Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenLieferung, Montage und Inbetriebnahme von Förderanlagen für den Neubau des MPI für biologische Kybernetik in Tübingen.
Im Institutsgebäude sind ein Personen-/Lastenaufzug (PA1) und ein Lastenaufzug (LA1) einzubauen, im Hochhygienelabor ein Lastenaufzug (LA1), ein weiterer Personen-/Lastenaufzug (LA2), eine Scherenhebebühne sowie eine Einschienenkatze (Kranbahn). Hinzu kommen ein gebäudeübergreifendes Notstrom-Managementsystem, Stundenlohnarbeiten, Inbetriebnahmemanagement sowie Wartungs- und Serviceleistungen über 5 Jahre.
Produktvorgabe: Putzroboter Kärcher KIRA B 50 (mit Schnittstelle VDA 5050).
Verfahren: Offenes Verfahren (EU) nach VOB/A; Angebotsabgabe ausschließlich elektronisch über die eVergabe-Plattform.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAllgemeine Pflichten für alle Anlagen
Für alle Aufzüge, die Scherenhebebühne, die Einschienenkatze und das Notstrom-Managementsystem gelten folgende gemeinsame Pflichten:
Spezifische Anlagen – Übersicht
Institutsgebäude:
Hochhygienelabor:
Alle vier Aufzüge erhalten Gefahrguttransport-Steuerung (Schlüsseltaster, Sonderfahrt-Anzeige), LTE/5G-Notruf mit Aufschaltung auf eine 24/7 besetzte Notrufzentrale sowie USV-Evakuierung in die nächste Haltestelle bei Netzausfall. PA1 verfügt zusätzlich über eine Putzroboter-Schnittstelle für den Kärcher KIRA B 50 (VDA 5050).
Scherenhebebühne im Hygienelabor: Nennlast 2.000 kg, Nutzfläche ca. 2.470 × 1.260 mm, Hubhöhe ca. 2.850 mm, Geschwindigkeit < 0,15 m/s, elektrisch-hydraulischer Antrieb mit Doppelschere, Sicherheitsleiste (IP 65), Faltbalk umlaufend, elektrisch verriegelte Handdrehtüren, NOT-AUS, ölfester Schachtgrubenanstrich, Korrosionsschutz nach DIN ISO 12944-5.
Einschienenkatze (Kranbahn) im Hygienelabor: Hublast 500 kg, Hubhöhe ca. 3 m, Kranbahnlänge ca. 6,65 m, Elektrokettenzug, Funksteuerung mit zwei Handgeräten, drehbarer Lasthaken und Kreuztraverse für Bigpacks, stufenlos einstellbares Fahrwerk mit Absturzsicherung.
Zentrale Schnittstelle ist ein gebäudeübergreifendes Notstrom-Managementsystem für alle vier Aufzugsanlagen, das Netzausfall erkennt, Anlaufströme priorisiert, Aufzüge freigibt/sperrt, Evakuierung und Rückkehr in den Normalbetrieb steuert sowie eine deutschsprachige Visualisierung mit frei parametrierbarer Prioritätenmatrix bereitstellt. Erweiterungsmöglichkeit für Bestands- und zukünftige Anlagen ist einzuplanen.
Service, Inbetriebnahme & Stundenlohnarbeiten
Systemwartung und Vollwartung über insgesamt 5 Jahre (4× jährlich, inkl. jährlicher Wartung des Schachtüberwachungssystems mit Funktionstest), Fernnotruf 24/7 mit SIM-Karte (GSM/LTE/5G) und Pauschale für Personenbefreiung gemäß TRBS 3121 Abschnitt 3.4. Preisbasis 2026.
Zusätzlich sind Inbetriebnahmemanagement (Checkliste Vorfunktionsprüfungen, 5 IBM-Besprechungen, Vorbereitungsgespräch, 2 Tage gewerkeübergreifende Funktionsprüfungen mit Personal und 6 Wochen Vorlaufzeit) sowie Stundenlohnarbeiten (20 Stunden, Obemonteur, Monteur, Helfer, nur auf schriftliche Anordnung) anzubieten.
Bauseits werden Aufzugsschächte in Ortbeton, Einlegeteile (Lieferung AN), Baustrom/-wasser, elektrische Zuleitung, Fundamenterder, Dachanschluss der Wetterschutzhaube und RAS-System zur Branddetektion bereitgestellt.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung zur Berufsausübung
Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle oder bei der Industrie- und Handelskammer. Präqualifizierte Unternehmen weisen dies durch das PQ-Verzeichnis und die PQ-Nummer nach; nicht präqualifizierte Unternehmen reichen Formblatt VHB 124 ein.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Eigenerklärung Formblatt VHB 124 (bzw. PQ-Nummer) zu:
Bei Zuschlag: Angabe der in den letzten 3 Kalenderjahren jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte, gegliedert nach Lohngruppen mit Leitungspersonal.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
3 Referenzen aus den letzten 5 Kalenderjahren über nach Art und Umfang vergleichbare Leistungen, eingereicht auf dem verbindlichen Formblatt VHB 444 (Ansprechpartner beim Auftraggeber, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengenangaben, eingesetzte eigene Arbeitnehmer, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung, ggf. koordinierte Gewerke). Die Anforderung gilt auch für präqualifizierte Bieter. Verfügbarkeit der erforderlichen Arbeitskräfte ist nachzuweisen.
Ausschlussgründe
Keine Ausschlussgründe gemäß § 6e EU VOB/A; insbesondere keine Verurteilung wegen Verstößen mit Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze oder Geldbuße > 2.500 € in den letzten 2 Jahren. Ausschlussgründe können durch Selbstreinigungsmaßnahmen überwunden werden.
Versicherungen und Erklärungen
Mindestdeckung: 10 Mio. € pauschal, 2-fach maximiert für Personen-/Sachschäden (inkl. Tätigkeitsschäden); 500.000 € für Vermögensschäden – alternativ bestehende Versicherung mit 2-facher Maximierung je Versicherungsjahr.
Bietergemeinschaft / Nachunternehmer
Vertragliche und verfahrensspezifische Anforderungen
3 Referenzen aus den letzten 5 Jahren über nach Art und Umfang vergleichbare Leistungen (z. B. Aufzugs-/Förderanlagen); Angaben gemäß VHB-Formblatt 444
Vergleichbare Aufzugs-/Förderanlagenprojekte; Bestätigung des Referenzgebers nicht zwingend erforderlich; bei präqualifizierten Bietern genügt Bestätigung, dass AG PQ-Verzeichnis prüfen kann