Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Ascherslebener Gebäude- und Wohnungsgesellschaft mbH schreibt im Rahmen des Umbaus und der Erweiterung des Wohn- und Geschäftshauses Hohe Straße 20 in Aschersleben die Gerüstbauarbeiten (Los 3) öffentlich aus.
Vergeben werden Aufbau, Vorhaltung und Abbau eines Fassadengerüsts am Vorderhaus sowie an zwei hofseitigen Anbauten und einem Nebengebäude. Hinzu kommen Fußgängertunnel, Gerüsttreppen, Dachfang- und Auffangschutz, Absturzsicherung, Raumgerüste im Treppenhaus und Aufzugschacht, ein Fassadengerüst an einer Pergola sowie Schutznetze und -planen. Die Nachbargebäude Hohe Straße 19 und 21 sind wegen der Wiedererrichtung der Brandwandgiebel mit einzurüsten. Das vierfache Erweitern und Umrüsten inkl. An- und Abfahrten ist in die Einheitspreise einzurechnen.
Angebotsfrist: 22.09.2026, 10:30 Uhr – das Angebot ist elektronisch über die Vergabeplattform einzureichen. Ausführungszeitraum: 16.11.2026 bis 23.07.2027 (ca. 8 Monate).
Die Vergabe folgt VOB/A, offenes Verfahren; es ist nur ein Los vorhanden.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis, ermittelt aus der Wertungssumme des Angebotes (nachgerechnete Angebotssumme unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten). Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenHauptgerüst Vorderhaus und Brandwandgiebel
Aufbau eines längenorientierten Fassadengerüsts (Last-/Breitenklasse GLG 4, W09) am Vorderhaus (4 Geschosse): ca. 932 m² Aufbaufläche. Mit zu gerüsten sind die Nachbargebäude Hohe Straße 19 und 21 wegen der Wiedererrichtung der Brandwandgiebel. Vorhaltezeit 35 Wochen (32.620 m²Wo).
Weitere Bestandteile rund um das Hauptgerüst:
Besonderheit: In den Einheitspreisen ist das vierfache Erweitern und Umrüsten inkl. An- und Abfahrten einzurechnen.
Schutz- und Sicherungsgerüste am Dach/Ortgang
Innengerüste (Treppenhaus, Aufzugschacht)
Nebengebäude und Pergola
Schutznetze, Planen und Ankerlochverschluss
Vertragliche Nebenleistungen und Rahmenbedingungen
In den Einheitspreisen bzw. als prozentuale Umlage sind enthalten:
Es gelten die VOB, DIN EN 12811-1, DIN EN 12810-1, DIN 4420-1 und die anerkannten Regeln der Technik. Die Gewährleistung beträgt 4 Jahre nach § 13 VOB/B 2019 (ausgenommen Abbruch- und Gerüstbauarbeiten). Ausführungszeitraum: 16.11.2026 – 23.07.2027.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung
Eintragung in die Handwerksrolle für das Gewerk 'Gerüstbau' (bzw. vergleichbar). Fachkunde und Erfahrung im Gerüstbau nach DIN EN 12811-1, DIN EN 12810-1, DIN 4420-1 und den anerkannten Regeln der Technik. Nachweis der technischen Ausrüstung (Gerüstsysteme, Schutzausrüstung, Transport- und Hebemittel).
Verlangt wird weiterhin ein deutschsprachiger Mitarbeiter in leitender Funktion, der ständig auf der Baustelle anwesend ist. Eventuell eingesetzte Subunternehmer müssen Fachbetriebe sein und namentlich benannt werden.
Wahl der Eignungsnachweis-Form
Bieter können ihre Eignung entweder durch Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis (PQ-Nummer) oder durch die Eigenerklärung zur Eignung (VHB 124) bzw. die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) nachweisen.
Wirtschaftliche und rechtliche Eignung
Bei Eigenerklärung zur Eignung sind insbesondere zu erklären:
Auf Verlangen nachzureichende Unterlagen
Innerhalb von 6 Kalendertagen nach Aufforderung können folgende Nachweise verlangt werden: Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerksrollen-/IHK-Eintrag, Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse (falls beitragspflichtig), Unbedenklichkeitsbescheinigung Finanzamt / Steuersachen, Freistellungsbescheinigung § 48b EStG, qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Lohnsummen, Aufgliederung der Einheitspreise (Formblatt 223) und Urkalkulation.
Tariftreue und vergaberechtliche Pflichten (Sachsen-Anhalt)
Mit dem Angebot ist die Eigenerklärung zu Tariftreue, Mindeststundenentgelt und Entgeltgleichheit (§ 11 TVergG LSA) abzugeben. Für Gerüstbauer-Handwerk gelten das Tarifdatenblatt (Stand 20.04.2026) sowie die einschlägigen Lohnperioden bis 31.10.2027. Bei Einsatz von Nachunternehmern/Verleihern sind die Pflichten per gesonderter Eigenerklärung weiterzugeben und die Handlungsanweisung zum Nachunternehmereinsatz abzugeben.
Während der Auftragsausführung hat der Auftragnehmer auf Verlangen Entgeltabrechnungen sowie Nachweise über die Abführung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen vorzulegen; tarifliche Änderungen während der Vertragslaufzeit sind zu berücksichtigen. Verstöße können zu Vertragsstrafe (bis 10 % der Auftragssumme), fristloser Kündigung oder einer Auftragssperre bis 6 Monaten führen.
Hinweise zur Angebotsabgabe
Angebot in deutscher Sprache, unter Verwendung der vorgegebenen Vordrucke, dokumentenecht ausgefüllt. Preisangaben in Euro, maximal 3 Nachkommastellen, ohne Umsatzsteuer. Bietergemeinschaften haben eine ARGE-Erklärung (Bevollmächtigter, Gesamtschuldner-Haftung) abzugeben. Auf Unklarheiten in den Vergabeunterlagen ist vor Angebotsabgabe schriftlich hinzuweisen. Die Nachforderung von Unterlagen erfolgt grundsätzlich innerhalb von 6 Kalendertagen; fehlende oder verspätete Unterlagen können zum Ausschluss führen.
Mindestens 3 vergleichbare Referenzen über Gerüstbauarbeiten aus den letzten 5 Kalenderjahren (bei nicht präqualifizierten Bietern bzw. Nachunternehmern)
Vergleichbare Leistung (Gerüstbau); je Referenz Ansprechpartner, Auftraggeber, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengenangaben, eingesetzte Arbeitnehmer, besondere technische Anforderungen, Kurzbeschreibung der Baumaßnahme, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung sowie Auftragsgeber-Bestätigung über vertragsgemäße Ausführung.