Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung des Regierungspräsidiums Karlsruhe (Referat 47.3 – Baureferat Süd, Dienstsitz Freudenstadt) für eine Fahrbahndeckenerneuerung (FDE) an der Landesstraße L 574 zwischen Pforzheim und Huchenfeld über rund 3,6 km.
Die Maßnahme umfasst das Fräsen und den Neueinbau der Asphaltdeckschicht, punktuelle Schadstellensanierung, streckenweise Streifenfundamente aus Ortbeton, Erdarbeiten an Banketten, Entwässerungsarbeiten (Straßenabläufe/Schächte), Markierungsarbeiten sowie umfangreiche Verkehrssicherung mit Vollsperrungen in zwei aufeinanderfolgenden Bauabschnitten.
Wichtige Eckdaten:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssumme wird ermittelt aus der nachgerechneten Angebotssumme, insbesondere unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, ggf. monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eines eventuellen Nachlasses ohne Bedingungen.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Baubegleitende Leistungen
Einrichten und Räumen der Baustelle, Aufstellen, Vorhalten und Abbauen des Baustellenschilds „Wir bauen für Sie..." (mit Aufstellvorrichtung, statischem Nachweis, Datumseintrag). Vorankündigung gemäß Baustellenverordnung mind. 2 Wochen vor Einrichtung der Baustelle, sichtbar und witterungsgeschützt aushängen. SiGe-Plan gemäß RAB 31 erstellen und mit SiGe-Koordinator abstimmen; SiGe-Koordinator während der gesamten Ausführung gemäß RAB 30 stellen. Baustelleneinrichtungs- und Bauablaufplan vorlegen, Ausführungspläne mit Übereinstimmungsvermerk gemäß ZTV-ING, Vermessungsunterlagen, Bautagesberichte täglich, Aufmaßblätter 2-fach gemäß HVA-StB, Mengenberechnung und Dokumentationsaufnahmen. Separate Rechnungsstellung für SiGeKo-Positionen und Kontroll-/Hilfsleistungen.
Verkehrssicherung und Umleitungen
Verkehrsrechtliche Anordnung mind. 1 Woche vor geplanter Umsetzung einholen, Verkehrszeichenpläne umsetzen (zweimaliges Umsetzen für Bauabschnitt I). Verkehrssicherung gemäß RSA 2021 aufbauen, vorhalten, kontrollieren (zweimal täglich, an arbeitsfreien Tagen einmal täglich), warten, instand setzen, betreiben und abbauen – Vollsperrung der L 574 in beiden Bauabschnitten, punktuelle halbseitige Sperrungen der B 463, Umleitungsbeschilderung. Transportable Lichtsignalanlage (LSA) Typ C verkehrsabhängig aufbauen, betreiben, vorhalten und abbauen, inkl. Signallageplan, Zwischenzeitenmatrix und Signalzeitenplan. Vorübergehende Quermarkierungen sowie wöchentliche Übergabe der Kontrolldokumentation an den AG. Hauptmengen: je Bauabschnitt Verkehrssicherung ca. 25 Tage vorhalten; Kontrolle je 50 Tage.
Asphalt- und Oberbauarbeiten
Fräsen der Asphaltdeckschicht bis ca. 4,5 cm Tiefe (rund 27.000 m²), teils in zwei Schichten, inkl. Unterlage reinigen und Randeinfassung reinigen. Punktuelle Schadstellensanierung: Fräsen der Asphaltbinder-/Tragschicht bis ca. 10 cm Tiefe, Unterlage profilieren, Bodenaustausch (ca. 100 t), Asphalttragschicht AC 32 T N, Asphaltbinderschicht AC 16 B S, Fläche je ca. 3.000 m². Längs- und Quertrennarbeiten in Asphalt. Neueinbau Asphaltdeckschicht AC 11 D S, 4 cm (rund 27.000 m²) auf Bitumenemulsion und Kalkmilch-Zulage, einschließlich Abstumpfungsmaßnahme und Randabdichtung (ca. 1.200 m). Herstellen der Längsfugen und Randfugen mit Fugenmasse Typ N2. Eignungsnachweis Asphaltmischgut (Erstprüfung); Einbau-/Logistikkonzept mit Angabe des Asphaltmischwerks, Umlaufplan und Thermoisolation-Nachweis (R ≥ 1,65 m²K/W); kalibrierte Temperaturmessgeräte.
