Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDas Stadtwerk Regensburg GmbH schreibt die schlüsselfertige Errichtung von insgesamt 7 Baukörpern in modularer Bauweise in den Hallen 4 und 5 des ehemaligen Getreidelagerhauses im Auweg in Regensburg aus. Damit werden Flächen für Handwerksbetriebe, Co-Working, Büros, einen Veranstaltungsbereich sowie Gastronomie geschaffen. Gefordert sind Planungsleistungen, Werk- und Montageplanung, alle Bauleistungen der Kostengruppen 300 und 400, gebäudetechnische Ausrüstung sowie ein 5-jähriger Wartungsvertrag. Das Projekt ist Teil des Förderprogramms „Modellprojekte Smart Cities: Stadtentwicklung und Digitalisierung".
Das Verfahren läuft als Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb. Die Eignung wird über Handelsregisterauszug, Haftpflichtversicherung, Mindestumsatz, Personalstärke und 3 Referenzen aus den letzten 5 Jahren im Modulbau geprüft. Auf Angebotsseite werden neben dem Preisblatt auch ein Technisches Konzept, ein Gestaltungs-, Nachhaltigkeits- und Projektablaufkonzept sowie eine Fabrikatsliste verlangt.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Netto-Gesamtpreis640%
Bewertet wird der in der funktionalen Leistungsbeschreibung aufgeführte Netto-Gesamtpreis. Das niedrigste Angebot erhält 640 Punkte, nachfolgende Angebote werden nach der Formel Niedrigstpreis/Preis × 640 bewertet (erste Nachkommastelle).
- Fläche Raumprogramm100%
Bewertet wird die angebotene Netto-Raumfläche (NRF) nach DIN 277. NRF ≥ 1.655 m² = 100 Punkte; zwischen 1.555 und 1.655 m² lineare Interpolation. Angebote < 1.555 m² sind nicht zugelassen und führen zum Ausschluss.
- Technisches Konzept / Bauweise50%
Einzureichendes Konzept (max. 5 DIN A4 Seiten) zur Bauweise, modularem Aufbau, Tragkonstruktion, Materialität und Verbindungsmittel.
- Gestaltungskonzept80%
Einzureichendes Gestaltungskonzept (max. 5 DIN A4 Seiten) für Innenraumgestaltung unter Berücksichtigung der vom AG vorgegebenen Materialitäten (Boden, Decken, Brandschutzfenster).
- Nachhaltigkeitskonzept80%
Einzureichendes Nachhaltigkeitskonzept (max. 5 DIN A4 Seiten) mit acht Unterkriterien zu ökologischer, ökonomischer und soziokultureller Qualität. Jedes Unterkriterium wird bei plausibler und nachvollziehbarer Erfüllung mit 10 Punkten bewertet, sonst 0 Punkte.
- Projektablaufkonzept50%
Einzureichendes Projektablaufkonzept (max. 5 DIN A4 Seiten) zu Anforderungen, Vorgaben, Projektzielen, Projektrisiken, Besonderheiten, vorgesehenen Mitarbeitern (Ausbildung/Qualifikation), Vertretungsregelung und Nachunternehmereinsatz.
Preis: Punktzahl = (Niedrigstpreis / Preis Bieter XY) × 640. Fläche Raumprogramm: Interpolation zwischen 1.555 m² (0 Punkte) und 1.655 m² (100 Punkte). Übrige Kriterien: Stufenmodelle (sehr niedrig/niedrig/mittel/hoch/sehr hoch) mit festen Punktwerten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGeltungsbereich und Projektrahmen
Schlüsselfertige Errichtung von insgesamt 7 Modulen (3 in Halle 4, 4 in Halle 5) sowie zugehöriger Verbindungs- und Galeriemodule im Kreativareal Stadtlagerhaus, Auweg, 93055 Regensburg. Bauherr ist das Stadtwerk Regensburg GmbH. Die Hallen (Bestand) bleiben baulich erhalten; die Module werden innen (Halle 4) bzw. unter dem bestehenden Stahlskelett bewittert im Außenbereich (Halle 5) errichtet. Baugenehmigung liegt vor; das Projekt ist Teil der Förderung „Modellprojekte Smart Cities: Stadtentwicklung und Digitalisierung" (BMWSB/KfW).
