

Ausschreibung ansehen

Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Noch 25 Tage bis zur Angebotsfrist — 15. Oktober 2026
HEUTE
Termin / FristSEP2026OKTNOV
Veröffentlichung9. Sep. 2026
Angebotsfrist15. Okt. 2026
Bindefrist15. Okt. – 16. Nov. 2026
Ausführungszeitraumca. 16. Nov. 2026 – 30. Nov. 2027bis 2027
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Preis & Qualität5 Kriterien
Preis 30%Qualität 75%
  • Preis30%

    Angebotspreis (netto, Gesamtpreis). Niedrigster Preis erhält 300 Punkte, weitere Angebote nach Formel: Punkte = 300 * (niedrigster Angebotspreis/Angebotspreis).

  • Projektspezifische Qualifikationen70%

    Oberkriterium: Bewertung der Erfahrungen und Kenntnisse der eingesetzten Mitarbeiter durch eine mind. zweiköpfige Jury aus Angehörigen der Stadt Meppen. Max. 700 Punkte.

Preis: Punkte = 300 * (niedrigster Angebotspreis / Angebotspreis). Qualifikation: Bewertung durch mind. zweiköpfige Jury, Gesamtpunktzahl fließt in Zuschlagskriterium ein.

KI-Hinweis: Alle Zuschlagskriterien, Gewichtungen und Bewertungsmaßstäbe sind vollständig in den Vergabeunterlagen angegeben.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Untersuchungsgegenstand und Methodik

Untersuchungsgebiet: Stadtgebiet Meppen mit besonderem Fokus auf die Gewässersysteme Ems (inkl. Dortmund-Ems-Kanal), Hase und Nordradde sowie die städtische Regenwasserentwässerung (Schöpfwerke, Pumpwerke, Rückstausicherungen).

Methodische Grundlage: Aufstellung des Konzepts nach dem „Leitfaden für die Aufstellung integraler Hochwasserschutzkonzepte" des Freistaats Thüringen, angepasst auf die niedersächsischen Rahmenbedingungen. Schwerpunkt: Analyse der städtischen Regenwasserentwässerung unter Berücksichtigung des Klimawandels.

Untersuchungstiefe: Überschlägige Untersuchung auf Grundlage vorhandener Daten. Es sind KEINE detaillierten hydrodynamisch-numerischen Berechnungen, Grundwassermodelle, Kanalnetzsimulationen oder maschinen-/elektrotechnischen Nachweise zu erbringen. Bestehende Planungen und Machbarkeitsstudien sind als Grundlage heranzuziehen.

Beteiligte/Akteure: NLWKN, Landkreis Emsland, Unterhaltungsverbände, Wasser- und Bodenverbände, Feuerwehr, Betreiber kritischer Infrastruktur.

Betrachtete Deichabschnitte

Insgesamt 18 Deichabschnitte (einschließlich ideeller Deichlinien) im Stadtgebiet Meppen entlang der Gewässer Ems, DEK, Hase, Nordradde und Radde sind zu untersuchen:

Abschnitte 1–4 (Ems/DEK): Erddeiche, teils mit Deichscharten und Schöpfwerken; teils bereits 2025/2026 ertüchtigt. Abschnitt 3 (innerstädtisch zwischen Hasehubbrücke und Yachthafen): kein klassischer Erddeich, Schutz durch Geländehöhe, Verkehrsflächen und Uferbefestigungen; städtebauliche Entwicklungsabsichten sind mit dem Konzept abzustimmen.Abschnitte 5–11 und 13 (Nordradde/Hase/DEK/Ems-Flutmulde): teils ausreichendes Geländeniveau ohne Hochwasserschutzanlagen (HSA), teils vorhandene Erddeiche und Verwallungen. Hochwassersituation ist jeweils zu verifizieren bzw. zu bewerten.Abschnitt 12 (DEK): liegt außerhalb der Unterhaltungspflicht der Stadt Meppen → nicht Bestandteil der Untersuchung.Abschnitte 14–17 (Hase in Bokeloh, Hofte, Kamphaus, Helte Voresch): HSA aus den 2000er-Jahren, ordnungsgemäßer Zustand; beschreiben und in das Gesamtsystem einbinden, keine Maßnahmen geplant.Abschnitt 18 (Hase, Rühle): östlich der L48 kein ausreichender Hochwasserschutz; konzeptionelle Entwicklung von HW-Schutzmaßnahmen für HQ100 (Deichanlage entlang L48 und um Gehöfte). Keine Objekt-/Genehmigungsplanung.

Zu bewertende Aspekte: Schutzwirkung und Funktionsfähigkeit bestehender Anlagen, fehlende Deichfußentwässerung bei mehreren Abschnitten, Ertüchtigungsbedarfe, Übernahme vorhandener Planungen (Machbarkeitsstudien 2025/2026, Standsicherheitsertüchtigungen).

