Hauptkanal – Erdarbeiten:
Rohrgrabenaushub Tiefen 1,80–3,50 m in Homogenbereichen E1, E2, E3 (Bodenklassen 3–7).Oberbodenabtrag und Zwischenlagerung (35 m³).Handaushubstellen, Suchschlitze, Leitungskreuzungen (Gas, Wasser, Kabel, Telekom).Schutzrohr DN 110 PVC, Wurzelentfernung.Verbau (Spundwandverbau) inkl. prüffähiger statischer Berechnung.Grundwasserhaltung (offene Wasserhaltung, Förderleistung bis 20 l/s); wasserrechtliche Erlaubnis beim Landratsamt (Bearbeitungsdauer ca. 8 Wochen).Umpumpen Mischwasser (ca. 45 m Kanal).Grundwasserspiegel laut Gutachten ca. 0,95 m unter GOK; Grabensohle bei Schwemmlöß maximal 10–30 Minuten offen halten.Untergrundverbesserung möglich; Bodenaustausch.Verfüllung mit Fremdmaterial, Rammsondierungsprüfung.Verdichtungsanforderungen: DPr > 97 %, EV2 ≥ 45 MN/m² (bei GW-Abstand < 1,5 m).Bodenentsorgung/Verwertung BM-0/BG-0; Haufwerksbeprobung (~250 m³).Umgang mit belasteten Böden nach Kreislaufwirtschaftsgesetz / Mantelverordnung.
Hauptkanal – Rohrleitungsbau:
Stahlbetonrohre DN 700 (FBS-Richtlinie, SLW 60), ca. 105 m, ca. 4 Haltungen bis 50 m je Haltung, Gefälle 7–25 ‰, Tiefenlage Sohle 1,80–2,50 m.PP-Kanalrohre DN/OD 200 SN 10, ca. 3 m, ca. 1 Haltung bis 5 m.Passstücke, Gelenkstücke, Krümmer, Fußrohre.Reinigung, Muffen-Dichtheitsprüfung (Luft, DIN EN 1610 / DWA A 139), Deformationsmessung (Kunststoffrohre), TV-Inspektion mit Muffendokumentation.Trasse: vom Burggartenweg (Anschluss Bestand) bis Heilbronner Str. Whs. 13 (blinde Vorstreckung).Neutrassierung über Privatgrundstück Heilbronner Str. 18 (alter DN 400 verläuft unter Gebäuden, dort nicht erneuerbar).Rückbau/Entsorgung alter Rohre im Kanalgraben.Im Bereich Heilbronner Str. 18 (RKS 4): Hinweis auf setzungsempfindlichen organischen Auenlehm, Auflagerverbesserung erforderlich, Spundwandverbau und Wasserhaltung zwingend.
Hauptkanal – Schachtbauwerke:
3 Fertigteilschächte DN 1500, Tiefen 1,80–2,90 m.Anschlüsse DN/OD 200 bis DN 700.Bruchraue Öffnungen DN 400.Schachtabdeckungen Klasse D 400.
Hausanschlüsse:
PP-Vollwandrohr DIN EN 1852, DN/OD 160 SN 10, ca. 25 m, ca. 12 Anschlüsse, Haltungslängen 2–4 m.Bögen 15–30° und 45°, Reduzierstücke, Abzweige, KGUS-Übergangsstücke, Umschließen von Seitenanschlüssen innerhalb/außerhalb des Hauptgrabens, Rohrkupplungen.Anschluss an Hauptkanal per Kernbohrung oder Sattelstück; ggf. Verschlussdeckel.Farbliche Kennzeichnung (orange für MW-Hausanschluss).Rohrgraben 1,80–3,50 m Tiefe, Erdarbeiten/Entsorgung wie Hauptkanal.Wasserhaltung Förderleistung bis 10 l/s.Aufspüren/Nachgraben nicht in Plänen enthaltener Seitenanschlussleitungen.Schiebekamera-Befahrung Seitenanschlüsse mit 3D-Geodaten (X/Y/Z) vor Anschluss.TV-Inspektion je Anschluss + Dokumentation (PDF, DVD/USB).
Oberflächenwiederherstellung:
Asphaltaufbruch und -wiederherstellung (Fahrbahn, Gehwege).Pflasterarbeiten (Betonpflaster, Granitpflaster).Borde, Entwässerungsrinnen, Straßenabläufe.Rasenflächen, Bepflanzung.Einfriedungen, Zaunanlagen, Sichtschutzmatten, Tore, Lichtsignal-/Verkehrszeichen (wiederherstellen).Prüfnachweise Asphalt mind. 20 Werktage vor Beginn der Asphaltarbeiten an AG/Bauüberwachung.Anlieger-Zufahrtsbenachrichtigung mind. 3 Werktage vorher.
Sonstige Pflichten:
Bekanntmachung Nachunternehmereinsatz: mind. 10 Arbeitstage vor Beginn der Spezialarbeiten schriftlich an AG/Bauüberwachung/SiGeKo.Leistungsmeldung Prüfungen mind. 3 Werktage vor Ausführung mit Startuhrzeit.Nachtragsangebote mind. 20 Werktage vor Ausführung; Kalkulation auf Basis der Urkalkulation (KEV 333), Angabe möglicher Bauzeitverlängerung, fortlaufende Nummerierung pro Kostenträger.