Vertragsgrundlage ist die VOB in der zum Zeitpunkt der Angebotsabgabe gültigen Fassung. Planungs-, Werk- und Montageplanung sind Bestandteil des Auftrags. Die Netto-Raumfläche (NRF) ist nach DIN 277 nachzuweisen, Mindest-NRF 1.555 m², Ziel-NRF 1.655 m². Außenmaße und Kubaturen sind gemäß Funktionaler Leistungsbeschreibung zwingend einzuhalten.
Leistungszeitraum: Baubeginn ab 01.02.2027, Fertigstellung bis September 2027 (zeitversetztes Arbeiten in mehreren Montageabschnitten; Nachträge aus zeitlicher Trennung werden nicht anerkannt).
Planungsleistungen und Nachweise
Werk- und Montageplanung durch den Auftragnehmer, mindestens 14 Kalendertage vor Ausführungsbeginn zur Freigabe durch den Auftraggeber.
Prüffähige Statik / Typenstatik für den gesamten Leistungsumfang.
Wärmeschutznachweis nach den vom AN vorgesehenen U-Werten:
Schallschutznachweis als Berechnung und Feldmessung nach DIN EN ISO 16283-3 vor Abnahme. Schalltechnische Berechnung Kanalnetz, Auslass-Eigenschall, Körperschall. Anforderungen je Raum bis R'w 45 dB.
Raumluftmessung zur Einhaltung der AIR-Werte des Bundesumweltamtes (Formaldehyd, VOC), durch unabhängige Stelle.
Dichtheitsproben für Trinkwasser, Schmutzwasser und Heizung (auch in Teilabschnitten, protokolliert, unter Teilnahme des AG). Abdrück- und Spülprotokolle für Heizung und Sanitär.
Messprotokolle Datennetz nach DIN EN 50173.
Bemusterung sämtlicher Oberflächen, Materialien, Armaturen, Beleuchtung und Lüftungsauslässe mit dem AG (nicht gesondert vergütet). Bemusterungsprotokolle erforderlich.
Einbringkonzept für Module in Halle 4 und Halle 5: Kran nicht möglich, Materialeinbringung nur über vorhandene Tore/Öffnungen, Abstimmung mit Bauleitung.
Wartungspläne je Gewerk und Pauschalangebot für 5-jährigen Wartungsvertrag ab Abnahme.
Haustechnische Ausrüstung (TGA)
Elektro (KG 440/444/445): Stromversorgung, Beleuchtung, Datentechnik/CAT 7, Brandmeldeanlage-Anbindung, Sicherheitsbeleuchtung, Leiterquerschnitt bis 35 mm², Messprotokolle nach DIN EN 50173.
Sanitär (KG 410): Trink- und Schmutzwasseranlagen ab Übergabepunkt in der Halle, Warmwasserbereitung über dezentrale Durchlauferhitzer (6 kW Waschbecken, 13,5 kW Küche/Putzraum), Trinkwasserfilter, Druckregler, Absperrarmaturen.
Heizung (KG 420): Fußbodenheizung, Anschluss an bauseitiges Netz (Halle 4: 45/35 °C; Halle 5: Fernwärme DN32), Heizkörper, M-Bus-fähige Energiezähler.
Lüftung (KG 431):
Gebäudeautomation (KG 480): GLT-Anbindung, M-Bus für Energiezähler.
Blitzschutz (KG 446): Anbindung an bauseitige Blitzschutzanlage.
Telekommunikation/Gefahrenmeldeanlagen (KG 451/456/457): nach Bemusterung und Fabrikatsliste.
Nachhaltigkeit, Material und Ausstattung
GEG-Standard ist einzuhalten.
Kreislauffähigkeit / zirkuläres Bauen: Bevorzugung zirkulärer/recycelter Baustoffe (BFR Recycling), rückbaufähiges Planen, Schadstoffvermeidung, Einsatz nachwachsender Rohstoffe, klimaverträgliche Produkte gem. Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG).
Holzschutz: formaldehydfreie Verleimung, chemiefreier Holzschutz nach DIN 68800, kein Tropenholz, terpentinhaltige Holzarten vermeiden, harzarme Holzarten in Aufenthaltsräumen.
Dämmstoffe gem. Brandschutzkonzept, Wärme- und Schallschutznachweis.
