Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDas IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ Berlin) schreibt interimistische Schulungsleistungen für die Berliner Verwaltung aus. Geschult werden Anwender, Multiplikatoren und Fachadministratoren im Umgang mit dem IKT-Basisdienst „Digitale Akte Berlin" (auf Basis von nscale eGov). Die Angebote müssen elektronisch über die Vergabeplattform Berlin (https://www.meinauftrag.rib.de) eingereicht werden – Angebotsfrist ist der 31.08.2026 um 10:00 Uhr. Gefordert werden u.a. drei Unternehmensreferenzen (eine davon mit Berliner Besonderheiten), mindestens fünf namentlich benannte Schulungsexperten, eine Betriebshaftpflichtversicherung und verschiedene Eigenerklärungen (u.a. zur Frauenförderung). Es gibt nur ein Los; die maximale Vertragslaufzeit beträgt 9 Monate.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Wertungspreis100%
Zuschlagskriterium ist ausschließlich der Wertungspreis (brutto), berechnet aus Angebotsnettopreis, USt und ggf. gewährtem Skonto (mind. 14 Tage Skontofrist).
Wertungspreis = Angebotsnettopreis + Umsatzsteuer - ggf. berücksichtigungsfähiger Skonto (bei Skontofrist ≥ 14 Tage)
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenDrei rollenbasierte Schulungsarten
Es sind drei Schulungsarten für die Digitale Akte (nscale eGov, Ausprägung Land Berlin) zu erbringen:
Schulungssystem und Schulungsräume
Der Auftragnehmer stellt eine unabhängige Schulungsumgebung mit Referenzkonfiguration bereit. Schulungsräume müssen barrierefrei sein und sich innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings befinden. Pro Raum: bis 10 Teilnehmer, Mobiliar, Beamer und Schulungsrechner. Bis zu 20 parallele Schulungen sind möglich. Der Buchungsvorlauf für einzelne Schulungstermine beträgt mindestens 4 Wochen (planmäßig 2 Monate im Voraus). Eine kostenfreie Stornierung ist bis 4 Wochen vor Termin möglich; 1 Schulung pro Monat ist auch mit nur 1 Woche Vorlauf stornierbar. Der Mindestvorlauf für den Abruf einer Schulung liegt bei 3 Werktagen.
Schulungsunterlagen und E-Learning (Option)
Bestehende Schulungsunterlagen sollen verwendet und weiterentwickelt werden; das Nutzungsrecht liegt beim Auftraggeber. Optional können digitale Lernmedien zum Selbststudium (E-Learning) angeboten werden; das Nutzungsentgelt wird je lizenziertem Nutzer abgerechnet.
Abruf, Mengen und Gesamtobergrenze
Die Schulungen werden ausschließlich auf Abruf des Auftraggebers durchgeführt; es besteht keine Mindestabnahmemenge. Geschätzte monatliche Mengen (Laufzeitbeginn): Bereitstellung Schulungssystem einmalig; Schulungsräume ca. 300 Raumtage/Monat; Anwender-Schulungen ca. 150 Schulungstage/Monat; Multiplikatoren-Schulungen ca. 60 Schulungstage/Monat; Fachadministratoren-Schulungen ca. 4 Schulungstage/Monat. Optional sind bis zu 90 weitere Schulungstage über die Gesamtlaufzeit abrufbar. Die Obergrenze liegt bei insgesamt 2.016 Schulungstagen (inkl. Verlängerungen).
