Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Gemeinde Hohe Börde schreibt im Rahmen des Neubaus des Feuerwehrgerätehauses in Schackensleben (Eichenbarleber Straße 11) die Fliesenarbeiten als Einzelmaßnahme öffentlich aus (VOB/A, Vergabenummer 126100.0961).
Gefordert sind Boden- und Wandfliesen, spezielle Bodenbeschichtungen (ableitfähig sowie öl-/chemikalienbeständig), Wand- und Bodenabdichtungen, Treppenstufen, Sockelleisten und Hohlkehlprofile – überwiegend im Sanitär-, Umkleide-, Lager- und Fahrzeugbereich des neuen Gebäudes.
Bieter müssen ihr Angebot elektronisch über die Vergabeplattform abgeben (mit qualifizierter/elektronischer Signatur). Mehrere Hauptangebote und Nebenangebote sind nicht zugelassen; Zuschlagskriterium ist allein der Preis.
Der Ausführungszeitraum ist mit knapp vier Wochen sehr kurz (26.10.2026 bis 20.11.2026).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Bewertet wird die Wertungssumme des Angebots; sie wird insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbeträgen aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten ermittelt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBodenfliesen im Innenbereich
Auf den vorbereiteten Estrichflächen sind Bodenfliesen 30×60 cm, kalibriert, in unterschiedlichen Rutschhemmungsklassen (R11, R10/B, R10) zu verlegen – darunter auch Bereiche mit Gefälleverlegung (z. B. Duschen). Eingebaut werden Reservefliesen und Keramikmosaik 5×5 cm (nicht kalibriert). Zum Leistungsumfang gehören außerdem die nötigen Untergrundvorbereitungen wie Randdämmstreifen, Feuchtemessung, Rissverschluss und Nivellierung sowie eine flüssige Bodenabdichtung W1-I und W2-I (AIV-F) einschließlich Durchdringungen.
Einbauorte sind u. a. Umkleide, Sanitärbereiche, Duschen, WC, Küche, Flure, Lager und das Treppenhaus.
Gesamtumfang Bodenfliesen (Verlegung): ca. 180 qm, Sockelleisten: ca. 110 m, Treppe: 1 Stück mit 19 Steigungen, 140 cm breit.
2K-Epoxidharz-Bodenbeschichtungen
Im HAR/Ex-Schutz-Raum ist eine ableitfähige 2K-Epoxid-Dickschicht-Beschichtung (R10) als WHG-konforme Systemfläche für die Lagerung wassergefährdender Stoffe (1.000 l Diesel WGK 2 und 100 l Vergaserkraftstoff WGK 3) herzustellen – inklusive Grundierung, Leitschicht, Deckbeschichtung und Hohlkehlprofilen.
Zusätzlich ist eine öl- und chemikalienbeständige 2K-Epoxid-Bodenbeschichtung in gleicher Rutschhemmung R10 auszuführen. Der Auftragnehmer hat eine Eigenüberwachung mit Schichtdickenmessung, Porenprüfung und Erdableitwiderstandsmessung durchzuführen und die Protokolle dem Auftraggeber sowie auf Anforderung der Unteren Wasserbehörde vorzulegen.
Menge ableitfähige Beschichtung: ca. 19,5 qm, Menge öl-/chemikalienbeständige Beschichtung: ca. 6,5 qm.
Wandfliesen im Innenbereich
In Sanitärräumen, der Stiefelwäsche und Teilen der Fahrzeughalle sind Wandfliesen 30×60 cm (kalibriert) raumhoch (bis ca. 2,26 m) bzw. als Fliesenspiegel zu verlegen. Vor dem Verlegen sind Wandunebenheiten auszugleichen und flüssige Wandabdichtungen W1-I und W2-I (AIV-F) aufzubringen. Öffnungen, Installationslöcher und Armaturanschlüsse sind in die Arbeit einzubeziehen.
Gesamtumfang Wandfliesen (Verlegung): ca. 57 qm.
Profile, Fugen und Einbauteile
Zu liefern und einzubauen sind Edelstahl-Abschlussprofile, Trennschienen und Eckenschutzprofile (40×40 mm), dauerelastische Verfugungen sowie Silikon- und Acrylfugenverschlüsse (fungizid) im Bereich der Bauwerkstrennfugen. Ergänzend ist eine Sauberlaufzone aus Edelstahl (ca. 150×200 cm) mit Rauhaar-Ripsstreifen und Epoxid-Anstrich im Rahmen einzubauen.
Treppen, Sockelleisten und Hohlkehlprofile
An der Treppe sind Tritt- und Setzstufen mit Rutschhemmung R9 und V2A-Schiene herzustellen sowie Sockelfliesen H=10 cm an den Stufen. Im Boden-/Wandanschluss sind Hohlkehlprofile mit Hohlkehl-Sockel (10×20 cm, H=10 cm) inklusive Innen- und Außenecken auszuführen.
Schutzabdeckungen und Stundenlohnarbeiten
Während der Bauzeit sind Bodenflächen mit Alukarton und Trittstufen mit Karton als Schutzabdeckung herzustellen. Stundenlohnarbeiten (Fachwerker und Bauhelfer) dürfen nur auf ausdrückliche Anweisung der Bauleitung ausgeführt und abgerechnet werden.