Oberflächen/Materialien (Bürobereich):
Fabrikatsliste (A22): Bieter muss vorgesehene Fabrikate benennen und Daten-/Produktblätter vorlegen für Stahlbauteile, Türen, Beschläge, Obentürschließer, Fenster mit Fensterbänken, Wand-/Boden-/Deckenbeläge, Dächer, Wasser-/Sanitäranlagen, Heizkörper, Lüftung, Elektroinstallationen, Beleuchtung, GLT, Blitzschutz und Telekommunikation.
Baustelleneinrichtung und logistische Pflichten
Baustelleneinrichtung inkl. Umsetzungen, Genehmigungen, Verkehrslenkung, Reinigung, Entsorgung – nicht gesondert vergütet. Baustelleneinrichtungsplan ist in Abstimmung mit der Objektüberwachung verbindlich für alle Gewerke zu erstellen.
Bauwasser: AN richtet Anschluss und 1 Entnahmestelle ein (wird unentgeltlich gestellt).
Baustrom: AN richtet Anschluss, Hauptverteiler und Unterverteiler ein (wird unentgeltlich gestellt; Container über Zwischenzähler verrechnet).
Baustellenbeleuchtung: AN Elektro richtet Grundbeleuchtung aller Verkehrswege; jeder AN plant eigene Arbeitsbereiche.
Entsorgung: Bauabfälle getrennt sammeln, in geschlossenen Deckelcontainern lagern, Verwertung/Entsorgung gem. KrWG; Verwertungsnachweise sind vorzulegen.
Verkehrsregelung: Verkehrsrechtliche Genehmigungen über Ordnungsamt/Landratsamt durch AN (Kosten trägt AN); Auweg zweispurig freihalten.
Sparteninformationen: Verantwortung beim AN bei Erdarbeiten.
Anmeldungen:
Abstimmung: Jede Anlieferung/Löschung mit Objektüberwachung abstimmen.
Termine, Arbeitszeiten und Bautagesordnung
Arbeitszeiten:
Lärmintensive Arbeiten: gem. Merkblatt „Baulärm" Stadt Regensburg werktags 07:00–20:00 Uhr.
Bauzeitenplan: Erstellung bei Angebotsabgabe, Fortschreibung alle 4 Wochen nach Baufortschritt; Aktualisierung auf Aufforderung innerhalb 10 Kalendertagen (keine gesonderte Vergütung).
Baubesprechungen: wöchentlich; Teilnahme Fachbauleiter obligatorisch.
Terminkontrollen: wöchentlich nach Bedarf.
Bautageberichte: mind. 1× wöchentlich, zeitnahe Übergabe an Objektüberwachung.
Arbeitsnachweise: arbeitstäglich, wöchentlich zur Unterschrift vorzulegen.
Kampfmittelgutachter: vom AN beizuziehen; AN muss Eingriffe in den Boden ankündigen.
Arbeitssicherheit: Einhaltung SiGe-Plan, Baustellenordnung, ArbSchG, BG-Vorschriften; Alkoholverbot und Rauchverbot in Innenräumen.
Dokumentation, Abnahme und Wartung
Dokumentation (gem. Dokumentationsrichtlinie Stadtwerk Regensburg):
Sachverständigenabnahmen mit Nachweisen, Prüfzeugnissen, Übereinstimmungserklärungen sind durchzuführen und zu übergeben.
Abnahmetermin bei der Behörde ist zu beantragen; Bauabnahme und Inbetriebnahme durch AG.
Einweisung des Fachpersonals des AG nach Fertigstellung.
5-jähriger Wartungsvertrag ab Abnahme: Inspektion, Wartung und Instandsetzung gemäß AMEV-Wartung 2018; jährliche Wartungsbegehung nach Frostperiode; Gewährleistungskalender ist zu übergeben.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung und Ausschlussgründe
Eintragung in Berufs-/Handelsregister oder vergleichbarer Nachweis (Handelsregisterauszug o.ä.), Nachweis nicht älter als 6 Monate zum Schlusstermin der Teilnahmeanträge (07.09.2026). Ja/Nein-Mindeststandard.
Keine Ausschlussgründe:
Eigenerklärung zum BMWK-Rundschreiben ist mit dem Bewerbungsbogen einzureichen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Haftpflichtversicherung: Mindestdeckungssumme 3 Mio. EUR für Personen-, Sach- und Vermögensschäden je Versicherungsjahr, gültig für die gesamte Auftragsausführung oder Zusage zum Abschluss. Pflicht-Mindeststandard.