Erdarbeiten und Streifenfundamente
Bankette schälen (1.500 m + 2.500 m, 15–20 cm dick, bis 50 cm breit, inkl. Leitpfosten-Aufnahme). Streckenweise Streifenfundamente aus Ortbeton bei Setzungen/Hangrutschungen. Ggf. Austausch nicht tragfähiger Tragschicht ohne Bindemittel. Mutterbodeneinsaat.
Entwässerung
Straßenabläufe und Schächte: 22 Stück Aufsatz ausbauen/aufsetzen, 10 Stück Schachtteile, 10 Stück Betonauflagering. Ggf. Anpassung/Entfall von Abdeckungen. Bordsteinabsenkungen.
Markierungsarbeiten
Dokumentation der bestehenden Fahrbahnmarkierung vor Fräsarbeiten. Markierungsplan mind. 10 Werktage vor Herstellung der neuen Markierung zur Freigabe vorlegen (2-fach Papier + digital). Aufnahme und Wiederherstellung der Markierung: ca. 650 m² Trocknung; Längsmarkierung Typ II als Kaltplastik/Kaltspritzplastik mit Nachstreumitteln – Leitlinie ca. 2.500 m, Fahrbahnbegrenzung ca. 7.200 m, Blockmarkierung ca. 1.500 m. Qualifikationsnachweise gemäß ZTV M erforderlich.
Kontroll- und Hilfsleistungen
Belastungsfahrzeug als Gegengewicht für Plattendruckversuch bereitstellen, statischen Plattendruckversuch auf gefräster Asphaltfläche durchführen, Probegefäße (saubere 10-l-Blecheimer mit dicht schließendem Deckel) liefern, Bohrkerne (Ø 15 cm, Tiefe > 15–20 cm) entnehmen, Gegenpole für elektromagnetische Dickenmessung verlegen.
Landschaftsbau / gebietseigene Pflanzen und Saatgut
Verwendung gebietseigener Gehölze aus dem Vorkommensgebiet „Süddeutsches Hügel- und Bergland" sowie gebietseigenes Saatgut; Herkunfts-/Zertifikatsnachweise sind zu erbringen.
Abfallentsorgung und Umwelt
Der Auftragnehmer ist Abfallerzeuger und übernimmt Nachweis- und Registerpflichten für anfallende Abfälle. Nachunternehmerzuschlag wird nur einmal vergütet.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZwingende Ausschlussgründe und allgemeine Pflichtnachweise
Keine Ausschlussgründe gemäß § 6e EU VOB/A; keine Verfehlungen mit Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze oder Geldbuße > 2.500 € in den letzten 2 Jahren. Ordnungsgemäße Erfüllung der Zahlungspflichten (Steuern, Abgaben, Sozialversicherung). Kein Insolvenzverfahren (beantragt/eröffnet), keine Abweisung mangels Masse, keine Liquidation (bzw. rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan). Eintragung im Handelsregister, Handwerksrolle oder IHK (bzw. keine Eintragungspflicht). Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft. Verpflichtungserklärung Tariftreue und Mindestentlohnung nach LTMG Baden-Württemberg / AEntG / MiLoG (gilt auch für Nach- und Verleihunternehmen).