Leistungsphasen im Überblick

Die Leistung gliedert sich in 7 Leistungsphasen (identisch mit den Preispositionen):

1. Vorbereitung und Projektorganisation

2. Grundlagenermittlung

3. Bestandsanalyse (IST-Zustand)

4. Ist-Ziel-Vergleich

5. Maßnahmenfindung

6. Gesamtdokumentation

7. Projektbesprechungen und Präsentationen

Zusätzlich sind auf Anordnung Fahrtkosten (PKW/Vermessungsfahrzeug) und Stundensätze für weitere Qualifikationsstufen (Ingenieur*in, Techniker*in, CAD-Konstrukteur*in, Bauzeichner*in, kaufmännische*r Angestellte*r, Vermessungstrupp, Messassistent*in) zu vergüten.

Phase 1 – Vorbereitung und Projektorganisation

Auftaktgespräch und Abstimmung von Zielen und BearbeitungsumfangAufstellung ProjektablaufplanProjektkoordinationBeteiligungs- und Akteursanalyse (NLWKN, Landkreis Emsland, Unterhaltungsverbände, Wasser- und Bodenverbände, Feuerwehr, kritische Infrastruktur)

Phase 2 – Grundlagenermittlung

Datenbeschaffung: Hochwassergefahren- und -risikokarten, Gewässerdaten, Pegel-/Abflussdaten, Starkregendaten, Grundwasserdaten, Kanal-/Entwässerungsdaten, Schöpfwerksdaten, Digitale Geländemodelle, FlächennutzungspläneAufarbeitung historischer HochwasserereignisseDatenerhebung und Ortsbegehungen

Phase 3 – Bestandsanalyse (IST-Zustand)

EinzugsgebietsbetrachtungHydrologische Grundlagen mit Lastfällen: HQ100 Ems, HQ100 Hase, erhöhte Grundwasserstände, Starkregen T=10 JahreStarkregengefährdungsanalyseSchadenspotenzialanalyseÜberprüfung der Schöpfwerke (inkl. Notstromfähigkeit)Bewertung vorhandener Hochwasserschutzanlagen (Deiche, Verwallungen, Deichfußentwässerung)

Phase 4 – Ist-Ziel-Vergleich

RisikobewertungDefinition von Schutzzielen (Bevölkerung, kritische Infrastruktur, Siedlungs- und Gewerbegebiete)Defizitanalyse

Phase 5 – Maßnahmenfindung

Entwicklung von Maßnahmen in vier Bereichen: natürlicher Wasserrückhalt, Hochwasservorsorge, Gefahrenabwehr/Katastrophenschutz, technische MaßnahmenSynergieeffekte mit der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)Prüfung baulicher EinzelmaßnahmenBewertung und PriorisierungUmsetzungsstrategie: kurzfristig (0–5 Jahre), mittelfristig (5–10 Jahre), langfristig (> 10 Jahre)Kostenschätzung und Fördermöglichkeiten

Phase 6 – Gesamtdokumentation

Abschlussbericht mit Grundlagen, Bestandsanalyse, Gefährdungsanalyse, Risikobewertung, Maßnahmenkonzept, Priorisierung und UmsetzungsempfehlungenDigitale Kartenwerke und GIS-DatenSteckbriefe der SchöpfwerkeMaßnahmenblätter

Phase 7 – Projektbesprechungen und Präsentationen

Mindestens folgende 7 Projekttermine/Präsentationen sind vorzusehen:

1. Auftakttermin

2. Datenübergabetermin

3. Vorstellung der Bestandsanalyse

4. Vorstellung der Gefährdungs- und Risikoanalyse

5. Abstimmung der Maßnahmenentwicklung

6. Abstimmung mit Fachbehörden

7. Abschlusspräsentation

Zusätzlich: mindestens eine öffentliche Informationsveranstaltung.

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Pflicht-Eigenerklärung mit Angebotsabgabe

Eigenerklärung zur Eignung gemäß Formblatt 124_LD (Maßnahme 2026-11)Erklärung nach § 4 Abs. 1 NTVergG (Niedersächsisches Tariftreue- und Vergabegesetz)Erklärung zu RusslandsanktionenKeine Insolvenz / Liquidation / Ablehnung mangels MasseKeine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWBOrdnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und SozialversicherungsbeiträgenEintragung im Berufsregister (falls eintragungspflichtig)Berufsgenossenschafts-MitgliedschaftGewerberechtliche Voraussetzungen zur Ausführung der Leistung erfüllt

Auf Verlangen der Vergabestelle nachzureichen

Sicherheitsauskunft und Verpflichtungserklärung für Nachunternehmer (Formblatt 126)Durchschnittliche Beschäftigtenzahl der letzten 3 Jahre und Benennung der für die Leitung vorgesehenen PersonenEintragungsnachweis im BerufsregisterUnbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes / Bescheinigung in SteuersachenBestätigung Insolvenzplan (falls zutreffend)Bei Auftragssumme ≥ 30.000 € netto: Gewerbezentralregisterauszug wird vom Auftraggeber für den Bieter mit Zuschlag direkt angefordert