Allgemeine Ausführungsregelungen
Die Ausführung erfolgt nach VOB, DIN und ATV DIN 18352 sowie den einschlägigen Regelwerken der Fachverbände (u. a. AGI, BEB, DGUV, ZDB). Aufmaß und Abrechnung erfolgen nach örtlichem Aufmaß durch den Auftragnehmer. Abschlagszahlungen werden nur nach über Aufmaß ermittelten Leistungsständen geleistet. Die Mängelverjährung beträgt 4 Jahre gem. VOB/B § 13.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenRegistereintrag und berufliche Befugnis
Der Bieter muss eine Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle (vorzugsweise für Fliesenarbeiten), bei der IHK nachweisen – oder nachweisen, dass keine Eintragungspflicht besteht. Auch nicht präqualifizierte Bieter müssen die Eigenerklärung zur Eignung (VHB 124) abgeben; alternativ genügt die Angabe einer PQ-Nummer oder die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE).
Finanzielle Leistungsfähigkeit
Angabe der Umsätze der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre, getrennt nach Bauleistungen und vergleichbaren Leistungen, einschließlich ARGE-Anteil. Zudem ist eine aktuelle Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG bereits mit dem Angebot einzureichen.
Persönliche und persönlich-rechtliche Voraussetzungen
Es darf kein Insolvenzverfahren eröffnet, beantragt oder mangels Masse abgelehnt worden sein und keine Liquidation stattfinden (Ausnahme: rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan). Außerdem dürfen keine Ausschlussgründe nach § 6e EU VOB/A vorliegen, also insbesondere keine Verurteilung wegen Verstößen mit Freiheitsstrafe > 3 Monaten, Geldstrafe > 90 Tagessätzen oder Geldbuße > 2.500 € in den letzten zwei Jahren.
Steuern, Sozialversicherung und Berufsgenossenschaft
Nachweis der ordnungsgemäßen Erfüllung der Steuer- und Abgabenpflichten, der Sozialversicherungsbeiträge und der Pflichtmitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft. Auf Verlangen sind Unbedenklichkeitsbescheinigungen der tariflichen Sozialkasse, des Finanzamts und der Berufsgenossenschaft (mit Angabe der Lohnsummen) vorzulegen. Ab einer Auftragssumme von 30.000 € netto wird ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister beim Bundesamt für Justiz angefordert.
Personelle Leistungsfähigkeit
Der Bieter muss nachweisen, dass ihm die für die Leistung erforderlichen Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Auf Verlangen ist eine Liste der jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer der letzten drei Kalenderjahre, gegliedert nach Lohngruppen mit Leitungspersonal, vorzulegen.
Fachliche Eignung für Los 3.12
Für die Fliesenarbeiten ist in der Regel eine Eintragung in der Handwerksrolle für das Fliesenleger- bzw. Platten- und Mosaikleger-Handwerk erforderlich. Für die WHG-relevanten 2K-Epoxidharz-Beschichtungen ist ein Fachbetriebsnachweis nach Wasserhaushaltsgesetz (DIBt-Zulassung) zu führen; das Mess- und Prüfprotokoll ist dem Auftraggeber und auf Anforderung der Unteren Wasserbehörde vorzulegen.
Tariftreue und sozialrechtliche Anforderungen
Der Bieter muss die Eigenerklärung zu Tariftreue, Mindeststundenentgelt und Entgeltgleichheit (§ 11 TVergG LSA) abgeben und das aktuelle Tarifdatenblatt beifügen. Das vergabespezifische Mindeststundenentgelt beträgt 16,12 € bei einer tariflichen Arbeitszeit von 40 h/Woche (8 h/Tag). Leiharbeitnehmer sind wie die Stammbelegschaft zu entlohnen, und die Tariftreue-Regelungen sind an Nachunternehmer weiterzugeben. Bei Einsatz von Nachunternehmern/Verleihern ist zusätzlich die Eigenerklärung zum Nachunternehmereinsatz (§ 14 TVergG LSA) abzugeben.
Referenzen
Vom Bestbieter sind drei Referenznachweise über vergleichbare Leistungen aus den letzten fünf Kalenderjahren vorzulegen – inklusive Ansprechpartner, Leistungsart, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblichem Leistungsumfang mit eigenem Personal (inkl. Mengenangaben), eingesetzten Arbeitnehmern, besonderen technischen/gerätespezifischen Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertraglicher Bindung und Bestätigung des Auftraggebers über die vertragsgemäße Ausführung. Die Anforderungen sind in der Eigenerklärung zur Eignung (VHB 124) hinterlegt.
Drei Referenznachweise über vergleichbare Leistungen (Bauleistungen, die mit Fliesenarbeiten vergleichbar sind)
Vergleichbare Fliesenarbeiten; Angaben zu Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit eigenem Personal (inkl. Mengen), eingesetzte Arbeitnehmer, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke sowie Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung. Werden nur auf Verlangen der Vergabestelle vorgelegt (Bestbieter-Nachreichung).