Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWas wird beschafft?
Es geht um eine Rahmenvereinbarung für IT-Netzwerktechnik an verschiedenen Liegenschaften des Landes Baden-Württemberg im Amtsbezirk Heilbronn (Stadt- und Landkreis Heilbronn, Hohenlohekreis, Main-Tauber-Kreis, Neckar-Odenwald-Kreis, Kreis Schwäbisch Hall).
Was ist zu tun?
Der Auftragnehmer plant, liefert und montiert eine VoIP-fähige IT-Netzinfrastruktur (Datenverteiler, Verkabelung, Stromversorgung, Trassen, Brandschutz, Dokumentation). Einzelne Aufträge werden je Gebäude separat abgerufen.
Wichtige Eckdaten:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis, ermittelt aus der Wertungssumme des Angebotes (nachgerechnete Angebotssummen unter Berücksichtigung von Nachlässen). Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGeltungsbereich und Beauftragung
Die Leistung umfasst verschiedene Liegenschaften des Landes Baden-Württemberg in:
Es handelt sich um eine Rahmenvereinbarung mit einem Auftragnehmer. Einzelaufträge werden je Gebäude/Liegenschaft separat in Textform abgerufen (ausnahmsweise mündlich/telefonisch mit nachträglicher Textformbestätigung). Auf Verlangen des Auftraggebers sind Arbeiten anderer Fachlose geringen Umfangs zu erbringen, soweit der Auftragnehmer dazu in Lage und befugt ist.
Ziel der Maßnahme
Schaffung einer flächendeckenden, VoIP-tauglichen IT-Netzwerkinfrastruktur als Vorleistung für die digitale Telefonie. Die zentrale Dienstleisterin ist BITBW. In der ersten Phase werden die Bestandsnetze messtechnisch erfasst und auf VoIP-Readiness bewertet.
Voruntersuchung und Bestandsaufnahme
Sichtung der Bestandsanlagen in den Liegenschaften, Ergebnisbericht mit Fotodokumentation, Einzelmessungen an mindestens 3 Kupferports pro Liegenschaft nach ISO 11801 Class E, Bewertung der VoIP-Readiness, Darstellung von Platzreserven, Temperatur- und Bestandsmessungen.
EDV-Technik / Datenverteiler
Lieferung und Montage von Datenverteilerschränken (42 HE, IP 2X, 800/1000 mm Tiefe) einschließlich Sockel, Einbaulüfter, Überspannungsschutz-Steckdosenleisten, Patchpanel (mindestens Kat. 6a), Teleskopböden und Querrangierungs-Frontplatten.
Datenverkabelung
Verlegung von S/STP-Kat. 7-Datenkabeln (4x2x0,6 PiMF) inkl. Auflegen der Adern. Einbau von Datenanschlussdosen (1-fach und 2-fach RJ45, Kat. 6a, UP). LAN-Permanent-Link-Messung Klasse E mit Messprotokoll (PDF + Papier). Beschriftung der Dosen und Rangierfelder.
Starkstrom und Potentialausgleich
Installation von Fehlerstromschutzschaltern (RCBO/A/B, 16 A, 2-polig, 30 mA), Abzweigkästen (IP 54), Potentialausgleichsschienen sowie Verlegung von NYM-/NYY-Kabeln (1- und 3-adrig, 2,5–16 mm²) einschließlich Adern anklemmen.
Leitungswege und Trassen
Verlegung von PVC-U-Isolierstoffrohren (EN 16–40) und PVC-U-Leitungsführungskanälen (15x15 mm bis 60x110 mm). Öffnen und Schließen von Kanaloberteilen bei Nachbelegung.
Bohrungen und Durchbrüche
Bohrungen in Mauerwerk (Tiefe 15–55 cm, Ø 2–4 cm) und Durchbohrungen in Beton (Tiefe 10–40 cm, Ø 20–40 mm) für Kabel- und Leitungsdurchführungen.
Demontage und Rückbau
Ausbau bestehender Kommunikationskabel (Innenkabel Ø ≤ 20 mm) und Anschlussdosen (UP und AP).
Brandschutz
Lieferung und Einbau von Brandschutzschotten (flexible Schotte S30/S90, Mörtelschotte S90) für Kabel- und Leitungsdurchführungen in Mauerwerk, Beton und Ständerwänden. Schallabdichtung für Wanddurchführungen. Dauerhafte Kennzeichnung der Schotte mit Schildern/Aufklebern.