Wettbewerbsregister und Ausschluss

Ab Auftragswert ≥ 50.000 € netto: Vergabestelle führt elektronische Abfrage beim Wettbewerbsregister des Bundeskartellamtes durch0 Punkte bei Unterkriterium 2.1 (Hochwasserschutz) ODER 2.2 (Stadtentwässerung) im Zuschlagsverfahren → Ausschluss des Angebots aus der weiteren Wertung

Erfahrungsnachweis (Zuschlags-/Wertungskriterium)

Die Wertung der projektspezifischen Qualifikationen (70 % der Gesamtwertung) erfolgt anhand dreier Erfahrungsbereiche:

2.1 Konzeptioneller Hochwasserschutz (max. 300 Punkte)2.2 Konzeptionelle Stadtentwässerung (max. 250 Punkte)2.3 Wasserrahmenrichtlinie (max. 150 Punkte)

Punkteverteilung je Erfahrungsbereich:

> 4 Projekte innerhalb der letzten 10 Jahre: 225 / 187,5 / 112,5 Punkte> 4 Projekte innerhalb der letzten 20 Jahre: 187,5 / 125 / 75 Punkte3–4 Projekte innerhalb der letzten 20 Jahre: 150 / 125 / 75 Punkte1–2 Projekte innerhalb der letzten 20 Jahre: 75 / 62,5 / 37,5 PunkteKeine Projekte innerhalb der letzten 20 Jahre: 0 Punkte

Mindestempfehlung: Mindestens 1–2 Projekte je Bereich nachweisen, um den Ausschluss bei 2.1 und 2.2 zu vermeiden.

Bietergemeinschaften und Nachunternehmer

Formale Anforderungen

Angebot in deutscher SpracheVorgegebene Vordrucke der Vergabestelle verwendenDokumentenechte EintragungenPreise in EUR, max. 3 Nachkommastellen, ohne USt.Keine Mischkalkulationen (sonst Ausschluss)Eigenerklärung zur Eignung oder Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE)Pauschaler Schadensersatz von 15 % der Bruttoabrechnungssumme bei nachgewiesener unzulässiger Wettbewerbsbeschränkung
Referenzprojekte
3 ReferenzenZeitraum: letzte 3 Jahre

3 vergleichbare Referenzen (vergleichbare Konzepte/Projekte) – für Eignung gemäß Formblatt 124_LD

Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum; auf Verlangen bei engerer Wahl vorzulegen

optimal: > 4 Projekte (für Maximalpunktzahl 300 Punkte) ReferenzenZeitraum: letzte 10 Jahre für Höchstpunktzahl; letztes 20 Jahre wird gewertet

Erfahrung im konzeptionellen Hochwasserschutz (Unterkriterium 2.1) – Zuschlagskriterium

Projektnachweise als Referenzbescheinigungen; 0 Punkte = Ausschluss aus der Wertung

optimal: > 4 Projekte (für Maximalpunktzahl 250 Punkte) ReferenzenZeitraum: letzte 10 Jahre für Höchstpunktzahl; letztes 20 Jahre wird gewertet

Erfahrung in konzeptioneller Stadtentwässerung (Unterkriterium 2.2) – Zuschlagskriterium

Projektnachweise als Referenzbescheinigungen; 0 Punkte = Ausschluss aus der Wertung

optimal: > 4 Projekte (für Maximalpunktzahl 150 Punkte) ReferenzenZeitraum: letzte 10 Jahre für Höchstpunktzahl; letztes 20 Jahre wird gewertet

Erfahrung Wasserrahmenrichtlinie (Unterkriterium 2.3) – Zuschlagskriterium

Projektnachweise als Referenzbescheinigungen; 0 Punkte hier führt NICHT zum Ausschluss

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
4–10Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 6 Angebote
Mittlere Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 27%4–10 · 45%11+ · 28%
Mit TendiGo
Finden Sie weitere passende Ausschreibungen und prüfen Sie mit KI, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.
Zur Original-Ausschreibung

Auf einen Blick

Auftraggeber
Stadt Meppen
Ort
49716 Meppen, Niedersachsen
Kategorie
Niedersachsen
Veröffentlicht
Angebotsfrist

Erfüllungsort

Ort der Leistung
49716 Meppen
Niedersachsen

Weitere Ausschreibungen Niedersachsen

Alle anzeigen

Bereit für die Zukunft der Vergabe?

Setzen Sie auf den neuen technologischen Standard und verschaffen Sie sich den entscheidenden Vorsprung in der Auftragsakquise.

806+ VergabequellenMit Experten entwickeltSofort einsatzbereit