Nettogesamtumsatz vergleichbare Leistungen (Ø letzte 3 Jahre), gestaffelte Bewertung mit 0–5 Punkten:
Fachliche Leistungsfähigkeit
Mitarbeiterzahl (Ø letzte 3 Jahre, planerisch/bauausführend), gestaffelte Bewertung mit 0–5 Punkten:
Sprachliche Anforderungen: deutschsprachiger Bauleiter und Polier müssen weisungsbefugt und ständig anwesend sein.
Fachkunde/Zuverlässigkeit: Einhaltung ArbSchG, SiGe-Plan, BaustellenVO, Kreislaufwirtschaftsgesetz, DIN-Normen, VOB.
Leistungsfähigkeit Bauablauf: Fähigkeit zur Erstellung von Bauzeitenplänen (MS Project), Werk- und Montageplanung, Koordination mehrerer Gewerke, Beizug eines Kampfmittelgutachters bei Bodeneingriffen.
Referenzen
Mindestens 3 Referenzen über vergleichbare Leistungen (Neubau bzw. Erweiterung in Modulbauweise) aus den letzten 5 Kalenderjahren (ab 01.01.2021 bis Ende der Teilnahmefrist am 07.09.2026). Pflicht-Mindeststandard.
Pro Referenz gesondert ausgefüllter Referenzbogen A09 mit:
Bewertung Referenzen (max. 90 Punkte, je Referenz max. 30 Punkte):
Verfahrensrahmen und Bietergemeinschaften
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb.
Bewerberzahl: 3 bis max. 5 Bewerber; bei weniger als 3 Bewerbern kann das Verfahren fortgeführt werden. Auswahl über vergleichende Bewertung der Teilnahmeanträge mit maximal 100 Punkten (Referenzen max. 90, Umsatz max. 5, Personal max. 5).
Zuschlagskriterium: Preis (niedrigster Preis); sukzessive Verhandlung/Reduction möglich.
Bietergemeinschaften sind zugelassen; müssen sich bereits als solche bewerben (nachträgliche Bildung nicht möglich). Bewerbergemeinschaftserklärung (A04) mit namentlicher Aufführung aller Mitglieder und benanntem bevollmächtigten Vertreter; gesamtschuldnerische Haftung; Fortbestand in der Angebotsphase und Bildung einer ARGE bei Zuschlag.
Nachunternehmer dürfen eingesetzt werden; Erklärung zum NU-Einsatz (A05/A05.1) und NU-Verpflichtungserklärung (A06.1) sind dann einzureichen.
Bindefrist: 60 Kalendertage ab Angebotsfrist (5.11.2026); Ende der Bindefrist rechnerisch am 05.01.2027.
Wettbewerbsregisterauszug kann vor Zuschlagserteilung angefordert werden (§ 6 WRegG).
Zuschlagsrelevante Wertung
Die Wertung der Angebote erfolgt auf Basis des niedrigsten Preises (Zuschlagskriterium). Darüber hinaus sind die geforderten Konzepte (Technisches Konzept, Gestaltungskonzept, Nachhaltigkeitskonzept, Projektablaufkonzept) und die Fabrikatsliste einzureichen und werden für die fachliche Eignung und Angebotsbewertung herangezogen.
3 Referenzen über vergleichbare Leistungen: Neubau bzw. Erweiterung in Modulbauweise; aus den letzten 5 Kalenderjahren (01.01.2021 bis Ende der Teilnahmefrist)
Je Referenz gesondert ausgefüllter Referenzbogen A09 mit Beschreibung, Auftraggeber (Name, Adresse, Ansprechpartner, Telefon), Leistungszeitraum, Fertigstellungsdatum, EUR netto, m² Raumprogramm, Angabe zu Planungs- und Bauleistungen (insb. Ausführungsplanung + Werk-/Montageplanung sowie KG 300+400), Integration in Bestand/Bestandsbaumaßnahme, Abwicklung nach öffentlichem Vergaberecht, Projektstand (mind. Leistungsphase 8 oder abgeschlossen). Bewertet mit max. 30 Punkten/Referenz; Kriterien u.a. Raumprogramm ≥800 m², Planungs- und Bauleistungen, Bestandsintegration, öffentliche Vergabe, Projektstand.