Dokumentation
Erstellung von CAD-Bestandsplänen (DWG + PDF), Schema- und Installationsplänen, Patch-/Verbindungslisten, Messprotokollen, Datenblättern und Brandschott-Nachweisen. Übergabe in Papierform und elektronisch (verschlüsselt, BSI-konform; Cloud-Server/BW-Share).
Stundenlohnarbeiten und Material (Bedarfspositionen)
Bedarfspositionen für Stundenlohnarbeiten (Obermonteur, Spezialbaufacharbeiter, Facharbeiter, Helfer) mit hinterlegten Stundensätzen sowie Materialkosten mit Nachweis durch Lieferantenrechnungen. Stundenlohnarbeiten sind vor Beginn in Textform anzuzeigen; Vergütungsvereinbarung ebenfalls in Textform; Stundennachweise enthalten Ort, Art der Arbeit, Name/Berufsgruppe, Uhrzeit von–bis und verwendetes Material (Art + Menge).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZuverlässigkeit und rechtliche Lage
Kein eröffnetes oder beantragtes Insolvenzverfahren (bzw. rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan, falls einschlägig), keine Liquidation, keine schwere Verfehlung gemäß § 6e EU VOB/A, keine einschlägige Verurteilung in den letzten zwei Jahren (Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze oder Geldbuße > 2.500 €), ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer- und Abgabenpflichten sowie ordnungsgemäße Beitragszahlung zur Sozialversicherung.
Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
Angabe des Umsatzes der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre in Euro für vergleichbare Leistungen. Hinweis in der Vergabebekanntmachung: Bedingungen zur Geschäftstätigkeit und zum Mindestumsatz sind zu beachten.
Fachliche und personelle Eignung
Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Eintragung in der Handwerksrolle (HWK) bzw. IHK-Eintragung (auf Verlangen). Verfügbarkeit der erforderlichen Arbeitskräfte sowie jahresdurchschnittliche Arbeitskräfteanzahl der letzten 3 Jahre nach Lohngruppen mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal (auf Verlangen).
Zusätzlich vertragliche Pflicht nach Zuschlag: verbindliche Benennung des technischen Projektleiters und der bauleitenden Obermonteure; auf Verlangen des AG Vorlage von polizeilichem Führungszeugnis und Qualifikationsnachweis der eingesetzten Arbeitskräfte ohne Mehrkosten.
Referenzen
Mindestens drei Referenznachweise vergleichbarer Leistungen (IT-Netzwerktechnik) aus den letzten fünf Kalenderjahren mit: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, stichwortartige Benennung des mit eigenem Personal ausgeführten maßgeblichen Leistungsumfangs einschließlich Mengen, Zahl der durchschnittlich eingesetzten Arbeitnehmer, Beschreibung besonderer technischer und gerätespezifischer Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau, Umbau, Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer, ARGE-Partner, Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke sowie Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung. Referenzliste ist mit dem Angebot einzureichen; drei Referenznachweise auf Verlangen bei engerer Wahl.
Tariftreue und Mindestentgelt (LTMG)
Verpflichtung zur Einhaltung der Mindestentgelte gemäß AEntG oder MiLoG sowie geltender Tarifverträge. Bei Einsatz von Nachunternehmen sind diese schriftlich zur Einhaltung zu verpflichten und entsprechende Verpflichtungserklärungen beizufügen. Bereitschaft zur Kontrolle und Vorlage von Unterlagen.
Präqualifikation und Nachunternehmer
Präqualifizierte Unternehmen können den Eignungsnachweis durch Eintrag in die Liste des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. erbringen (ggf. ergänzt durch auftragsspezifische Einzelnachweise). Nicht präqualifizierte Unternehmen reichen die ausgefüllte Eigenerklärung zur Eignung (VHB 124) ein. Bei Einsatz von Nachunternehmen: Nachweis der Präqualifikation oder Erfüllung der Präqualifikationsvoraussetzungen; bei engerer Wahl Bestätigung der Eigenerklärungen durch Bescheinigungen zuständiger Stellen.
Gewerbezentralregister
Bei einer Auftragssumme ab 30.000 € wird ein Gewerbezentralregisterauszug angefordert.
Vergleichbare Leistungen im Bereich IT-Netzwerktechnik mit Angabe von Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit eigenem Personal, durchschnittlicher Mitarbeiterzahl, besonderen technischen Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertraglicher Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE-Partner/Nachunternehmer), ggf. koordinierter Gewerke sowie Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung
Referenzliste mit Angebotsabgabe; drei Referenznachweise auf Verlangen der Vergabestelle bei engerer Wahl