Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDas Land Sachsen-Anhalt (vertreten durch das AFI Thale und das Amt für Immobilien- und Baumanagement Halberstadt) vergibt im Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb freiberufliche Planungsleistungen für die denkmalgerechte Herrichtung einer Scheune am Standort AFI Thale, Schmiedestraße 3-4, 06502 Thale. Die Leistung ist in 6 Lose aufgeteilt: Objektplanung Gebäude und Nachhaltigkeitskoordination (Los 01), Tragwerksplanung (Los 02), Ingenieurbauwerk (Los 03), Verkehrsanlagen (Los 04), Technische Ausrüstung Anlagengruppe 1.4 (Los 05) sowie Technische Ausrüstung Anlagengruppen 1.1–1.3 und 1.7 (Los 06).
Geplant sind Ausbildungsräume für den Justizvollzugsdienst, Sport-/Mehrzweckräume, Fitnessräume und Verwaltungsbüros. Die Planung muss Denkmalschutz (Rittergut Thale 1, Obj.-Nr. 09445361), Nachhaltigkeit, erneuerbare Energien (Photovoltaik) und Ladeinfrastruktur für E-Mobilität berücksichtigen. Die Baumaßnahme soll bis 11/2030 umgesetzt werden, die Gesamtbaukosten sind mit ca. 3.213.000 € brutto veranschlagt.
Bieter müssen Eigenerklärungen zur Eignung, Nachweise zur Berufshaftpflichtversicherung, Umsatz- und Personalangaben sowie 1–3 Referenzprojekte zur Gebäudeplanung im bauhistorischen Kontext vorlegen. Die Angebotswertung erfolgt über Fragenkatalog (40 %), Personalplanung (20 %) und Honorarangebot (40 %).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Qualität der Projektbearbeitung40%
Bewertung der Qualität der Projektbearbeitung (max. 4 Punkte, gewichtet mit 40 v.H.)
- Personal- & Kapazitätsplanung20%
Bewertung der Personal- und Kapazitätsplanung (max. 4 Punkte, gewichtet mit 20 v.H.)
- Honorarangebot40%
Niedrigste Gesamthonorarsumme erhält 4 Punkte, höchste 1 Punkt, Interpolation dazwischen (gewichtet mit 40 v.H.)
Fragenkriterien: Bewertung 0-4 Punkte je Kriterium durch Mittelwert der Gremiumsmitglieder; Honorarangebot: y = y1 + (y2-y1)/(x2-x1)*(x-x1), wobei y1=4 Pkt. (niedrigster Preis), y2=1 Pkt. (höchster Preis), Interpolation für dazwischen liegende Angebote.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGemeinsamer Gegenstand aller Lose
Maßnahme: Herrichtung (Umbau/Erweiterung) der denkmalgeschützten Scheune auf dem Gelände des Ritterguts Thale 1 (Obj.-Nr. 09445361) am Standort AFI Thale, Schmiedestraße 3-4, 06502 Thale.
Geplante Nutzungen:
Planungsanforderungen (für alle Lose):
Baukostenrahmen: ca. 3.213.000 € brutto (inkl. Baunebenkosten); davon KG 300 = 1.470.000 €, KG 400 = 630.000 €.
Projektzeitraum: Notsicherung bis 03/2026, Voruntersuchung bis 05/2026, Teilnahmewettbewerb 09–10/2026, Angebotsphase bis 12/2026, Auftragsvergabe bis 01/2027, Bauunterlage bis 07/2027, Ausführungsplanung bis 03/2028, Baudurchführung 02/2029–09/2030, Übergabe 11/2030, Schlussrechnung 03/2031.
Verfahrensrahmen
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb (zweistufig). In Stufe 1 ist nur ein Teilnahmeantrag einzureichen. Nach Wertung werden nur die 5 bestplatzierten Bewerber zur Angebotsabgabe in Stufe 2 aufgefordert.
Zuschlagskriterien (Stufe 2):
Bewertung der Qualitätsfragen über Punkteskala 0–4 (0 = entspricht nicht, 4 = übertrifft deutlich). Beim Honorarangebot: niedrigster Preis = 4 Punkte, höchster = 1 Punkt, dazwischen linear interpoliert. Bei Punktgleichheit entscheidet das Losverfahren.
Voraussichtlicher Vertragslaufzeitraum: Planungsbeginn ab 01/2027; Bauphase bis 11/2030 (Übergabe) – insgesamt rd. 50 Monate.
Kostenstruktur und Honorar (übergreifend)
Anrechenbare Kosten (KG 300 + KG 400): ca. 2.100.000 € brutto.