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Mindestjahresumsatz 5.000.000 € (brutto). Auf Verlangen in engerer Wahl: Bestätigung durch Wirtschaftsprüfer/Steuerberater oder testierte Jahresabschlüsse/Gewinn- und Verlustrechnungen, Unbedenklichkeitsbescheinigungen der tariflichen Sozialkasse, des Finanzamts und der Berufsgenossenschaft (qualifiziert, mit Lohnsummen), Freistellungsbescheinigung gemäß § 48b EStG.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Mindestens 3 vergleichbare Referenzen über Bauleistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren (auf Verlangen Vorlage von Referenzbescheinigungen). Nachweis der Verfügbarkeit erforderlicher Arbeitskräfte; jahresdurchschnittliche Anzahl der Arbeitskräfte der letzten 3 Jahre – gegliedert nach Lohngruppen, mit gesondert ausgewiesenem technischen Leitungspersonal. Qualifikationsnachweis des Unternehmens gemäß ZTV M (Straßenmarkierungen) sowie Qualifikationsnachweis einer geprüften Fachkraft gemäß ZTV M. Nachweis der technischen Kriterien für Fahrzeugrückhaltesysteme gemäß BASt – Einzelnachweis oder Bezugnahme auf die BASt-Übersichtsliste. Optional/auf Verlangen: Angabe technischer Fachkräfte und technischer Stellen, technische Ausrüstung des Unternehmens, Qualitätssicherungsmaßnahmen, Lieferkettenmanagement- und -überwachungssystem, Studiennachweise und Bescheinigungen berufliche Befähigung, Umweltmanagementmaßnahmen, Erklärung zu Ausstattung/Geräten/technischer Ausrüstung, Angabe beabsichtigter Unterauftrags- bzw. Nachunternehmerleistungen.
Spezifische Fachnachweise aus dem Leistungsverzeichnis
Eignungsnachweis für das Asphaltmischgut (Erstprüfung). Herkunfts-/Zertifikatsnachweise für gebietseigene Gehölze und Saatgut (Vorkommensgebiet „Süddeutsches Hügel- und Bergland"). Herstellerzertifikate für die Thermoisolation der Transportfahrzeuge (R-Wert ≥ 1,65 m²K/W). Kalibrierungsnachweise für Temperaturmessgeräte. Fachkunde eines qualifizierten Vermessers für die Vermessungsleistungen. Befähigung als SiGe-Koordinator gemäß RAB 30. Beschaffung einer Erzeuger- und Entsorger-Nummer (Abfallrecht) sowie der verkehrsrechtlichen Genehmigungen.
Bietergemeinschaften, Nachunternehmer, KMU
Bei Bietergemeinschaften nur als KMU anerkannt, sofern der überwiegende Auftragsanteil von KMU-Partnern erbracht wird. Bietergemeinschaften benennen einen bevollmächtigten Vertreter und haften gesamtschuldnerisch; vollständige Erklärung gemäß HVA B-StB 106. Bei Nachunternehmern: Art und Umfang der Leistungen angeben; auf Verlangen Präqualifikationsnachweis oder Eigenerklärung nachreichen. Präqualifikation grundsätzlich möglich (PQ-Nummer). Mindestjahresumsatz, Registereintragungen, EEE oder HVA-B-StB-Eigenerklärung Eignung sind beizubringen.
Mindestens 3 vergleichbare Referenzen über Bauleistungen der letzten 5 Kalenderjahre (auf Verlangen können auch ältere, mehr als 5 Jahre zurückliegende Referenzen anerkannt werden). Je Referenz: Bezeichnung der Leistung, Auftragswert (eigener Anteil), Ausführungszeitraum, Auftraggeber.
Vergleichbare Bauleistungen; bei Zuschlag auf Verlangen Bescheinigungen über ordnungsgemäße Ausführung und Ergebnis (in Anlehnung an beiliegendes Muster).
Zusätzlich: Qualifikationsnachweis des Unternehmens gemäß ZTV M (Straßenmarkierungen) – auf Verlangen vorzulegen.
ZTV M
Qualifikationsnachweis einer geprüften Fachkraft gemäß ZTV M – auf Verlangen vorzulegen.
ZTV M