Vertragsrahmen
Es handelt sich um eine Rahmenvereinbarung ohne erneuten Aufruf zum Wettbewerb; Höchstzahl der Teilnehmer: 1. Vertragstyp: EVB-IT Dienstvertrag. Erfüllungsort: Berlin (10713, NUTS DE300).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung zur Berufsausübung und Ausschlussgründe
Es dürfen keine Ausschlussgründe vorliegen. Nachweis über Formular Wirt-124 EU (bzw. Einheitliche Europäische Eigenerklärung/EEE nach § 50 VgV). Mitarbeiter mit Kundenkontakt zum Auftraggeber müssen Deutsch fließend in Wort und Schrift mindestens auf C2-Niveau (GER) beherrschen – formlose Eigenerklärung. Bieter aus dem Ausland müssen ggf. ihre Anmeldung bei der zuständigen deutschen Berufsgenossenschaft nachweisen oder eine Befreiungsbescheinigung vorlegen, soweit gesetzlich vorgeschrieben.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Nachweis einer Betriebs-/Berufshaftpflichtversicherung mit einer Mindestdeckung von 1.000.000 € je Schadensereignis und mindestens 2.000.000 € insgesamt für den Vertrag. Alternativ kann eine Eigenerklärung zur Erhöhung im Zuschlagsfall gemäß Ziffer 18 EVB-IT Dienstleistungs-AGB abgegeben werden. Angaben zum Unternehmen (Leistungsspektrum, Kerngeschäft, Organisation, Umsatz, Beschäftigtenzahl der letzten 3 Geschäftsjahre) sind über Formular E I einzureichen.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Qualitätsmanagementsystem: Nachweis durch ISO-9000-Zertifikat oder formlose Beschreibung der QM-Strukturen, Abläufe und Prozesse.
Unternehmensreferenzen: Mindestens 3 Referenzen zu Schulungen Digitale Akte nscale, davon mindestens 1 mit Besonderheiten des Landes Berlin; Referenzen nicht älter als 3 Jahre ab Angebotsfristende; der Referenzauftraggeber darf nicht identisch mit Bieter, Mitgliedern einer Bietergemeinschaft oder Unterauftragnehmern sein (Formular E II; wird in Summe beurteilt).
Schulungsexperten: Mindestens 5, maximal 10 namentlich benannte Schulungsexperten mit Erfahrung in Schulungen zur digitalen Akte von nscale inkl. Besonderheiten des Landes Berlin, fließendem Deutsch C2 und mehrjähriger Berufserfahrung mit Schulungsleistungen (Formular E III; wird in Summe beurteilt).
Unteraufträge und Eignungsleihe
Beabsichtigte Unterauftragsvergaben und Eignungsleihe sind im Angebot offenzulegen. Erforderlich sind Formular Wirt-235 (Eigenerklärung) und Formular Wirt-236 (Verpflichtungserklärung) für jedes in Anspruch genommene Unternehmen. Bei Eignungsleihe ist zusätzlich die Mittelverfügbügkeit durch Verpflichtungserklärung nachzuweisen.
Bietergemeinschaften
Bei Bietergemeinschaften hat jedes Mitglied eigene Eignung nachzuweisen. Es ist ein bevollmächtigter Vertreter zu benennen und die gesamtschuldnerische Haftung zu erklären (Formular Wirt-238).
Soziale und tarifliche Anforderungen
Eigenerklärung gem. § 1 Abs. 2 Frauenförderverordnung (FFV) über Formular Wirt-2141. Im Auftragsfall sind das Mindeststundenentgelt und die Tariftreuepflichten nach Wirt-214.1 zu beachten (Mindestentgelt 14,84 € brutto/Stunde, ausgenommen Auszubildende) sowie die ILO-Kernarbeitsnormen einzuhalten.
Mindestens 3 Unternehmensreferenzen zu Schulungen Digitale Akte nscale, davon mindestens 1 mit Besonderheiten des Landes Berlin
Pro Referenz sind Leistungszeitraum, Auftragsgegenstand und -volumen, Gleichwertigkeit/Mindestanforderungserfüllung, Aufgaben- und Verantwortungsbereich, institutionelles/organisatorisches Umfeld, Referenzauftraggeber (darf nicht identisch mit Bieter, Mitgliedern der Bietergemeinschaft oder Unterauftragnehmern sein) sowie Ansprechperson (Funktion, Adresse, Telefon, E-Mail) anzugeben. Einzureichen über Formular E II.