Honorarzonen nach § 5 HOAI:
Umbauzuschlag: nach § 6 Abs. 2 Nr. 5 HOAI für mitzuverarbeitende Bausubstanz.
Zahlungsbedingungen: Abschlagsrechnungen prüffähig binnen 5–7 Kalendertagen, Teil-/Schlussrechnungen binnen 10 Kalendertagen; Abschlagszahlungen 18 Werktage nach Eingang prüffähiger Rechnung; Schlussrechnung innerhalb 2 Monaten nach letzter Leistung; Sicherheitseinbehalt 5 % möglich. Berufshaftpflichtversicherung: 1,5 Mio. € Personenschäden, 1,0 Mio. € sonstige Schäden (Verkehrsanlagen: 1,5 Mio. / 0,5 Mio.), Maximierung mind. 2-fach.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Zuverlässigkeit (Ausschlussgründe)
Keine rechtskräftige Verurteilung wegen einer Straftat nach § 123 Abs. 1 GWB und keine Tatbestände nach § 124 Abs. 1 Nr. 1–9 GWB. Erfüllung der Steuer-, Abgaben- und Sozialversicherungspflichten. Kein Interessenkonflikt und keine Beteiligung an der Vorbereitung des Vergabeverfahrens.
Berufsqualifikation und Befähigung
Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung „Architekt" oder „Ingenieur" (Nachweis: Kopie des Kammereintrages mit Mitgliedsnummer und Eintragungsdatum). Bei juristischen Personen: Benennung eines verantwortlichen Berufsangehörigen mit entsprechender Berechtigung. Erbringung der Architekten- und Ingenieurleistungen unabhängig von Ausführungs- und Lieferinteressen (§ 73 Abs. 3 VgV).
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Spezifischer Umsatz für Gebäudeplanung gemäß HOAI 2021 in den letzten drei Jahren (2023, 2024, 2025), brutto. Berufshaftpflichtversicherung mit mindestens 1,5 Mio. € Personenschäden und 1,0 Mio. € sonstige Schäden (Verkehrsanlagen: 1,5 Mio. / 0,5 Mio.); Nachweis nicht älter als 12 Monate; bei BG von jedem Mitglied. Maximierung der Ersatzleistung pro Versicherungsjahr mindestens das Zweifache der Deckungssumme.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Durchschnittlich mindestens 5 Beschäftigte in den letzten drei Jahren, davon mindestens 2 Architekten/Ingenieure. Mindestens 1 Referenzprojekt (Gebäudeplanung LP 2–8 HOAI, Gebäudeumnutzung im bauhistorischen Kontext, Auftraggeber = öffentliche Hand). Personal: Fachausbildung als Dipl.-Ing./Master/Bachelor mit mindestens 3 Jahren einschlägiger Berufserfahrung; für Objektüberwachung zusätzlich mindestens 3 Jahre Baustellenpraxis.
Sanktionen gegen Russland
Eigenerklärung, dass weder Bieter/Bewerber noch Mitglieder von Bietergemeinschaften sowie beteiligte Unterauftragnehmer, Lieferanten und Kapazitätsgeber (bei Anteil > 10 % des Auftragswerts) unter die Russland-Sanktionen gemäß EU-VO 833/2014 i. V. m. EU 2022/576 fallen.
Eignungsleihe und Bietergemeinschaften
Eignungsleihe gemäß § 36/§ 47 VgV zulässig: Verzeichnis (VHB-235), Verpflichtungserklärung des Nachunternehmers, ggf. Eignungsnachweise des Dritten. Bewerbergemeinschaften gemäß VHB-234: gesamtschuldnerische Haftung mit bevollmächtigtem Vertreter; Erklärung in Textform, auf Verlangen unterzeichnet oder qualifiziert signiert.
Gebäudeplanung gemäß § 34 Abs. 3 HOAI (Leistungsphasen 2–8): Gebäudeumnutzung im bauhistorischen Kontext, Auftraggeber = öffentliche Hand
Je Referenz max. 3 DIN-A4-Seiten: 2 Fotos, Kurztext mit Vorhabenbezeichnung, Nutzung, Grund-/Nutzflächenkennwerten, Bauwerkskosten und Kontaktdaten des Referenzgebers. Bewertet nach: A) Anzahl Referenzen, B) Aktualität der Fertigstellung, C) historischer Kontext (Teilrekonstruktion mit Ergänzungsbau = beste), D) Nachhaltigkeitszertifizierung (Bonus), E) architektonische Auszeichnung (Bonus)