Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenIm Rahmen der Generalsanierung des Ludwig-Uhland-Gymnasiums in Kirchheim unter Teck werden die Heizungsarbeiten für die Wärmeversorgungsanlage ausgeschrieben.
Die bestehende Heizung in den Bauteilen C und D wird komplett erneuert. Kernstück sind zwei neue Sole-Wasser-Wärmepumpen mit je 81 kW, die über ein Erdsondenfeld versorgt werden. Die Wärme wird über Fußbodenheizung (ca. 2.150 m² im Bauteil D), Deckenstrahlplatten (ca. 48 Stück im Bauteil C) und Heizkörper in den Treppenhäusern verteilt.
Die Arbeiten umfassen außerdem die komplette Rohrleitungsverlegung, Armaturen, Wärmedämmung, Brandschutzabschottungen, den hydraulischen Abgleich sowie die Erstellung der Revisionsunterlagen. Die Sanierung erfolgt in zwei Bauabschnitten bei laufendem Schulbetrieb.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Das wirtschaftlichste Angebot erhält den Zuschlag. Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Für Werkstätten für Behinderte wird ein Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme eingeräumt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenWärmeerzeugung
Lieferung, Montage und Inbetriebnahme von zwei Sole-Wasser-Wärmepumpen (Niedertemperatur, zweistufig, je 81 kW, COP ca. 4,8–5,0) für Innenaufstellung. Inklusive Wärmepumpenmanager (Masterregler für Kaskadenbetrieb), Erweiterungsmodulen, Sole-Zubehörpaketen, Niederdruckpressostaten, Temperaturüberwachung der Erdsonde, Anlegefühlern, Sole-Wärmeträger (Wasser-Glykol-Gemisch, 4× 30 l), Absperreinrichtungen, Kappenventilen, zwei Expansionsgefäßen (50 l), Heizungswasser-Nachfüllstation (nach DIN EN 1717 + VDI 2035), zwei Pufferspeichern (je 1.000 l), Sicherheitsgruppen, einer hydraulischen Weiche, passivem Kühlregler, zwei Raumklimastationen, erweiterter Taupunktüberwachung mit 10 Taupunktfühlern sowie Inbetriebnahme und Einregulierung. Anschluss an die bauseitige Soleleitung DN 100.
Einrichtungsgegenstände und Zubehör
Messeinrichtungen (Zeigerthermometer, Tauchhülsen, Druckmessgeräte, Wassersackrohre, Absperrhähne), Verteiler-Sammlerkombination, sechs Wärmezähler (Ultraschall, M-Bus, verschiedene Nennweiten), sieben Umwälz-Kreiselpumpen (Nassläufer, Hocheffizienzpumpen, stufenlos regelbar, M-Bus, EEI ≤ 0,23), Armaturen (Kugelhähne DN15–DN65, Absperrklappen DN25–DN100, Rückschlagklappen, Schmutzfänger/Magnetitabscheider), Luftgefäße, Entleerungsarmaturen, Strangventile, Be-/Entlüfter, Mischventile, Druckhaltestation mit Steuereinheit und Membran-Druckausdehnungsgefäß (900 l), Motorkugelhahn, Nachspeisearmatur, Wasseraufbereitung mit Kationenharzpatronen, Schmutz- und Schlammabscheider, Hochenergie-Dauermagnet, Mikroblasen-Abscheider, Plattenwärmeübertrager und Druckausdehnungsgefäß 50 l (für dynamische Heizung).
Rohrleitungen und Zubehör
Stahlgewinderohre (DN20–DN65, geschweißt), Stahlrohre nahtlos (DN40–DN100, geschweißt) und Edelstahlrohre (DN15–DN100, Pressverbindung, Werkstoff 1.4520) mit insgesamt ca. 2.555 lfm. Formstücke (Bögen, T-Stücke, Reduzierstücke, Einschweißmuffen, Verschraubungen), Rohrschellen in F90-Qualität (DN15–DN100, schalldämmend, verzinkter Stahl), Vorschweißflansche und Blindflansche.
Heizflächen und Verteilung
Fußbodenheizung Typ A (Mehrschichtverbund-Rohr AD 16 mm, Verlegeabstand 100 mm) ca. 2.150 m² im Bauteil D mit Trittschalldämmschicht aus PS-Hartschaum, Heizrohrführungsbögen (400 Stück), Funktions- und Belegreifheizen, Heizkreisverteiler (3- bis 12-Kreis, Messing, 60 °C, 4 bar), Verteilerschränke (27 Stück in verschiedenen Ausführungen), Flachheizkörper Typ 22 (Stahl, 950–1000 mm hoch, 1900–2000 mm lang) für Treppenhäuser, Gliederheizkörper (verschiedene Größen, mind. 1000 W, 6 bar, 120 °C), 48 Deckenstrahlplatten (verschiedene Abmessungen 760–1500 mm Breite, 1510–6000 mm Länge, 300–350 W/m, 6 bar, alu-beschichtet) im Bauteil C, 355 Aufhängungen für Deckenstrahlplatten (mit statischem Nachweis durch zugelassene Prüfanstalt), Strangvolumenstromregler, Kugelhähne, Thermostatköpfe, Ventil-Hahnblöcke, Schutzrohre PE, Farbkennzeichnung der Leitungen (Vorlauf/Rücklauf, je 250 Stück).
Wärmedämmung und Brandschutz
Wärmedämmung aller Rohrleitungen, Armaturen und Zentralen mit Mineralwolle in AS-Qualität (DIN EN 14303), Dämmschichtdicken 20–100 mm je nach Nennweite, mit oder ohne Blechummantelung (profiliertes Alu-Blech bzw. Stahl feuerverzinkt/aluminiert). Dämmung für Kugelhähne, Absperrklappen, Rückschlagklappen, Dreiwege-Regelventile, Lufttöpfe, Schmutzfänger und Geradsitzarmaturen. Brandschutzabschottungen EI 90-C/U für Stahlrohre (AD 21,3–114,3 mm) und Mehrschichtverbundrohre R 90 (AD 16 mm) an Wand- und Deckendurchführungen (200/300 mm), Spaltfüllung mit Brandschutzmörtel.
Besondere Bauleistungen und Inbetriebnahme
Montagegerüst bis 4 m Höhe, Kernbohrungen in Stahlbeton (50–200 mm Ø, 30–35 cm Tiefe), Durchbrüche (50–100 cm², 20–25 cm Tiefe), Ausstanzungen in Metallständerwerk, Bohrungen mit Lochkreissäge in Gipskarton, Form-/Hohlprofilstahlkonstruktionen (500 kg). Spülung der Rohrleitungen (2.500 m), Befüllung mit entsalztem Wasser (1,5 m³, Leitfähigkeit ≤ 100 µS/cm, pH 8,2–9,5, Nachweis nach VDI 2035), Druck-Dichtheitsprüfung (max. 2.500 m Rohrlänge), hydraulischer Abgleich und Einregulierung aller Teile mit Dokumentation. Informationsaustausch mit GA-Planer innerhalb 20 Kalendertagen nach Auftragserteilung. Erstellung umfangreicher Revisionsunterlagen: 3-fach Papier + 1-fach digital (PDF, DWG, bearbeitbare Datei), Maßstab 1:50, Typenliste ASCII/MS Excel, Inhaltsverzeichnis zur Abstimmung, Prüfprotokolle, Hersteller- und Bedienungsanleitungen. Vorabzug 1 Woche vor Einweisung, vollständige Unterlagen 14 Tage vor Probebetrieb, Erstprüfung 6 Wochen, Überarbeitung 4 Wochen, Zweitprüfung 2 Wochen. Rohrkennzeichnung mit Farbringen, Richtungspfeilen und Bezeichnungsschildern (50 Stück, 40×100 mm).
Stundenlohnarbeiten
Nachweisarbeiten für 120 Stunden mit gemitteltem Verrechnungslohn pro Arbeitsstunde (für alle eingesetzten Arbeitskräfte ohne Aufsicht/Azubis, inkl. aller Aufwendungen). Zuschläge für Nacht-/Wochenendarbeit sind gesondert nachzuweisen. Abrechnung über vorgegebenen Stundenlohnzettel.
Ausführung und Bauabschnitte
Arbeitszeiten Montag bis Samstag 06:00–20:00 Uhr, darüber hinaus nur mit schriftlicher Vereinbarung. Sanierung erfolgt in zwei Bauabschnitten bei laufendem Schulbetrieb: BA 1 = Bauteil C (plus Digitalisierung BT A+E), BA 2 = Bauteil D. Bestehende Wärmeerzeugung im Bauteil A bleibt als Noteinspeisung erhalten. Bestandsheizflächen in BT C Ebene 3 werden in die neue Heizgruppe eingebunden. Systemtemperaturen: Fußbodenheizung Geb. D 35/30 °C, Deckensegel Geb. C 42/36 °C, dynamische Heizung 40/30 °C, Bestand Heizkörper 70/50 °C. Norm-Heizlast nach EN 12831, Raumtemperaturen Klassenräume 21 °C, WC 20 °C, Lager/Flure 18 °C. Ausführungsbeginn 11.02.2027, Vollendung 31.07.2029.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche und wirtschaftliche Eignung
Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) muss mit dem Angebot abgegeben werden. Umsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre mit vergleichbaren Leistungen (inkl. ARGE-Anteil). Vergleichbare Leistungen in den letzten 5 Kalenderjahren und erforderliche Arbeitskräfte verfügbar. Auf Verlangen: Anzahl der jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal.
Zuverlässigkeit und Registereintragungen
Eintragung im Handelsregister ODER Handwerksrolle ODER IHK ODER kein Registereintrag erforderlich (auf Verlangen nachzuweisen). Gewerbeanmeldung vorzulegen. Keine Ausschlussgründe nach § 6e EU VOB/A: kein Insolvenzverfahren, keine schweren Verfehlungen, keine Verurteilungen mit Freiheitsstrafe > 3 Monate oder Geldstrafe > 90 Tagessätze oder Geldbuße > 2.500 € in den letzten 2 Jahren (Gewerbezentralregister). Geordnete Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen. Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft mit Unbedenklichkeitsbescheinigung. Falls Ausschlussgrund vorliegt: Nachweis ergriffener Selbstreinigungsmaßnahmen, ggf. Insolvenzplan.
Steuerliche und soziale Nachweise
Auf Verlangen vorzulegen: Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse (falls beitragspflichtig), Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts/Bescheinigung in Steuersachen, Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG, qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Lohnsummen.
Referenzen
Vergleichbare Leistungen in den letzten 5 Kalenderjahren. Bei engerer Wahl sind 3 Referenznachweise vorzulegen mit: Ansprechpartner, Art der ausgeführten Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, stichwortartige Benennung des mit eigenem Personal ausgeführten maßgeblichen Leistungsumfanges einschl. Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Baumaßnahmenart (Neubau/Umbau/Denkmal), Vertragsbindung (Hauptauftragnehmer/ARGE-Partner/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung.
Zuschlagskriterium
Der Zuschlag wird auf das wirtschaftlichste Angebot erteilt – maßgeblich ist der niedrigste Preis.
Rechtliche Verpflichtungen
Verpflichtung zur Einhaltung des Mindestentgeltgesetzes (MiLoG) und der §§ 3 und 4 LTMG Baden-Württemberg; Verpflichtungserklärung zum Mindestentgelt ist mit dem Angebot abzugeben. Bereithaltung prüffähiger Unterlagen über eingesetzte Beschäftigte; bei schuldhaftem Verstoß droht Vertragsstrafe und Ausschluss vom Vergabeverfahren bis zu 3 Jahre. Eigenerklärung zur Einhaltung der EU-Sanktions-VO (Art. 5k der VO (EU) 833/2014) gegen Russland: keine Beteiligung russischer Unternehmen mit > 10 % des Auftragswerts als Unterauftragnehmer, Lieferanten oder Kapazitätsgeber.
Vergleichbare Leistungen in den letzten 5 Kalenderjahren; bei engerer Wahl 3 Referenznachweise mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, besonderen technischen/gerätespezifischen Anforderungen, Baumaßnahmenart (Neubau/Umbau/Denkmal), Vertragsbindung, ggf. koordinierten Gewerken und Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung
Vergleichbare Heizungs-/Wärmeversorgungsleistungen; Nachweis auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle vorzulegen